Instructions

Kongurations-CVs
Neben der Decoderadresse sind die Kongurations-CVs eines Lokdecoders sicherlich die wichtigsten CVs. Diese sind beim In-
telliDrive 2 Decoder die CVs 29, 50 und 51. Eine Kongurations-CV beinhaltet im Regelfall verschiedene Einstellmöglichkeiten
eines Decoders, welche in maximal 8 Bits (0 - 7) dargestellt werden. Der einzugebende Wert einer CV errechnet sich aus der
jeweiligen CV-Tabelle, indem die Werte der gewünschten Funktionen addiert werden.
Im Folgenden sehen Sie Bedeutung und Inhalt der Kongurations-CVs, sowie eine beispielhafte Berechnung des Wertes:
Beispielberechnung (CV 29)
Normale Fahrtrichtung Wert = 0
28 Fahrstufen Wert = 2
autom. Analog-/Digitalumschaltung Wert = 4
RailCom
®
aus/ein Wert = 8
Fahrstufen über CV 2, 5, 6 Wert = 0
Kurze Adresse Wert = 0
Die Summe aller Werte ist 14.
Dieser Wert ist als Voreinstellung ab Werk in CV 29 abgelegt.
Bit Konguration CV 29 Wert
0 Normale Fahrtrichtung
Entgegengesetzte Fahrtrichtung
0
1
1 14 / 27 Fahrstufen
28 / 128 Fahrstufen
0
2
2 nur Digitalbetrieb
autom. Analog-/Digitalumschaltung
0
4
3 RailCom
®
aus
RailCom
®
ein
0
8
4 Fahrstufen über CV 2, CV 5, und CV 6
Kennlinie aus CV 67-94 benutzen
0
16
5 Kurze Adresse (CV 1, Register 1)
Lange Adresse (CV 17 und 18)
0
32
Bit Konguration CV 50 Wert
0 Motorola 2. Adresse nicht benutzen
Motorola 2. Adresse benutzen
0
1
1 Motorola 3. Adresse nicht benutzen
Motorola 3. Adresse benutzen
0
2
2 Lichtausgänge nicht tauschen
Lichtausgänge tauschen
0
4
3 Frequenz Licht, A1 bis A7 = 156Hz
Frequenz Licht, A1 bis A5 = 24KHz
0
8
4 SUSI = SUSI
SUSI = A3/A4 Logikpegel
0
16
5 SUSI = SUSI
SUSI DATA = Eing.1, CLK = Eing. 2
0
32
6 A8 = Ausgang mit Logikpegel
A8 = Eingang 3
0
64
7 Intellimatic = AUS
Intellimatic = EIN
0
128
Bit Konguration CV 51 Wert
0 Motorregelung aus
Motorregelung ein
0
1
1 Motorregelung PID - Regler
Motorregelung SX - Regler
0
2
2 keine dynamische Periodendauer
dynamische Periodendauer
0
4
CV2
Fahrstufenkennlinie
Der Decoder ist voreingestellt auf eine einfache, drei Punkt Kennlinie, welche die minimale-, mittlere- und höchste Geschwin-
digkeit festlegt. Er kann aber auch auf die erweiterte Fahrstufenkennlinie für 28 Fahrstufen umgestellt werden (CV29, Bit4 = 1).
Diese Kennlinie bietet die Möglichkeit, für jede der 28 Fahrstufen eine Geschwindigkeit festzulegen. Die Einstellungen werden
in den CVs 67 bis 94 eingetragen, wobei für jede der Fahrstufen 1 - 28 eine CV reserviert ist.
10
14 281 7 21
%
FS
100
50
25
75
drei Punkt Kennlinie
CV6
CV5
10
14 281 7 21
%
FS
100
50
25
75
erweiterte Kennlinie
CV67
CV94
CV81
Motorola
Um die Funktionen F1 - F12 bei Einsatz mit Motorola-Zentralen (z.B. 6021) erreichen zu können, verfügt der Decoder über
3 Motorola Adressen, die trinär in CV47-49 abgelegt sind. Diese 3 Adressen werden auch für die Decodierung verwendet. Wird
unter CV1 eine Adresse dezimal programmiert, so legt der Decoder bis Adresse 79 automatisch die trinäre Entsprechung in
CV47 ab. Um z.B. Motorola Lokadressen bis 255 zu verwenden, müssen die CVs 47 - 49 direkt dezimal über die Motorola-
Programmierung programmiert werden. (z.B. 6021 oder Intellibox)
Auf dem DCC Programmiergleis können diese CVs gelesen, aber nicht programmiert werden.
Wird die CV47 per Motorola programmiert, so wird die CV1 nicht geändert und deshalb wird dann das DCC Datenformat in
CV12 abgeschaltet, damit der Decoder nicht versehentlich über 2 Adressen angesprochen werden kann.
Ist in der CV29 das Bit5 gesetzt (DCC Lange Adresse), so ist das Motorola Datenformat bis auf die Motorola Programmierung
ausgeschaltet, damit der Decoder auch hier nicht auf 2 Adressen reagieren kann.
1.) PID-Regler aktivieren, Bit 1 in CV51 = 0
2.) PID Regler Offset CV57 = 0 setzen
3.) Mit der Werkseinstellung des Decoders CV2, 5 und 6 (min., max. und mittlere Geschw.) die Motorregelung über CV54, 55
und 56 voreinstellen.
4.) Die CV55 und 56 auf Null setzen
5.) Die CV54 so einstellen, dass die Lok bei Fahrstufe 2 gerade anfährt
6.) Die CV55 so vergrößern, das die Lok beim Wechsel von Fahrstufe 0 auf 1 zügig anfährt und bei Fahrstufe 1 wie gewünscht
fährt. Die Schrittweite der Änderung sollte 1 sein.
7.) Unruhiges Verhalten beim Wechsel der Fahrstufen mit der CV56 kompensieren. Die Schrittweite der Änderung sollte 1 sein.
8.) Gegebenenfalls CV2, 5, 6 anpassen und ab Schritt 3.) mit der Einstellung neu beginnen.
Sollte kein befriedigendes Ergebnis erzielt werden, so muss u.U.
a) Die Periodendauer der Regelung in CV53 verändert werden.
b) Die Messlücke für die EMK-Spannung in CV58 vergrößert werden. (Bei einigen Motoren lässt sich ein ruhiger Lauf bei kleinen
Geschwindigkeiten nur hierdurch erreichen)
c) Der Regler Offset geändert werden.
Die jeweiligen Änderungen in geringer Schrittweite durchführen und gegebenenfalls den PID-Regler erneut anpassen.