Instructions

1. Allgemeines
Der Universalbieger ist als vielseitig verwendbares Biegegerät für den
Heimwerker, Modellbauer, aber auch für den Profi entwickelt worden. Dieses
Gerät vereinigt in sich die Funktionen eines Winkelbiegeapparates,
Rohrbiegeapparates und Bandrollapparates. Schnelle Einsatzbereitschaft,
hohe Biegeleistung und geringer Platzbedarf bei großer Universalität zeichnen
das Gerät aus.
2. Montage des Gerätes
Der Universalbieger wird komplett mit sämtlichem Zubehör jedoch in
demontiertem Zustand geliefert. Die Montage ist denkbar einfach und in weniger
als einer Minute vollzogen. Zunächst werden Körper (1) und Schwenkarm (5) der
Transportverpackung entnommen. Der nach vorn zeigt. Der Schwenkarm (5)
wird mit der gekröpften Seite so über den Körper geschoben, dass die Bohrung
Ø 20 exakt übereinanderstehen und sich der Normaldorn (9) mühelos in die
Bohrung einsetzen lässt. Die offene Seite des Schwenkarmes zeigt dabei
ebenfalls nach vorne. Nunmehr wird die, bereits werkseitig montierte
Rändelschraube (4) soweit zurückgeschraubt, dass sich die Führungsplatte (2)
zwischen Rändelschraube und Normaldorn durchführen und mittels des
Winkelstiftes (3) im Körper des Universalbiegers arretieren lässt. Beim Biegen
von Flachmaterial zeigt dabei die glatte Seite der Führungsplatte nach vorn. Die
Zahnstange wird in die Führungsnut des Schwenkarmes eingesetzt. Beim
Biegen von Flachmaterial weist dabei die abgeschrägte Zahnleiste an der
Stirnseite der Zahnstange in Richtung des bereits eingesetzten Normaldornes.
Mit dem Einführen des Ritzels (7) in die entsprechende Bohrung des
Schwenkarmes ist die Montage des Universalbiegers abgeschlossen und das
Gerät ist betriebsbereit. Der mit dem Ritzel bereits montierte Griffhebel (8) muss
beim Einsetzen eine gedachte Verlängerung des Schwenkarmes darstellen, um
eine optimale Kraftübertragung zu erreichen.
3. Das Biegen von Flach- und Profilmaterial
3.1 Das Biegen mit dem Normaldorn
Das Gerät wird in der bereits beschriebenen Weise montiert. Der Schwenkarm
(5) wird soweit nach hinten gedreht, dass dieser mit der Führungsplatte (2)
einen rechten Winkel bildet. Das zu biegende Material wird zwischen
Führungsplatte und Normaldorn eingelegt und soweit nach vorn geschoben,
dass die Greiferzähne der Zahnstange das Material erfassen.
UNBEDINGT BEACHTEN:
Die Rändelschraube (4) wird eingeschraubt, bis diese das Material
leicht gegen den Normaldorn (9) drückt. Nunmehr wird die
Rändelschraube (4) wieder um 1 1/2 - 2 Umdrehungen gelöst, so
dass das zu biegende Material leicht an der hrungsplatte entlang
gleitet. Bei Nichtbeachtung kann das Gerät zerstört werden.
Durch ziehen am Griffhebel (8) pressen sich die Greiferzähne der Zahnstange
gegen dasMaterial. Im weiteren Verlauf wird der gesamte Schwenkarm (5) nach
vorn gezogen und somit das Material bis zum gewünschten Winkel, um den
Dorn gebogen. (Abb. 1) Anschließend kann das gebogene Material dem Gerät
entnommen werden. Zu beachten ist, dass bei Biegung über 180 ° der
Normaldorn (9) aus dem Gerät entnommen werden muss, bevor das gebogene
Material entfernt werden kann.
3.2. Das Biegen mit den Wechseldornen und dem Vierteldorn
Sollen Biegungen mit engerem Biegeradius hergestellt werden, so ist das
mittels der Wechseldorne Ø 8 mm;Ø 10 mm; Ø12 mm und Ø 14 mm, die zum
Lieferumfang des Komplettgerätes gehören, möglich. Dazu wird der
Universalbieger entsprechend Punkt 2 montiert. Anstelle des Normaldornes Ø
20 mm wird jedoch der entsprechende Wechseldorn eingesetzt, der wie folgt
vorbereitet wird. Der Dorn wird mit dem zylindrischen Zapfen Ø 8 mm in den
Griff eingesteckt und mittels der Madenschraube arretiert. Der Dorn wird dabei
so positioniert, dass die Senkung am Zapfen des Dornes und die Maden
schraube im Griff übereinander stehen. Der so vorbereitete Dorn wird nun von
oben in die Bohrung Ø 20 mm im Körper und Schwenkarm des
Universalbiegers eingesetzt. Von unten wird die Bundbuchse als Gegenlager
eingeführt und mit dem Gewindezapfen M 8 des Dornes verschraubt. Damit ist
das Gerät betriebsbereit. Die weiteren Arbeitsgänge werden so durchgeführt,
wie unter Punkt 3.1 beschrieben. Scharfkantige Biegungen bis zu einem
Biegewinkel von 90° sind mittels des Vierteldornes möglich. ( Abb. 2) Der
Vierteldorn wird anstelle des Normaldornes in das Gerät eingesetzt. Die
abgeflachte Seite zeigt dabei in Richtung der Führungsplatte. (2) Die
Arbeitsweise entspricht der Arbeit mit dem Normaldorn, jedoch ist zu beachten,
dass die max. Materialstärke 3 mm bezogen St 37 beträgt.