Operation Manual

Anhang B: Hinweise für Cineasten 477
Ein externer Zwischenschnitt zeigt etwas, das außerhalb der
eigentlichen Handlung geschieht. Während einer Aufnahme, z. B.
innerhalb eines Standesamtes können Sie einen Schnitt zum
Außenbereich des Gebäudes vornehmen, wo schon eine Überraschung
auf den Zuschauer wartet.
Zwischenschnitte sollen die filmische Aussage unterstreichen und
müssen auf alle Fälle in die jeweilige Situation passen, um den
Zuschauer nicht zu verwirren oder von der eigentlichen Handlung
abzulenken.
Logische Handlungsabläufe
Die durch den Schnitt aneinandergereihten Einstellungen müssen eine
entsprechende, auf die jeweilige Handlung bezogene Wechselwirkung
besitzen. Nur mit einem logischen Handlungsablauf kann der
Zuschauer den Ereignissen folgen. Das Interesse des Zuschauers sollte
am Anfang durch einen rasanten oder spektakulären Einstieg
gewonnen werden, und bis zum Schluss nicht verloren gehen. Das
Interesse bzw. die Orientierung des Zuschauers kann durch nicht
logische oder zeitlich falsche Aneinanderreihung von Szenen aber auch
durch zu hektische oder kurze Einblendungen (unter 3 Sek.) verloren
gehen. Es sollte immer ein gewisser Fluss bei den Motiven der
einzelnen Szenen erkennbar sein.
Übergänge schaffen
Schaffen Sie Übergänge von einem Drehort zum anderen und
verwenden Sie z. B. Großaufnahmen, um Zeitsprünge zu überbrücken.
Beispiel: Großaufnahme eines Gesichts, um nach einigen Sekunden in
eine andere Szene zu zoomen.