User manual

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Serielle Busanalyse
CURSOR/MENU Bedienfeld wird die Adresse des zu
beobachtenden Busteilnehmers, auf den getriggert
werden soll, ausgewählt. Mit dem Softmenü DATEN kön-
nenzusätzlichzurAdressenochspezischeDateneinge-
ben kann. Dieses Menü bietet die Möglichkeit, auf
konkret festgelegte Datenbytes (Farbe Cyan) innerhalb
der Übertragung zu triggern und damit uninteressante
Übertragungenherauszultern.EinOffsetvon0bis4095
zur Adresse ist erlaubt (Softmenütaste BYTE OFFSET). In
den meisten Fällen wird das Byte Offset Null sein, wenn
auf die maximal 24 ersten Bits nach der Adresse getrig-
gert werden soll. Mit der Softmenütaste BYTEANZAHL
wird festgelegt, wieviele Bytes für die Triggerbedingung
ausgewertet werden sollen. Es kann auf maximal 24 Bit
(3 Byte) Daten getriggert werden. Die Eingabe kann
binär oder hexadezimal erfolgen (PATTERNEINGABE).
Wird die binäre Eingabe gewählt, können die einzelnen
Bits mit der Softmenütaste BIT WÄHLEN und dem
Universaldrehgeber im CURSOR/MENU Bedienfeld
einem beliebigen Zustand zugeordnet werden. Mit der
Softmenütaste ZUSTAND wird für jedes Bit der Zustand
H (=1), L (=0) oder X (ohne Wertung) festgelegt. Der
Zustand X kennzeichnet einen beliebigen Zustand. Bei
der hexadezimalen Eingabe kann nur das gesamte Byte
auf X gesetzt werden. Wird die hexadezimale Eingabe
gewählt, wird mit der Softmenütaste WERT und dem
Universaldrehgeber im CURSOR/MENU Bedienfeld der
jeweilige Bytewert festgelegt. Mit der Softmenütaste
BYTE WÄHLEN werden die verschiedenen Bytes (Byte 1
zu Byte 2 zu Byte 3 etc.) der Reihe nach für die Bearbei-
tung ausgewählt (abhängig von der eingestellten
BYTE-ANZAHL). Das jeweils aktive Byte wird im An-
zeigefenster der Triggerbedingung mit einem grünen
Rand versehen.
Durch mehrmaliges Drücken der MENU OFF Softmenü-
taste schließt alle Menüs und das Oszilloskop triggert auf
die eingestellte Adresse und Daten. Bei Messungen ohne
Messobjekt siehe Kap. 12.2.2.
12.5 SPI / SSPI BUS
Das Serial Peripheral Interface SPI wird für die Kommu-
nikation mit langsamen Peripheriegeräten verwendet,
insbesondere für die Übertragung von Datenströmen.
Der SPI Bus wurde von Motorola (heute Freescale) entwi-
ckelt, ist aber nicht förmlich standardisiert. Es ist im allge-
meinen ein Bus mit Takt- und Datenleitung und einer Aus-
wahlleitung (3-wire). Wenn nur ein Master und ein Slave
vorhanden sind, kann die Auswahlleitung entfallen, diese
wird auch SSPI (Simple SPI) genannt (2-wire). Ein SPI BUS
besitzt folgende Eigenschaften:
Master-Slave Kommunikation
Keine Geräteadressierung
Kein Acknowledge zur Bestätigung des Datenempfangs
Duplex-Fähigkeit
Die meisten SPI Busse haben 4 gemeinsame Leitungen,
2 Daten- und 2 Steuerleitungen:
Taktleitung zu allen Slaves (SCLK)
Slave Select oder Chip-Select-Leitung (SS oder CS)
Master-Out-Slave-In, Slave-Data-Input (MOSI oder SDI)
Master-In-Slave-Out, Slave-Data-Output (MISO or SDO)
Wenn der Master einen Takt erzeugt und einen Slave aus-
wählt, so können Daten in eine oder beide Richtungen
gleichzeitig übertragen werden (nur mit
R&S®HOO10/R&S®HV110 möglich)..
Die SPI/SSPI-Triggerung und Dekodierung erfordert die Option
HOO10 bzw. HOO11 oder die Upgrade Voucher HV110 bzw. HV111.
Die Dekodierung der Adresse erfolgt als 7 Bit Wert. Das 8. Bit zur
Schreib-Leseunterscheidung wird in der Farbe dekodiert, nicht im
HEX Wert der Adresse.
Abb.12.10:EinfacheKongurationeinesSPIBUS
Abb. 12.8: I
2
C LESEN/SCHREIB Triggermenü
Abb. 12.9: I
2
C BUS