User manual

30
Der MiniNova bietet zwei Reverb-Prozessoren. Ihre Ausstattung ist identisch, weshalb hier nur
Reverb 1 beschrieben wird.
Parameter: Reverb Type
Dargestellt als: Rvb1Type
Voreinstellung: LrgHall
Regelbereich: Chamber, Small Room, Large Room, Small Hall, Large Hall,
Great Hall
MiniNova verfügt über sechs verschiedene Hall-Algorithmen, um die Schallreflexionen von
Räumen und Hallen unterschiedlicher Größe zu simulieren.
Parameter: Reverb Decay
Dargestellt als: Rvb1Dec
Voreinstellung: 90
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Reverb Decay bestimmt die grundlegende Hallzeit des gewählten Raums.
Man stellt damit also praktisch die Raumgröße ein.
Chorus-Menü
Chorus ist ein Effekt, der dadurch entsteht, dass ein verzögertes Signal kontinuierlich dem
Originalsignal zugemischt wird. Der charakteristische „Wirbeleffekt“ wird von dem Chorus-
eigenen LFO erzeugt, der leichte Veränderungen in der Verzögerungszeit bewirkt. Die variablen
Verzögerungszeit erzeugt zudem den Eindruck, als ob mehrere, leicht zueinander verstimmte
Stimmen erklingen.
Der Chorus-Prozessor kann auch als Phaser konfiguriert werden, wo die Phasenlage des
Signals in bestimmten Frequenzbändern variiert und dann mit dem Originalsignal zusammen-
gemischt wird. Dadurch entsteht der typisch schwebende Effekt.
Der MiniNova bietet vier Chorus-Prozessoren. Ihre Ausstattung ist identisch, weshalb hier nur
Chorus 1 beschrieben wird. Beachten Sie: Obwohl die Parameter durchweg mit ‚Chorus‘
benannt sind, werden sie sowohl im Chorus- als auch im Phaser-Modus benutzt.
Parameter: Chorus Type
Dargestellt als: Ch1Type
Voreinstellung: Chorus
Regelbereich: Phaser oder Chorus
Dieser Parameter konfiguriert den FX-Prozessor als Chorus oder Phaser.
Parameter: Chorus Speed
Dargestellt als: Ch1Rate
Voreinstellung: 20
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Chorus Rate bestimmt die Frequenz des Chorus-eigenen LFOs. Niedrige
Werte entsprechen einer langsamen Geschwindigkeit, der Klang verändert sich somit nur
allmählich. Eine niedrige Rate ist meist effektiver.
Parameter: Chorus Sync
Dargestellt als: Ch1Sync
Voreinstellung: Aus
Regelbereich: Siehe Tabelle Sync-Werte auf Seite 34
Der Parameter Chorus Rate kann zu der internen oder einer externen MIDI-Clock synchroni-
siert werden. Damit steht ein größerer Tempo-Bereich zur Verfügung.
Parameter: Chorus Feedback
Dargestellt als: Ch1Fbck
Voreinstellung: 10
Regelbereich: -64 bis +63
Der Chorus-Prozessor verfügt über einen eigenen Feedback-Weg vom Ausgang zum Eingang.
Ein bestimmter Anteil an Feedback wird gewöhnlich benötigt, um einen hörbaren Effekt zu
erzielen. Im Phaser-Modus werden normalerweise höhere Werte verwendet. Bei negativen
Feedback-Werten wird ein phasengedrehtes Signal zurückgeführt.
Parameter: Chorus Depth
Dargestellt als: Ch1Depth
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Depth bestimmt den Wert der LFO-Modulation, die auf die Verzögerungszeit des
Chorus und somit auf die gesamte Effekt-Tiefe wirkt. Ein Wert von Null erzeugt keinen Effekt.
Parameter: Chorus Delay
Dargestellt als: Ch1Delay
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Chorus Delay ist die eigentliche Verzögerung, die den Chorus-/Phaser-Effekt erzeugt. Eine
dynamische Änderung dieses Parameters bewirkt interessante Effekte, wobei ein Unterschied
zu einer statischen Einstellung erst bei einem höheren Wert für Chorus Feedback hörbar
wird. Der eigentliche Chorus Delay-Effekt tritt im Phaser-Modus deutlicher hervor.
Wenn Sie Chorus Delay mit einem LFO modulieren, entsteht ein stärkerer
Dual-Chorus-Effekt.
Gator-Menü
Der eingebaute Gator ist ein mächtiger „Novation-Effekt“. Im Grunde genommen handelt es
sich hierbei um ein Noise Gate, das von einem sich wiederholenden, MIDI-synchronisierbaren
Muster (Pattern) getriggert wird. Damit wird eine Note rhythmisch aufgebrochen. Über den Pa-
rameter Gator Mode wählen Sie eines der 6 Pattern aus: Jedes Pattern besteht grundsätzlich
aus 16 Stufen, allerdings kann die Gator-Mode-Einstellung durch eine variable Kombination
der einzelnen Pattern längere und deutlich komplexere Pattern erzeugen.
Der Gator ist zu Patches kompatibel, die auf dem Novation UltraNova erzeugt wurden.
Auf dem UltraNova lassen sich benutzerdefinierte Pattern mit 32 Schritten erzeugen,
die dann als Teil eines Patches gespeichert werden können. UltraNova Patches sind
voll kompatibel zum MiniNova und werden auf dem MiniNova korrekt wiedergegeben.
Auf dem MiniNova abgelegte Gator Pattern lassen sich mit Hilfe der Anwendung
MiniNova Editor „offline“ bearbeiten.
Hinweis: Um zu gewährleisten, dass Sie mit Gator-Pattern den optimalen Effekt
erzielen, müssen Sie für den Parameter FX Amount des entsprechenden Slots den
Maximalwert 127 einstellen. Wie stark sich der Effekt auswirkt, hängt außerdem von
den Einstellungen für das FX Routing ab.
Parameter: Gator On/Off
Dargestellt als: GtOn/Off
Voreinstellung: On
Regelbereich: Off oder On
Dieser Parameter aktiviert bzw. deaktiviert den Gator-Effekt.
Parameter: Gator Latch
Dargestellt als: GtLatch
Voreinstellung: On
Regelbereich: Off oder On
In der Stellung Latch Off erklingt eine Note nur dann, wenn eine Taste auf der Klaviatur gedrückt
wird. Bei Latch On wird die Note nach dem Drücken der Taste gehalten und mit dem gewählten
Gator-Pattern gespielt. Wenn GtLatch wieder auf Off gestellt wird, hält das Pattern an.
Parameter: Gator Rate Sync
Dargestellt als: GtRSync
Voreinstellung: 8th
Regelbereich: Siehe Tabelle Sync-Werte auf Seite 34
Die Clock, die den Trigger im Gator steuert, wird von der Master Tempo Clock des MiniNova
bezogen. Die Geschwindigkeit (BPM) kann mit dem Regler ARP TEMPO [21] eingestellt
werden. Gator Rate kann zur internen oder einer externen MIDI Clock synchronisiert werden,
womit ein größerer Geschwindigkeitsbereich zur Verfügung steht.
Parameter: Gator Key Sync
Dargestellt als: GtKSync
Voreinstellung: On
Regelbereich: Off oder On
Wenn Sie Key Sync auf On stellen, wird das Gator Pattern mit jeder gespielten Note neu ge-
startet. In der Stellung Key Sync Off läuft das Pattern im Hintergrund stets unabhängig weiter.
Parameter: Gator Edge Slew
Dargestellt als: GtSlew
Voreinstellung: 16
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Gator Edge Slew justiert eine Verzögerung gegenüber der Trigger Clock. Da-
mit wird eingestellt, wie schnell das Gate öffnet und schließt und somit, ob die Note hart oder
mit kurzen Ein- und Ausblendungen unterbrochen wird. Höhere Werte für GtSlew vergrößern
die Verzögerung und somit verlangsamt sich die Ansprache des Gates.
Parameter: Gator Hold
Dargestellt als: GtHold
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Gator Hold bestimmt, wie lange das Noise Gate nach einem Trigger geöffnet
bleibt und somit die Dauer der hörbaren Note. Beachten Sie, dass dieser Parameter vom
Clock Tempo oder Gator Rate Sync unabhängig ist und die Notendauer, die bei GtHold
eingestellt ist, unabhängig von der Pattern-Geschwindigkeit konstant bleibt.
Parameter: Gator Left-Right Delay
Dargestellt als: GtL/RDel
Voreinstellung: 0
Regelbereich: -64 bis +63
Um die Komplexität der Pattern noch zu steigern, besitzt Gator einen eigenen Delay-Prozessor.
Wenn der Parameter auf null gestellt ist, befinden sich alle Noten des Pattern in der Mitte des
Stereobilds. Bei positiven Werten werden die Noten im Panorama hart nach links verschoben
und verzögerte Wiederholungen der Note im Panorama hart rechts erzeugt. Der Wert des Para
-
meters steuert die Verzögerungszeit (Delay Time). Bei negativen Werten entsteht ein „vorgezo-
genes“ Echo vor den Noten. Die Verteilung im Stereobild ist identisch: Die eigentlichen Noten
des Patterns werden links und das vorgezogene Echo auf der rechten Seite wiedergegeben.