User's Guide
Table Of Contents
- SpectraView User Guide_Cover
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_English
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_French
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_Italian
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_German
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_Spanish
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_Russian
- SpectraView_II_UsersGuide_1.1.20_Chinese

42 | NEC SPECTRAVIEW II – BENUTZERHANDBUCH
(PAL/SECAM) voreingestellte Farbraum verwendet wird.
Ziele
SpectraView kann auch benutzerdenierte Ziele erstellen, die anschließend mit anderen Benutzern von SpectraView-
Bildschirmen ausgetauscht werden können, um identisch kalibrierte Bildschirme zu gewährleisten.
Ein Ziel umfasst bis zu sechs Spezikationen, die die Farbeigenschaften des Bildschirms beschreiben:
• Gamma- oder Tonwertantwortkurve (TRC)
• Weißpunkt
• Intensität
• Kontrastverhältnis
• Farbraumumfang
• Sechsachsige Farbanpassung
Gamma- und Tonwertantwortkurven (TRC)
Die Gamma- oder Tonwertantwortkurve eines Bildschirms ist das Verhältnis zwischen dem Videoeingangssignalpegel
(Eingangstonwerte) und der auf dem Monitor erzeugten Lichtintensität (Ausgabetonwerte, „Helligkeit“). Der Monitor
ist ein nichtlineares Anzeigegerät. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies, dass durch eine Verdoppelung des Pegels
des Videoeingangssignals zum Bildschirm die Lichtleistung nicht verdoppelt wird. Bei CRT-basierten Bildschirmen
folgt die Lichtleistung einer mathematischen Potenzfunktion des Eingangsvideosignals. Diese Potenzfunktion
hat einen Exponenten mit der Bezeichnung Gamma, der häug verwendet wird, um das Verhältnis zwischen dem
Videoeingangssignal und der Lichtintensität des Bildschirms zu beschreiben.
Ein Gammawert von 1 würde zu einem vollkommen linearen Bildschirm führen (durch Verdoppelung des
Signalpegels verdoppelt sich die Lichtleistung) und die Tonwertantwortkurven wären gerade Linien. Die spezischen
Tonwertantwortkurven eines Bildschirms ändern sich mit den Bildschirm-Farbeinstellungen und können von Gerät zu
Gerät unterschiedlich sein. Soll ein korrekter Farbabgleich durchgeführt werden, müssen die Tonwertantwortkurven
des Bildschirms korrekt gemessen und kompensiert werden. SpectraView nutzt den Farbmesssensor, um die
Tonwertantwortkurven des Bildschirms automatisch zu messen.
Hinweis: Wenn Sie unsicher sind, welcher Gammawert für ein Ziel zu verwenden ist, wählen Sie 2,2, was dem gängigsten
Wert für die meisten Anwendungen unter Windows und Mac entspricht. Ein Wert von 1,8 ist für einige
Druckanwendungen auf Mac-Computern beliebt.
In der Regel ist beim Arbeiten mit Bildern ein Standard-Gammawert erforderlich. Beispielsweise speziziert das
sRGB-Standardfarbraum-Ziel einen Bildschirm-Gammawert von 2,2. Da sich der Gammawert des Bildschirms von
dem erforderlichen Gammawert unterscheiden kann, muss eine Korrektur vorgenommen werden, bis der vorliegende
Gammawert des Bildschirms mit dem des erforderlichen Ziels übereinstimmt. In SpectraView wird diese Korrektur auf
die LUTs (Look-Up-Tables) im Monitor angewendet. SpectraView verwendet die LUTs des Monitors auch für Ziele, die
Tonwertantwortkurven aufweisen, die keiner normalen Gammakurve folgen. Ein Beispiel ist DICOM, das eine Kurve
verwendet, die ihre Form je nach Helligkeit des Bildschirms ändert.
Weißpunkt
Der Weißpunkt deniert die Farbe des reinen „Weiß“ auf einem Bildschirm. Da es keine eindeutige
wahrnehmungsbezogene oder physikalische Denition von „Weiß“ gibt, muss dies anhand eines geräteunabhängigen
oder Standard-Farbraums deniert werden, der gemessen und reproduziert werden kann.
Es gibt mehrere Methoden, einen Weißpunkt zu denieren, z. B. mithilfe einer Farbtemperatur des Schwarzen Strahlers oder
als Farbort in einem geräteunabhängigen Farbraum. SpectraView erlaubt die Spezizierung des Weißpunkts, entweder










