Operation Manual
3736
DEUTSCH
Ext FX
1
M
odern
F
ull - 2
C
lassic - 3
Natural - 4
Vintage - 5
Classic - 6
Deep - 7
Full - 8
Classic
9
10 - Modern
11 - Deep
12 - Detuned
13 - Deep
14 - Solid
1
5 - Classic
1
6 - Modern
1
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ull -
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- 7
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5
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6 - M
o
d
JMD:1 Front-Panel Fortsetzung
1 3 4
5
5
6
2 2 7
9 10
8
Lead 16. Modern
Vorverstärker: JVM410H
Einstellungen: OD1 Kanal im Orange-Modus
Die JVM-Serie stattet den JMD:1 mit einem modernen
Allround-Leadsound aus, der aus der zweiten Gainstufe
des vorigen OD1-Kanal abgeleitet wurde und jede Menge
Durchsetzungsvermögen und Sustain liefert.
Preamp Topologie: Vier kaskadierte Gainstufen: Eine
ECC83 Gainstufe gefolgt von einer Schaltung, die für
Höhenanhebung und abgestimmte Bässe sorgt; diese
speist zusammen mit der Gainregelung eine ECC83
Verstärkerstufe, die an eine als Begrenzer konfigurierte
ECC83 Vorverstärkerstufe angeschlossen ist; dann in
eine ECC83 Verstärkerstufe, die direkt mit einem
Kathodenfolger und einem klassischem Marshall
Dreiband-EQ verbunden ist.
4. Preamp Regler
Gain – Bestimmt die Signalstärke, die beim Vorverstärker
ankommt. Bei niedriger Einstellung ist der Klang
“sauberer”, und Du kannst den Grad der Verzerrung gut
mit Deiner Gitarre und Deiner Art zu Spielen bestimmen.
Drehst Du den Regler weiter auf, wird auch die
Verzerrung stärker. Der generelle Einfluss auf das Signal
hängt von der Topologie des jeweils gewählten
Vorverstärkers ab.
Bass – Betätigt man den Bassregler, werden die tiefen
Frequenzen im Gitarrenton beeinflusst. Beim Drehen im
Uhrzeigersinn werden die Bassanteile verstärkt und Dein
Ton wird tiefer – besonders nützlich bei niedriger
Lautstärke. Gegen den Uhrzeigersinn schwächt der
Regler die Bassfrequenzen ab und sorgt für einen
durchdringenderen Klang, der vor allem bei größerer
Lautstärke angesagt ist.
Mitten – Dieser Regler passt die mittleren Frequenzen
an. Gegen den Uhrzeigersinn gedreht entsteht ein etwas
hohler Ton und Bass und Höhen erscheinen etwas
akzentuierter. Dreht man den Regler wieder im
Uhrzeigersinn zurück, werden die Mitten verstärkt und der
Klang erhält mehr Fülle.
Höhen – Mit dem Höhenregler kannst Du Deinem
Gitarrensound entweder hohe Frequenzen entziehen
oder hinzufügen. Indem Du Höhenanteile hinzufügst,
machst Du Deinen Sound heller - ideal, wenn es um eher
perkussive Stilistiken geht.
Volume – Dieser Regler bestimmt den Pegel des
Vorverstärkersignals, das zur Endstufe gelangt.
5. Effekt-Sektion
Modulation
Mod Adjust – Mit dem Drehen des Potis im
Uhrzeigersinn wählt man einen von vier
Modulationseffekten, beim Weiterdrehen in jeder Sektion
wird die Modulationsgeschwindigkeit erhöht. Bei
Linksanschlag ist das Noise Gate aktiv.
Gate ¬– Ein ultraschneller Rauschminderer in
Studioqualität. Anstatt das Signal abrupt abzuschneiden,
wie es bei einem Standard Noise-Gate beim Erreichen
des Ansprechwertes der Fall ist, schwächt hier ein
Expander das Signal entsprechend seiner Dynamik
stufenweise ab. Mit dem Mod Depth Regler wird der
Threshold eingestellt, also der Wert, ab dem das Gate
beginnt, das Signal zu beeinflussen. Das Gate registriert
die Spieldynamik und passt seine Reaktion entsprechend
an. Dies sorgt für ein natürliches Abklingen gehaltener
Akkorde oder Töne und für eine schnelle Ansprache beim
Staccato-Spiel.
Mit dem Mod Depth Regler stellst Du den Punkt ein, an
dem die Rauschunterdrückung zu arbeiten beginnt. Achte
darauf, dass dabei kein Brummen vom Verstärker oder
anderen Geräten stört, denn das kann dazu führen, dass
Du einen höheren Wert als nötig wählst.
Chorus – Dieser Chorus basiert auf der klassischen
Eimerketten-Schaltung und sein Effekt reicht von tiefen,
verstimmten Modulationen bis zur dezenten Schwebung.
Phaser – Kreiert fließende Wellen, die Deinen Ton
umspülen. Wenn Du die Tiefe reduzierst, erhältst Du
sanfte, kleine, wellenförmige Vibrationen.
Flanger – Produziert metallisch klingende Strukturen, die
Deinen Ton umhüllen; bei langsamem Tempo steigt die
Rückkopplung und der Ton gleicht dem eines Düsenjets,
bei schnellem Tempo dem eines Rotationslautsprechers.
Tremolo – Der erste neue Marshall seit den Siebzigern
mit einem Tremolo. Es bildet das natürliche An- und
Abschwellen der Lautstärke einer röhrenbasierten
Schaltung nach.
Mod Depth – Dieser Regler bestimmt die Tiefe des
aktuell ausgewählten Modulationseffektes oder den
Schwellwert des Gates.
Modulation – Schaltet den aktiven Modulationseffekt und
das Gate ein und aus.
Delay
Delay Adjust – Wählt einen von vier Delay-Effekten.
Beim Drehen des Reglers im Uhrzeigersinn durch jeden
Effekt steigt die Delayzeit bis zu einer maximalen
Verzögerungszeit von 1000ms. Mit der Verlängerung der
Verzögerungszeit steigt auch die Anzahl der
Wiederholungen, von kurzen Slap-Back Verzögerungen
bis zu langen, ausladenden Echos.
Hi-Fi – Eine reine Delay-Line
Analogue – Zusätzliche Filter bilden den Ton einer
Gitarre nach, der durch die Schaltung eines alten
analogen Delays kaskadiert.
Tape – Ein matter klingendes Delay mit
Tonhöhenschwankungen, wie man sie bei alten
Bandechos findet.
Multi – Ein Multi-Tap Delay mit zwei rhythmischen
Wiederholungen. Der zusätzliche Tap erscheint bei
¾ der aktuellen Delayzeit.
Delay Level – Bestimmt den Pegel des Signals, das zum
Delay geschickt wird.
Delay & Tap Tempo – Ist das Delay ausgeschaltet, lässt
es sich mit diesem Schalter wieder einschalten.
Ist es eingeschaltet, entspricht die Zeit zwischen zwei
Betätigungen dieses Tasters der Delay-Zeit.
Wird der Schalter für mehr als eine halbe Sekunde
gedrückt gehalten, schaltet sich der Delay-Effekt aus.
Reverb – Bestimmt den Signalpegel, der zum Hall
geschickt wird. Die Abklingzeit des Halls wird dem
steigenden Pegel angeglichen, passend zur gewählten
Einstellung.
FX Loop – Dabei handelt es sich um einen
programmierbaren Effekt-Einschleifweg, der auf dem
rückseitigen Anschlussfeld einen MIX-Regler bietet und
sich in der Schaltung hinter dem Vorverstärker, aber vor
der Effekt-Sektion befindet. Der FX Loop-Taster aktiviert
diesen Einschleifweg. Weiter hinten in diesem Handbuch
gibt es dazu unter Serial/Parallel Loop weitere detaillierte
Erklärungen.
6. Master Sektion
Presence – Dieser Regler betont die hohen Frequenzen
in Deinem Sound. Er macht ihn knackiger und gibt ihm
Biss. Den Presence-Regler kannst Du einsetzen, um den
Gesamtsound Deines Verstärkers an die akustischen
Gegebenheiten des Raumes oder des
Veranstaltungsortes anzupassen, wo Du spielst.
Master – Kontrolliert die Gesamtlautstärke der Endstufe.
Beachte: Weder der Presence-Regler noch das Master-
Volume sind speicherbar. Beide haben eine generelle
Wirkung auf den Gesamtsound und die Lautstärke des
Amps.
7. Footswitch / MIDI Program
Erlaubt das Programmieren des beiliegenden 6-fach
Fußschalters und die Zuweisung kompletter Setups via
MIDI. Beachte die zusätzlichen Informationen im
Fußschalter- und MIDI-Abschnitt in diesem Handbuch.
8. Power LED Betriebsanzeige
Diese rote LED leuchtet bei eingeschaltetem
Netzschalter.
9. Standby Schalter
Der Standby-Schalter wird zusammen mit dem
Netzschalter (10) benutzt, um den Verstärker vor
Gebrauch aufzuwärmen. Das schont die Endröhren und
verlängert ihr Leben. Wenn erforderlich, lässt sich der
Verstärker damit auch stummschalten. Das kann
während kurzer Pausen beim Auftritt sein oder beim
Aufnehmen ohne Lautsprecher.
10. Mains (Power) Netzschalter
Hier wird die Stromversorgung des Verstärkers ein- und
ausgeschaltet.
Wichtig: Stelle sicher, dass der Verstärker ausgeschaltet
und nicht mehr mit der Steckdose verbunden ist, bevor
Du ihn transportierst!










