Operation Manual

Anhang B: Hinweise für Cineasten 461
Hierzu werden Zwischenschnitte verwendet. Zwischenschnitte lenken
den Betrachter von der eigentlichen Handlung ab und es können so z.
B. Zeitsprünge eingeschoben werden, ohne dass dies dem Betrachter
gleich bewusst wird.
Das Geheimnis eines erfolgreichen Schnittes liegt in einer für den
Betrachter angenehmen Verknüpfung zweier Szenen. Bei
handlungsbezogenen Schnitten werden Szenen so aneinandergereiht,
bis das fertige Endprodukt entsteht. Z. B. könnte eine Aufnahme eines
neuen Autos als Einleitung für eine Dokumentation dienen, in der die
Entwurfs- und Produktionsschritte des Autos gezeigt werden.
Ein neutraler Zwischenschnitt steht nur mittelbar mit der Geschichte
des Films oder einem Orts- bzw. Zeitwechsel im Zusammenhang. So
könnte etwa während einer Podiumsdiskussion kurz ein interessierter
Zuhörer gezeigt werden. Da der eigentliche Redner nur gehört aber
nicht gesehen wird, kann an dieser Stelle gut zu einem späteren
Zeitpunkt in der Diskussion verzweigt werden, wobei der Zwischenteil
ausgelassen wird.
Ein externer Zwischenschnitt zeigt etwas, das außerhalb der
eigentlichen Handlung geschieht. Während einer Aufnahme, z. B.
innerhalb eines Standesamtes können Sie einen Schnitt zum
Außenbereich des Gebäudes vornehmen, wo schon eine Überraschung
auf den Zuschauer wartet.
Zwischenschnitte sollen die filmische Aussage unterstreichen und
müssen auf alle Fälle in die jeweilige Situation passen, um den
Zuschauer nicht zu verwirren oder von der eigentlichen Handlung
abzulenken.