Datasheet

III.Verarbeitungs-
technische
Hinweise
Untergrundvorbereitung:
a) Metalle
Die Klebestellen müssen metal-
lisch rein sein, d.h. frei von
Schmutz, Rost, Öl und Fett,
Oxydations- und Eloxalschichten
usw. Reinigung mit Aceton oder
Benzin. Oberflächen möglichst
anrauhen oder anschleifen. Gut
haftende Lackierungen brauchen
nicht entfernt werden, wenn keine
starke Bindung erforderlich ist.
b) Kunststoffe
Mit geeigneten, nicht zu stark
angreifenden Lösemitteln, z.B.
Aceton, Benzin oder Alkohol,
sorgfältig entfetten. Bei vielen
Kunststoffen (PVC-hart, ABS,
Polystyrol, SAN) ist ein Aufrauhen
unnötig, bei anderen (Acrylglas,
Zelluloseacetobutyrat) wird
dadurch die Festigkeit erhöht. Bei
glasfaserverstärkten Kunststoffen
müssen die Klebeflächen wegen
der anhaftenden Trennmittel
unbedingt angeschliffen werden.
c) Glas, Keramik, Porzellan,
Marmor, Stein
Mit Aceton, Ethanol, Benzin oder
feinem Scheuermittel (Ata) reini-
gen und trocknen lassen. Glas
oder glatte keramische Oberflä-
chen (Fliesen) können glatt
bleiben, doch erhöht Anschleifen
die Haftung wesentlich.
Zugfestigkeit:
Bei Aluminium ca. 20 N/ mm².
Festigkeiten von Metall- und
Kunststoffverbindungen:
An einfach überlappt geklebten
Metall- bzw. Hartkunststoffstreifen
(50x100 mm), Überlappung 5 mm,
wurden folgende
Zugscherfestigkeiten gemessen:
* Bruch im Prüfkörper
d) Beton
Beton muß vollständig abgebun-
den (28 Tage) und trocken sein.
Schalöl mit Pril-Lösung auswa-
schen. Schlämmereste mit
Drahtbürste entfernen. Fest
sitzende Farbanstriche mit Salmi-
ak anlaugen oder mit Schmirgel-
papier aufrauhen.
e) Holz
Von Staub und anderen Rück-
ständen säubern. Lack abbeizen
oder abschleifen. Fette und Öle
mit Lösungsmitteln entfernen.
f) Sonstige Hinweise
Frische Bruchstellen bedürfen bei
den meisten Materialien normaler-
weise keinerlei Vorbehandlung,
sofern sie trocken und fettfrei sind
und bald wieder verklebt werden.
Klebstoffansatz:
Die 30g-Arbeitspackung enthält
eine, die 80g-Arbeitspackung
enthält drei vorgefertigte Misch-
mulden. Je nach benötigter Kleb-
stoffmenge vom Härterpulver ein,
drei oder fünf Löffel (randvoll) in die
mit 1, 3 bzw. 5 gekennzeichnete
Mischmulde geben und mit Harz
bis zum Rand auffüllen.
Mit der spitzen Seite des Spach-
tels durchrühren, bis ein gleichmä-
ßiges Gemisch entstanden ist.
Klebstoffauftrag:
Das Harz-Härter-Gemisch hat eine
Verarbeitungszeit (Topfzeit) von
ca. 10 Minuten. Bei tieferen
Temperaturen verlängert sich
diese Zeit. Pattex Stabilit Express
ist in dieser Zeit noch flüssig
genug, um die Oberflächen der zu
verklebenden Teile gut zu be-
netzen. Es ist zweckmäßig, den
Klebstoff auf beide zu verklebende
Teile aufzutragen. Bei glatten
Oberflächen ist ein einseitiger
Klebstoffauftrag meist ausrei-
chend.
Klebung:
Nach dem Klebstoffaufrag sind die
zu verbindenden Teile sofort unter
mäßigem Druck zusam-
menzufügen und zu fixieren. Die
Klebeteile bis zur Anfangs-haftung
(nach ca. 20 Minuten), bei stark
belasteten Klebever-bindungen
bis zur Endfestigkeit (ca. 1
Stunde) fixiert lassen. Die Kleb-
verbindungen können nur innerhalb
der Topfzeit korrigiert werden. Evtl.
hervorquellender Klebstoff muß vor
der völligen Aushärtung, bei
Kunststoff-verklebungen wegen
der möglichen Anlösung von
Oberflächen sofort entfernt wer-
den. Die Beseitigung der
Klebstoffreste kann durch Verwen-
dung von Lösungsmitteln z.B.
Aceton erleichtert werden.
Aluminium
Aluminium
Aluminium
Aluminium
Stahl
Messing
Acrylglas 6 mm
Acrylglas 6 mm
PVC - hart
geschmirgelt (K50)
geschmirgelt
(K240)
geschliffen
Pickling-Beize
geschliffen
geschliffen
-
geschmirgelt
-
20
24
25
27
20
22
6 - 10
14 - 19*
6 - 9*
Materialart
Oberflächenbehandlung
Zugscherfestig-
keit in N/
mm²
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Stand 08/ 08