G•MAJOR 2 GUITAR EFFECTS PROCESSOR Bedienungsanleitung
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Bitte lesen Sie diese Anweisungen. Bitte bewahren Sie diese Anweisungen auf. Beachten Sie alle Warnhinweise. Folgen Sie allen Anweisungen. Verwenden Sie dieses Gerät nicht in der Nähe von Wasser. Reinigen Sie das Gerät nur mit einem trockenen Tuch. Die Belüftungsöffnungen des Gerätes dürfen nicht verdeckt werden. Folgen Sie bitte bei der Montage des Gerätes allen Anweisungen des Herstellers.
EMV / EMI UND KONFORMITÄTSBESCHEINIGUNG Elektromagnetische Verträglichkeit/ Funkentstörung Dieses Gerät ist geprüft worden und entspricht den Richtlinien der Federal Communications Commission (FCC) für digitale Geräte der Klasse B nach Abschnitt 15. Diese Einschränkungen sollen angemessenen Schutz gegen schädliche Interferenzen bieten, wenn das Gerät in einer Wohngegend betrieben wird. Dieses Gerät erzeugt und verwendet Radiofrequenzenergie und kann selbst Radiofrequenzenergie ausstrahlen.
INHALTSVERZEICHNIS Wichtige Sicherheitshinweise . . . . . . .a-b Inhaltsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . .3 Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Die Bedienelemente auf der Vorderseite – Übersicht . . . . . . . . . . . . .6 Die Rückseite – Übersicht . . . . . . . . . . .8 Signalwegdiagramm . . . . . . . . . . . . . . . .9 Typische Konfigurationen . . . . . . . . . . .10 BEDIENUNG Die Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 Presets aufrufen . . . . . . . . .
EINFÜHRUNG Wir gratulieren Ihnen zum Kauf Ihres neuen G-Major 2 Effects Processors. Möglicherweise haben Sie noch nie mit einem Multieffektgerät gearbeitet. In diesem Fall werden Sie sich vielleicht fragen, ob nun erst einmal Tage harter Arbeit vor Ihnen liegen, in denen Sie das G-Major 2 „zähmen“ müssen, bis Sie es endlich als Kreativwerkzeug nutzen können.
EINFÜHRUNG G-Major und G-Major 2 – wo sind die Unterschiede? Kaum ein Produkt ist so gut, dass es sich nicht noch verbessern ließe. Ein weiter vereinfachtes Bedienungskonzept sowie eine Reihe neuer Effekte waren schlagende Argumente für TC, eines der erfolgreichsten Produkte der Unternehmensgeschichte als G-Major 2 neu zu erfinden.
BEDIENELEMENTE AUF DER VORDERSEITE – ÜBERSICHT 1 Power-Taste (Netzschalter) Dieser Schalter dient zum An- und Ausschalten des Gerätes. 2 IN LEVEL Drehregler (Eingangspegel) Mit diesem Regler stellen Sie die Eingangsempfindlichkeit ein. 3 OUT LEVEL Drehregler (Ausgangspegel) Mit diesem Regler stellen Sie den Pegel am Ausgang ein. 4 Eingangspegelanzeigen Diese Höchstwertanzeigen zeigen den Eingangspegel. Der Anzeigebereich ist: 0, -3, -6 , -12, 18, -24, -40 dB.
und auszuschalten und ihre Einstellungen zu bearbeiten. Um einen Effektblock an- oder auszuschalten, drücken Sie die entsprechende Taste einmal. Um die Parameter eines Effektblocks einzustellen, doppelklicken Sie dessen Taste. 25 GLOBAL-Taste Drücken Sie diese Taste, um auf übergreifende Einstellungen und Funktionen zuzugreifen – zum Beispiel auf die Kill-Dry-Funktion, die Pedalkalibrierung, die Referenzstimmung und den Effektstummschaltungs-Modus.
RÜCKSEITE SWITCH OUT – Relaisbuchse BALANCED INPUTS – Symmetrische analoge Eingänge BALANCED OUTPUTS – Symmetrische analoge Ausgänge Symmetrische und normale Audiokabel Die analogen Ein- und Ausgänge des GMajor 2 sind symmetrisch ausgeführte 6,3 mm-Klinkenbuchsen. Um eine optimale Verbindung zu anderen symmetrischen Geräten zu erzielen, sollten Sie symmetrisch ausgeführte Kabel verwenden. Allerdings sind die meisten Komponenten eines Gitarrensystems nicht symmetrisch ausgeführt.
DEUTSCH SIGNALWEGDIAGRAMM 9
BASISKONFIGURATIONEN Anschließen und Einrichten des G-Major 2 Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein Gitarrensystem zusammenzustellen und einzurichten. Auf den folgenden Seiten stellen wir ein paar der gebräuchlichsten Konfigurationen vor. Grundsätzlich empfehlen wir eine serielle Anordnung aller Komponenten, bei der das gesamte Signal das G-Major 2 durchläuft. Auf diese Weise erhalten Sie bei allen Effektalgorithmen das bestmögliche Ergebnis.
BASISKONFIGURATIONEN Parallele Anordnung mit Linemischer • Verbinden Sie den Ausgang Ihres Vorverstärkers mit dem Eingang des Linemischers. • Um mit dem G-Major 2 zwischen den Kanälen des Vorverstärkers umzuschalten, verbinden Sie die Buchse SWITCH OUT des G-Major 2 mit den Kanalumschaltungsbuchsen des Vorverstärkers. Diese Verbindung ist nicht erforderlich, wenn Sie einen MIDI-steuerbaren Vorverstärker verwenden. • Verbinden Sie den Effect Send des Linemischers mit den Eingängen des G-Major 2.
DIE ANZEIGE OverloadLEDs Matrix – Darstellung des aktuell verwendeten Routings Block-Pegel – In/Out und Mix Damp (Anzeige Pegelabsenkung) Kompression/Noise Gate Presetnummer Eingangsanzeigen Erkannte Tonhöhe Eingangspegelanzeigen Dies sind Spitzenpegelanzeigen, die den aktuellen Eingangspegel anzeigen. Der Anzeigebereich ist: 0, -3, -6, -12, -18, -24 und -40 dB.
MIX-Anzeige: Zeigt den Pegel des aus Direktsignal und Effektanteil gemischten Signals im gerade bearbeiteten Effektblock an. DAMP-Anzeige (Pegelabsenkung) Wenn sowohl das Noise Gate als auch der Kompressor aktiv sind, zeigt die DAMP-Anzeige die Abschwächung des Signalpegels durch das Noise Gate, so lange kein Eingangssignal anliegt. Wenn ein Eingangssignal anliegt, zeigt diese Anzeige die Abschwächung des Signalpegels durch Kompression.
MIT PRESETS ARBEITEN Presets speichern So speichern Sie ein Preset, ohne dabei seinen Namen zu ändern: • Drücken Sie die Taste STORE. Wenn es sich um ein Werkpreset handelt, schlägt das G-Major 2 den ersten freien Anwenderspeicherplatz für dieses Preset vor. Sie können aber mit dem ADJUST-Drehregler auch jeden anderen der 100 Anwenderspeicherplätze wählen. Wenn das Preset, das Sie speichern wollen, ein Anwenderpreset ist, schlägt das G-Major 2 den aktuellen Speicherplatz dieses Presets vor.
Einführung Im Global-Menü finden Sie zahlreiche wichtige Parameter wie zum Beispiel den Eingangstyp, die digitale Taktrate (Clock) und die Einstellbereiche für Ein- und Ausgangspegel. Damit Sie mit dem GMajor 2 optimale Ergebnisse erzielen, müssen Sie diese Parameter auf geeignete Werte einstellen! Alle Parameter des Global-Menüs gelten übergreifend und werden nicht als Bestandteil von Presets gespeichert. Grundsätzliches Vorgehen • Drücken Sie die Taste GLOBAL.
GLOBAL-MENÜ Parameter „MOD Master“ Einstellungen: „Preset“ / „Mod“ Wenn Sie mit den Modifikatoren des G-Major 2 noch nicht vertraut sind, können Sie im Abschnitt „Modifikatoren“ dieser Bedienungsanleitung mehr darüber erfahren. Hier die Kurzfassung: Parameterwerte können durch einen externen Controller – wie zum Beispiel ein MIDI-Pedal – gesteuert werden.
GLOBAL-MENÜ DEUTSCH Parameter „FX Mute“ (Stummschaltung Effekte) Einstellungen: „Hard“ / „Soft“ Dieser Parameter legt fest, wie Delay- und ReverbBlock des G-Major 2 sich beim Presetwechsel verhalten. Einstellung „Hard“: Bei einem Presetwechsel werden die Effekte stummgeschaltet. Einstellung „Soft“: Delays können beim Presetwechsel ausklingen, und die Reverb-Einstellungen werden beim Presetwechsel „fließend“ gewechselt.
MIDI-MENÜ Im MIDI-Menü finden Sie alle globalen MIDI-bezogenen Parameter des G-Major 2. Parameter „MIDI Channel“ (MIDI-Empfangskanal) Einstellungen: „Off“ / 1 bis 16 / „Omni“ Mit diesem Parameter legen Sie den MIDIEmpfangskanal des G-Major 2 fest. Bei der Einstellung „Omni“ empfängt das G-Major 2 MIDINachrichten auf allen Kanälen.
MOD-MENÜ Zurücksetzen der MIDI Map Durch das Zurücksetzen der MIDI Map werden alle eingehenden Programmwechselnachrichten wiederum den entsprechenden Werkpresets zugeordnet. Die Programmnummer 1 ruft dann also Werkpreset 1 auf usw. • Wählen Sie mit dem ADJUST-Drehregler die Funktion „Reset Map“. • Drücken Sie ENTER, um die gesamte MIDI Map zurückzusetzen.
MOD-MENÜ Parameter „Cho/Flg On/Off“ Dient zum An- und Ausschalten des Chorus/Flanger-Blocks des G-Major 2 mit Hilfe eines externen Controllers. Parameter „Delay On/Off“ Dient zum An- und Ausschalten des Delay-Blocks des G-Major 2 mit Hilfe eines externen Controllers. Parameter „Reverb On/Off“ Dient zum An- und Ausschalten des Reverb-Blocks des G-Major 2 mit Hilfe eines externen Controllers.
Fernsteuerung mit Hilfe von Modifikatoren MOD-MENÜ Beispiel: In zwei Schritten ordnen Sie ein externes Steuergerät einem bestimmten Parameter zu. Schritt 2: Modifikatoren Parameter zuweisen • Drücken Sie die Taste MOD, um das MODMenü zu öffnen. Wählen Sie Mod 1, 2, 3 oder 4 aus. Drücken Sie ENTER. • Jetzt können Sie mit den vertikalen Pfeiltasten einen Parameter auswählen, den Sie steuern wollen.
DER TUNER Das G-Major 2 verfügt über einen integrierten Tuner, der stets aktiv ist. Der Tuner wird in der LC-Anzeige des G-Major 2 angezeigt. Die nachfolgend beschriebenen TunerParameter können Sie im Global-Menü einstellen. • Drücken Sie die Taste GLOBAL, um das GlobalMenü zu öffnen. • Verwenden Sie die vertikalen Pfeiltasten, um einen Parameter auszuwählen. • Ändern Sie den Wert des ausgewählten Parameters mit dem ADJUST-Drehregler.
LEVELS UND RELAY 1+2 Parameter „Preset Out Level“ (Ausgangspegel) Wertebereich: „Off“ (-100 dB) bis 0 dB Mit diesem Parameter legen Sie den Ausgangspegel für das aktuelle Preset fest. So können Sie Presets auch in der Lautstärke genau aufeinander abstimmen – zum Beispiel für Begleitung und Soli. Der Wert des Parameters „Preset Out Level“ wird als Bestandteil jedes Presets gespeichert.
RELAIS Kanalumschaltung an einem externen Vorverstärker mit den Relais 1 und 2 Das G-Major 2 verfügt über zwei integrierte Relaisumschalter, mit denen Sie zwischen den Kanälen eines analogen Vorverstärkers umschalten können. Die Umschaltung kann erfolgen, wenn Sie am G-Major auf ein anderes Preset umschalten. Sie können diese Funktion aber auch mit Hilfe eines externen MIDI-Controllers durch Senden einer MIDI-Controllernachricht auslösen.
RELAIS Drehregler, um die Relais zu öffnen oder zu schließen. Hierdurch schalten Sie die Kanäle an Ihrem Vorverstärker um. Welche Einstellung/Kombination dabei zum Aktivieren der konkreten Kanäle (Clean/Crunch/Distorted) erforderlich ist, hängt vom verwendeten Verstärker ab. Experimentieren Sie gegebenenfalls und notieren Sie die für Ihre(n) Verstärker erforderlichen Einstellungen.
ROUTINGS Routing-Menü Das G-Major 2 bietet Ihnen vier verschiedene Möglichkeiten, die Effektblöcke anzuordnen (die so genannten Routings): seriell, seriell 2, halbparallel und parallel. Ein solches Routing entspricht der Art und Weise, wie Sie normalerweise einzelne Effektgeräte miteinander verkabeln würden. Das ausgewählte Routing kann als Bestandteil jedes einzelnen Presets gespeichert werden.
Lock“ verhindert eine Änderung des Routings beim Aufrufen eines neuen Presets: Das aktuell verwendete Routing bleibt aktiv. Dementsprechend ändern sich bei einem Presetwechsel dann nur die Effektparameter; nicht aber die Art und Weise, wie die Effektblöcke miteinander verschaltet sind. Drücken Sie die Taste LEVELS/ROUTING und wählen Sie den Parameter „Routing Lock“ mit den vertikalen Pfeiltasten aus.
ERSTE SCHRITTE / „WIE KANN ICH …“ Beim folgenden Beispiel gehen wir davon aus, dass Sie alle Presets mit einem Ausgangspegel von -6 dB gespeichert haben. • Wählen Sie ein Preset aus, in dem Sie die Boost-Funktion verwenden wollen. • Stellen Sie im Levels-Menü den Preset-Pegel zum Beispiel auf -6 dB ein. • Drücken Sie die Taste MOD und wählen Sie mit den vertikalen Pfeiltasten den Parameter „Preset Boost“ aus. • Wählen Sie mit dem ADJUST-Drehregler „Learn“ und drücken Sie ENTER.
Effekt-Menü – Grundsätzliches Vorgehen Die sechs Effekttasten (beziehungsweise sieben, wenn man das Noisegate hinzurechnet) auf der Vorderseite des G-Major 2 werden wie folgt verwendet: • Um einen Effekt anzuschalten oder auszuschalten drücken Sie seine Taste einmal. • Um die Einstellungen eines Effektblocks zu bearbeiten, drücken Sie seine Taste zweimal kurz hintereinander (ein so genannter Doppelklick). Innerhalb der Effektmenüs navigieren Sie mit dem vertikalen Pfeiltasten und dem ADJUSTDrehregler.
NOISE GATE UND EQ als 0 dB einstellen, da bei der Einstellung 0 dB keine Dämpfung des Signals stattfindet. Parameter „Max. Damping“ (Maximale Pegelabsenkung) Wertebereich: 0 bis 90 dB Mit diesem Parameter geben Sie an, wie stark das Signal abgeschwächt werden soll, sobald der Signalpegel unter den mit „Threshold“ eingestellten Grenzwert fällt. Man könnte vermuten, dass ein Noise Gate unerwünschte Geräusche stets vollständig unterdrücken sollte.
FILTER Algorithmus „Touch Wah“ Bei extremen Equalizer-Einstellungen kann es zu einer internen Übersteuerung kommen, die in Form von störenden Clicks hörbar wird. Wenn extreme Equalizereinstellungen erforderlich sind, damit Sie den gewünschten Klang erzielen, gibt es möglicherweise an anderer Stelle des Signalweges Probleme, um die Sie sich kümmern sollten. Algorithmus „Wah Wah“ Mit diesem Effekt erzielen sie dieselbe Wirkung wie mit einem klassischen Wah-Pedal, bei dem Sie den Effekt manuell steuern.
FILTER Algorithmus „Auto Wah“ Der „Wah“-Effekt entsteht, wenn ein Filter für die Anhebung eines relativ schmalen Frequenzbereichs verwendet und dieser Frequenzbereich dann schnell verschoben wird. Die Verschiebung dieses Frequenzbereichs (der „Sweep“) wird durch einen tieffrequenten Oszillator (LFO) gesteuert. Parameter „Speed“ (Geschwindigkeit) Wertebereich: 0,050 bis 20 Hz Mit diesem Parameter legen Sie die Geschwindigkeit des Effekts fest.
Zusätzliche Parameter Der Touch Resonance Filter erzeugt einen Effekt, der dem Algorithmus Touch Wah ähnelt. Er erzeugt einen Filter-Sweep, der von der Dynamik des Eingangssignals gesteuert wird. Parameter „Sense“ (Empfindlichkeit) Wertebereich: 0 bis 10 Der Parameter „Sense“ (Empfindlichkeit) sollte an Pegel am Eingang des Filterblocks angepasst werden. Je niedriger Sie diesen Parameter einstellen, um so lauter muss der Effekt angespielt werden, um den typischen „Whack“-Effekt zu erzeugen.
FILTER Parameter „PulseWidth“ (Pulsbreite) Wertebereich: 0 bis 100 % Wenn Sie „Pulsewidth“ zum Beispiel auf 20 % und den Parameter „Type“ auf „Hard“ einstellen, ist das Signal für 20 % der Zeit im einen Kanal und für 80 % der Zeit im anderen Kanal zu hören. Wenn Sie den Parameter „Type“ auf „Soft“ einstellen, erzeugt die „Width“-Einstellung „50 %“ eine vollständige Sinuswelle als Modulationsquelle, während die Einstellungen „0 %“ und „100 %“ entsprechend sägezahnartige Wellenformen erzeugen.
COMPRESSOR Illustration Parameter „Threshold“ (Schwellwert) Wertebereich: -30 dB bis 0 dB Wenn der Signalpegel den mit dem ThresholdRegler eingestellten Punkt überschreitet, wird der Kompressor aktiviert. Der Pegel des Signals über diesem Grenzwert wird – den Einstellungen der Parameter Ratio, Attack und Release entsprechend – bearbeitet.
PITCH Algorithmus „Detune“ Der Klang des Detune-Effekts ähnelt dem ChorusEffekt: Das Signal wird gesplittet, und ein Teil des Signals wird um ein einstellbares Intervall verstimmt. Der Hauptunterschied zwischen dem Detune- und dem Chorus-Effekt ist, dass sich beim Detune-Effekt der Grad der Verstimmung nicht ändert. Der bearbeitete Signalanteil wird stets um dasselbe Intervall transponiert. Der Detune-Algorithmus im Pitch-Block erzeugt zwei Stimmen (Voices).
Algorithmus „Octaver“ PITCH Der Octaver erzeugt eine zusätzliche Stimme, die in einem festgelegten Abstand von plus oder minus ein oder zwei Oktaven der Originaltonhöhe folgt. Parameter „Dir“ (Richtung) Einstellungen: „Up“ / „Down“ Mit diesem Parameter geben Sie an, ob die zusätzliche Stimme ober- oder unterhalb der Originaltonhöhe erklingen soll.
PITCH Algorithmus „Pitch Shifter“ Der Pitch Shifter des G-Major 2 kann zwei zusätzliche, transponierte Stimmen zum Eingangssignal erzeugen, die in einem festen Abstand von maximal einer Oktave über oder unter der Tonhöhe des Eingangssignals klingen. Die Signalerkennung und -verarbeitung im G-Major 2erfolgt dabei mit so hoher Geschwindigkeit, dass Sie sich niemals über hörbares “Suchen nach der richtigen Tonhöhe” ärgern müssen, wie es bei älteren Octaver-Effekten der Fall war.
Der Intelligent Pitch Shifter ist ein zweistimmiger Pitchshifter, der es Ihnen ermöglicht, in jeder beliebigen Tonart Harmonien über eine Vielzahl von Tonleitern zu spielen. Der Tonumfang beträgt dreizehn Stufen über und unter der gespielten Tonhöhe; dies entspricht einer Oktave plus einer diatonischen Sexte. Parameter „Key“ (Grundton) Damit der intelligente Pitch Shifter die richtigen Stimmen erzeugen kann, müssen Sie die Tonart angeben, in der Sie spielen.
MODULATION Chorus Den Chorus gibt es beim G-Major 2 in zwei Variationen: als einfachen „Classic Chorus“ und als „Advanced Chorus“, der eine Reihe zusätzlicher Parameter umfasst. Grundsätzlich basiert ein Choruseffekt darauf, dass ein Audiosignal aufgeteilt und die Tonhöhe des einen Teils moduliert wird. Beide Komponenten werden wieder zusammengemischt, wodurch der charakteristische schwebende Effekt entsteht.
Der Tri-Chorus ist eine Variation des normalen Choruseffekts. Hier kommen drei separate StereoChoruseffekte zum Einsatz, bei denen die Parameter Intensität, Geschwindigkeit, Phase und Verzögerung gegeneinander verschoben sind. Das Ergebnis ist ein einzigartiger, sehr breit und warm klingender Chorus. Dabei sind die Parameter „Speed“ (Geschwindigkeit), „Depth“ (Intensität) sowie die zeitbezogenen Parameter identisch mit denen des normalen Chorus-Algorithmus.
MODULATION Flanger – Einleitung Der Flanger gehört wie der Choruseffekt zur „Familie“ der Modulationseffekte. Das Signal wird aufgeteilt, und die Tonhöhe eines Teilsignals wird moduliert. Der charakteristische Flanger-Effekt entsteht dadurch, dass ein Teil des Signals etwas verzögert wieder an den Eingang des Effekts zurückgeführt wird. Experimentieren Sie mit dem Parameter „Feedback“, um ein Gefühl für die damit erzielbaren Effekte zu bekommen.
Neben den Parametern des Classic Flanger bietet der Advanced Flanger außerdem noch die folgenden Parameter: Parameter „Fla Dl“ (Flanger Delay) Wertebereich: 0 bis 50 ms Für Flanging-Effekte werden normalerweise Verzögerungen von etwa 5 ms verwendet, während für einen Chorus etwa 10 ms üblich sind. Sie können aber jeden Wert zwischen 0 und 50 ms verwenden.
MODULATION Algorithmus „Vibrato“ Ein Vibrato-Effekt moduliert die Tonhöhe des Eingangsignals. Das Ergebnis ähnelt der von Sängern verwendeten Vibrato-Technik. Im Gegensatz zum Chorus wird hier das unbearbeitete Originalsignal nicht wieder mit dem tonhöhenmodulierten Signal gemischt. Speed Depth Parameter „Speed“ (Geschwindigkeit) Wertebereich: 0,050 bis 19,95 Hz Mit diesem Parameter legen Sie die Geschwindigkeit des Vibratos fest.
Dies sind zwei hervorragend klingende Varianten des klassischen Phaser-Effekts. Der „Vintage Phaser“ erzeugt einen Phaser-Effekt, wie Sie ihn vielleicht von älteren Phaser-Effektpedalen kennen. Der „Smooth Phaser“ erzeugt einen etwas subtileren, weniger dominanten Effekt. Der Vintage Phaser verwendet vier Allpassfilter. Diese Filter erzeugen im Frequenzband typische Einkerbungen („Kammfilter“). Bei der Mischung des gefilterten Signals mit dem Originalsignal entsteht der charakteristische Phaser-Sound.
MODULATION Algorithmus „Vintage Univibe“ Der Algorithmus „Vintage Univibe“ ist eine Nachbildung eines klassischen Rotationslautsprechers. Die damit erzielbaren Effekte reichen von einem „phaser-artigen“, dichten Chorus bis zu einem eleganten Vibrato. Durch das Umschalten zwischen den beiden Rotationsgeschwindigkeiten erfolgt eine deutlich wahrnehmbare Änderung der Modulationsgeschwindigkeit; vergleichbar mit dem Ein- und Ausschalten des Rotationslautsprechers in einem Leslie-System.
Die folgenden Parameter sind bei allen Delays identisch. Parameter, die nur bei bestimmten Delays zur Verfügung stehen, werden in den entsprechenden Abschnitten beschrieben. Parameter „Delay“ (Verzögerung) Wertebereich: 0 bis 1800 ms Mit diesem Parameter legen Sie die Zeit zwischen den vom Delay erzeugten Wiederholungen fest. Dies wird auch als die „Länge“ der Wiederholung(en) bezeichnet.
DELAY Algorithmus „Dynamic Delay“ Das Dynamic Delay wurde von TC Electronic mit dem bekannten Studiodelay TC 2290 eingeführt. Es ermöglicht die Steuerung des DelayAusgangspegels durch die Dynamik des Eingangssignals, so dass die Delays nicht mit Ihrem Spiel kollidieren. Stattdessen ergänzt das Dynamic Delay Ihr Spiel optimal. Mit dem Parameter „Sense“ geben Sie an, wann die Delays wieder hörbar werden sollten. Verwenden Sie den „Offset“-Parameter, um das Stereoklangbild zu erweitern.
Das G-Major 2 ist mit vier klassischen Reverbs ausgestattet. Alle Reverbtypen haben dieselben editierbaren Parameter, aber die Charakteristika der Reverbs sind verschieden. Reverbalgorithmus „Spring“ Der Algorithmus Spring dient dazu, den Klang klassischer Federhallgeräte nachzuempfinden, wie sie früher auch in hochwertigen Gitarrenverstärkern verwendet wurden. Reverbalgorithmus „Hall“ Der Algorithmus Hall simuliert relativ große Räume und erhält dabei die Klangeigenschaften des bearbeiteten Signals.
REVERB deutlich verändern – von „düster“ und „ambient“ bis zu „strahlend“ und „hell“. Parameter „HiFact“ und „LoFact“ (Intensität Charakteristik) Wertebereich: -25 bis 25 Verwenden Sie den Parameter „HiFact“, um die Wirkung der mit „Hi Color“ gewählten Charakteristik für den oberen Frequenzbereich zu verstärken oder abzuschwächen. Verwenden Sie „LoFact“ entsprechend zum Betonen oder Abschwächen von „Lo Color“.
Guitar Effects Processor G-Major 2 – Februar 2009 Funktion Basic Channel Mode Note Number Velocity After Touch Pitch Bend Control Change Gesendet Default Changed Default Messages Altered True Voice Note ON Note OFF Keys Ch’s Prog Change System Excl.
TECHNISCHE DATEN Analoge Eingänge Anschlüsse: Impedanz, symm./asymm. Max. Eingangspegel: Min. Eingangspegel bei 0 dBFS: Empfindlichkeit: A/D-Wandlung: A/D-Wandlung Verzögerung: Dynamik: Gesamtklirrfaktor: Frequenzgang: Übersprechen: 6,3 mm Klinkenbuchse (symmetrisch) 21 kOhm / 13 kOhm +24 dBu 0 dBu bei 12 dB Headroom: -12 dBu bis +12 dBu 24 Bit, 128faches Oversampling Bitstream 0,70 ms bei 48 kHz typ. 100 dB, 20 Hz bis 20 kHz typ.
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN Welcher MIDI-Controller eignet sich am besten für die Verwendung mit dem G-Major 2? Zahlreiche MIDI-Controller eignen sich für die Verwendung mit dem G-Major 2. Um jedoch alle Möglichkeiten des G-Major 2 ausreizen zu können, sollten Sie einen Controller verwenden, der sowohl MIDI-Programmwechselnachrichten als auch MIDIControllernachrichten (CC) senden kann. Tasten, die Controllernachrichten senden, sollten dabei zwischen den Werten 0 und 127 umschalten.
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ein oder zweimal, bis der Vorgang korrekt abgeschlossen wird. Wie betreibe ich das G-Major 2 im Effektweg eines Comboverstärkers? Viele Comboverstärker verfügen über einen Effektweg. Allerdings gibt es in diesem Bereich keine Standards. Manchmal ist es sogar schwierig, herauszufinden, ob es sich um einen seriellen oder parallelen Effektweg handelt.