Datasheet
QUINT4-PS/3AC/24DC/5
107103_de_00 PHOENIX CONTACT 32 / 38
13.2 Beschreibung der Signalisierung
Abweichend von der werkseitig eingestellten Signalisierung
können Sie die Signalisierung individuell auf die erforderli-
chen Bedürfnisse der Anlage anpassen.
Folgende Signaloptionen sind zur Signalisierung von Anla-
genzuständen wählbar.
13.2.1 Ausgangsspannung
Signalisiert, ob die Ausgangsspannung im voreingestellten
Bereich liegt. Wenn die Ausgangsspannung der Stromver-
sorgung den eingestellten Schwellwert unterschreitet,
wechselt der Signalzustand.
Anwendungsbeispiel
Zeigt an, ob angeschlossene Lasten versorgt werden. Dient
zur schnellen Detektierung eines nicht versorgten Lastkrei-
ses (z.B. bei Netzausfall oder Kurzschluss in der Zuleitung).
13.2.2 Ausgangsstrom
Wenn der Ausgangsstrom der Stromversorgung den einge-
stellten Schwellwert überschreitet, wechselt der Signalzus-
tand.
Anwendungsbeispiel
Bei Anlagenerweiterungen werden Lasten hinzugefügt.
Somit steigt die Auslastung der Stromversorgung. Die prä-
ventive Funktionsüberwachung erkennt kritische Betriebs-
zustände frühzeitig. Es kann gehandelt werden, bevor ein
Anlagenstillstand auftritt.
13.2.3 Ausgangsleistung
Wenn die Ausgangsleistung der Stromversorgung den ein-
gestellten Schwellwert überschreitet, wechselt der Signal-
zustand.
Anwendungsbeispiel
Bei Anlagenerweiterungen werden Verbraucher hinzuge-
fügt. Somit steigt die Auslastung der Stromversorgung. Die
präventive Funktionsüberwachung erkennt kritische Be-
triebszustände frühzeitig. Bevor ein Anlagenstillstand auf-
tritt, können Sie geeignete Maßnahmen ergreifen.
13.2.4 Betriebsstunden
Wenn die voreingestellte Betriebsdauer der Stromversor-
gung überschritten wird, wechselt der Signalzustand.
Anwendungsbeispiel
Bei Anlagen mit sehr langer Betriebsdauer, wie z.B. in
Windkraftanlagen oder in Raffinerien, gibt es geplante War-
tungsintervalle. Je nach Umgebungstemperatur und Aus-
lastung der Stromversorgung (siehe Kapitel Lebensdauer)
können Sie den Wartungszeitpunkt bereits bei der Projektie-
rung definieren.
13.2.5 Frühwarnung hohe Temperatur
Bevor sich die Stromversorgung bei Übertemperatur durch
das Leistungsderating schützt, wechselt der Signalzustand.
Anwendungsbeispiel
Schaltschränke im Außenbereich können je nach Sonnen-
stand eine hohe Innentemperatur erreichen. Gleiches gilt
bei Ausfall eines Schaltschranklüfters oder -kühlsystems. In
allen Übertemperaturfällen gibt die Stromversorgung durch
dieses Signal eine Warnung, noch bevor die Versorgung der
Lasten gefährdet ist.
13.2.6 Spannungsbegrenzung aktiv
Wenn die geräteinterne Schaltung zum Schutz gegen Über-
spannungen am Ausgang aktiv wird, wechselt der Signalzu-
stand.
Anwendungsbeispiel
Normative Anforderungen fordern im Fehlerfall die Einhal-
tung einer Spannungsobergrenze am Ausgang. Somit muss
sichergestellt sein, dass z.B. sicherheitsgerichtete Steue-
rungen auch im Fehlerfall nicht mit einer Ausgangsspan-
nung von mehr als 32VDC versorgt werden. Wenn Fremd-
körper (Aderendhülsen, Schrauben, etc.) in die
Stromversorgung eindringen und einen Fehlerfall erzeugen,
wechselt der Signalzustand.
Die gleichzeitige Ansteuerung von mehreren
Signalausgängen durch eine Signaloption ist
ebenso möglich, wie die logische Verknüp-
fung von mehreren Signaloptionen zu einer
Ansteuerung. Die Konfiguration der Stromver-
sorgung erfolgt mit der QUINT POWER-Soft-
ware bzw. der QUINT POWER-App.










