User manual

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Die Wahl der Betriebsarten Konstantwiderstandsbetrieb oder Konstantstrombetrieb erfolgt mit dem
Betriebsartenschalter SW1.
Konstantwiderstandsbetrieb (R
const
):
Die Einstellung des Widerstandes erfolgt mit dem Wendelpotentiometer P1. Die elektronische Last zeigt das
typische Widerstandsverhalten. Eine Eingrenzung der Daten erfolgt zwangsläufig durch die minimale bzw.
maximale Lastspannung, den minimalen bzw. maximalen Laststrom sowie der anfallenden Verlustleistung.
Eine Betätigung im Uhrzeigersinn ergibt einen stetige Widerstandsverringerung.
Hinweis: Diese Betriebsart ist grundsätzlich bei Anwendungen mit dem Wechselspannungsvorsatz 3228 zu
wählen.
Konstantstrombetrieb (Stromsenke) (I
const
):
In dieser Betriebsart wird der in die elektronische Last hinein fließende Strom konstant gehalten. Diese
Funktion ist natürlich nur im festgelegten Eingangsdatenbereich der elektronischen Last möglich. Das heißt ,
es sind eine minimale Eingangsspannung und ein minimaler Eingangsstrom erforderlich, welche wiederum
gewissermaßen am „oberen“ Ende des Eingangskennlinienfeldes nicht von den max. Eingangsdaten
überschritten werden dürfen.
Unterspannungsabschaltung
Mit dem verdeckt eingebauten Einstellregler R10 lässt die Abschaltschwelle für den Lastbetrieb in
Abhängigkeit von der Eingangsspannung einstellen. Liegt die momentane Eingangsspannung (Lastspannung)
unter der eingestellten Mindestspannung bzw. nähert sich dieser an, leuchtet LED2 (<U
min
) auf und der
Laststrom geht gegen 0.
Diese Funktion ist zum Entladen von Batterien und Akkumulatoren erforderlich.
Die Voreinstellung erfolgt praktischerweise mit Hilfe einer einstellbaren Spannungsquelle für die
Batteriespannungsuntergrenze (z.B. 10,5V für eine 12V Batterie) am Regler R10. Dieser wird so justiert, dass
beim Durchfahren des Spannungsbereichs von 12V bis 10V bei 10,5V der Laststrom 0 wird. Zu Beginn der
Abschaltung glimmt LED2 und der Laststrom verringert sich. Mit dem Erreichen des Abschaltpunktes fällt dann
der Laststrom auf 0. Die „allmähliche“ Abschaltung ist gewählt worden um ein wiederholtes EIN - AUS –
Schalten (schwingen) zu verhindern.
Belastbarkeit und Schutzschaltungen:
Die Nennbelastbarkeit beträgt bei einer Lastspannung < 60 Volt 200W. Bei Spannungen > 60 Volt tritt eine
kontinuierliche Absenkung bis auf etwa 150 W in Funktion. Die Überschreitung wird mit der LED4 (> P
cont
)
angezeigt. Erst bei Überschreitung der doppelten jeweiligen Belastbarkeit (400W bzw. 300W) erfolgt eine
Lastabschaltung und die LED6 (off) leuchtet. Nach Aufhebung der Ursache (Verringerung des Laststroms oder
Lastspannung) lässt sich der Laststrom mit dem Schalter SW3 wieder einschalten.
Die zeitliche Verfügbarkeit der Lastreserve ist von der jeweiligen Umgebungs- und Kühlkörpertemperatur
abhängig. Bei z.B. 25°C Umgebungs- und Kühlkörpertemperatur steht die volle Leistung (400W) ca. 3 min zur
Verfügung. Die Kühlkörpertemperatur wird durch eine Schutzschaltung überwacht und schaltet automatisch bei
Übertemperatur (100°C) die Last ab. Der Schaltzustand wird durch die LED3 (Temperatur
max.
) angezeigt.
Nach einer Abkühlphase nimmt die elektronische Last selbstständig den Betrieb mit den eingestellten Daten
wieder auf.
Bei Überspannungen >83V erfolgt eine Abschaltung der Ansteuerung des Lastteils. Bei Spannungen > 100V
wirkt parallel zum Eingang ein Varistor. Der Varistor schützt nur vor Spannungsspitzen. Den
Überspannungszustand kennzeichnen die LED7 ( >U
max.
) und LED3 (off).
Der maximale Strom wird intern auf 25,5 A begrenzt und bei Erreichen mit der LED1 (>I
max
.) angezeigt.
Als Verpolungsschutz dient eine Kombination aus einer Schutzdiode parallel zum Leistungsteil und einer 25A
KFZ- Stecksicherung. Diese befindet hinter der Frontplatte auf der Eingangsplatine.
4. Sicherheitshinweise allgemein / Sicherungswechsel
Das Netzgerät ist in Schutzklasse I sowie gemäß VDE 0411 und VDE 0805 / DIN EN 60950 aufgebaut. Der
Netztransformator ist nach DIN VDE 0551 / DIN EN 60742 als Sicherheitstrenntransformator aufgebaut und wird
primär/sekundär mit 3,75 kV
eff
geprüft. Netzgeräte gehören nicht in Kinderhände!
In gewerblichen Einrichtungen sind die Unfallverhütungsvorschriften des Verbandes der gewerblichen
Berufgenossenschaften für elektrische Anlagen und Betriebsmittel zu beachten.
In Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Hobby- und Selbsthilfewerkstätten ist das Betreiben von Netzgeräten durch
geschultes Personal verantwortlich zu überwachen.
Beim Öffnen von Abdeckungen oder Entfernen von Teilen, außer wenn dies von Hand möglich ist, können
spannungsführende Teile freigelegt werden. Auch können Anschlußstellen spannungsführend sein. Vor einem
Abgleich, einer Wartung, einer Instandsetzung oder einem Austausch von Teilen muß das Gerät von allen
Spannungsquellen getrennt sein, wenn ein Öffnen des Gerätes erforderlich ist. Wenn danach ein Abgleich, eine
Wartung oder eine Reparatur am geöffneten Gerät unter Spannung unvermeidlich ist, darf das nur durch eine
Fachkraft geschehen, die mit den damit verbundenen Gefahren bzw. den einschlägigen Vorschriften dafür vertraut
ist.
Kondensatoren im Gerät können noch geladen sein, selbst wenn das Gerät von allen Spannungsquellen getrennt
wurde.