Datasheet

CPS20.361
C-Serie
36V, 13,3A, EIN-PHASEN-EINGANG
Apr. 2014 / Rev. 1.4 DS-CPS20.361-DE
Alle Parameter gelten bei 36V, 13,3A, 230Vac, +25°C Umgebungstemperatur und nach einer Aufwärmzeit von fünf Minuten, soweit nicht anders angegeben.
www.pulspower.com Telefon +49 89 9278 0 Deutschland
23/26
22.5. PARALLELBETRIEB ZUR LEISTUNGSERHÖHUNG
Stromversorgungen CPS20.361 können parallel geschaltet werden, um die
Ausgangsleistung zu erhöhen. Die Einstellung der Ausgangsspannung aller
Stromversorgungen muss auf den gleichen Wert (±100mV) im Modus
„Einzelbetrieb“ und mit den gleichen Lastbedingungen auf allen Geräten erfolgen,
oder die Werkseinstellung der Geräte kann beibehalten werden. Nachdem die
Einstellungen vorgenommen wurden, muss die Steckbrücke an der Vorderseite des
Geräts von „Einzelbetrieb“ zu „Parallelbetrieb“ gesteckt werden, um eine
Lastaufteilung zu erreichen. Der Modus „Parallelbetrieb“ regelt die
Ausgangsspannung so, dass die Spannung bei Leerlauf ungefähr 4% höher ist als
bei Nennlast. Siehe auch Kapitel 6. Ist keine Steckbrücke gesteckt, befindet sich
das Gerät im Modus „Einzelbetrieb“. Die Werkseinstellung ist der Modus
„Einzelbetrieb“.
Werden mehr als drei Geräte parallel geschaltet, wird an jedem Ausgang eine Sicherung oder ein Leitungsschutzschalter mit
einer Bemessungsstromstärke von 20A benötigt. Alternativ kann auch eine Diode oder ein Redundanzmodul verwendet
werden.
Setzen Sie alle Geräte gleichzeitig unter Strom, um den Überlast Hiccup
PLUS
Modus zu vermeiden. Es kann auch erforderlich
sein, die Eingangsleistung hochzufahren und abzuschalten (mindestens für fünf Sekunden abschalten), wenn der Ausgang
wegen Überlast oder Kurzschlüssen im Hiccup
PLUS
Modus war und der benötigte Ausgangsstrom höher ist als der Strom
eines Geräts.
Halten Sie zwischen zwei Stromversorgungen einen Einbauabstand von 15mm (links/rechts) ein und installieren Sie die
Stromversorgungen nicht übereinander. Verwenden Sie nur Stromversorgungen in der standardmäßigen Einbaulage im
Parallelbetrieb (Anschlussklemmen an der Geräteunterseite) und nicht in anderen Einbaulagen oder unter sonstigen
Bedingungen, die eine Lastminderung des Ausgangsstroms erfordern (z. B. Aufstellhöhe, mehr als +60°C ...).
Denken Sie daran, dass Ableitstrom, elektromagnetische Störungen, Einschaltstrom und Oberwellen bei Verwendung
mehrerer Stromversorgungen zunehmen.
22.6. PARALLELBETRIEB FÜR REDUNDANZ
Es ist möglich, Stromversorgungen für Redundanzbetrieb parallel zu schalten, um eine bessere Systemverfügbarkeit zu
erreichen. Redundante Systeme erfordern ein bestimmtes Maß an zutzlicher Leistung, um die Last zu bedienen, falls ein
Netzgerät ausfällt. Die einfachste Methode besteht darin, zwei Stromversorgungen parallel zu schalten. Dies wird als 1+1-
Redundanz bezeichnet. Falls eine Stromversorgung ausfällt, kann die andere automatisch ohne Unterbrechung den
Laststrom liefern. Redundante Systeme für einen höheren Leistungsbedarf werden üblicherweise nach dem N+1-Verfahren
aufgebaut. So werden beispielsweise fünf Stromversorgungen, von denen jede für 13.3A ausgelegt ist, parallel geschaltet,
um ein redundantes System mit 53A aufzubauen. Für die N+1-Redundanz gelten die gleichen Einschränkungen wie für die
Erhöhung der Ausgangsleistung, siehe auch Abschnitt 22.5.
Bitte beachten Sie folgende Punkte: Dieses einfache Verfahren zum Aufbau eines redundanten Systems deckt jedoch
keine Störungen wie beispielsweise einen internen Kurzschluss an der Sekundärseite der Stromversorgung ab. In einem
solchen Fall wird das defekte Gerät zu einer Last für die übrigen Stromversorgungen und die Ausgangsspannung kann nicht
mehr aufrechterhalten werden. Dies kann vermieden werden, indem Redundanzmodule verwendet werden, die
Entkopplungsvorrichtungen (Dioden oder Mosfets) enthalten.Weitere Informationen und Verdrahtungskonfigurationen finden
Sie in Kapitel 21.3.
Empfehlungen für den Aufbau redundanter Stromversorgungssysteme:
a) Verwenden Sie separate Eingangssicherungen für jede Stromversorgung.
b) Stellen Sie die Stromversorgung auf den Modus Parallelbetrieb“ ein.
c) Überwachen Sie die einzelnen Netzgeräte. Benutzen Sie dementsprechend den DC-OK-Relaiskontakt der
Stromversorgung CPS20.
d) Es ist empfehlenswert, die Ausgangsspannungen aller Geräte auf den gleichen Wert (± 100mV) zu setzen oder auf der
Werkseinstellung zu belassen.
Unit A
AC
DC
Unit B
AC
DC
-
+
-
+
Load
+
-