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Serielle Busanalyse
individuellen BUS-Typ aktiviert werden. Die Softmenütaste
BUS-TABELLE aktiviert (blau markiert) bzw. deaktiviert die
Listendarstellung. In der Standardeinstellung erfolgt die
Anzeige der Tabelle am unteren Rand des Bildschirmes.
Grundsätzlich erfolgt die Darstellung einer kompletten
Nachricht eines Protokolls in einer Zeile. In den Spalten
sind je nach Protokoll die wichtigen Informationen, wie z.B.
Adresse und Daten der jeweiligen Nachricht, aufgeführt.
Die Anzahl der Zeilen in der Tabelle entspricht der Anzahl
der kompletten Nachrichtentelegramme im Speicher. Die
Dekodierungsergebnisse können als CSV-Datei mittels
Softmenütaste SPEICHERN gespeichert werden (z.B. auf
einem USB Stick).
Beispiel einer I
2
C BUS-Tabelle:
„Bustabelle: BUS1 (I
2
C: Takt SCL = D0, Daten SDA = D1)
Frame,Mark,Startzeit[s],Typ,ID,Länge,Datum,Zustand
1,,-197.89200e-6,Read,0x2D,5,0xF110E55D31,OK
2,,28.00000e-9,Write,0x42,8,0xEB8DC599AE5D6FC0,OK
3,,217.74000e-6,Write,0x3B,6,0xA113B7263E5B,OK
4,,376.07200e-6,Read,0x0E,6,0x55C3EB71D9E8,OK
5,,613.58000e-6,Write,0x66,8,0x91B86EE6655E2300,Data Error
Die Softmenütaste FRAME FOLGEN dient dazu, beim
Scrollen durch die BUS-Tabelle mit dem Universaldrehge-
ber gleichzeitig zur jeweiligen Position im Speicher zu
springen und diese auf dem Bildschirm darzustellen. Dies
funktioniert natürlich nur dann, wenn die Erfassung
gestoppt ist. Im BUS Kurzmenü erfolgt dies zusätzlich mit
der Softmenütaste TRK (= Track). Wird die Softmenütaste
FRAME ZEIT-DIFFERENZ aktiviert (blau markiert), wird in
der BUS-Tabelle die Zeitdifferenz zum vorherigen Frame
(Datenpaket) angezeigt. Die Spalte wird in der Tabelle mit
ZEITDIFF. angezeigt. Ist diese Funktion deaktiviert, wird die
absolute Zeit in Bezug auf den Triggerpunkt in der Spalte
STARTZEIT angezeigt. Im BUS Kurzmenü kann mit der
Softmenütaste TAB die BUS-Tabelle aktiviert bzw.
deaktiviert werden, ohne ein Menü zu öffnen. Mit der
Abb. 12.2: Beispiel I
2
C BUS mit BUS-Tabelle
Es sollte immer eine komplette Nachricht eines seriellen Proto-
kolles auf dem Bildschirm sichtbar sein, damit die Dekodierung
funktionieren kann. Details einzelner Nachrichten lassen sich
über die ZOOM-Funktion anzeigen.
Softmenütaste POSITION kann die Tabelle an den oberen /
unteren Bildschirmrand verschoben werden. Zusätzlich
gibt es die Möglichkeit, die BUS-Tabelle als Vollbild
anzuzeigen. Die Auswahl der Position erfolgt mit dem
Universaldrehgeber im CURSOR/MENU Bedienfeld im
BUS-Menü oder direkt über die Softmenütaste POS im
BUS-Kurzmenü.
12.2.2 BUS Signalquelle
Die R&S®HMO3000 Serie verfügt links neben Kanal CH1
über vier Kontakte, an denen je nach Einstellung folgende
Signale generiert werden:
Rechtecksignal: Tastkopfjustage (Standardeinstellung),
Frequenz 1 kHz oder 1 MHz
SPI: Datenrate 100 kBit/s, 250 kBit/s oder 1 MBit/s
I
2
C: Datenrate 100 kBit/s, 400 kBit/s oder 1 MBit/s
UART: Datenrate 9600 Bit/s, 115,2 kBit/s und 1 MBit/s
Paralleles Muster (zufällig): Frequenz 1 kHz oder 1 MHz
Paralleles Zählersignal: Frequenz 1 kHz oder 1 MHz
Dabei ist der Anschluss links oben immer Masse und die
Signalpegel betragen etwa 1 V. Die folgende Tabelle zeigt
die Belegung der vier Ausgänge S1, S2, S3 und
je nach
Signal.
Das Einstellmenü für die BUS Signalquelle wird über die
Taste SETUP im GENERAL Abschnitt des Bedienfeldes
und die Softmenütaste TK-ABGLEICH & BUS SIGNALQU.
auf Seite 2|2 geöffnet. Zu jeder Betriebsart wird ein
Informationsfenster mit der entsprechenden Anschluss-
belegung eingeblendet. Durch Druck auf die jeweilige
Softmenütaste wird ein Untermenü mit der Bitrateneinstel-
lung der gewählten Betriebsart geöffnet.
Bei einem RECHTECK Signal für die Tastkopfjustage kann
zwischen 1 kHz für den NF- , 1 MHz für den HF-Abgleich
oder AUTOMATIK (Standardeinstellung) gewählt werden.
Im Automatikmodus schaltet der Ausgang bei Zeitbasen
ab 100 µs auf 1 kHz, bei kleineren Zeitbasen wird 1 MHz
ausgegeben. Die verschiedenen Signale ermöglichen das
Erlernen und Überprüfen der Einstellungen für die parallele
und optionale serielle Busanalyse.
Das Abspeichern einer BUS-Tabelle ist nur im STOP Modus
möglich.
Tab. 12.1: Pin-Belegung der BUS Signalquelle
Signal S1 S2 S3
Rechteck unbenutzt unbenutzt unbenutzt Rechteck
SPI Chip Select
Low aktiv
Takt,
steigende Flanke
Daten,
High aktiv
unbenutzt
I
2
C unbenutzt Takt SCL Daten SDA unbenutzt
UART unbenutzt unbenutzt Daten unbenutzt
Muster Bit 0 Bit 1 Bit 2 Bit 3
Zähler Bit 0 Bit 1 Bit 2 Bit 3