User manual
Table Of Contents
- R&S HMO3000 Benutzerhandbuch
- CE Konformitätserklärung
- Inhalt
- 1 Wichtige Hinweise
- 2 Einführung
- 3 Schnelleinstieg
- 4 Vertikalsystem
- 5 Horizontalsystem
- 6 Triggersystem
- 7 Anzeige von Signalen
- 8 Messungen
- 9 Analyse
- 10 Dokumentation, Speichern und Laden
- 11 Mixed-Signal-Betrieb
- 12 Serielle Busanalyse
- 13 Remote Betrieb
- 14 Technische Daten
- 15 Anhang
- KOREA-Zertifikat

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Analyse
die Einheit A (Ampere) zugewiesen. Damit wird sicherge-
stellt, dass sowohl die Skalierung als auch die Einheiten bei
Cursor- und Auto-Messungen korrekt angezeigt werden.
Die Gleichung MA1 kann zusätzlich mittels Softmenütaste
NAME in „STROM“ umbenannt werden.
Anschließend wird eine neue Gleichung MA2 eingefügt
und entsprechend so eingestellt, dass das Ergebnis der
Berechnung der Gleichung MA1 „STROM“ und der Kanal
CH2 miteinander multipliziert werden. Dies ergibt eine
Leistungskurve MA2. Die Gleichung MA2 kann zusätzlich
mittels Softmenütaste NAME in „LEISTUNG“ umbenannt
werden. Abschließend wird eine weitere Gleichung MA3
zum Formelsatz hinzugefügt, die als das Integral der Glei-
chungMA2„LEISTUNG“deniertwird.DieGleichung
MA3 kann zusätzlich mittels Softmenütaste NAME in
„ENERGIE“ umbenannt werden.
JetztsindalleDenitionenerfolgtunddieErgebnisse
können dargestellt und weiter analysiert werden. Die
Analyse kann mit den Cursor- oder auch mit den Auto-
Messfunktionen schnell und einfach durchgeführt werden.
Alle Messergebnisse sind richtig skaliert und zeigen die
korrekte Einheiten Ampere, Watt und Joule.
9.2 Frequenzanalyse (FFT)
Grundsätzlich funktioniert die FFT in einem Oszilloskop
anders als bei einem Spektrumanalysator und richtet sich
neben der Zeitbasiseinstellung auch nach der verfügbaren
Anzahl der verwendeten Erfassungspunkte bei der Be-
rechnung der FFT. Es können bis zu 65k Punkte in die FFT
einbezogen werden.
Das FFT Menü im ANALYZE Bedienfeld ermöglicht eine
schnelle Fourier-Transformation, welche das Frequenz-
spektrum des gemessenen Signals darstellt. Die verän-
derte Darstellungsweise ermöglicht die Ermittlung der
im Signal hauptsächlich vorkommenden Frequenzen und
deren Amplitude. Nach der Aktivierung des FFT Menüs
Abb.9.6:DenitionderEnergiegleichung
Für eine Analyse von sehr langsamen Signalen (Hz-Bereich) ist
die FFT ungeeignet; hierfür wird der klassische Oszilloskopmodus
verwendet.
wird der Bildschirm wird in zwei Gitter unterteilt. Im obe-
ren Bereich wird die Spannungs-Zeitkurve angezeigt, im
unteren Bereich das Ergebnis der Fourier-Analyse. In der
AnzeigeobenlinksbendensichdieInformationenzu
den Einstellungen im Zeitbereich, zwischen dem oberen
und unteren Fenster die Zoom- und Positionsangaben und
unterhalb des großen FFT Anzeigefensters die Einstellun-
gen (Span und Center) im Frequenzbereich. Das untere
FFT Anzeigefenster ist nach dem Aktivieren der FFT weiß
umrandet. Diess bedeutet, dass der große Drehknopf im
HORIZONTAL Bedienfeld den Span einstellt. Der Span wird
in der Einheit Hz (Hertz) angegeben und kennzeichnet die
Breite des dargestellten Frequenzbereiches. Die Position
des Spans kann über den Wert von Center mittels des PO-
SITION Drehgebers im HORIZONTAL Bedienfeld eingestellt
werden. Der dargestellte Frequenzbereich erstreckt sich
von (Center - Span/2) bis (Center + Span/2).
Mit der Softmenütaste MODUS können folgende Anzeige-
arten gewählt werden:
❙ NORMAL:
Die Berechnung und Darstellung der FFT erfolgt ohne
zusätzliche Bewertung oder Nachbearbeitung der
erfassten Daten. Die neuen Eingangsdaten werden
erfasst, angezeigt und überschreiben dabei die vorher
gespeicherten und angezeigten Werte.
❙ HÜLLKURVE:
Im Modus Hüllkurve werden zusätzlich zum aktuellen
Spektrum die maximalen Auslenkungen aller Spektren
separat gespeichert und bei jedem neuen Spektrum
aktualisiert. Diese Maximalwerte werden mit den
Eingangsdaten angezeigt und bilden eine Hüllkurve die
zeigt, in welchen Grenzen das Spektrum liegt. Es bildet
sich eine Fläche oder ein Schlauch mit allen jemals
aufgetretenen FFT Kurvenwerten. Bei jeder Änderung der
Signalparameter wird ein Rücksetzen der Hüllkurve
veranlasst.
Die minimale Schrittweite ist abhängig von der Zeitbasis. Je
größer die Zeitbasis, desto kleiner der Span. Wichtige Vorausset-
zung für die FFT ist zusätzlich die Einstellung max. Abtastrate im
ACQUIRE Menü.
Abb. 9.7: FFT Darstellung