User manual

5
2
Die Normierun
g
von UV-Kenn
g
ß
en pro „klm“ oder
„lm“ hat den Vorteil, dass damit die relativen Strahlungs
-
anteile verschiedener Lampentypen und Leistun
g
sstu
f
en
direkt miteinander
f
ür
g
leiche Applikationsbeleuchtun
g
s
-
stär
k
en ver
gli
c
h
en wer
d
en
k
önnen
.
Z
um
V
erg
l
e
i
c
h
:
S
tablampen T8 & T5 lie
g
en bei einem A
CG
IH
UV-Wert von ca. 0,2 mW
/
klm
(
dabei kann es zu
leichten Schwankun
g
en je nach Leistun
g
sstufe
u
nd Lichtfarbe kommen
)
.
• Kompaktlampen lie
g
en bei kleiner 0,03 mW
/
kl
m
8
.4.1
A
us
bl
e
i
c
h
w
i
r
k
un
g
Die Farbänderun
g
von lichtemp
f
indlichen Materialien
auf Grund von Bestrahlun
g
durch Lichtquellen hän
g
t
ab
v
on
d
er
B
estra
hl
un
g
sstär
k
e
b
zw.
B
e
l
euc
h
tun
g
sstär
k
e
,
der spektralen Verteilun
g
der
S
trahlun
g
der
Licht
q
uelle
,
der s
p
ektralen
O
b
j
ektem
p
findlichkeit
(
Wirkun
g
sfunktion
)
un
d
d
er
B
estra
hl
un
g
s
d
aue
r
W
enn
T
a
g
es
li
c
h
t zur
B
e
l
euc
h
tun
g
b
e
i
trä
g
t, z.
B
. ü
b
er
O
berlichte oder in
S
chaufenstern
,
dann muss das auch
a
l
s
T
e
il
d
er
B
estra
hl
un
g
b
erüc
k
s
i
c
h
t
ig
t wer
d
en.
T
a
g
es-
li
c
h
t ent
h
ä
l
t er
h
e
bli
c
h
e
A
nte
il
e an
UV
un
d
k
urzwe
llig
em
s
i
c
ht
ba
r
e
n Li
c
ht.
Die Farbveränderun
g
ist dabei bei neuen
G
e
g
enständen
in den An
f
an
g
szeiten der Belichtun
g
am stärksten. Alte
W
an
d
tepp
i
c
h
e z.
B
.,
di
e
J
a
h
r
h
un
d
erte
l
ang
b
e
l
euc
h
tet
wur
d
en, s
i
n
d
g
e
g
enü
b
er
B
estra
hl
un
g
k
aum noc
h
emp-
n
d
li
c
h.
A
usbleichen
g
eschieht im
Ü
bri
g
en nicht nur durch UV,
son
d
ern auc
h
d
urc
h
k
urzwe
llig
es s
i
c
h
t
b
ares
Li
c
h
t
i
n
A
bhängigkeit von der spektralen
O
bjektempfi ndlichkeit
(
Wirkun
g
sfunktion
)
des bestrahlten
O
bjekts. Zu diesem
T
h
e
m
a
n
de
t m
a
n vi
e
l
e
In
fo
rm
a
ti
o
n
e
n in
de
m Divi
s
i
o
n
6
report der
C
IE
(C
IE technical collection
)
mit dem Titel
O
n the deterioration of Exhibited
O
bjects b
y
O
ptical
Radiation“. Hier
g
eht es zwar um
O
bjekte in Museen,
aber die Ergebnisse sind auch z.B. auf Schaufensterbe
-
l
euc
h
tun
g
ü
b
ertra
gb
ar.
Ei
ne stär
k
ere
A
us
bl
e
i
c
h
w
i
r
k
un
g
wäre a
l
so auc
h
d
urc
h
e
i
ne stär
k
ere
B
ün
d
e
l
un
g
d
es
Li
c
h
ts
o
d
er e
i
nen
h
ö
h
eren
Li
c
h
tstrom
d
er
L
ampe zu erre
i
c
h
en
.
Eine numerische De
nition der Farbveränderun
g
, die
d
urc
h
di
e
B
estra
hl
ung erzeugt wur
d
e, muss
i
n
F
orm von
f
arbmesstechnischen
U
nterschieden
Δ
E
*
ab
aus
g
e
d
rüc
k
t
werden. Au
f
diese Weise kann jedes Ausbleichen, jede
S
chwärzun
g
, jedes Ver
g
ilben also
g
enerell jede Farb
-
änderun
g
exakt aus
g
edrückt werden. Eine e
ff
ektive
B
estra
hl
un
g
,
di
e e
i
ne
F
ar
b
än
d
erun
g
von
g
enau
Δ
E
*
ab
=
1 er
g
ibt, wird als
G
renzbelichtun
g
(
Threshold effective
radiant exposure
)
bezeichnet. Dieser Wert ist von Be
-
deutun
g
, da Farbunterschiede dieser
G
ß
enordnun
g
er-
fahrun
g
s
g
emä
ß
von dem durchschnittlichen Beobachter
er
k
annt wer
d
en
k
önnen
,
wenn er un
b
e
li
c
h
tete
B
ere
i
c
h
e
einer Probe mit belichteten Teilen ver
g
leicht
.
Es können auch andere
S
chwellwerte
(
Δ
E
*
a
b
= 2
,
3
,
4
,
etc.
)
verwendet werden, wenn die entsprechend
g
ß
e-
ren
F
ar
b
untersc
hi
e
d
e a
k
zept
i
er
b
ar s
i
n
d
.
8.4.2
S
chutzma
ß
nahmen zur Reduzierung der
A
us
bl
e
i
c
h
w
i
r
k
un
g
Jede
S
chutzma
ß
nahme muss sich auf die Verrin
g
erun
g
der effektiven Belichtun
g
(
Effective radiant exposure
)
Hdm beziehen. Die effektive Belichtung (Effective ra
-
diant ex
p
osure
)
Hdm ist das Produkt aus der Bestrah
-
lun
g
szeit tdm und der e
ff
ektiven Bestrahlun
g
sstärke
(
effective irradiance
)
Edm
.
Die Verrin
g
erun
g
kann
g
eschehen durch
:
V
erme
id
un
g
d
er
k
r
i
t
i
sc
h
en
W
e
ll
en
l
än
g
en
d
urc
h
entsprechende Filter
g
emä
ß
der spektralen
Em
p
findlichkeit des bestrahlten
O
b
j
ektes
• Verrin
g
erun
g
der Beleuchtun
g
sstärke
V
err
i
n
g
erun
g
d
er
B
e
li
c
h
tun
g
s
d
auer
• Ver
g
ß
ern des Abstandes zur Leucht
e
A
nmer
k
un
g
zur
Fil
terun
g
d
er
k
r
i
t
i
sc
h
en
W
e
ll
en
l
än
g
en:
Die relative s
p
ektrale Em
p
ndlichkeit ist für die meisten
Muster sehr hoch im ultravioletten Bereich der Strahlun
g
,
aber
f
ür viele Ex
p
onate auch noch ziemlich hoch im
s
i
c
h
t
b
aren
B
ere
i
c
h
.
D
as wür
d
e
b
e
d
euten
,
d
ass man auc
h
noch den kurzwelli
g
en sichtbaren Bereich
ltern müsste.
Wie weit man das tun kann, hän
g
t von den Farbwieder-
g
abeei
g
enscha
f
ten und der veränderten Farbtemperatur
der verbleibenden sichtbaren
S
trahlun
g
ab.
A
bbildun
g
55: Bewertun
g
s
f
unktion
f
ür die Emp
f
indlich-
k
eit menschlichen
G
ewebes
g
e
g
enüber UV-
S
trahlun
g
n
ach I
C
NIR
P
OS
RAM Halo
g
en-Metalldampflampen halten die
G
renzwerte von 2 mW
/
klm ein bzw. unterschreiten
di
ese
d
eut
li
c
h
j
e nac
h
L
ampent
y
pe.
A
usnahme sind die au
ß
enkolbenlosen H
QI
®
-
L
am
p
en
i
n
d
en
L
e
i
stun
g
sstu
f
en 1
000
W
un
d
2000
W
.
Hi
er
sind leuchtenseiti
g
besondere
S
chutzma
ß
nahmen
z
u
tr
effe
n
.