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Streben im Wagenkasten werden ebenso
entfernt. Das Dach erhält nun eine Bohrung
für den Kamineinsatz. Diese Öffnung sollte
im Durchmesser genau dem später zu ver-
wendenden Rohr entsprechen und an einer
geeigneten Positionen angebracht werden.
Es wäre schon sehr störend, wenn sich der
Kamin genau im Speiseraum befände.
Nun muss auch ein neuer Boden im Wagen
angefertigt werden, da das Innere vollstän-
dig einsehbar sein wird und mit einer Be-
leuchtung ausgestattet werden soll. Hierzu
wird der Wagenkasten auf eine 1 mm starke
Polystyrolplatte gestellt und die Innenmaße
mit einem Stift markiert. Jetzt kann man
Auf der Schiene
Umgebaut: Ein Speise-Wagen im Grünen
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Wer kennt das nicht: man besitzt einen
Wagen, der nicht so recht zum gewählten
Modellbahnthema passt oder kleinere Be-
schädigungen von dem harten Modellbahn -
alltag beklagt. Beim großen Vorbild werden
diese Stücke zumeist umgehend verschrot-
tet, in der Modellbahnwelt können diese
Wagen, mit einer neuen Bestimmung ver-
sehen, noch zu einem echten Blickfang auf
der Anlage werden.
In diesem Fall handelt es sich bei dem
„Spenderwagen“ um einen Personenwa-
gen von Piko, der durch seine Lackierung
zwar positiv auffällt, aber eben nicht zur
gewählten Epoche der Szenerie passen
mag. Für einen dauerhaften Verbleib in der
Schublade ist der kleine Wagen aber viel
zu schade; handelt es sich dazu noch um
ein Geschenk, ist ein Einsatz auf der An-
lage eigentlich unumgänglich. Als Einsatz-
gebiet für den Wagen bieten sich diverse
Möglichkeiten an: als Gartenlaube, Bahn-
hofswagen oder eben als Speise-Wagen
in einer Kleingartenkolonie, wie es gar
nicht selten vorkommt.
Der Wagenumbau
Zunächst wird der Wagen für den zu erwar-
tenden Umbau in seine Bestandteile zer-
legt. Dies geschieht bei den meisten Wagen
ohne große Mühe, da sie oftmals nur zu-
sammen gesteckt oder verschraubt sind.
Kleinteile, wie zum Beispiel die Kupplun-
gen und die entsprechenden Kinematik-Fe-
dern wandern gleich in die Bastelkiste. Die
weiteren Bestandteile zum Zusammenste-
cken des Wagens fallen dem Seitenschnei-
der zum Opfer. Anschließend werden die
dabei entstandenen Schneide- bzw. Bruch-
stellen mit Schleifpapier sauber glatt ge-
schliffen. Die für unseren Zweck unnötigen
Ausrangierte Personen- oder Güterwagen wurden (und werden) manchmal für andere Zwecke weiter verwendet,
z.B. als Lager, Gartenlaube oder Vereinsheim von Modellbahnclubs. Anderen bescherte eine gastronomische Nutzung
ein zweites Leben. Diese und weitere Umwidmungen lassen sich mit wenig Aufwand auch im Modell darstellen.
Umgebaut: Ein Speise-Wagen im Grünen
Der „Spenderwagen“ wird in seine Einzelteile zerlegt.
Überschüssige Teile, wie z.B. die Federn der Kinematik
und die Kupplungen, wandern in die Bastelkiste
Am frühen Nachmittag ist das Wirtshaus auf vier Rädern noch nicht ausgelastet. Doch günstige Preise und die
Nähe zur Kleingartenkolonie sorgen schon bald für reges Treiben und kleine Warteschlangen vor den Tischen
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