User manual
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Parameter: Effect Amount
Dargestellt als: FX1 Amnt
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Die genaue Funktion dieses Parameters hängt davon ab, welcher Effekt in den jeweiligen Slot
geladen wurde. Die unten stehende Tabelle gibt eine Übersicht darüber.
FX-TYP EINSTELLBARER PARAMETER
Compressor Pegel
EQ Pegel
Distortion Betrag der Bit-/Sample-Raten-Reduktion
Delay Send- und Return-Pegel
Chorus Pegel
Reverb Send- und Return-Pegel
Gator Pegel
Welche Parameter darüber hinaus im Untermenü FXSLOTn zur Verfügung stehen, hängt
davon ab, welcher Effekt in den Slot geladen wurde. Ein Slot, in den kein Effektprozessor
geladen wurde, zeigt im Display folgende Anzeige:
Jeder Effekt hat sein eigenes Menü, welches im Folgenden beschrieben wird. Alle Verweise auf
FX1 können gleichwertig auf die übrigen vier FX Slots übertragen werden.
EQ-Menü
Bei dem Equalizer handelt es sich um einen dreibandigen semiparametrischen EQ mit Cut/
Boost sowie einer Frequenzauswahl pro Band. Höhen- und Tiefenband sind so genannte Kuh-
schwanzfilter (Shelving) und arbeiten mit 12 dB Flankensteilheit (2. Ordnung). Das Mittenband
ist ein Glockenfilter.
Hinweis: Damit die maximale Anhebung/Dämpfung von ±12 dB zur Verfügung steht,
muss der Parameter FX1 Amnt auf den Wert 127 eingestellt werden. Bei geringeren
Werten stehen die Maximal-/Minimalwerte für EQ Level nicht zur Verfügung.
Parameter: LF Cut/Boost
Dargestellt als: EQBasLvl
Voreinstellung: 0
Regelbereich: -64 bis +63
Dieser Parameter regelt die Absenkung bzw. Anhebung des LF-Bandes. Der Wert von 0
bewirkt keine Veränderung, ein positiver Wert hebt den tieffrequenten Bereich (also die Bässe)
an und ein negativer Wert senkt diesen ab. Der Regelbereich beträgt ±12 dB (bei einem FX1
Amnt von 127).
Parameter: MF Cut/Boost
Dargestellt als: EQMidLvl
Voreinstellung: 0
Regelbereich: -64 bis +63
Dieser Parameter regelt die Absenkung bzw. Anhebung des Mittenbandes. Der Wert 0 bewirkt
keine Veränderung, ein positiver Wert hebt die mittleren Frequenzen (hier liegt im Audiospek-
trum der menschliche Stimmbereich) an und ein negativer Wert senkt diese ab. Der Regelbe-
reich beträgt ±12 dB (bei einem FX1 Amnt von 127).
Parameter: HF Cut/Boost
Dargestellt als: EQTrbLvl
Voreinstellung: 0
Regelbereich: -64 bis +63
Dieser Parameter regelt die Absenkung bzw. Anhebung des Höhenbandes. Ein Wert von 0 be-
wirkt keine Veränderung, ein positiver Wert hebt den hochfrequenten Bereich (also die Höhen)
an und ein negativer Wert senkt diese ab. Der Regelbereich beträgt ±12 dB (bei einem FX1
Amnt von 127).
Parameter: LF Frequency
Dargestellt als: EQBasFre
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Zusätzlich zur Anhebung oder Absenkung der Höhen, Mitten und Bässe sind auch die
Frequenzbänder veränderbar. Damit haben Sie eine wesentlich genauere Kontrolle über
die Frequenzbereiche bei der Verstärkung oder Absenkung. Eine Anhebung des Werts von
EQBasFre hebt die Frequenz an, ab welcher der Regler EQBasLvl arbeitet: EQBasLvl hat
entsprechend mehr Effekt auf den Klang, je höher EQBasFre eingestellt ist. Eine Verringerung
des Wertes von EQBasFre senkt die Frequenz, unterhalb der der Cut/Boost-Regler arbeitet.
Ein Wert von 0 entspricht ungefähr 140 Hz. Der maximale Wert von 127 entspricht 880 Hz
und die Voreinstellung 64 liegt bei 500 Hz.
Parameter: MF Frequency
Dargestellt als: EQMidFre
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Eine Anhebung dieses Parameterwerts erhöht die Scheitelfrequenz des MF-Bandes. Die
Scheitelfrequenz ist die Frequenz, bei der die maximale Anhebung oder Absenkung mit dem
Regler EQMidLvl erfolgt. Davon sind proportional abfallend auch Frequenzen oberhalb und
unterhalb der Mittenfrequenz betroffen. Der Regelbereich reicht von 440 Hz (Wert = 0) bis 2,2
kHz (Wert = 127). Die Voreinstellung 64 entspricht ungefähr 1,2 kHz.
Parameter: HF Frequency
Dargestellt als: EQTrbFre
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Eine Verringerung des Werts von EQTrbFre senkt die Frequenz ab, ab welcher der Regler
EQTrbLvl arbeitet: EQTrbLvl hat entsprechend mehr Effekt auf den Klang, je niedriger
EQTrbFre eingestellt ist. Eine Anhebung des Werts von EQTrbFre hebt die Frequenz an,
über welcher der Cut/Boost-Regler arbeitet.Ein Wert von 127 entspricht ungefähr 4,4 kHz. Ein
Wert von 0 entspricht 650 Hz und der Grundwert von 64 liegt bei 2 kHz.
Compressor-Menü
Zwei Kompressor-Einheiten stehen zur Verfügung. Ihre Ausstattung ist identisch, weshalb hier
nur Compressor 1 beschrieben wird.
Die Kompressoren können den Dynamikbereich eines Synthesizerklangs (oder des externen
Audio-Eingangs) eingrenzen, wodurch der Klang „angedickt“ wird und mehr „Punch“ erhält.
Sie sind besonders bei stark perkussiven Klängen wirksam.
Parameter: Compression Ratio
Dargestellt als: C1Ratio
Voreinstellung: 1,0
Regelbereich: 1,0 bis 13,7 (in Schritten von 0,1)
Bei dem Minimalwert von 1,0 hat der Kompressor keinen Effekt. Das bedeutet, dass jede
Änderung des Eingangspegels eine identische Änderung des Ausgangsegels zur Folge hat.
Dieser Parameter bestimmt den Grad, ab welchem Klänge, die lauter als der Parameter Threshold
Level sind, in der Lautstärke reduziert werden. Wenn das Kompressionsverhältnis (Ratio) auf 2,0
gestellt wird, bewirkt eine Änderung des Eingangspegels, dass der Ausgangspegel und damit die
Dynamik auf die Hälfte des Betrags reduziert wird. Je höher das Kompressionsverhältnis (Ratio)
eingestellt wird, desto stärker die Klanganteile komprimiert, die über dem Threshold-Pegel liegen.
Parameter: Threshold Level
Dargestellt als: C1Thrsh
Voreinstellung: -16
Regelbereich: -60 bis 0
Threshold bestimmt den Signalpegel, ab dem der Kompressor zu arbeiten beginnt. Signale
unterhalb des Thresholds (leisere Anteile im Klang) bleiben unverändert, aber Signale über
dem Threshold (lautere Anteile im Klang) werden in der eingestellten C1Ratio im Pegel redu-
ziert. Das Resultat ist eine allgemeine Einschränkung der Signaldynamik. Beachten Sie, dass
der Parameterwert näherungsweise den aktuellen analogen Signalpegel repräsentiert (bzw.
den dB-Wert unterhalb der digitalen Übersteuerungsgrenze 0 dB).
Beachten Sie, dass jegliche Änderung der Lautstärke durch den Kompressor nichts
mit den Einstellungen des Ausgangspegels des Synthesizers zu tun hat. Selbst wenn
Sie die Lautstärke des MiniNova über den MASTER VOLUME-Regler oder ein
Expression-Pedal ändern, bleibt die in der Effekt-Sektion hinzugefügte Kompression gleich.
Parameter: Attack-Zeit (Attack Time)
Dargestellt als: C1Attack
Voreinstellung: 0
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Attack Time bestimmt, wie schnell die Gain-Reduktion des Signals nach
Überschreiten des Thresholds erfolgt. Bei perkussiven Klängen wie Drums oder einem gezupften
Bass ist es oft wünschenswert, die Gesamtlautstärke des Klangs zu komprimieren, während die
markante Attack-Phase erhalten bleiben soll. Ein niedriger Wert erzeugt eine schnelle Attack-Zeit
und die Kompression wirkt auch auf die perkussive Anfangsphase. Bei hohen Werten hingegen
spricht die Kompression langsam an, und die perkussive Anfangsphase bleibt unkomprimiert, der
Klang behält seinen „Punch“. Der Bereich der Attack-Zeit liegt zwischen 0,1 ms und 100 ms.
Parameter: Release-Zeit (Release Time)
Dargestellt als: C1Rel
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Dieser Parameter sollte im Zusammenspiel mit dem Parameter Hold Time (siehe C1Hold
unten) eingestellt werden. Release Time bestimmt die Zeitdauer, bis die Pegelabsenkung
(Gain-Reduction) abklingt, d. h. bis keine Kompression mehr erfolgt, nachdem die Dauer der
Hold Time verstrichen ist. Niedrige Werte bedeuten eine kurze Release Time, höhere Werte
eine längere Dauer. Der Bereich der Release-Zeit liegt zwischen 25 ms und 1 Sekunde.
Parameter: Hold Time
Dargestellt als: C1Hold
Voreinstellung: 32
Regelbereich: 0 bis 127
Der Parameter Hold Time bestimmt, wie lange die Gain-Reduktion auf ein Signal einwirkt, das
den Threshold Level überschritten hat, dann aber wieder unter diesen Wert gefallen ist. Nach
Ablauf der Hold Time wird der Wert der Gain-Reduktion, abhängig von der eingestellten Re-
lease Time, bis auf Null verringert. Niedrige Werte bedeuten eine kurze Hold Time, höhere
Werte eine längere Dauer. Der Bereich der Abklingzeit liegt zwischen 2,5 ms und 500 ms.










