User manual
Table Of Contents
- R&S HMO3000 Benutzerhandbuch
- CE Konformitätserklärung
- Inhalt
- 1 Wichtige Hinweise
- 2 Einführung
- 3 Schnelleinstieg
- 4 Vertikalsystem
- 5 Horizontalsystem
- 6 Triggersystem
- 7 Anzeige von Signalen
- 8 Messungen
- 9 Analyse
- 10 Dokumentation, Speichern und Laden
- 11 Mixed-Signal-Betrieb
- 12 Serielle Busanalyse
- 13 Remote Betrieb
- 14 Technische Daten
- 15 Anhang
- KOREA-Zertifikat

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Triggersystem
Softmenütaste über den Universaldrehgeber im CURSOR/
MENU Bedienfeld oder numerisch mittels KEYPAD Taste
eingeben.
6.3.2 Impulstrigger
Der Impulstrigger ermöglicht das Triggern auf bestimmte
Pulsbreiten von positiven oder negativen Pulsen, bzw. auf
Pulsbreitenbereiche. Das Oszilloskop triggert, wenn in-
nerhalb des im SOURCE Menü gewählten Signals ein
Impuls mit den im FILTER Menü gewählten Eigenschaf-
ten auftritt. Erfüllt ein Impuls die Triggerbedingungen,
triggertdasOszilloskopaufdessenRückflanke,d.h.bei
einem positiven Impuls auf die fallende Flanke und bei
einem negativen Impuls auf eine steigende Flanke. Der
Impulstrigger wird durch das Drücken der TYPE-Taste
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im Triggerbedienfeld aktiviert. Anschließend können wei-
tere Einstellungen für den Impulstrigger im Softmenü nach
Drücken der FILTER-Taste
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vorgenommen werden. Es
gibt grundsätzlich sechs Arten der Einstellungen:
❙ t
i
> t: Die Impulsdauer t
i
, die den Trigger auslöst, ist
größer als eine einstellbare Vergleichszeit t.
❙ t
i
< t: Die Impulsdauer t
i
, die den Trigger auslöst, ist
kleiner als eine einstellbare Vergleichszeit t.
❙ t
i
= t: Die Impulsdauer t
i
, die den Trigger auslöst, ist
gleich einer einstellbaren Vergleichszeit t. Die
Vergleichszeit setzt sich zusammen aus der Zeit t plus
eine einstellbare Abweichung.
❙ t
i
≠t:Die Impulsdauer t
i
, die den Trigger auslöst, ist
ungleich einer einstellbaren Vergleichszeit t. Die
Vergleichszeit setzt sich zusammen aus der Zeit t plus
eine einstellbare Abweichung.
❙ t
1
<t
i
<t
2
: Die Impulsdauer t
i
, die den Trigger auslöst, ist
kleiner als eine einstellbare Vergleichszeit t
2
und größer
als eine einstellbare Vergleichszeit t
1
.
❙ not(t
1
<t
i
<t
2
): Die Impulsdauer, die den Trigger auslöst, ist
größer als eine einstellbare Vergleichszeit t
2
und kleiner
als eine einstellbare Vergleichszeit t
1
.
Die jeweilige Vergleichszeiten lassen sich im Bereich
von 8 ns bis 134,217 ms einstellen, wobei bis 1 ms die
Auflösung8nsunddanach1µsbeträgt.Dieeinstellbare
Abweichung lässt sich im Bereich 4ns bis 262,144 µs
miteinerAuflösungvon4nseinstellen.DieZEITbzw.
Abb. 6.3: Impulstriggereinstellmenü
ABWEICHUNG (erlaubter Toleranzbereich) kann mittels
Universaldrehgeber oder der KEYPAD Taste im CURSOR/
MENU Bedienfeld eingestellt werden. Die POLARITÄT aller
Impulstrigger-Einstellungen kann auf positiv (POS.) oder
negativ (NEG.) polarisierte Pulse eingestellt werden. Bei
einem positiv polarisierten Puls wird in diesem Zusammen-
hang die Breite von der steigenden zur fallenden Flanke
bestimmt, bei einem negativ polarisierten entsprechend
von der fallenden zur steigenden Flanke. Prinzipbedingt
wird immer auf der zweiten Flanke des Pulses getriggert.
6.3.3 Logiktrigger
Die Auswahl des LOGIK-Triggers bewirkt die Umschaltung
der Triggerquelle auf die digitalen Eingänge. Wenn nach
Auswahl dieses Triggertyps die SOURCE-Taste
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gedrückt
wird, erscheint ein Softmenü mit weiteren Einstellmög-
lichkeiten sowie ein Fenster für deren übersichtliche
Darstellung. Mit der Softmenütaste LOGIKKANAL und dem
Universaldrehgeber im CURSOR/MENU Bedienfeld kann ein
Logikkanal ausgewählt werden, für den der Triggerzustand
festgelegt werden soll. Im Übersichtsmenü wird die gewählte
digitale Leitung blau hinterlegt und der Triggerzustand (ZU-
STAND) mit High (H), Low (L) oder unbedeutend (X) markiert.
Die Auswahl des Zustandes erfolgt mit der entsprechenden
Softmenütaste. Die Softmenütaste VERKNÜPF. wählt die
logische Verknüpfung der digitalen Kanäle. Zur Auswahl ste-
hen logisch UND bzw. ODER. Werden die Logikkanäle UND
verknüpft, müssen die ein-gestellten Zustände aller Kanäle
gleichzeitig im Eingangssignal auftreten, damit die Ver-
knüpfung ein logisches High (H) als Ergebnis liefert. Bei der
ODERVerknüpfungmussmindestenseinederdenierten
Pegelvorgaben erfüllt werden. Mittels Softmenütaste TRIG-
GER AUF wird festgelegt, ob am Beginn der Zustandsver-
knüpfung (WAHR) oder am Ende der Zustandsverknüpfung
(UNWAHR) der Trigger gesetzt werden soll.
Wenn das gewünschte Muster eingestellt wurde, können
mit der FILTER-Taste
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weitere Einstellungen vorgenom-
men werden. In dem sich öffnenden Softmenü kann die
Alle Logiktrigger-Einstellungen können auch ohne angeschlosse-
nen aktiven Logiktastkopf R&S®HO3508 vorgenommen werden.
Abb. 6.4: Menü zur Logiktriggereinstellung