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Serielle Busanalyse
12.5.1 SPI/SSPIBUSKonguration
Um eine korrekte Dekodierung eines SPI/SSPI Busses zu
gewährleisten, wird zunächst mit der Softmenütaste BUS
TYP festgelegt, ob ein SPI System mit oder ohne Chipse-
lect (also 2-Draht SSPI oder 3-Draht SPI) vorliegt. Anschlie-
ßend wird das KongurationsmenüüberdieSoftmenü-
taste KONFIGURATION geöffnet. Mit der Softmenütaste
QUELLE wird die entsprechende Quelle und mit der
darunter liegenden Softmenütaste der jeweilige Kanal für
Chip-Select (CS), Takt (Clk) und Daten mit dem Universal-
drehgeber im CURSOR/MENU Bedienfeld ausgewählt. Im
Falle des SSPI BUS wird anstelle der Chip-Select-Quelle
die mögliche TOTZEIT gewählt. Innerhalb der Totzeit sind
Daten und Taktleitung auf Low. Wird die Totzeit erreicht,
beginnt ein neuer Frame. Sind die zeitlichen Abstände der
Datenpakete zueinander kürzer als die Totzeit, so gehören
diese zum gleichen Frame. Die Totzeit kann entweder mit
dem Universaldrehgeber oder numerisch mittels KEY-
PAD Taste im CURSOR/MENU Bedienfeld erfolgen. Zur
Kontrolle wird ein Informationsfenster zu den aktuellen
Einstellungen auf dem Bildschirm gezeigt.
Neben der Quellen-Zuordnung können folgende Einstellun-
gen mit der Softmenütaste AKTIV vorgenommen werden:
CS: Chip-Select High oder Low aktiv (Low aktiv =
Standardeinstellung)
CLK: Datenübernahme auf steigender oder fallender
Flanke (steigende Flanke = Standardeinstellung)
DATA: Daten High oder Low aktiv (High aktiv =
Standardeinstellung)
Vor der BUS Konguration ist die Einstellung des Schwellwer-
tes notwendig (siehe Kap. 4.5). Die Standardeinstellung liegt bei
500 mV. Der externe Triggereingang wird bei 3-wire SPI als CS
(Chip Select) verwendet. Die Schwelle kann im BUS-Kongurati-
onsmenü mit der Softmenütaste EXTERNE SCHWELLE eingestellt
werden.
Ist die Option R&S®HOO11 bzw. der Voucher R&S®HV111 instal-
liert, so können nur analoge Kanäle als Quelle gewählt werden.
Ist die Option R&S®HOO10 bzw. der Voucher R&S®HV110 instal-
liert, so sind sowohl analoge als auch digitale Kanäle als Quelle
auswählbar.
Abb.12.11:MenüzumDeniereneinesSPIBusses
Mit der Softmenütaste BIT REIHENFOLGE kann festgelegt
werden, ob die Daten der einzelnen Nachrichten mit dem
MSB(MostSignicantBit)oderLSB(LeastSignicantBit)
beginnen sollen. Die Softmenütaste WORTGRÖßE erlaubt
in Verbindung mit dem Universaldrehgeber im CURSOR/
MENU Bedienfeld die Einstellung, wieviele Bits eine Nach-
richt beinhaltet. Es sind Werte von 1Bit bis 32Bit möglich.
12.5.2 SPI / SSPI BUS Triggerung
NachdemderSPI/SSPIBUSkonguriertwurde,kannauf
verschiedenste Ereignisse getriggert werden. Dazu wird
die Taste TYPE im TRIGGER Bedienfeld betätigt und dort
die Softmenütaste SERIELLE BUSSE gewählt. Anschlie-
ßend wird die Taste SOURCE im TRIGGER Bedienfeld
gedrückt und der SPI/SSPI BUS ausgewählt. Der SPI/
SSPI BUS ist im SOURCE Menü nur auswählbar, wenn
derBUSvorherkonguriertwurde.MittelsFILTER-Taste
im TRIGGER Bedienfeld können nun die möglichen SPI/
SSPI Triggerbedingungen ausgewählt werden. Folgende
Triggerbedingungenkönnendeniertwerden:
FRAME START: Setzt das Triggerereignis auf den Start
des Frames. Der Frame beginnt beim Wechsel des
Chip-Select (CS) Signals auf den ausgewählten aktiven
Zustand.
FRAME ENDE: Setzt das Triggerereignis auf das Ende
des Frames. Der Frame endet beim Wechsel des
Chip-Select (CS) Signals vom ausgewählten aktiven zum
inaktiven Zustand.
BIT: Mit dem Universaldrehgeber oder numerisch mit der
KEYPAD Taste im CURSOR/MENU Bedienfeld kann der
Triggerzeitpunkt auf das eingestellte Bit innerhalb der
eingestellten Bitfolge gesetzt werden.
SER. BITFOLGE: Es kann eine bestimmte Reihenfolge
vonBitsinnerhalbdesFramesdeniertwerden,diedas
Triggerereignis auslöst. Mit der Softmenütaste BIT-OFFSET
kanndasersteBitderdeniertenBitfolgeinnerhalbdes
Frames festgelegt werden. Eine Werteeingabe von 0 bis
4095 ist mit dem Universaldrehgeber oder numerisch mit
der KEYPAD Taste im CURSOR/MENU Bedienfeld
möglich.DieBitsdavorhabenkeinenEinflussaufdas
Triggerereignis (z.B. bei Bit Offset = 2 werden Bit 0 und Bit
1 nach CS ignoriert und das Muster beginnt mit Bit 2). Die
Abb. 12.12: SPI Triggermenü