User manual

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Zeile 1 und 2 – Tweak und (FX) Tweak
Ist eine der ersten beiden Zeilen ausgewählt, wirken sich die Endlosregler je nach Patch un-
terschiedlich aus. Das liegt daran, dass die Effekt-Zuweisung mit dem Patch gespeichert wird.
Für jedes Werks-Patch sind bereits bestimmte Tweak-Parameter voreingestellt, die Sie aber
nach Belieben bearbeiten und austauschen können.
Um die Tweak-Effekte zu verstehen, probieren Sie sie am besten mit einem Patch aus: Stellen
Sie den TYPE*-Regler auf Arp/Movement und laden Sie das Patch „Synchromatic 1 PS“. Stellen
Sie nun den Wahlschalter Perform Row [13] auf die Zeile TWEAK. Spielen Sie nun auf der
Klaviatur und betätigen Sie dabei nacheinander die vier TWEAK-Regler, um zu hören, wie sie sich
auswirken. Sie werden feststellen, dass Sie den Sound auf diese Weise stark verändern können.
Wenn Sie nun die Zeile (FX) TWEAK auswählen, können Sie mit den TWEAK-Reglern die den
Patches zugeordneten Effekte bearbeiten, was wieder andere Soundmöglichkeiten bietet.
Es ist wichtig, dass Sie verstehen, dass die Art, wie sich die TWEAK-Regler auf den Sound
auswirken vom jeweiligen Patch abhängt. Je nach Patch lassen sich mit den TWEAK-Reglern
andere Aspekte im Sound bearbeiten.
ANMERKUNG: Ist die zweite Zeile ((FX) TWEAK) ausgewählt, wird über RC4 in der Regel
der Effekt-Pegel gesteuert. Diese Zuweisung lässt sich jedoch im Untermenü TWEAK des
EDIT-Menüs ändern.
* In der Regel werden Sie dieses (oder ein anderes) Patch schneller finden, wenn Sie mit dem SORT-
Schalter die alphabetische Sortierung (A-Z) einstellen.
Zeile 3 bis 6 – Voreingestellte Tweak-Funktionen
Die Funktion der vier Drehregler ist für die Zeilen 3 bis 6 fest voreingestellt. Die nachfolgende
Tabelle enthält eine Liste aller Funktionen und verweist auf weitere in diesem Handbuch enthal-
tene Informationen zu den jeweiligen Parametern.
P
Detaillierte Informationen über die Parameter aller Tweak-Regler der Zeilen 3 bis 6
finden Sie auf den in der folgenden Tabelle angegebenen Seiten.
Zeile
Gruppe RC1 RC2 RC3 RC4
Parameter
Weitere Informationen?
Parameter
Weitere Informationen?
Parameter
Weitere Informationen?
Parameter
Weitere Informationen?
3
Filter Resonance
F1Res
Seite 17
Tracking
F1Track
Seite 17
Type
F1Type
Seite 17
Drive
F1Damnt
Seite 17
4
Filter Envelope Attack
FltAtt
Seite 22
Decay
FltDec
Seite 22
Sustain
FltSus
Seite 22
Amount
F1Env2
Seite 17
5
Amplituden-Hüllkurve
Attack
AmpAtt
Seite 20
Decay
AmpDec
Seite 20
Sustain
AmpSus
Seite 20
Release
AmpRel
Seite 21
6
Oscillator Osc1 Virtual Sync
01VSync
Seite 14
Osc 1 Density
O1Dense
Seite 15
Osc 2 Virtual Sync
O2VSync
Seite 14
Osc 2 Density
O2Dense
Seite 15
Der Filter-Drehregler
Die wahrscheinlich häufigste Methode zur Klanggestaltung ist das Bearbeiten der Frequenz
des Hauptfilters (Filter 1). Aus diesem Grund gibt es für die Frequenzeinstellung von Filter
1 einen eigenen großen Drehregler [14] direkt neben den Parameter-Reglern. Probieren Sie
mit verschieden Patch-Typen, wie sich das Ändern der Filterfrequenz auf den Klangcharakter
verschiedener Sounds auswirkt.
Performance-Steuerung mit Pads
Über die acht unterhalb der Parameter-Regler angeordneten Pads lassen sich verschiede-
ne Funktionen des MiniNova steuern. In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns allerdings
ausschließlich mit ihrer Verwendung zur Performance-Steuerung. Um die Pads für die
Performance-Steuerung zu aktivieren, stellen Sie den Schalter ANIMATE/ARPEGGIATE [16]
in die Stellung ANIMATE.
Wie bei den TWEAK-Reglern hängt die Funktion der einzelnen Pads vom jeweils ausgewähl-
ten Patch ab. Auch hier verstehen Sie die Funktionsweise wieder am besten, wenn Sie die
Pads einfach mit einem Patch ausprobieren: Laden Sie das Patch „Cry4Moon DF“ (TYPE*
Keyboard/Lead) und tippen Sie während des Spiels die Pads nacheinander leicht an. Sie wer-
den feststellen, dass sich der Sound bei jeder Berührung der Pads stark verändert. Probieren
Sie auch andere Patches aus, um die unterschiedlichen Effekte der Pads auszuprobieren.
Beachten Sie dabei, dass nicht bei jedem Patch alle acht Pads zugewiesen sind.
An späterer Stelle in diesem Handbuch erfahren Sie, wie Sie für ein Patch die Pads dauerhaft
bestimmten Parametern zuweisen können.
* In der Regel werden Sie dieses (oder ein anderes) Patch schneller finden, wenn Sie mit dem SORT-
Schalter die alphabetische Sortierung (A-Z) einstellen.
Arpeggiator
Der MiniNova bietet eine leistungsfähige Arpeggiator-Funktion, mit der sich Arpeggios
unterschiedlicher Komplexität und Rhythmik wiedergeben und in Echtzeit manipulieren lassen.
Wenn Sie eine einzelne Taste drücken, wird sie vom Arpeggiator erneut ausgelöst. Wenn Sie
einen Akkord spielen, identifiziert der Arpeggiator die einzelnen Noten und spielt sie einzeln
und der Reihe nach (diese Funktion wird als „Arpeggio-Muster“ oder „Arp-Sequenz“ bezeich-
net). Wenn Sie also einen C-Dur-Dreiklang spielen, wird der Akkord in C, E und G aufgelöst.
Um den MiniNova Arpeggiator zu aktivieren, drücken Sie die ARP ON-Taste [19], woraufhin die
Taste leuchtet und die acht Pads ihre Farbe nach rot ändern. Wenn Sie jetzt eine Taste gedrückt
halten, wird die entsprechende Note immer wieder wiederholt und die Beleuchtung der Pads
zeigt das fortlaufende Rhythmus-Pattern an. Anfangs wird die Note bei jedem Beat der Sequenz
wiedergegeben, durch Antippen einzelner Pads können Sie die Wiedergabe an dieser Position
jedoch deaktivieren, so dass ein rhythmisches Muster entsteht. Die „abgewählten“ Pads leuchten
dann nicht mehr auf. Um ein „abgewähltes“ Pad wieder zu aktivieren, tippen Sie es erneut an.
Der Arpeggiator des MiniNova wird über die drei ARP-Tasten ON [19], LATCH [20] und
TEMPO [21] gesteuert. Über die ON-Taste aktivieren/deaktivieren Sie den Arpeggiator.
Drücken Sie die LATCH-Taste, um das aktuell ausgewählte Arpeggio dauerhaft zu wiederho-
len, ohne dass hierfür eine Taste gehalten werden muss. LATCH kann auch aktiviert werden,
bevor der Arpeggiator eingeschaltet wird. In diesem Fall wird der Arpeggiator direkt nach dem
Einschalten des MiniNova die zuletzt gespielten Noten als Sequenz wiedergeben, bis Sie die
Wiedergabe unterbrechen. Über den Regler TEMPO können Sie die Wiedergabegeschwin-
digkeit erhöhen und verringern. Für weitere Informationen siehe Seite 13.
Vocoder
Mit dem integrierten Vocoder Ihres MiniNova können Sie durch Kombinieren von Synth-
Sounds und Gesang (bzw. einem Instrument wie beispielsweise einer Gitarre) ein paar wirklich
fantastische Sounds erzeugen.
Um den Vocoder zu verwenden, schließen Sie zuerst ein Mikrofon (im Lieferumfang des Mini-
Nova enthalten) an die MIC-Buchse [22] auf der Bedienoberfläche an. Um eine Gitarre oder
ein anderes Instrument zu verwenden, schließen Sie sie an der Buchse EXT IN {8} auf der
Geräterückseite an (der Mikrofoneingang ist dann deaktiviert). Stellen Sie nun den Gain-Pegel
für das Mikrofon bzw. das Instrument ein. Drücken Sie dazu die Taste MENU [8], wählen Sie
mit dem DATA-Regler [6] den Eintrag Audio In und drücken Sie OK [9]. Das Menü-System
wird geöffnet und der Menüeintrag Audio In wird oben in der Liste angezeigt. Input Gain
(InptGain) ist der erste Eintrag im Audio-Menü. Mit dem DATA-Regler [6] stellen Sie dort
den Signalpegel ein, wobei der aktuelle Pegel als horizontaler Balken oben im LCD dargestellt
wird. Achten Sie darauf, dass auch bei Pegelspitzen das Segment OVER nicht aufleuchtet.
Stellen Sie den TYPE/GENRE Wahlschalter [4] auf VOCODER/VOCALTUNE und wählen Sie
eines der Patches dieser Gruppe aus. Halten Sie jetzt eine oder mehrere Tasten gedrückt und
singen Sie gleichzeitig in das Mikrofon (bzw. spielen Sie das an der Buchse EXT IN angeschlos
-
sene Instrument). Der Synthesizer-Sound wird nun durch das externe Audiosignal bearbeitet. Wie
bei jedem anderen Patch können Sie auch hier verschiedene Parameter mit dem FILTER-Regler,
den vier Endlosreglern der PERFORM-Sektion oder den Animate-Funktionen bearbeiten.
Wie bei den anderen Arten der Performance-Steuerung machen Sie sich am besten durch
Experimentieren mit den verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten vertraut.
Pitch und Mod Wheel
Wie bei den meisten anderen Synthesizer auch befinden sich beim MiniNova neben der
Klaviatur ein PITCH- sowie ein MOD(Modulation)-Wheel. Das PITCH-Wheel kehrt dank seiner
Rückstellfeder immer in die Mittelstellung zurück.
Betätigen Sie das PITCH-Wheel, um die Tonhöhe der gespielten Note(n) nach oben oder un-
ten zu transponieren. Über das Menü-System lässt sich der Regelbereich in Halbtonschritten
auf Werte von einem Halbton bis zu einer Oktave festlegen.
Zwar hängt die genaue Funktion des MOD-Wheel vom jeweiligen Patch ab, im Allgemeinen
dient es aber zur Steuerung von Expression- und anderen Parametern. Übliche Anwendungen
sind das Hinzufügen eines Vibratos oder die Geschwindigkeitssteuerung einer Leslie-Simulation.
Dem MOD-Wheel lassen sich sowohl einzelne als auch mehrere Sound-relevante Parameter
gleichzeitig zuweisen. Weitere Details zu diesem Thema finden Sie weiter unten im Handbuch.
Siehe „Was ist Legato?“ auf Seite 21.
Beachten Sie, dass bei den beiden Vocoder-Patches „Aaah 1“ (B073) und „Aaah 2“
(B074) das eingebaute Mikrofon nicht verwendet wird. Zwar nutzen diese Patches die
Vocoder-Funktionen des MiniNova, sie basieren jedoch auf im Patch abgelegten,
aufgezeichneten Phrasen.