User manual

1
6
Ein typischer Konverterstrom ist aus einer
Ü
berlage
-
run
g
von verschiedenen sinus
f
örmi
g
en Teilströmen zu
-
sammen
g
esetzt, d.h. einer
G
rundschwin
g
un
g
, welche
die Frequenz des Netzes au
f
weist, und einer Anzahl
von so
g
enannten Harmonischen oder
O
berwellen, de
-
ren Fre
q
uenzen ein Vielfaches der Netzfre
q
uenz betra
-
g
en
(
in Dreiphasennetzen treten vorwie
g
end die fünfte,
siebte und elfte
O
berwelle auf
)
.
Diese
O
berwellen führen zu einem erhöhten
S
trom des
K
om
p
ensat
i
ons
k
on
d
ensators,
d
a s
i
c
h
d
er
Bli
n
d
w
id
erstan
d
e
i
nes
K
on
d
ensators m
i
t ste
ig
en
d
er
F
requenz verr
i
n
g
ert
.
D
em ste
i
gen
d
en
K
on
d
ensatorstrom
k
ann man
d
urc
h
k
onstru
k
t
i
ve
V
er
b
esserun
g
en
d
es
K
on
d
ensators
b
e
-
g
e
g
nen, a
ll
er
di
n
g
s w
i
r
d
d
a
d
urc
h
n
i
c
h
t
d
as
Ri
s
ik
o von
R
esonanzersc
h
e
i
nun
g
en zw
i
sc
h
en
d
en
L
e
i
stun
g
s
k
on
-
densatoren auf der einen
S
eite sowie der Induktivität
des eins
p
eisenden Trans
f
ormators und des Netzes au
f
der anderen
S
eite beseiti
g
t.
Die
O
berwellenverunreini
g
un
g
eines Wechselspan
-
nun
g
snetzes
k
ann e
i
n
ig
e o
d
er a
ll
e
d
er nac
h
ste
h
en
d
en
A
usw
i
r
k
un
g
en
h
a
b
en
:
f
rühzeitiges Aus
f
allen von Kondensatore
n
verfrühtes Ans
p
rechen von
S
chutzschaltern und
anderen
S
icherun
g
seinrichtun
g
e
n
Ausfall oder Fehlfunktion von
C
omputern,
A
ntr
i
e
b
en,
B
e
l
euc
h
tun
g
se
i
nr
i
c
h
tun
g
en un
d
anderen em
pf
indlichen Verbraucher
n
Thermische
Ü
berlastung von Transformatoren
we
g
en
S
tei
g
erun
g
der Eisenverlust
e
Überlastun
g
des Neutralleiters (besonders
durch 3.
O
berwelle
)
Z
erspr
i
n
g
en o
d
er
Pl
atzen von
E
nt
l
a
d
un
g
s
l
ampen
Thermische
Ü
berlastun
g
der Lampendrossel
d
urc
h
R
esonanz zw
i
sc
h
en
D
rosse
l
un
d
K
om
p
en
-
sa
ti
o
n
s
k
o
n
de
n
sa
t
o
r. Di
e
E
ffe
kt
e
k
ö
nn
e
n
ä
hnli
c
h
wie bei
G
leichrichtbetrieb
(
siehe Kapitel 6.2.9
)
se
i
n, weswe
g
en
hi
er
d
er
Ei
nsatz e
i
ner
D
rosse
l
m
i
t
T
h
e
rm
osc
h
u
tz
ebe
n
fa
ll
s
d
i
e
L
euc
ht
e
v
o
r A
bb
r
a
n
d
sc
h
ü
tz
e
n k
a
nn
.
Di
e
I
nsta
ll
at
i
on von so
g
enannten ver
d
rosse
l
ten
K
on
-
densatoren
(
Kondensator in Reihe mit Filterdrossel
)
soll die Resonanz
f
re
q
uenz des Netzes unter die Fre
-
quenz der niedri
g
sten vorhandenen
O
berwelle zwin-
g
en.
D
a
d
urc
h
w
i
r
d
e
i
ne
R
esonanz zw
i
sc
h
en
d
en
K
on
-
de
n
sa
t
o
r
e
n
u
n
d
de
m
Ne
tz
u
n
d
da
m
i
t
auch
ei
n
e
Ve
r
-
stärkun
g
von
O
berwellenströmen verhindert. Eine sol
-
che Installation hat auch einen Filtere
ff
ekt
,
indem sie
den
G
rad der
S
pannun
g
sverzerrun
g
im Netz verrin
g
ert.
S
ie wird deshalb für alle Fälle em
p
fohlen, in denen der
L
e
i
stun
g
sante
il
d
er o
b
erwe
ll
enerzeu
g
en
d
en
V
er
b
rau
-
cher mehr als 20 % der Gesamtleistung beträgt. Die
Resonanz
f
requenz eines verdrosselten Kondensators
lie
g
t immer unterhalb der Frequenz der 5.
O
berwelle.
Beim elektronischen Vorschalt
g
erät
OS
RAM P
O
WER-
T
R
O
NI
C
®
PTi wird der Einfluss von
O
berwellen auf die
Lampe konstruktiv durch den Zwischenkreis weitge-
h
end von der Lampe fern
g
ehalten. Die
S
törfesti
g
keit
der Ein
g
an
g
sstu
f
e des PTi
g
e
g
enüber leitun
g
s
g
ebun
-
denen
S
törun
g
en wird durch Tests
g
emä
ß
Norm IE
C
6
1000 s
i
c
h
er
g
este
ll
t.
Diese leitun
g
s
g
ebundenen
S
törun
g
en sind z.B.:
schnelle transiente
(
Burst
)
nach IE
C
61000-4-4,
1000V peak, Wiederhol
f
requenz 5kHz, Pulse
m
i
t wen
ig
E
ner
gie
ein
g
espeiste
S
tröme nach IE
C
61000-4-6,
F
re
q
uenz
b
ere
i
c
h
0,15 – 80
MH
z, 3
V
rm
s
S
to
ß
spannun
g
en
(
sur
g
e
)
nach IE
C
61000-4-5,
1000
V
s
y
mmetr
i
sc
h
, 2000
V
as
y
mmetr
i
sc
h
,
P
u
l
se m
i
t
h
o
h
er
E
ner
gie
S
pannun
g
seinbrüche nach IE
C
61000-4-11
S
pannun
g
sschwankun
g
e
n
3.4 Kurzzeitige
S
tromunterbrechungen
B
e
i
Ab
sen
k
un
g
d
es
L
ampenstroms
b
e
gi
nnt
di
e
R
e
k
om-
bi
nat
i
onsrate
di
e
I
on
i
sat
i
onsrate zu ü
b
erste
ig
en,
d
as
h
eißt, die Leitfähigkeit des Plasmas nimmt ab. Dies tritt
b
e
i
B
etr
i
e
b
am ma
g
net
i
sc
h
en
V
orsc
h
a
l
t
g
erät
i
n
j
e
d
er
Halbwelle beim Nulldurch
g
an
g
au
f
und
f
ührt zum Au
f
-
treten
d
er so
g
enannten
Wi
e
d
erzün
d
sp
i
tze.
W
enn
di
e
Rekombination der
g
eladenen Teilchen weit
g
enu
g
f
ort-
gesc
h
r
i
tten
i
st, re
i
c
h
t
di
e noc
h
vor
h
an
d
enen
L
a
d
ungs
-
trä
g
erza
hl
n
i
c
h
t me
h
r aus, um
b
e
i
Wi
e
d
eranst
i
e
g
d
er
S
pannun
g
ausreichend neu Ladun
g
strä
g
er zu erzeu
g
en
di
e
L
ampe er
li
sc
h
t.
E
s re
i
c
h
t
d
ann we
g
en
d
er
h
o
h
en
D
rüc
k
e
i
m
B
renner auc
h
di
e
Z
ün
d
spannun
g
n
i
c
h
t me
h
r
aus, um die Lam
p
e wiederzuzünden.
S
ie muss erst für
e
i
n
ig
e
Mi
nuten a
bk
ü
hl
en,
bi
s s
i
e w
i
e
d
er zün
d
en
k
ann.
(
siehe auch Kapitel 4.2
W
armw
i
e
d
erzün
d
un
g
)
B
e
i
e
i
ner
U
nter
b
rec
h
un
g
d
er
V
ersor
g
un
g
sspannun
g
spielt sowohl die Dauer der Unterbrechun
g
, die Tie
f
e
d
es Einbruchs
(
100 % bei völli
g
er Unterbrechun
g)
als
a
uch die Phasenla
g
e des Einbruchs eine Rolle.
Ä
ltere
L
ampen s
i
n
d
m
i
t
ih
rem
B
rennspannun
g
sanst
i
e
g
un
d
d
er höheren Wiederzündspannun
g
emp
f
indlicher als
u
n
g
ea
l
terte
L
ampen.
D
er
K
ompensat
i
ons
k
on
d
ensator
kann bei
S
pannun
g
sunterbrechun
g
zumindest kurz
-
fristi
g
als
S
pannun
g
squelle sor
g
en und die Zeit, in
d
er ein Spannun
g
seinbruch vorlie
g
en kann, bevor die
Lampe erlischt, verlän
g
ern.
S
pannun
g
sunterbrechun-
g
en
k
urz nac
h
d
em
N
u
lld
urc
hg
an
g
s
i
n
d
g
rav
i
eren
d
er,
d
a
d
as
Pl
asma o
h
ne
hi
n star
k
a
bg
e
k
ü
hl
t
i
st.
I
st
di
e
R
esonanz
f
requenz e
i
nes
R
esonanz
k
re
i
ses
aus
L
e
i
stun
g
s
k
on
d
ensatoren un
d
I
n
d
u
k
t
i
v
i
tät
d
es
einspeisenden Transformators nahe
g
enu
g
an de
r
Fre
q
uenz einer der
O
berwellen im Netz, so kann
dieser Resonanzkreis die
S
chwin
g
un
g
der
O
ber-
welle verstärken und zu immensen
Ü
berströmen
und
Ü
berspannun
g
en führen.