User manual
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Einsatzbereich der Bodensonde1
Die Bodensonde ist ein technisches Hilfsmittel zum Erkennen (Fühlen) von
Bodenschichten unterschiedlicher Dichte, Wasserdurchlässigkeit und Bo-
denart, ohne den Boden aufgraben zu müssen, um: Sie wird eingesetzt um
im Krumenbereich vorhandene, das Wurzelwachstum störende Boden-a)
zonen (zu locker, zu dicht) festzustellen;
im Krumen- und Unterbodenbereich Pflug– bzw. Schleppersohlen und b)
Allgemeinverdichtungen festzustellen;
im Bodenprofil bis Sondentiefe (90 cm) Bodenartenunterschiede (z.B. c)
Löß auf Ton oder Torf auf Sand) festzustellen.
Den größten Dienst wird die Sonde beim Auffinden der Pflug- bzw. Schlep-
persohlen leisten.
Der beste Einsatzzeitpunkt dürfte von Mai bis Juli gegeben sein; somit ver-
bleibt genügend Zeit, um notwendige Vorbereitungen für die Beseitigung der
Verdichtung im Krumen- bzw. Unterbodenbereich unmittelbar nach der Ernte
zu treffen.
Anwendung der Bodensonde2
Hierbei ist zu beachten, dass die Sonde im Sinne eines Tastorgans angesetzt
werden muss, d.h. nicht mit Gewalt, sondern mit Gefühl. Die „Störschicht“
muss „gesucht“ werden. Die Sonde wird deshalb bis zur mutmaßlichen Be-
arbeitungstiefe langsam in den Boden eingestochen (20 bis 30 cm). In dieser
Tiefe wird meist ein stärkerer Eindringungswiderstand spürbar. Dies muss
aber noch keine Verdichtung sein. Eine Verdichtung ist erst dann zu vermu-
ten, wenn mit der Sonde nach leichter Auf- und Abwärtsbewegung auf der
Bearbeitungsgrenze „geklopft“ werden kann. Die Einstichtiefe wird an der
Sonde abgelesen. Jetzt kann mit einem stärkerem, gleichmäßigen Druck die
„Sohle“ durchstoßen werden. Soweit es sich um eine Pflug- bzw. Schlepper-
sohle handelt, wird die Sonde bei gleichmäßigen Druck bei 35 bis 45 cm nach






