User manual

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Horizontalsystem
5.5 ZOOM-Funktion
Die R&S®HMO3000 Serie vergt über eine Speichertiefe
von 2 MByte pro Kanal. Damit lassen sich lange und kom-
plexe Signale aufzeichnen, die mit der Zoom-Funktion im
Detail untersucht werden können. Um diese Funktion zu
aktivieren, wird die ZOOM-Taste
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betätigt. Daraufhin
wird der Bildschirm in zwei Gitter unterteilt. Das obere
Fenster ist die Darstellung des gesamten Zeitbasisfensters,
das untere Gitter zeigt einen entsprechend vergrößerten
Ausschnitt des oberen Fensters. Der Signalausschnitt,
der gezoomt wird, ist im Originalsignal (oberes Fenster)
durch zwei blaue Cursors markiert. Wenn mehrere Kanäle
im Zoom Modus aktiviert sind, werden alle angezeigten
Kanäle gleichzeitig um den gleichen Faktor und an der
gleichen Stelle „gezoomt“. In der Abb. 5.5 ist zu erkennen,
dass das Zoomfenster mit 100 µs pro Skalenteil darge-
stellt ist. Das Signal wurde über ein Zeitfenster von 12
ms aufgenommen. Zusätzlich werden im Zoom-Bereich
(unteres Gitter) die Parameter für Zoom-Zeitbasis und Zeit
oberhalb des Zoom-Fensters angegeben. Z beschreibt die
Zoom-Zeitbasis (Zoom-Faktor) und bestimmt die Breite
des Zoom-Bereichs, der im Zoom-Fenster angezeigt wird
(12 Divisionen x Skalierung pro Teilung). Tz beschreibt die
Zoom-Zeit und bestimmt die Position des Zoom-Bereichs.
Die Zeitbasiseinstellung oben links in der Anzeige ist grau
hinterlegt, die Zoom-Zeitbasis oberhalb des Zoom-Fens-
ters weiß. Der große Drehgeber im HORIZONTAL Bedien-
feld verändert den Zoom-Faktor. Dieser Drehgeber verfügt
ebenfalls über eine Tasterfunktion. Wird der Drehgeber
gedrückt, so wird die Zeitbasiseinstellung weiß dargestellt
und die Zoom-Zeitbasis grau. Nun ist der Drehgeber wie-
der für die Einstellung der Zeitbasis verantwortlich. Damit
können Zeitbasiseinstellungen verändert werden, ohne
den Zoom Modus verlassen zu müssen. Ein nochmaliges
Drücken des Drehgebers hebt die Begrenzungscursors
des Zoom-Bereichs weiß hervor und der Zoom-Ausschnitt
kann nun mit dem Drehgeber geändert werden. Die Posi-
tion des „gezoomten“ Ausschnitts lässt sich nun mit Hilfe
des kleinen Drehgeberes im HORIZONTAL Bedienfeld über
das gesamte Signal verschieben. Wenn durch Drücken des
großen Drehgebers dieser, wie oben beschrieben, wieder
die Zeitbasis und nicht den Zoom-Faktor einstellt, besitzt
Abb. 5.5: Zoomfunktion
der kleine Drehgeber die Funktion den Triggerzeitpunkt zu
verschieben und damit das Verhältnis von aufgenommener
Vor- und Nachgeschichte einzustellen.
Im Erfassungsmodus ROLLEN ist es prinzipiell nicht mög-
lich, „in den Speicher hineinzuzoomen“, da die Signalwerte
der X-Achse immer mit der maximalen Speichertiefe auf-
gezeichnetwerden.ImErfassungsmodusNORMALben-
den sich immer mehr Samples im Speicher, als auf dem
Display dargestellt werden. Daher ist es hier möglich, in
den Speicher „hineinzuzoomen“. Bei den Werten der Y-
Achse (Amplitude) verhält sich dies anders. Diese Werte
beziehen sich auf eine festgelegte Achse und sind daher
auch im Rollen-Modus „skalierbar“.
5.6 Navigation-Funktion
Die X-POS.-Funktion (Taste MENU im HORIZONTAL Be-
dienfeld) ermöglicht eine leichtere Handhabung der
Triggerzeit sowie deren numerische Eingabe. Mit den ein-
zelnen Softmenütasten kann die Triggerzeit z.B. auf den
minimalen/maximalen Wert oder auf Null gesetzt werden.
Mit der Softmenütaste TRIGGERREF.-ZEIT wird der Trig-
gerpunktimKurvenfensterdeniert.DieSkalierungder
Signalkurve erfolgt um diesen Referenzpunkt. Mit dem
Universaldrehgeber im CURSOR/MENU Bedienfeld kann
die gewünschte Einstellung gewählt werden.
5.7 Marker-Funktion
Mit Markern können bestimmte Positionen auf dem Bild-
schirm markiert werden, z.B. eine steigende oder fallende
Flanke, ein unerwarteter Signalwert oder ein Suchergeb-
nis.AnschließendkönnendieMarkerzurIdentikation
bestimmter Signalbereiche genutzt werden, die im Zoom
Modus näher betrachtet und die Daten analysiert werden
sollen. Die Markerfunktion wird über die Taste MENU im
HORIZONTAL Bedienfeld geöffnet. Ist die Markerfunk-
tion aktiviert (Softmenütaste MARKER blau markiert), so
kann durch Drücken der SET/CLR-Taste im HORIZONTAL
Bedienfeld ein Zeitmarker an der 6. Zeiteinheit (bei ausge-
schaltetem Menü in der Gittermitte) gesetzt werden. Die
Zeitmarker werden durch einen blauen, senkrechten Strich
markiert. Mit dem X-Position Drehgeber kann die Kurve
(inklusive dem gesetzten Marker) verschoben werden.
IsteinewichtigeSignalpositionidentiziertundmitdem
Positionsknopf auf die Bildschirmmitte gesetzt, so kann
ein weiterer Marker durch erneutem Druck auf die SET/
CLR Taste gesetzt werden. Auf diese Art können bis zu 8
interessante Stellen im Signal markiert werden. Mit einem
Druck auf die Pfeiltasten
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kann zwischen den einzel-
nen Marker gewechselt und in der Mitte des Bildschirmes
zentriert werden.
Durch die Zentrierung der Marker über die Pfeiltasten
ist zum Beispiel ein schneller Vergleich von markierten
Signalbereichen im ZOOM Modus sehr schnell und ein-
fach möglich. Durch die Zentrierung der Marker über die
Pfeiltasten ist zum Beispiel ein schneller Vergleich von
markierten Signalbereichen im ZOOM Modus sehr schnell
Die ZOOM-Funktion ist im Rollen-Modus nicht verfügbar.