Datasheet

QUINT4-PS/3AC/24DC/5
107103_de_00 PHOENIX CONTACT 37 / 38
14.2.1 Redundanzbetrieb
Redundante Schaltungen eignen sich zur Versorgung von
Anlagen und Anlagenteilen, die besonders hohe Anforde-
rungen an die Betriebssicherheit stellen.
Wenn die Energieversorgung der Last mit einer 1+1-Redun-
danz erfolgen soll, ist der Einsatz von zwei typengleichen
Stromversorgungen gleicher Leistungsklassen erforderlich.
Im Fehlerfall muss sichergestellt sein, dass eine einzelne
Stromversorgung die gesamte benötigte Leistung der Last
bereitstellen kann. Somit speisen z.B. im Redundanzbe-
trieb zwei 5A Stromversorgungen eine Last mit 5-A-
Nennstrom. Im Normalbetrieb der Stromversorgungen lie-
fert somit jede Stromversorgung 2,5A.
Verdrahten Sie die Stromversorgungen auf der DC-Aus-
gangsseite immer mit gleichen Leitungsquerschnitten und
Leitungslängen.
Mit Hilfe eines Redundanzmoduls werden zwei Stromver-
sorgungen zu 100% voneinander entkoppelt und stellen die
Versorgung sicher. Hierbei wird zwischen passiven und ak-
tiven Redundanzmodulen unterschieden. Die optimale Ent-
kopplung bei gleichzeitiger Überwachung und geringster
Verlustleistung erzielen Sie mit dem aktiven Redundanzmo-
dul QUINTORING.
Bild 31 Prinzipdarstellung, Redundanzbetrieb mit
QUINTORING
Für die Projektierung der Sperrflächen gelten im Redun-
danzbetrieb bestimmte Vorgaben. Im Redundanzbetrieb
werden die Stromversorgungen mit maximal halben Nenn-
leistungen betrieben. Deshalb reduzieren sich die Sperrflä-
chen.
Folgende Bedingungen sind für den 1+1 bzw. n+1 Redun-
danzbetrieb der Stromversorgungen in Verbindung mit
einem QUINTORING-Modul erforderlich.
Verwenden Sie zur Parallelschaltung nur Stromversorgun-
gen gleicher Leistungsklassen und Konfiguration.
Mit Hilfe der Signalisierungseinstellungen können Sie über-
wachen, ob beide Stromversorgungen mit halber Nenn-
last betrieben werden. Im Falle einer Anlagenerweiterung
wird so die Überlastung bei Ausfall einer Stromversorgung
verhindert.
14.2.2 Leistungserhöhung
Bei n parallel geschalteten Stromversorgungen wird der
Ausgangsstrom auf n x I
N
erhöht. Die Parallelschaltung zur
Leistungserhöhung wird bei der Erweiterung bestehender
Anlagen eingesetzt. Wenn die einzelne Stromversorgung
den Strombedarf des leistungsstärksten Verbrauchers nicht
abdeckt, ist die Parallelschaltung von Stromversorgungen
sinnvoll.
Bild 32 Prinzipdarstellung der Leistungserhöhung
+
I
N
+
I
N
+
+
Σ = I
N
Bei Verwendung eines QUINT ORING Mo-
duls mit ACB Technology ist eine Einstellung
der QUINT Stromversorgung auf "Parallelbe-
trieb" zur symmetrischen Lastaufteilung nicht
erforderlich.
Ab drei parallel geschaltete Stromversorgun-
gen ist jeder Ausgang einzeln, z.B. durch LS-
Schalter, Schmelzsicherung oder Entkoppel-
modul wie QUINTORING bzw. QUINTDIO-
DE, abzusichern.
+–
I
N
+–
I
N
+
+–
IΣ=2xI
N