User manual

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Periodendauer- Frequenzmessung
Die Periodendauer ist die Zeit von einem
ansteigenden Nulldurchgang eines Signals
bis zum nächsten ansteigenden Nulldurch-
gang.
Schalten Sie die Eingangskopplung (13) auf
GND und die Triggerart (8) auf AUTO.
Mit dem vertikalen Positionseinsteller (15)
bringen Sie nun den Strahl mit der Mittellinie
zur Deckung.
Schalten Sie die Eingangsempfindlich-keit
auf 5 V/DIV und verbinden Sie den Tastkopf
mit dem Meßobjekt. Stellen Sie den
Eingangskopplungs-Schalter (13) in Stellung
„AC“
Bringen Sie den VOLTS/DIV-Schalter (17) in
die Position, wo die größte Ablenkung des
Signals am Schirm erreicht wird.
Verstellen Sie die Horizontalablenkung
TIME/DIV (5) bis mindestens eine ganze
Periode abgebildet wird.
ansteigende Nulldurchgänge
Periodendauer 5,2 DIV
Abbildung 9-6
Verschieben Sie nun mit dem Einsteller für
die horizontalen Position (15) die Kurve so,
daß ein ansteigender Nulldurchgang des
Signals durch eine vertikale Rasterlinie
möglichst nahe dem linken Bildschirmrand
führt. In der Abbildung 9-6 beträgt die
Strecke zwischen den beiden aufeinander-
folgenden ansteigenden Nulldurch-gängen
5,2 Rasterteilungen.
Beispiel
Die Horizontalablenkung ist auf 1 µs/DIV
eingestellt, der horizontale Feineinsteller
TIME VAR (6) steht in Position CAL
(Rechtsanschlag). Die Periodendauer
beträgt:
t = 5,2 DIV x 1 µs/DIV = 5,2 µs
Aus der Periodendauer kann die Frequenz
berechnet werden. Es besteht folgende
Beziehung: f = 1 / t Für dieses Beispiel
bedeutet das eine Frequenz von:
f = 1 / 5,2µs = 192308Hz
Um eine bessere Ablesegenauigkeit zu
erhalten empfiehlt es sich bei hohen
Signalfrequenzen mehrere Perioden zu
vermessen. In der Abbildung 9-7 sind fünf
Perioden 5,2 Rasterteilungen lang. Bei einer
Zeitbasiseinstellung von 1µs erhält man für
eine Periode eine Dauer von:
t =[(5,2 DIV x 1 µs/DIV) : 5 =
1,04 µs
f = 1 / 1,04µs = 961538,5 Hz
ansteigende Nulldurchgänge
Periodendauer 5,2 DIV
Abbildung 9-7
Tip
Je nach Größe des Signals kann es
vorkommen, daß in einer Schalterstellung
die Ablenkung zu klein ist und in der
nächsten über den sichtbaren Bereich
hinaus abgelenkt wird. Um einen
Zwischenwert der Horizontalablenkung zu
schaffen, gehen Sie wie folgt vor.
Trennen Sie den Tastkopf vom Meßobjekt.
Bringen Sie die Vertikalablenkung in Stellung
0,1 mV/DIV (der Einsteller VOLT VAR (15)
muß sich in Stellung CAL befinden) und die
Horizontal-ablenkung (5) in Stellung 0,1
ms/DIV.
Klemmen Sie die Tastkopfspitze an den
Kalibratorausgang. Die Frequenz des
Kalibratorsignals beträgt 1 kHz ± 2%. Das
abgebildete Signal stellt eine Periode dar
und ist 10 DIV breit. Verdrehen Sie nun den
TIME VAR Einsteller (6) aus der CAL-
Stellung bis genau zwei Perioden abgebildet
werden. Verändern Sie die Einstellung von
TIME/VAR (6) nicht mehr. Die