User manual

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Dieses Lampenverhalten ergibt sich aus dem relativ
a
-
chen Nulldurch
g
an
g
bei sinusförmi
g
em
S
trom. Bei fal
-
lendem
S
trom sinkt die Plasmatemperatur und auch die
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kühle
n
ab
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io
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o
n
Elek
tr
o-
nen mit Ionen nimmt die Leit
f
ähi
g
keit ab. Nach dem Null
-
durchgang ist die Leitfähigkeit zu gering, um den
S
trom
au
f
zunehmen, den die Drossel treiben will. In Fol
g
e des
-
sen stei
g
t die
S
pannun
g
über der Lampe deutlich an, bis
die Lampe „wiederzündet“. Die höhere
S
pannun
g
bewirkt
eine höhere Ionisierun
g
srate, wodurch die Leit
f
ähi
g
keit
wieder erhöht wird und damit
S
pannun
g
wieder absinkt.
Bei Rechteckbetrieb
(
am elektronischen Vorschalt
-
g
erät = EV
G)
da
g
e
g
en sind die Wechsel von positive
r
zu ne
g
ativer Halbwelle
(
Kommutierun
g
szeiten
)
seh
r
kurz
(
siehe Kapitel 3.2 Elektronische Vorschalt
g
eräte
(
EV
G))
, das Plasma hat weni
g
G
ele
g
enheit abzukühlen.
Die Wiederzündspitze am EV
G
ist deswe
g
en deutlich
niedri
g
er, als am KVG (Drossel). Das ist im Übri
g
en
einer der Vorteile eines EV
G,
da ein Ausfallmechanis
-
mus von Halo
g
en-Metalldamp
f
lampen das Verlöschen
ist. Die Wiederzündspitze stei
g
t nämlich im Verlau
f
de
r
Lebensdauer an und wenn die Wiederzünds
p
itze höher
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V
ersor
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un
g
sspannun
g
momentan
zur Ver
f
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g
un
g
stellen kann, kommt es nicht zur „Wieder
-
zündun
g
“ und die Lampe verlischt
(S
iehe auch Kapitel
6.2.2 „Anstieg der Wiederzündspitze“
).
B
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Abh
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er
L
ampen-
spannun
g
ein Maximum
(
siehe Abbildun
g
5
)
. Dieses tritt
au
f
, wenn die Lampenspannun
g
etwas mehr als die hal-
be Netzspannun
g
au
f
weist. In der Nähe des Maximums
än
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L
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l
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g
nur wen
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V
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-
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g
der Lampenspannun
g
. Im Verlau
f
der Lampenle-
b
ens
d
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t
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e
L
ampenspannun
g
an, w
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i
n
Kapitel 6 „Lampenlebensdauer, Alterun
g
und Aus
f
allver
-
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D
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L
ampen
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g
a
l
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möglichst wenig über die Lebensdauer ändert, wählt man
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L
ampen
b
rennspannun
g
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N
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g.
Die Im
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edanz der Drossel ist au
f
eine bestimmte
N
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f
requenz und au
f
eine bestimmte Netzspannun
g
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U
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S
treuun
g
der Lampenparameter zu be
g
renzen, ist kurz
-
zeiti
g
eine maximale Abweichun
g
der Netzspannun
g
von Nominalwerten von 5
%
zu
g
elassen, lan
gf
risti
g
maximal 3
%
. Bei län
g
er dauernden Abweichun
g
en ist
eine
g
eei
g
nete Drosselanzap
f
un
g
auszuwählen. Analo
g
dazu dar
f
die Drosselim
p
edanz maximal 2
%
von den
nominellen Werten abweichen
(S
iehe auch Ka
p
itel 3.1.3
Einfl uss von Versor
g
un
g
sspannun
g
sabweichun
g
en“)
.
G
emä
ß
Norm IE
C
61167 müssen Vorschalt
g
eräte für
MH Lampen einen
S
chutz
g
e
g
en
G
leichrichteffekt auf-
weisen und damit
g
e
g
en
Ü
berhitzun
g
g
eschützt sein.
Di
es
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ann z.
B
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i
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g
g
esc
h
e
h
en
(
Prüfun
g
g
emä
ß
IE
C
598-1, Anhan
g
C).
3.1.1 Amerikanische
S
chaltun
g
en für Vorschalt
g
eräte
Hierbei ist auch zu beachten
,
dass in den U
S
A die
V
ersor
g
un
g
sspannun
g
eine andere Frequenz au
f
weist
(
60 Hz
)
. Da der induktive Widerstand der Drossel fre-
quenzabhän
g
i
g
ist, muss ein
f
ür die entsprechende
F
requenz vor
g
ese
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enes
V
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h
a
l
t
g
erät e
i
n
g
esetzt
werden. Die Vorschalt
g
eräte in den U
S
A sind durch die
Lampennormen
(
AN
S
I Normen
)
g
ekennzeichnet, die
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as
V
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h
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l
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ib
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sprec
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g
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L
ampennenn
-
da
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s
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i
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e
n
.
3.1.1.1 Autoleak trans
f
ormer oder hi
g
h reactance
au
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a
n
sfo
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e
r
W
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.
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U
S
A oder Japan der Fall ist, muss die Versor
g
un
g
s
-
spannun
g
zunächst hochtrans
f
ormiert werden. Dies
lässt sich
g
ut durch den Einsatz eines
S
partrafos
durch
f
ühren. Ein Teil der sekundären Windun
g
en wirkt
als Lampendrossel. Dies sor
g
t zum einen
f
ür Materialein-
sparun
g
en, zum anderen steht für den
S
tart auch eine
h
öhere
S
pannung
(
open-circuit voltage
)
zur Verfügung
.
3.1.1.2
C
onstant watta
g
e Vorschalt
g
eräte
Ein Konstantleistun
g
svorschalt
g
erät, wie sie in den U
SA
weit verbreitet sind, besteht aus einem
S
partransforma
-
tor
(
autoleak transformer
)
in Reihe mit einem Kondensa-
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S
chaltun
g
ist der verrin
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erte Ein
-
uss von
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chwankun
g
en in der Versor
g
un
g
sspannun
g
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N
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un
g
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(
110
/
120 V in den U
S
A, 100 V in Japan
)
zu be-
tre
ib
en,
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L
ampen
b
rennspannun
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.
A
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g
7:
S
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(
autoleak transformer
)
K
...
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n
de
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La ... Lam
pe
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N
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g
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S
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La
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K
K
...
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ompensat
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N
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g
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nzap
f
un
g
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d
en
Maximale Abweichun
g
der Drosselimpedanz 2 %
Schutz der Drossel
g
e
g
en
Ü
berhitzun
g
nach Norm
n
otwendi
g
(
Thermosicherun
g)
Abbildun
g
8:
C
onstant Watta
g
e Vorschalt
g
erät