User manual

13
Schalten Sie die Eingangskopplung (13)
wieder in Stellung „GND“. Sie brauchen
dabei das Eingangssignal nicht abtrennen,
denn es wird in Stellung GND nicht
kurzgeschlossen sonder intern getrennt.
Schieben Sie den Strahl mit dem vertikalem
Positionsregler (16) exakt auf die unterste
Rasterlinie.
Schalten Sie die Eingangskopplung (13)
zurück auf „DC“ und wählen Sie die
Eingangsempfindlichkeit (17) so, dass eine
möglichst große Ablenkung erreicht wird.
In der Abbildung 9-4 bewirkt die
Gleichspannung eine Ablenkung um 6,2
Rasterteilungen (DIV). Für die Berechnung
der Spannung sind mehrere Parameter von
Bedeutung.
auf welchen Wert ist die Eingangs-
empfindlichkeit (17) geschaltet?
wie ist die Tastkopfeinstellung (1/1 oder
10/1)?
Ablenkunk 6,2 DIV
GND-Bezugslinie
Abbildung 9-4
Voraussetzung für jede Messung ist, dass
sich alle variablen Feineinsteller (15 und 6) in
Ihrer CAL-Position (Rechtsanschlag)
befinden. Die nachfolgenden Beispiele sollen
Ihnen zeigen, wie ein und dasselbe
Schirmbild zu unterschiedlichen
Messergebnissen führen kann.
Beispiel 1
Die Vertikalempfindlichkeit (17) ist auf 5
V/DIV eingestellt, der vertikale Feineinsteller
(15) steht in Position CAL . Der Tastkopf ist
auf direkten Betrieb (1/1) geschaltet. Als
Ergebnis erhalten wir:
6,2 DIV x 5 V/DIV = 31 V
Beispiel 2
Die Vertikalempfindlichkeit (17) ist auf
5V/DIV eingestellt, der vertikale Fein-
einsteller (15) steht in Position CAL . Der
Tastkopf ist auf Teilerbetrieb (10/1)
geschaltet. Als Ergebnis erhalten wir:
(6,2 DIV x 5 V/DIV) x 10 = 310 V
Tip
Je nach Größe des Signals kann es
vorkommen, dass in einer Schalterstellung
die Ablenkung zu klein ist und in der
nächsten über den sichtbaren Bereich
hinaus abgelenkt wird. Um einen
Zwischenwert der Vertikalablenkung zu
schaffen, gehen Sie wie folgt vor.
Trennen Sie den Tastkopf vom Messobjekt.
Bringen Sie die Vertikalablenkung in Stellung
0,1V/DIV (der Einsteller VOLT VAR (15)
muß sich in Stellung CAL befinden) und die
Horizontalablenkung in Stellung 0,1 ms/DIV.
Klemmen Sie die Tastkopfspitze an den
Kalibratorausgang. Die Amplitude des
Kalibratorsignals beträgt 0,5 V. Das
abgebildete Signal ist demzufolge 5 DIV
hoch. Verkleinern Sie nun mit dem Variable
Einsteller (15) auf 2,5 DIV Signalamplitude.
Verändern Sie den Einsteller VOLT VAR (15)
nicht mehr. Die Vertikalempfindlichkeit
beträgt nun nicht mehr 0,1V/DIV sondern
0,2V/DIV. Diese Verdopplung gilt auch für
die anderen Bereiche.
Verbinden Sie nun wieder den Tastkopf mit
dem Meßobjekt und ermitteln Sie den
Meßwert unter diesen Voraus-setzungen.
Messungen an
Wechselspannungen
Vergewissern Sie sich vor jeder Messung,
daß sich der vertikale VOLT VAR (15) und
horizontale TIME VAR (6) Feineinsteller in
CAL-Stellung (Rechtsanschlag) befinden um
Meßfehler zu vermeiden.
Schalten Sie die Eingangskopplung (13) auf
GND und die Triggerart (8) auf AUTO.
Mit dem vertikalen Positionseinsteller (16)
bringen Sie nun den Strahl mit der Mittellinie
zur Deckung.
Schalten Sie die Eingangsempfindlich-keit
(17) auf 5 V/DIV und verbinden Sie den
Tastkopf mit dem Meßobjekt. Bringen Sie
die Kopplung des verwendeten Eingangs in
Stellung AC.
Bringen Sie den VOLTS/DIV-Schalter (17) in
die Position, wo die größte Ablenkung des
Signals am Schirm erreicht wird.
Verstellen Sie die Horizontalablenkung
TIME/DIV (5) bis mindestens eine ganze
Periode abgebildet wird.