User manual

12
J
e nac
h
A
nor
d
nun
g
un
d
Ei
nsatz
f
orm
d
er
K
on
d
en-
sa
t
o
r
e
n
u
nt
e
r
scheide
t m
a
n
:
EINZEL- BZW. FE
S
TK
O
MPEN
S
ATI
O
N
,
bei der die in-
d
u
k
t
i
ve
Bli
n
dl
e
i
stun
g
unm
i
tte
lb
ar am
E
ntste
h
un
g
sort
k
ompens
i
ert w
i
r
d
, was zu e
i
ner
E
nt
l
astun
g
d
er
Z
u
l
e
i-
tun
g
en führt (typisch für einzelne, meist im Dauerbe-
tr
ieb
a
r
bei
t
e
n
de
Ve
r
b
r
auche
r m
i
t
ko
n
s
t
a
nt
e
r
ode
r r
ela-
tiv
g
ro
ß
er Leistun
g
– Entladun
g
slampen, Asynchron
-
m
otoren, Transformatoren,
S
chwei
ßg
eräte, u. a.
)
.
D
e
r P
a
r
a
ll
e
lk
o
n
de
n
sa
t
o
r h
a
t k
e
in
e
n Ein
f
l
uss
auf
das
L
am
p
enver
h
a
l
ten.
G
RUPPENK
O
MPEN
S
ATI
O
N
,
bei der ähnlich der Ein-
ze
lk
ompensat
i
on
b
est
i
mmten
gl
e
i
c
h
ze
i
t
ig
ar
b
e
i
ten
d
en
i
n
d
u
k
t
i
ven
V
er
b
rauc
h
ern e
i
n
g
eme
i
nsamer
F
est
k
on
-
densator zu
g
eordnet wird
(
örtlich beieinander lie
g
ende
Motoren, Entladun
g
slampen
)
– auch hier werden die
Z
u
l
e
i
tun
g
en ent
l
astet, a
ll
er
di
n
g
s nur
bi
s zur
V
erte
il
un
g
au
f
die einzelnen Verbraucher. Unter un
g
ünsti
g
en Be
-
di
n
g
un
g
en
k
ann es
b
e
i
zwe
i
p
h
as
ig
en
N
etzen zu
R
eso
-
na
nz
e
n k
o
mm
e
n
.
ZENTRALK
O
MPEN
S
ATI
O
N
,
bei der eine Anzahl von
K
on
d
ensatoren an e
i
ne
H
aupt- o
d
er
U
nterverte
il
ersta-
tion an
g
eschlossen wird.
S
ie ist in
g
ro
ß
en elektrischen
Sy
stemen mit veränderlicher Last üblich. Die Konden-
satoren wer
d
en
hi
er
d
urc
h
e
i
nen e
l
e
k
tron
i
sc
h
en
R
eg
l
e
r
g
esteuert, we
l
c
h
er
k
ont
i
nu
i
er
li
c
h
d
en
Bli
n
dl
e
i
stun
g
s
-
bedar
f
im Netz analysiert. Dieser Re
g
ler schaltet die
K
on
d
ensatoren zu
b
zw. a
b,
um
di
e momentane
Bli
n
d-
leistun
g
der
G
esamtlast zu kompensieren und somit
den
G
esamtbedarf im Netz zu reduzieren
.
W
erte
f
ür den Kom
p
ensationskondensator sind
f
ür
j
eden
Lampent
y
p in der Technischen In
f
ormation enthalten.
S
ie lassen sich auch über fol
g
ende Formel ausrechnen
:
C in F Ka
p
azität des Kom
p
ensationskondensator
s
U
N
i
n
V
N
enn-
N
etzspannun
g
f
N
in Hz Netz
f
re
q
uen
z
I
L
i
n
A
L
am
p
en-
N
ennstro
m
P
W
in W
G
esamte Wirkleistun
g
(
Lampen-Nennleistun
g
plus Drossel-Verlustleistun
g)
ϕ
K
Z
u
l
äss
ig
e
b
zw.
g
ewünsc
h
te
Ph
asenversc
hi
e
-
bun
g
zwischen den Grundwellen der Netz
-
spannun
g
un
d
d
es
N
etzstrome
s
Der Leistun
g
sfaktor wird so aber nur für die
G
rundwel-
le korri
g
iert. Für die Verzerrun
g
en, d.h. die
O
berwellen
besteht immer noch eine Phasenverschiebun
g
zwi-
schen
S
trom und
S
pannun
g
. Der
g
esamte Leistun
g
s
-
f
aktor kann aus diesem
G
rund auch in der Praxis nu
r
W
erte zw
i
sc
h
en 0
,
95 un
d
0
,
98 erre
i
c
h
en
.
Bei einem höheren Anteil von
O
berwellen kann es zu
Resonanze
ff
ekten und damit zur Zerstörun
g
der Lam-
pe kommen. Ein Leistun
g
s
f
aktor von 1 ist zu vermei-
d
en
,
d
a es
d
ann zu
R
esonanzen zw
i
sc
h
en
D
rosse
l
un
d
K
om
p
ensat
i
ons
k
on
d
ensator
k
ommen
k
ann
.
Während des Anlau
f
s einer Entladun
g
slampe verän-
dert der Leistungs
f
aktor noch deutlich seinen Wert.
N
ac
h
d
er
Z
ün
d
un
g
i
st
di
e
L
ampenspannun
g
noc
h
se
h
r
n
iedrig, der
S
trom höher als im stationären Zustand.
Deswe
g
en ist der Leistun
g
s
f
aktor in diesem Zustand
n
och niedri
g
(
induktiv
)
. Während des Anstie
g
s der
Lampenbrennspannun
g
und damit dem Absinken des
Lampenstroms stei
g
t der Leistun
g
s
f
aktor au
f
seinen
n
om
i
ne
ll
en
W
ert von 0,85 – 0,9.
Mi
t
d
er
Al
terun
g
von
E
nt
l
a
d
un
g
s
l
ampen ste
ig
t ü
bli-
cherweise die Lampenbrennspannun
g
und
g
emä
ß
der
D
rosse
lk
enn
li
n
i
e s
i
n
k
t
d
am
i
t
d
er
L
am
p
enstrom.
D
a
der Kom
p
ensationskondensator
f
ür einen bestimm
-
ten
L
ampen- un
d
D
rosse
l
strom aus
g
e
l
e
g
t
i
st, var
ii
ert
der Leistun
g
s
f
aktor abhän
g
i
g
vom Lampenstrom. Bei
extrem
h
o
h
er
L
ampenspannun
g
i
st
d
er
D
rosse
l
strom
so niedri
g
, dass der kapazitive
S
trom den induktiven
ü
berstei
g
t und die
G
esamtschaltun
g
kapazitiv wird.
Unter Umständen sind bei der Installation Ton
f
re
q
uenz-
run
d
steueran
l
a
g
en zu
b
erüc
k
s
i
c
h
t
ig
en.
I
n
di
esen
F
ä
ll
en
sind
g
eei
g
nete Tonfrequenz-
S
perrdrosseln vorzusehen.
Diese Art von Anla
g
en wird derzeit noch z.T. in der
S
tra-
ß
enbeleuchtun
g
für Ta
g
-Nacht-
S
chaltun
g
ein
g
esetzt. Zu
-
n
ehmend werden hier aber Richt
f
unk-anla
g
en ein
g
esetzt
.
3.2 Elektronische Vorschalt
g
eräte
(
EV
G)
Nebe
n
de
m
Be
tr
ieb
m
i
t
ko
nv
e
nt
io
n
elle
n
Vo
r
schal
t-
g
eräten
h
at s
i
c
h
m
i
tt
l
erwe
il
e vor a
ll
em
i
n
d
er
I
nnen-
raum
b
e
l
euc
h
tun
g
di
e
V
erwen
d
un
g
von
El
e
k
tron
i
sc
h
en
B
etr
i
e
b
s
g
eräten eta
bli
ert.
EV
G
bieten auf
G
rund ihrer Wirkun
g
sweise deutliche
V
orteile im Vergleich zu KV
G
. Vereinfachte Handhabung,
g
erin
g
erer Ener
g
ieverbrauch, positive Ein
üsse au
f
Lam
-
p
en
l
e
b
ens
d
auer un
d
Li
c
h
t
q
ua
li
tät un
d
n
i
c
h
t zu
l
etzt
d
as
kontrollierte und sichere Abschalten der Lam
p
en am
L
e
b
ens
d
aueren
d
e s
i
n
d
a
l
s
H
au
p
tvorte
il
e
h
ervorzu
h
e
b
en.
G
rundsätzlich
g
elten viele der in dieser Dokumentation
dar
g
estellten technischen In
f
ormationen sowohl
f
ür den
KV
G
-
,
wie auch für den EV
G
-Betrieb. Dies trifft z.B. auf
die An
f
orderun
g
en an die Verkabelun
g
, den leistun
g
s
-
re
d
uz
i
erten
B
etr
i
e
b
von
MH
-
L
am
p
en o
d
er
di
e
Hi
nwe
i
se
zum
L
euc
h
ten
d
es
ig
n zu.
E
s
gib
t
d
arü
b
er
hi
naus
j
e
d
oc
h
auc
h
er
h
e
bli
c
h
e
U
nter
-
schiede
zw
ische
n
de
m
Be
tr
ieb
a
m
elek
tr
o
n
ische
n
ode
r
m
a
g
net
i
sc
h
en
V
orsc
h
a
l
t
g
erät.
Di
e w
i
c
h
t
ig
sten
U
nter-
sc
hi
e
d
e
i
n
kl
us
i
ve
ih
rer
A
usw
i
r
k
un
g
en so
ll
en
i
m
F
o
lg
en-
de
n
ku
rz
e
r
läu
t
e
rt w
e
r
de
n
.
3
.
2
.1
Aufbau
u
n
d
Fu
n
k
t
io
n
s
w
eise
ei
n
es
Elek
tr
o
n
i-
schen Betriebs
g
erätes
B
e
i
d
en e
l
e
k
tron
i
sc
h
en
B
etr
i
e
b
swe
i
sen ü
b
erw
i
e
g
en
d
eutlich
G
eräte mit rechteckförmi
g
em
S
trom und
S
pan
-
n
un
g
. Prinzipiell ist auch der Betrieb bei hoch
f
requen-
tem sinusförmi
g
em
S
trom ähnlich der Leuchtstoffl ampe
m
ö
g
lich. In jedem Falle muss darau
f
g
eachtet werden,
d
ass keine akustischen Resonanzen au
f
treten.
()
×
××
×××
=
KWWL
N
NN
PP
I
U
Uf
C
ϕ
π
tan
2
1
22
2
2
G
l. 4.3