User Manual
Siemens AG Ultraschall Wärmezähler 2WR5 -Änderungen vorbehalten- UH 502-000a Seite 2/19
Metering Division 01.02.2002
Arbeitsweise
Die vom Heizwasser während eines bestimmten Zeitabschnittes an den Wärme-
verbraucher abgegebene Wärmemenge ist proportional der Temperaturdifferenz
zwischen Vor- und Rücklauf und dem durchgeflossenen Heizwasservolumen.
Das Heizwasservolumen wird im Meßrohr durch Ultraschallimpulse gemessen, die in
Strömungsrichtung und gegen die Strömungsrichtung gesendet werden. Stromabwärts
wird die Laufzeit zwischen Sender und Empfänger verkleinert, stromaufwärts entspre-
chend vergrößert. Aus den Meßwerten für die Laufzeiten wird dann das Heizwasservo-
lumen errechnet.
Vor- und Rücklauftemperatur werden mit Hilfe von Platin-Widerständen bestimmt.
Das Heizwasservolumen sowie die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf
werden multipliziert und das Produkt wird integriert. Als Ergebnis wird die verbrauchte
Wärme- bzw. Kältemenge in den physikalischen Einheiten kWh / MWh oder MJ / GJ
registriert und angezeigt, der Durchfluß in m
3
.
Für alle Durchflussgrößen gibt es ein einheitliches Rechenwerk mit durchgängig glei-
cher Bedienung und integrierter Serviceeinheit.
Tarife
Alternativ möglich sind:
• kombinierte Wärme-/Kältezählung mit automatischer Umschaltung
• Tarifregister mit bis zu 3 Schwellwerten für Leistung oder Durchfluss oder Tempera-
turdifferenz oder Rücklauftemperatur
• Tarifregister mit täglichen Ein-/ Ausschaltzeitpunkten
• Tarifregister schaltbar über M-Bus
• Erfassung der angelieferten oder zurückgelieferten Wärmemenge
Schnittstellen des Rechenwerks
Die Wärmezähler ULTRAHEAT 2WR5 sind serienmäßig mit einer optischen Schnitt-
stelle nach EN 61107 z.B für den Anschluß des Programmier- und Diagnosetools Pap-
paWin ausgestattet.
Darüber hinaus kann für die Fernablesung eines der folgenden Kommunikationsmodule
eingesetzt werden:
• Impulsmodul (Wärme und Volumen/ Kälte/ Gerätestatus), potentialfreie und prell-
freie Transistorschalter
• Current loop Modul (CL, 20 mA Stromschleife nach EN 61107)
• Kombination 1: Impuls- und CL -Modul (nicht für „schnelle Impulse“ geignet)
• M-Bus Modul nach EN 1434-3, festes oder erweitertes, variables Protokoll (auch
zur Kopplung mit einem geeigneten Heizungsregler)
• Kombination 2: M-Bus Modul mit einem Impulsausgang für „schnelle Impulse“
• Modemmodul (Analoges Modem zum Anschluß an Festnetz)
Diese Module sind ohne Rückwirkung auf die Verbrauchserfassung und können des-
halb auch jederzeit ohne Verletzung der Eichmarke nachgerüstet werden.
Mit „Standardimpulse“ werden Impulse für Wärme und Volumen bezeichnet, die ab
Fabrik mit einer nur vom Nennfluß des Zählers abhängigen und festen Impulswertigkeit
eingestellt sind. Die zugehörige feste Impulsbreite beträgt 100 ms.
Hierbei sind beide Ausgänge des Impulsmoduls aktiv. Nicht möglich bei der Modul-
kombination 2. Für Details zu den Impulswertigkeiten siehe die Projektierungsanleitung
UH 102-000.
„Schnelle Impulse“ können (und müssen) mit Hilfe der Parametriersoftware Pappa-
Win im Servicemodus des Zählers bezüglich Wertigkeit und Dauer individuell und in
Rechenwerk
Standardimpulse und
schnelle Impulse










