User manual

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Analyse
BLACKMAN: Die Blackman-Fensterfunktion
ist glockenförmig und besitzt den steilsten Ab-
fall in ihrer Kurvenform unter den verfügbaren
Funktionen. Sie ist an den beiden Enden des Messinter-
valls Null. Mittels der Blackman-Fensterfunktion sind die
Amplituden sehr genau messbar. Die Frequenz hingegen
ist aufgrund der breiten Spektrallinien schwieriger zu be-
stimmen. Diese Funktion kann z.B. für eine amplitudenge-
naue Messung eines periodischen Signals genutzt werden.
RECHTECK: Die Rechteck-Fensterfunktion
multipliziert alle Punkte mit Eins. Daraus resul-
tiert eine hohe Frequenzgenauigkeit mit dünnen
Spektrallinien und erhöhtem Rauschen. Diese Funktion
kann bei Impulsantwort-Tests verwendet werden, wenn
die Anfangs- und Endwerte Null sind.
Mit der Softmenütaste
Y-SKALIERUNG kann die FFT in der
Amplitude logarithmisch (dBm / dBV) oder linear (V
eff
) ska-
liert dargestellt werden. Die Einheit dBm (Dezibel-Milliwatt)
bezieht sich dabei auf 1 mW. Die Einheit dBV (Dezibel-Volt)
bezieht sich auf 1 V
eff
. Die angezeigten Werte beziehen
sichaufeinen50ΩAbschlusswiderstand. Dabei kann ein
externer Abschlusswiderstand parallel zum hochohmigen
Eingang angeschlossen werden.
Die FFT Funktion kann durch Drücken der Softmenütaste
FFT AUS oder durch nochmaliges Drücken der FFT-Taste
im ANALYZE Bedienfeld deaktiviert werden.
9.3 Quick View
Nach dem Drücken der QUICK VIEW-Taste im ANALYZE
Bedienfeld werden einige grundlegende, automatische
Messungen aktiviert. Diese Funktion zeigt einen schnellen
Überblick über die typischen Signalgrößen. Die Ergebnisse
der Messungen werden am unteren Bildschirmrand
angezeigt. Folgende fünf Messwerte werden direkt am
Signal angezeigt:
Maximaler Spannungswert (Vp+)
Mittlerer Spannungswert (Mean)
Minimaler Spannungswert (V
p-
)
Anstiegszeit (t
r
)
Abfallzeit (t
f
)
Zehn weitere Messwerte werden am unteren Bildschrim-
rand angezeigt:
RMS Wert
Periodendauer (T)
Spitze-Spitze Spannung (V
pp
) Frequenz (f)
Amplitude (V
Amp
) Anzahl pos. Flanken (Cnt)
pos. Pulsbreite
neg. Pulsbreite
pos. Tastverhältnis (Dty+)
neg. Tastverhältnis (Dty-)
Mittels AUTO MEASURE Taste können die sechs Messpara-
meter rechts unter dem Bildschirm verändert werden. Diese
Änderungen werden erst durch ein RESET bzw. das Laden
der Standardeinstellungen rückgängig gemacht. Im Quick
View Modus kann immer nur ein Kanal aktiv sein. Alle Mes-
sungen erfolgen auf dem aktiven Kanal. Ein erneuter Druck
auf die QUICK VIEW-Taste schaltet den Modus aus.
MITTELWERT:
Dieser Modus bildet den Mittelwert aus mehreren
Spektren und ist zur Rauschunterdrückung geeignet. Mit
der Softmenütaste MITTELW. und dem Universaldrehge-
ber im CURSOR/MENU Bedienfeld wird die Anzahl der
Spektren für die Mittelwertbildung in 2er Potenzen von 2
bis 512 eingestellt.
Die Softmenütaste PUNKTE erlaubt die Einstellung der
maximal in die FFT Berechnung einbezogene Anzahl der
Erfassungspunkte mit Hilfe des Universaldrehgebers im
CURSOR/MENU Bedienfeld. Die möglichen Einstellungen
sind 2048, 4096, 8192, 16384, 32768, 65536 Punkte. Mehr
Punkte bei einem gleichbleibenden Span resultieren in
einer kleineren Frequenzschrittweite der FFT. Die Punk-
teanzahl der Ausgangsdaten ist halb so groß, wie die der
Eingangsdaten. Die Softmenütaste FENSTER verbessert
die FFT-Darstellung bei Unstetigkeiten an den Grenzen des
Messintervalls. Unstetigkeiten werden von einem Rechen-
algorithmus als Sprung ausgewertet und überlagern das
Messergebnis. Im Falle einer glockenförmigen Fenster-
funktion werden die Grenzen mit niedrigeren Werten multi-
pliziertundderEinflussgedämpft.FolgendeDarstellungs-
formen können gewählt werden:
HANNING: Die Hanning-Fensterfunktion ist
glockenförmig. Sie ist im Gegensatz zu der
Fensterfunktion Hamming am Rand des Mess-
intervals gleich Null. Daher wird der Rauschpegel im Spek-
trum reduziert und die Breite der Spektrallinien vergrößert.
Diese Funktion kann z.B. für eine amplitudengenaue Mes-
sung eines periodischen Signals genutzt werden.
HAMMING: Die Hamming-Fensterfunktion ist
glockenförmig. Sie ist im Gegensatz zur Han-
ning- und Blackman Fensterfunktion am Rand
des Messintervalls ungleich Null. Daher ist die Höhe des
Rauschpegels im Spektrum größer als bei der Hanning-
oder Blackman-Fensterfunktion, aber kleiner als bei der
Rechteck-Fensterfunktion. Die Spektrallinien sind hingegen
im Vergleich zu den anderen glockenförmigen Funktionen
schmaler. Diese Funktion kann z.B. für eine amplitudenge-
naue Messung eines periodischen Signals genutzt werden.
Abb. 9.8: erweitertes FFT Menü