User manual
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Beispiel:
Nach außen hin hat ein ohne Balancer geladener LiPo-Akkupack mit 2 Zellen eine Spannung von 8,4 V und erscheint
damit voll geladen. Die einzelnen Zellen haben aber eine Spannung von 4,5 V und 3,9 V (eine Zelle ist gefährlich
überladen, die andere halb leer).
Eine solch überladene Zelle kann auslaufen, sich aufblähen oder im schlimmsten Fall in Brand geraten oder explo-
dieren!
Wenn dieser LiPo-Akku z.B. in einem Flugmodell eingesetzt, wird die Flugzeit nur sehr kurz sein, da die Spannung
der halb leeren Zelle schnell zusammenbricht und der Akku keinen Strom mehr liefert.
Sollte Ihr Lithium-Akku über einen Balancer-Anschluss verfügen, so muss dieser zusätzlich zu den norma-
len zwei Akkuanschlüssen (Plus/+ und Minus/-) immer an das Ladegerät angeschlossen werden (über das
Balancerboard); benutzen Sie dann immer das Ladeprogramm „BALANCE“ und nicht das Ladeprogramm
„CHARGE“.
d) Schnellladung („FAST CHG“)
Beim Laden eines Lithium-Akkus wird der Ladestrom durch das verwendete Ladeverfahren immer geringer, je voller
der Akku ist (wenn der Akku seine maximale Ladespannung erreicht hat und das Ladegerät vom Konstantstrom- auf
das Konstantspannungs-Ladeverfahren umschaltet). Dadurch steigt natürlich auch die Ladezeit.
Bei der Schnellladung wird beim Konstantspannungs-Ladeverfahren ein höherer Ladestrom erreicht. Dies geht je-
doch auf Kosten der Kapazität, da aufgrund der Sicherheitsschaltungen im Ladegerät der Ladevorgang früher be-
endet wird.
Das bedeutet, z.B. ein LiPo-Akku kann bei der Schnellladung nicht vollständig aufgeladen werden. Es stehen nur
etwa 90% der Kapazität zur Verfügung, die mit dem normalen Ladeverfahren möglich sind.
Die Schnellladung ist also nur dann sinnvoll, wenn es darauf ankommt, einen Akku möglichst schnell
wieder im Einsatz zu haben.
Die Vorgehensweise beim Einstellen von Ladestrom und Spannung/Zellenzahl ist genauso durchzuführen wie beim
Akkuprogramm „CHARGE“, siehe Kapitel 10. b).
e) Akku einlagern („STORAGE“)
Dieses Akkuprogramm lässt sich verwenden, wenn der Akku eine längere Zeit gelagert werden soll. Abhängig vom
eingestellten Akkutyp wird der Akku auf eine bestimmte Spannung geladen bzw. entladen.
Je nach Zellenspannung wird der Akku entweder entladen oder geladen. Dies ist natürlich bei einem mehr-
zelligen Akkupack nur dann sinnvoll, wenn ein Balancer-Anschluss vorhanden ist und am Ladegerät ange-
schlossen wurde.
Bei einer längeren Lagerung eines Lithium-Akkus (etwa bei der Überwinterung eines Flugakkus) sollte
der Akku in jedem Fall alle 3 Monate überprüft werden und erneut mit dem Akkuprogramm „STORAGE“
behandelt werden, damit es nicht zu einer schädlichen Tiefentladung kommt.
Die Vorgehensweise beim Einstellen von Ladestrom und Spannung/Zellenzahl ist genauso durchzuführen wie beim
Akkuprogramm „CHARGE“, siehe Kapitel 10. b).










