Network Time Server Benutzerhandbuch Deutsch LINDY No. 20988 www.LINDY.com For Home and Office Use Tested to Comply with FCC Standards © LINDY ELECTRONICS LIMITED & LINDY-ELEKTRONIK GMBH - EDITION 1.
Inhaltsverzeichnis 1 1 Beschreibung ................................................................................................................. 2 2 Hardware ....................................................................................................................... 3 2.1 Lieferumfang .......................................................................................................... 3 2.2 Anschluss und Inbetriebnahme ..................................................................
Radio Frequency Energy, Certifications 1 Beschreibung Die LINDY Network Time Server (Network Time Server) gibt Ihnen Zugang zu einer der genauesten Atomuhren der Welt. Diese wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig betrieben. Uhrzeit und Datum werden über den Langwellensender DCF77 von Mainflingen bei Frankfurt/Main mit 77,5 kHz ausgestrahlt. Bei der übermittelten Zeit handelt es sich um MEZ bzw. MESZ. Die Reichweite des Senders beträgt 2000 km.
Deutsches Benutzerhandbuch 2 Hardware 2.1 Lieferumfang Im Lieferumfang enthalten sind: • Empfänger • Steckernetzteil (Tischgerät) bzw. Kaltgerätekabel (19’’-Version) • Serielles Kabel • Netzwerkkabel • Handbuch • CD-ROM mit Treibersoftware • Ferritstabantenne (nur bei Network Time Server-Set) 2.2 Anschluss und Inbetriebnahme Schließen Sie die Antenne und das Steckernetzteil bzw. das Kaltgerätekabel an die entsprechenden Anschlüsse auf der Geräterückseite an.
Deutsches Benutzerhandbuch 4 2.3 Display Nach dem Einschalten erscheinen auf dem LCD-Display für einige Sekunden die eingestellte Konfiguration sowie die Firmware-Version. Anschließend erscheint die IP-Adresse des Network Time Server. Danach werden im Display Uhrzeit und Datum angezeigt. Der Network Time Server befindet sich zunächst im Quarzbetrieb. Neben der Uhrzeit wird während des Quarzbetriebs „Quarz“eingeblendet. Während dieser Zeit ist der Network Time Server bereits komplett betriebsbereit.
Deutsches Benutzerhandbuch • Die Antenne sollte nicht parallel zu Telefonleitungen liegen. • Die waagerecht installierte Antenne muss durch Drehen auf den Sender ausgerichtet werden. • Störungen können entweder zufällig genau auf 77,5 kHz liegen oder breitbandige Impulsstörungen sein, die immer auch einen Anteil auf 77,5 kHz haben. Bekannte Störquellen sind z.B. Monitore oder Geräte mit Schaltnetzteil. • Atmosphärische Störungen treten ähnlich wie beim Kurzwellenradio in Schüben von einigen Sekunden auf.
Deutsches Benutzerhandbuch 6 3 Betrieb im Netzwerk 3.1 Network Time Server als SNTP-Server Über die integrierte Ethernet-Schnittstelle kann der Network Time Server mit Ihrem Netzwerk verbunden werden und als eigenständiger Zeitserver fungieren. Der Network Time Server nutzt das SNTP-Protkoll, das unter verschiedenen Betriebssystemen zur Synchronisation zur Verfügung steht. So können Sie mit einem Network Time Server die Zeit auf allen Clients Ihres Netzwerks synchronisieren 3.
Deutsches Benutzerhandbuch 7 3.2.2 Windows 9x/NT/2000 Unter Windows 9x/NT/2000 lässt sich die PC-Uhr am einfachsten mit dem Freeware-Programm Dimension 4 (D4) über das Netzwerk synchronisieren. D4 befindet sich auf der Treiber-CD unter „tools\d4“. Beginnen Sie die Installation, indem Sie die Setup-Datei von D4 starten. Mit der Schaltfläche Jetzt aktualisieren können Sie die Synchronisation testen. Schließen Sie die Einstellungen von Datum und Uhrzeit mit einem Klick auf OK ab.
Deutsches Benutzerhandbuch 8 Abb. 3: ntpdate wurde gefunden Gibt which keinen Pfad aus, sollten Sie ntpdate installieren (im NTP-Paket enthalten). Das Shell-Skript make_all.sh zur Installation finden Sie auf der Treiber-CD unter „EMC_ Professional_NET\tools\linux\get_ntp“. Weitere Informationen zur Installation finden Sie im Kapitel 4.2. Sie synchronisieren Ihre Systemzeit, in dem Sie den Befehl „ntpdate “ in die Konsole schreiben.
Deutsches Benutzerhandbuch 9 SNMP ist ab Firmware-Version 1.3 im Network Time Server integriert und kann dazu verwendet werden Statusinformationen per UDP (Port 161) zu erhalten. Dabei werden die Versionen SNMPv1 und SNMPv2c unterstützt. Um den Network Time Server per SNMP abzufragen benötigen Sie ein Network Managment System, wie z.B. HP-OpenView, OpenNMS, Nagios). Darüber hinaus können Sie auch die einfachen Kommandozeilen-Tools des NET-SNMP nutzen.
Deutsches Benutzerhandbuch 10 Der Network Time Server bietet zusätzlich zum Ethernet-Anschluss einen seriellen Anschluss. Für Windows ist die Treibersoftware w32EMC auf der mitgelieferten CD-ROM beigefügt. Für Linux benötigen Sie das kostenlose Softwarepaket NTP. 4.1 Betrieb unter Windows 4.1.1 Installation der Software Legen Sie die CD mit der Treibersoftware in Ihr CD-ROMLaufwerk ein. Starten Sie die Datei „setup_w32EMC.exe“ und folgen Sie den Anweisungen des Installationsprogramms.
Deutsches Benutzerhandbuch 11 • Sync-Frequenz Hier kann eingestellt werden, in welchem Intervall die Software die Daten von der seriellen Schnittstelle einlesen und die Systemzeit des PCs synchronisieren soll. Die Häufigkeit der V.24-Übertragung hängt ab von der eingestellten Konfiguration. Um den Prozessor nicht unnötig zu belasten, sollte die Zeitspanne nicht zu klein gewählt werden. Im Regelfall ist eine stündliche Synchronisation ausreichend.
Deutsches Benutzerhandbuch 12 „Quarz-Betrieb“ bedeutet, der Network Time Server hat auf die eingebaute Quarzuhr umgeschaltet, da zur Zeit kein DCF77-Protokoll emp-fangen werden kann oder das Signal zu viele Bitfehler enthält. Läuft der Network Time Server häufig im Quarzmodus, sollte die Ausrichtung der Antenne verbessert werden (siehe Kapitel 2.4). Fehlerhafte Bits Hier wird die Anzahl fehlerhaft empfangener Bits angezeigt.
Deutsches Benutzerhandbuch 13 4.1.4 Logbetrieb Die Software des Network Time Servers bietet Ihnen die Möglichkeit, während des Betriebs alle durchgeführten Aktionen und erweiterten Fehlermeldungen zu protokollieren. Dies ist für Adminis-trationszwecke oder ggf. zur Fehlerfindung besonders hilfreich. Sie können den Logbetrieb beim Programmstart aktivieren. Dies geschieht mit dem sog. Kommandozeilenparameter „-l“. Sie können diesen Parameter z.B.
Deutsches Benutzerhandbuch 14 Ab Kernel 2.6 verwaltet udev die Eingabe/Ausgabe Gerätedateien. Damit der Link auf refclock-0 von udev automatisch erstellt wird bzw. erhalten bleibt, muss eine „rule“ für diesen Link festgelegt werden. Wechseln Sie in den Ordner rules.d Ihres udev-Verzeichnisses (z.B. /etc/udev/rules.d) und öffnen Sie die Datei 50-udev.rules.
Deutsches Benutzerhandbuch 15 Wird ntpq ohne weitere Optionen aufgerufen, so wird der Localhost als Ausgabe von ntpq -c clocklist Abb. 8: NTP-Server angenommen, die Steuerung von ntpq erfolgt dann über die Kommandozeile. Mit dem Kommando „peers“ werden in einer Tabelle die aktiven Referenzuhren zeilenweise angezeigt. Ein der Zeile vorangestellter Stern (*) zeigt an, dass dieser Peer die aktuelle Zeitreferenz ist. 4.2.
Deutsches Benutzerhandbuch 16 4.3. V.24-Ausgabeprotokolle Der Network Time Server ist für viele Zeitanwendungen konzipiert. Da unterschiedliche Zeitformate und Protokolle als Grundvorraussetzung für viele Anwendungen benötigt werden, ist es möglich das Protokoll das über die serielle Schnittstelle ausgegeben wird im Webinterface zu variieren (siehe 5.3). 4.3.1 Das Gude-Standard-Zeitprotokoll Das Gude-Standardzeitprotokoll wurde von der Fa.
Deutsches Benutzerhandbuch 5 Konfiguration 5.1 Automatische Konfiguration per DHCP Nach dem Einschalten sucht der Network Time Server im Netz einen DHCP-Server und fordert bei diesem eine freie IP-Adresse an (zur Deaktivierung dieser Funktion siehe 5.3). Prüfen Sie in den Einstellungen des DHCP-Servers, welche IPAdresse dem Network Time Server zugewiesen wurde und stellen Sie ggf. ein, dass dieselbe Adresse bei jedem Neustart verwendet wird. 5.2 Konfiguration mit der Software GBL_Conf.
Deutsches Benutzerhandbuch 18 Starten Sie die Network Time Server im Bootloader-Modus (siehe 6.1) und öffnen Sie das Programm GBL_Conf.exe. Das Programm sucht automatisch nach angeschlossenen Geräten und zeigt deren Netzwerkkonfiguration an. Handelt es sich bei der angezeigten IP-Adresse um die Werkseinstellung (192.168.0.2), ist entweder kein DHCP-Server im Netz vorhanden oder es konnte keine freie IP-Adresse vergeben werden.
Deutsches Benutzerhandbuch 19 V.24output protocol Hier können Sie auswählen, in welchem Format das Zeitsignal über die serielle Schnittstelle übertragen werden soll (siehe 4.3). Language Hier können Sie einstellen in welcher Sprache die Informationen auf dem Display dargestellt werden sollen. Sie haben die Wahl zwischen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Dänisch.
Deutsches Benutzerhandbuch 20 Umlaute und Sonderzeichen beim Namen können zu Problemen bei der Erkennung der Network Time Server in Ihrem Netzwerk führen. IP Address Ändern Sie hier die IP-Adresse Ihrer Network Time Server. Netmask Ändern Sie hier die Netzmaske Ihrer Network Time Server. Gateway Ändern Sie hier den Standard-Gateway Ihrer Network Time Server. Use DHCP Legen Sie hier fest, ob Ihr Network Time Server die TCP/IP Einstellungen direkt von Ihrem DHCP Server beziehen soll.
Deutsches Benutzerhandbuch 21 Bitte beachten Sie , dass bei aktivierter IP Zugriffskontrolle DHCP, SNMP und SNTP nur dann einwandfrei funktionieren wenn die entsprechenden Server und Clients in der IP ACL eingetragen sind. Configuration – HTTP HTTP Port Hier kann die Portnummer des internen HTTP-Webservers bei Bedarf eingestellt werden. Möglich sind Werte von 1 bis 65534 (Standard: 80). Die Portnummer wird nun an die Adresse des Network Time Servers mit einem Doppelpunkt angehängt, wie z.B.: http://192.
Deutsches Benutzerhandbuch 22 SNMP public community Hier können Sie die SNMP-Arbeitsgruppe eintragen. Nutzen Sie die SNMP Einstellungen nur, wenn Ihr Netz-werk dafür aus-gelegt ist. Wei-tere Informa-tionen über den Be-trieb Ihrer Network Time Server mit SNMP finden Sie im Kapitel 3.3 Configuration – Syslog Use Syslog Hier können Sie einstellen, ob die Sys-log-Informa-tionen über das Netz-werk weitergegeben werden sol-len.
Deutsches Benutzerhandbuch 23 F DHCP ist aktiviert, aber es konnte keine IP-Adresse bezogen werden. Bei der angezeigten IP-Adresse handelt es sich um eine Default-IP-Adresse. 6 Geräteeigenschaften 6.1 Bootloader-Modus Um den Network Time Server im Bootloader-Modus zu starten, halten Sie beim Einschalten den kleinen Taster zwischen seriellem Anschluss und Stromversorgungsanschluss für mindestens zwei Sekunden gedrückt. Ob sich der Network Time Server im Bootloader-Modus befindet, erkennenSie im GBL_Conf.
Deutsches Benutzerhandbuch Aktive Ferritstabantenne (BNC) Arbeitstemperatur: Maße: Kabel: verlängert -15°C - 60°C 21,5 cm lang, 2 cm Durchmesser 5 m Koaxialkabel (kann bis zu 150 m werden) 7 Support In der Software für Windows kann eine Hilfedatei aufgerufen werden. Dort finden Sie weitergehende Informationen zu einzelnen Funktionen und zu dem Betrieb des Network Time Server sowie eine ausführliche FAQ-Liste. Auf unseren Internetseiten unter www.lindy.