User manual
Table Of Contents
- R&S HMO3000 Benutzerhandbuch
- CE Konformitätserklärung
- Inhalt
- 1 Wichtige Hinweise
- 2 Einführung
- 3 Schnelleinstieg
- 4 Vertikalsystem
- 5 Horizontalsystem
- 6 Triggersystem
- 7 Anzeige von Signalen
- 8 Messungen
- 9 Analyse
- 10 Dokumentation, Speichern und Laden
- 11 Mixed-Signal-Betrieb
- 12 Serielle Busanalyse
- 13 Remote Betrieb
- 14 Technische Daten
- 15 Anhang
- KOREA-Zertifikat

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Horizontalsystem
sem Menü auch Suchfunktionen aktiviert und eingestellt
werden.DesweiterenbendetsichhierdieEinstellungder
ZEITREFERENZ (Position für den Bezug des Triggerzeit-
punktes von -5 Skalenteile bis +5 Skalenteile, 0 ist die
Mitte und Standard).
5.3 Erfassungsmodi
Die Wahl der Erfassungsmodi erfolgt durch Drücken der
Taste ACQUIRE
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. Dies öffnet ein Bildschirmmenü, wel-
ches die grundlegenden Modi bei der Einzelerfassung ein-
gestellt werden können. Alle genannten Funktionen sind
standardmäßig deaktiviert.
5.3.1 Rollen
Die Erfassungsart ROLLEN ist speziell für sehr langsame
Signale, das Signal „rollt“ von rechts nach links ungetrig-
gert über den Bildschirm (setzt Signale langsamer als
200 kHz voraus). Das HMO verwendet zum Speichern der
Kurvenwerte im Rollen-Modus einen Ringspeicher. Das
heißt, vereinfacht gesprochen, dass das Gerät die erste
Division in den ersten Speicherplatz schreibt, die zweite
Division in den zweiten usw.. Sobald der Speicher voll ist,
überschreibt das Gerät den ersten Speicherplatz mit den
Daten des aktuellsten Messwerts. So entsteht der „Ring“
bzw. der Durchlaufeffekt, ähnlich wie bei einer Laufschrift.
5.3.2 Arithmetik
Das Softmenü ARITHMETIK bietet verschiedene
Auswahlmöglichkeiten:
❙ NORMAL: Hier erfolgt die Erfassung und Darstellung der
aktuellen Signale.
❙ HÜLLKURVE: Hierbei werden neben der normalen
Erfassung jedes Signals auch die Maximal- und
Minimalwerte jeder Erfassung dargestellt. Damit entsteht
über die Zeit eine Hüllkurve um das Signal.
❙ MITTELWERT: Wird dieser Modus gewählt, kann man
mit dem Universaldrehgeber im CURSOR/MENU
Bedienfeld die Anzahl der Mittelwertbildungen in
Zweierpotenzen von 2 bis 1024 einstellen (setzt sich
wiederholende Signale voraus).
❙ GLÄTTUNG: Die Funktion GLÄTTUNG berechnet einen
Mittelwert aus mehreren benachbarten Abtastpunkten.
Das Ergebnis ist eine geglättete Wellenform. Diese
Funktion wird für nichtperiodische Signale verwendet.
❙ FILTER: Dieser Modus ermöglicht es, durch einen
TiefpassltermiteinstellbarerGrenzfrequenz
unerwünschte hochfrequente Störungen zu unterdrücken.
Die Grenzfrequenz kann in Abhängigkeit der Abtastrate
eingestellt werden. Der kleinste Wert ist 1/100 der
Abtastrate, der größte Wert ist 1/4 der Abtastrate. Die
Einstellung kann man mit dem Universaldrehgeber im
CURSOR/MENU Bedienfeld vornehmen.
5.3.3 Spitzenwert
Wird bei sehr großen Zeitbasiseinstellungen eingesetzt,
um auch kurze Signaländerungen noch erkennen zu
Die ZOOM-Funktion ist im Rollen-Modus nicht verfügbar (siehe
auch Kap. 5.5 ZOOM-Funktion).
können. Diese Funktion kann ausgeschaltet (AUS) oder
in einen automatischen Zuschaltmodus (AUTO) gebracht
werden. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit
die Betriebsart SPITZENWERT aktiviert werden kann:
❙ Funktion HOCHAUFLÖSEND deaktiviert
❙ keine seriellen oder parallelen Busse aktiv
Bei der Spitzenwerterfassung unterscheidet das Oszil-
loskop zwischen Erfassungsspitzenwerterfassung und
Speicherspitzenwerterfassung.
❙ Erfassungsspitzenwerterfassung:
Auch wenn nicht mit voller Abtastrate in den
Erfassungsspeicher geschrieben wird, z.B. bei langsamen
Zeitbasen, wandelt jeder ADC mit voller Abtastrate (kein
Interlace-Betrieb). Die nicht benutzten Wandlerwerte
werden bei eingeschalteter Spitzenwerterfassung zum
Detektieren von minimalen und maximalen Amplituden
bewertet. Dabei werden die so ermittelten Minima und
Maxima mit einem Abtastintervall in den Erfassungsspei-
cher geschrieben. Im Erfassungsspeicher stehen somit
Datenpärchen, die den Signalverlauf im Abtastintervall
repräsentieren. Der kleinste erkennbare Impuls ist die
Periodendauer der maximalen Abtastrate (kein
Interlace-Betrieb).
❙ Speicherspitzenwerterfassung:
Wird mit maximaler Abtastrate des ADC‘s in den
Erfassungsspeicher geschrieben, ist eine hardwareseitige
Spitzenwerterkennung nicht möglich. Bei langsamen
Zeitbasen und einer eingestellten Wiederhohlrate von
AUTOMATIK oder maximaler Wiederholrate (MAX.
WDH.-RATE) werden nicht alle im Erfassungsspeicher
stehenden Daten auf dem Bildschirm angezeigt. Die
übersprungenen Daten werden bei eingeschalteter
Spitzenwerterkennung während des Auslesens zur
Bildung eines Minimum- und eines Maximumwertes
herangezogen. Der kleinste erkennbare Impuls ist die
Periodendauer der Abtastrate, mit der in den
Erfassungsspeicher geschrieben wurde.
Kommt eine der beiden Spitzenwerterfassungsarten oder
die Kombination aus Beiden zur Anwendung, so wird dies
durch „PD“ vor der Erfassungsbetriebsart rechts oben im
Display gekennzeichnet.
5.3.4Hochauösend
n diesem Modus wird mit einen Boxcar Averaging über
benachbarte Erfassungspunkte (der Wandler läuft mit
der maximalen Abtastrate)dievertikaleAuflösungauf
bis zu 10 Bit erhöht. Diese Funktion kann ausgeschal-
tet (AUS) oder in einen automatischen Zuschaltmodus
(AUTO) gebracht werden. Durch eine Mittelwertbildung
mehrerer benachbarter Abtastwerte entsteht ein Wert mit
einer höheren Genauigkeit als die Eingangsdaten.Die so
entstandenen Daten bezeichnet man als Daten mit hoher
Auflösung.DurchdasZusammenführenmehrererAbtast-
werte zu einem neuen Wert, ist dieses Verfahren nur mit
einer kleineren als der maximale Abtastrate möglich. Ist die
Betriebsart HOCHAUFLÖSEND eingeschaltet und die ak-
tuelle Geräteeinstellung ermöglicht deren Anwendung, so