User manual

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Parameter: Filter frequency
Dargestellt als: F1Freq
Voreinstellung: 127
Regelbereich: 0 bis 127
Dieser Parameter spezifiziert die Einsatzfrequenz des über F1Type gewählten Filtertyps. Für
die Typen Hoch- und Tiefpass spricht man von der Cutoff-Frequenz, beim Bandpassfilter von
der Mittenfrequenz. Das Regeln dieses Parameters führt in den meisten Fällen zu einer präg-
nanten Klangveränderung, in vielen Fällen von einer härteren in eine weichere Richtung.
Wenn die Option Filter Frequency Link aktiviert ist (On) (siehe FreqLink weiter
unten), wirkt sich der Parameter F2Freq anders aus:
Parameter: Filter 2 frequency offset
Dargestellt als: Fq1<>Fq2
Voreinstellung: +63
Regelbereich: -64 bis +63
Weitere Informationen siehe „Parameter: Filter Frequency Link“ auf Seite 19.
Parameter: Filter resonance
Dargestellt als: F1Res
Voreinstellung: 0
Regelbereich: 0 bis 127
Dieser Parameter betont den Klang in einem engen Bereich um die mit F1Freq spezifizierte
Filtereinsatzfrequenz. Filterbewegungen (Sweeps) können damit deutlich betont werden. Indem
Sie den Resonanzwert erhöhen, können Sie Modulationen der Filter-Einsatzfrequenz gut hörbar
machen, sodass sich ein konturierter ergibt. Gleichzeitig erreicht man über eine Resonanzanhe
-
bung auch eine Betonung des aktuellen Arbeitspunktes. Immer wenn der Regler FILTER [14]
verschoben wird, ist dieses klanglich gut nachvollziehbar und damit ein kräftiger Effekt.
P
Der Parameter F1Res lässt sich auch direkt über den Tweak-Regler RC1 in Zeile 3
der PERFORM-Sektion steuern.
Wenn der Parameter Filter Resonance Link aktiviert ist (On) (siehe ResLink auf
Seite 19), wird Filter 1 und 2 dieselbe Filterresonanz zugewiesen, die dann über beide
Regler gleichermaßen verändert werden kann.
Parameter: Filter 1 & 2 resonance
Dargestellt als: F1&F2Res
Voreinstellung: keine
Regelbereich: 0 bis 127
Parameter: Filter control by Envelope 2
Dargestellt als: F1Env2
Voreinstellung: 0
Regelbereich: 0 bis 127
Die Filterfunktion kann über den Hüllkurvengenerator 2 getriggert werden. Das spezifische
Menü von Hüllkurve 2 bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Einstellung der Wellenform
selbst, siehe „Filter Envelope (Filter-Hüllkurve)“ auf Seite 22. Über F1Env2 lässt sich die Inten-
sität und die Polarität dieser Hüllkurvensteuerung festlegen. Je höher der Wert ist, desto ist
größer der Frequenzbereich, der durch die Bewegung der Hüllkurve abgedeckt wird. Positive
und negative Werte führen zu einem Filterhub in entgegengesetzte Richtungen, deren klangli-
che Auswirkung weiterhin vom gewählten Filtertyp abhängt.
P
Der Parameter F1Env2 lässt sich auch direkt über den Tweak-Regler RC4 in Zeile 4
der PERFORM-Sektion steuern.
Parameter: Filter tracking
Dargestellt als: F1Track
Voreinstellung: 127
Regelbereich: 0 bis 127
Die Filter-Einsatzfrequenz kann über diesen Parameter zur gespielten Tonhöhe in Abhängigkeit
gebracht werden. Beim Maximalwert 127 folgt die Filter-Einsatzfrequenz in Halbtonschritten
den Noten der Klaviatur. Filter und Tonhöhe stehen also in einem Verhältnis von 1:1. Entspre-
chend wird sich der Filter beim Spielen einer Oktavnotenfolge auch um eine Oktave öffnen.
Beim Minimalwert von 0 nimmt die gespielte Tonhöhe keinerlei Einfluss auf die Filter-Einsatzfre-
quenz. Die Filter-Einsatzfrequenz bleibt für alle Noten identisch.
P
Der Parameter F1Track lässt sich auch über den Regler RC2 in Zeile 3 der
PERFORM-Sektion steuern.
Parameter: Filter type
Dargestellt als: F1Type
Voreinstellung: LP24
Regelbereich: Siehe Filter-Tabelle auf Seite 38
In der Filtersektion des MiniNova stehen 14 unterschiedliche Filtertypen zur Auswahl: vier
Hochpassfilter, vier Tiefpassfilter (jeweils mit unterschiedlicher Flankensteilheit) und sechs
Bandpassfilter. Jeder Filtertyp unterscheidet sich in der Art der Frequenzbearbeitung,
-betonung und -unterdrückung. Dementsprechend ergeben alle Modelle unterschiedliche
Klangeigenschaften.
Parameter: Drive Amount
Dargestellt als: F1DAmnt
Voreinstellung: 0
Regelbereich: 0 bis 127
Die Filtersektion verfügt über einen dedizierten Drive- oder Distortion-Effekt. Mit dem Parame-
ter bestimmen Sie den Grad der Verzerrung, die dem Audiosignal hinzugefügt wird. Die Art der
Verzerrung wird über F1DType (siehe unten) festgelegt. Die Signalverzerrung geschieht vor
der Filterung (siehe unten).
P
Der Parameter F1DAmnt lässt sich auch direkt über den Tweak-Regler RC4 in
Zeile 3 der PERFORM-Sektion steuern.
Filterverzerrungen werden stets vor dem Filter hinzugefügt, sodass der
Verzerrungsanteil jeweils durch die Filterfrequenz bestimmt wird. Um eine Filterung
vor der Verzerrung zu erreichen, bearbeiten Sie die Einstellungen wie folgt:
PARAMETER IM MENÜ WERT
FRouting FiltrCmn Series
FBalance FiltrCmn 63
F1DAmnt Filter 1 0
F2DAmnt Filter 2 nach Bedarf
Parameter: Drive Type
Dargestellt als: F1DType
Voreinstellung: Diode
Regelbereich: Diode, Valve, Clipper, XOver, Rectify, BitsDown, RateDown
Der Drive-Prozessor für jeden Filter befindet sich direkt vor der
jeweiligen Filter-Sektion. Die Art der Distortion (oder Übersteuerung) kann über den Parameter
F1DType eingestellt werden.
Parameter: Filter Q Normalisation
Dargestellt als: F1QNorm
Voreinstellung: 64
Regelbereich: 0 bis 127
Dieser Parameter verändert die Güte der Resonanzbetonung durch F1Res. Damit dieser Pa-
rameter eine Auswirkung hat, muss F1Res auf einem Wert ungleich Null stehen. Über diesen
Parameter ist es möglich, mit der Filtersektion die Filterkennlinien diverser klassischer analoger
und digitaler Synthesizer nachzuempfinden.
Low Resonance,
Low Q Normalisation
High Resonance,
Low Q Normalisation
High Resonance,
High Q Normalisation
Cutoff-
Frequenz
Globale Filterparameter
Wenn Filter Number auf FiltrCmn eingestellt ist, sind die im Filter-Menü dargestellten
Parameter für beide Filter identisch.
Parameter: Filter balance
Dargestellt als: FBalance
Voreinstellung: -64
Regelbereich: -64 bis +63
Die beiden Filtersektionen im MiniNova können gleichzeitig genutzt, jedoch unterschiedlich
miteinander verschaltet werden (siehe unten FRouting). So können Tief- und Bandpassfilter
für Stimmen-ähnliche Klänge parallel betrieben werden (siehe Seite 19). Wenn Sie beide Filter
verwenden, können Sie die Ausgänge beider Filtersektionen über FBalance in ein beliebiges
Lautstärkeverhältnis bringen. Der Minimalwert -64 liefert einen Maximalpegel von Filter 1 und
keinen Pegel von Filter 2. Umgekehrt liefert der Wert +63 die volle Ausgangslautstärke von
Filter 2 und keinen Pegel von Filter 1. Bei einem Wert von 0 werden beide Filtersektionen in
gleichem Verhältnis gemischt.
P
Der Parameter F1Type lässt sich auch über den Regler RC3 in Zeile 3 der
PERFORM-Sektion steuern.