User Manual

Siemens Building Technologies CM1N2615D / 02.1999
Landis & Staefa Division 3/8
Die Sollwertbildung ist von der Betriebsart abhängig (siehe dort).
Das Steckmodul vergleicht die Vorlauftemperatur mit dem Sollwert. Bei einer Abwei-
chung verstellt er stetig das Stellgerät (Ventil oder Hahn), bis die Abweichung ausgere-
gelt ist. Die Regelung arbeitet mit PI-Verhalten. Ist der P-Bereich auf 20 K eingestellt, so
arbeitet die Regelung adaptiv; sie passt den P-Bereich sowie die Nachstellzeit jedem
Ausregelvorgang selbständig an. Mit Hilfe des Steckmoduls AZY55.32 ist es möglich,
zwei Stellantriebe in Sequenz zu steuern. Es ist wählbar, ob die Anlagenbegrenzungen
auch im separaten Kreis wirken müssen.
Die Umwälzpumpe des geregelten Vorlaufes wird bedarfsabhängig gesteuert. Sie
schaltet zudem ein, wenn der Regler in den Frostbetrieb geht.
Regelgröße ist die Temperatur des Hauptvorlaufes (Verteiler). Die Regelung richtet sich
nach den Wärmeanforderungen in der Anlage, die von den einzelnen Gruppen über den
Datenbus abgegeben werden. Übernommen wird der höchste Sollwert; das kann ein
Vorlauftemperatur- oder ein Ladesollwert sein. Ihm wird eine Überhöhung (einstellbar)
zuaddiert.
Die Durchflussminimalbegrenzung des Reglers RVL55 wirkt auch auf die Vorregelung.
In Anlagen mit mehreren Reglern RVL55 muß für diese Funktion das Steckmodul in
jenem Regler stecken, an dem der Rücklauftemperaturfühler ange-schlossen ist; an
diesem Regler müssen auch die Begrenzungen eingestellt werden.
Im Regler muss neben dem Steckmodul AZY55.31 auch ein Steckmodul AZY55.20 vor-
handen sein. Dieses erhält an Anschlussklemme B13 den Wärmebedarf als
DC 0...10 V-Signal und gibt ihn an den Regler weiter.
Regelgröße ist die Temperatur des Hauptvorlaufes (Verteiler). Sollwert ist der zugeführ-
te Wärmebedarf; dabei ent-spricht der Bereich DC 0...10 V einem Sollwert von
0...130 °C.
Das Wärmebedarfssignal kann z.B. von einer Unterstation via einem Steckmodul
AZY55.60 abgegeben werden (siehe dazu «Anwendungsbeispiele»).
Vom Steckmodul AZY55.20 aus wird das Wärmebedarfssignal in den Datenbus abge-
geben.
Für die Hub-minimalbegrenzung sowie für die Rücklauftemperaturbegrenzung gilt das
gleiche wie für die Betriebsart «Vorregler - Sollwert Datenbus».
Der Vorlauftemperatursollwert wird von der Außentemperatur stetig geführt. Die Zuord-
nung erfolgt über eine nur für diesen Regelkreis gültige Heizkennlinie. Für diese ist eine
Minimalbegrenzung einstellbar.
Während den Nutzungszeiten wird der separate Heiz-kreis auf die Normaltemperatur
geregelt. Für die Nichtnutzungszeiten ist Absenken oder Ausschalten wählbar; die Ab-
senkung der Vorlauftemperatur ist einstellbar.
Die Umschaltung vom Nutzungszeit- auf Nichtnutzungszeit-Betrieb erfolgt automatisch.
Die Nutzungszeiten können von der Schaltuhr Nr. 1 übernommen oder einer der beiden
anderen Schaltuhren eingegeben werden. Zu beachten ist, daß das Ferienprogramm im
Regler nicht auf die Schaltuhr Nr. 3 wirkt. Wählbar ist zudem, ob der separate Heizkreis
durch die ECO-Sparautomatik des RVL55 gesteuert werden soll oder nicht.
Das Steckmodul hat ein Kunststoffgehäuse und enthält zwei Leiterplatten, eine für die
Kleinspannungs-Eingänge und eine für die Netzspannungen. Die Anschlussklemmen
sind direkt zugänglich.
Die Leiterplatte für die Kleinspannungs-Eingänge enthält die Elektronik. Sie wird über
Steckzungen mit jener des Reglers verbunden.
Das Steckmodul ist in der Lage, Kurzschlüsse und Unterbrüche in der Verdrahtung der
angeschlossenen Fühler zu erkennen. Sie werden in der Anzeige des Reglers als Stö-
rung angezeigt.
Die Leiterplatte für die Netzspannungen enthält die Relais, welche die Ladepumpe, den
Stellantrieb usw. schalten. Die gewünschte Funktion ist an einem Drehschalter einzu-
stellen.
Sollwertbildung
Regelung
Pumpensteuerung
Betriebsart «Vorregler -
Sollwert ab Datenbus»
Betriebsart «Vorregler -
Sollwert ab AZY55.20»
Betriebsarten
«Einzelkreisregler»
Ausführung