operation manual
13
Anzünden und Benutzen des Kaminofens
Beim ersten Anheizen härtet der Lack aus, dadurch entsteht etwas Rauch und Geruch. Dies
verschwindet durch kräftiges Auslüften des Raums. Wir empfehlen daher, Türen und Fenster zu
öffnen, damit Durchzug entsteht.
Beim diesen Härtungsprozess wird der Lack weich und empfindlich, deshalb sollten Sie sehr
darauf achten, die lackierte Oberfläche nicht zu berühren. Wir empfehlen auch, dass Sie in
den ersten Stunden die Klappe regelmäßig öffnen und schließen, damit das Dichtungsmate-
rial nicht am Lack festklebt.
Verwenden Sie zum Anzünden niemals brennbare Flüssigkeiten wie Brennspiritus oder Benzin!
Wir empfehlen das Anzünden von oben, wobei das Holz oben in der Brennkammer zuerst
angezündet wird statt das Holz unten. Dies ist die umweltfreundlichste Methode beim An-
zünden. Gleichzeitig bleibt das Gals dabei auch sauberer.
Auf dem Boden der Brennkammer sind 2 kleinere Scheite (ca. 1,5 – 2 kg) kreuzweise so aufzu-
stapeln, dass zwischen ihnen etwas Platz bleibt.
Darauf kommen – ebenfalls kreuzweise – 10 bis 15 kleingehackte Scheite (1,2 kg) und dazwi-
schen 2 bis 3 Kaminanzünder.
Das Anzünden wird erleichtert, wenn der Boden von einer dünnen Aschenschicht bedeckt ist.
Vor dem Anzünden muss der Schüttelrost geöffnet werden, indem die Stange ganz her-
ausgezogen wird. Außerdem ist die Rosette der Aschenschublade für die Primärluft zu
öffen und die Drossel unter der Aschenschublade für die Verbrennungsluft (falls es wind-
still ist und der Schornstein daher nicht zieht, kann es manchmal notwendig sein, ganz kurz
die Aschenschublade um 1 bis 2 cm zu öffnen), damit das Holz Feuer fängt. Wenn das Feuer
gut brennt, sind Aschenschublade, Rosette und Schüttelrost wieder zu schließen, da es
sonst zur Überhitzung von Ofen und Schornstein kommen kann (dann erlischt die Garantie).
Nach dem Niederbrennen des Anzündholzes bis auf die Glut empfiehlt es sich, die Tür
vor dem endgültigen Öffnen einigen Sekunden lang einen Spalt geöffnet zu halten,
damit ein Druckausgleich stattfinden kann. Dann 3 bis 4 Holzscheite (ca. 2 kg) kreuz-
weise in die Glut legen und die Tür wieder schließen. Damit sie besser Feuer fangen,
kann man die Aschenschublade für kurze Zeit öffnen, bis das Holz Feuer gefangen hat.
Daran denken, sie dann wieder zu schließen.
Die Zuluft darf nicht so weit gedrosselt werden, dass das Feuer ausgeht. Es müssen
stets Flammen zu sehen sein!
In den meisten Fällen müssen Sie jedoch selbst die optimalen Einstellungen herausfinden, da
Schornsteinzug und -höhe, Brennstoffqualität usw. Einfluss auf das Brennverhalten gerade
Ihres Kaminofens haben.
Falls der Ofen mehr Hitze als gewünscht erzeugt, ist wie folgt vorzugehen:
– Legen Sie eine geringere Menge Holz (3 bis 4 kleinere Scheite, Gewicht z. B. 1,2 – 1,3 kg)
nach. Öffnen Sie alle Zuluftmöglichkeiten, um die Verbrennungsluft dann zu verringern,
vielleicht auf ca. 60 %. Die Zuluft darf aber nicht so weit gedrosselt werden, dass das Feuer
ausgeht. Es müssen stets Flammen zu sehen sein!
Auf diese Weise lässt sich die Heizleistung – in Abhängigkeit von o. a. Gegebenheiten – von 6
kW auf 4 – 4,5 kW drosseln.
Es ist jedoch darauf zu achten, die Zuluft nicht so weit zu drosseln, dass das Holz
schlechter verbrennt, denn das führt zu einem geringeren Wirkungsgrad und verstärk-
ter Feinstaubemission (höhere Umweltbelastung).
Was das Nachlegen anbelangt, so sollte dieses erst dann erfolgen, wenn nur noch Glut im
Feuerraum vorhanden ist. Solange Flammen zu sehen sind, bilden sich auch Rauchgase, die
im ungünstigen Falle (mangelhafter Schornsteinzug) in den Raum austreten
können.
Bei auftretenden Problemen beachten Sie bitte den Abschnitt:
Fehler beheben










