Operation Manual
Technische Grundlagen
ELSA LANCOM Wireless
R2
Deutsch
Kabelstränge hat, die nicht miteinander verbunden sind, kann man Funkwellen nicht so
einfach einsperren und die beiden Netzwerke würden sich gegenseitig stören. Damit das
nicht passiert, gibt es in jedem IEEE-Funk-LAN einen Parameter, den Namen einer
WLAN-Domain. Aus Sicht des Anwenders ist die WLAN-Domain eine beliebig wählbare
Zeichenkette mit maximal 32 Zeichen. Auf Funkebene verwandelt sich dieser Name in
eine zusätzliche Adressierungskomponente, so daß sich ein Datenpaket immer einer
bestimmten Funkzelle zuordnen läßt. Wollen Sie in ein bestehendes Funknetz einsteigen,
benötigen Sie den Namen seiner WLAN-Domain, den Sie in den erweiterten Einstellun-
gen des Treibers für die Netzwerkkarte eintragen. Der Treiber sucht beim Start nach
einem bestehenden Funknetz mit dieser Kennung. Findet er eines, klinkt er sich in dieses
ein, und Sie können mit den Rechnern in diesem Funknetz kommunizieren. Findet er
nichts, so spannt er eine neue Funkzelle auf.
Auch wenn auf diese Weise Funkzellen voneinander logisch getrennt werden können, so
behindern sie sich immer noch physikalisch, weil ja immer nur eine Station senden kann,
das heißt, keine der Funkzellen würde im Überlappungsfalle die volle Bandbreite errei-
chen. Das können Sie verhindern, indem Sie den einzelnen Netzen nicht nur verschiedene
Domain-Namen, sondern auch verschiedene Funk-Kanäle zuordnen: So wie zwei Funkge-
räte gleichzeitig auf verschiedenen Frequenzen senden können, können zwei Funk-LANs
gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen arbeiten, ohne sich gegenseitig zu stören. Wenn
zwei Funkzellen sehr nah beieinander sind, sollten die Kanäle dieser Netze 4–5 Kanäle
auseinanderliegen, da eine Funkzelle auch die benachbarten Kanäle teilweise mitbelegt.
Nicht alle vom IEEE-Standard vorgesehenen Funkkanäle sind in allen Ländern erlaubt!
Infrastrukturmodus
Die eigentliche Stärke von auf IEEE 802.11 basierenden Funknetzen ist aber die einfache
Koppelbarkeit mit bestehender (Ethernet-)Vernetzung. Ein Funknetz kann genutzt werden,
um mobile Station mit an ein bestendes, kabelgebundenes Netz anzubinden, anderer-
seits kann ein bestehendes Netz dazu benutzt werden, mehrere Funkzellen miteinander
zu koppeln, die Reichweite eines Funknetzes also zu erweitern. Dazu müssen alle Teil-
nehmer in einem anderen Modus betrieben werden, dem Infrastrukturmodus.
Im Infrastrukturmodus existiert neben den beweglichen Stationen ein zusätzliches Ele-
ment, eine Basis-Station, die auch als Access Point oder Distribution System bezeichnet
wird. Die
ELSA LANCOM Wireless
-Geräte wurden dazu entwickelt, die Funktion einer
Basistation zu übernehmen. Im Infrastrukturmodus übernimmt die Basis-Station die
Funktion eines „Wächters“: Domain-Name und Funkkanal sind weiterhin vorhanden, und
eine Station, die neu ins Netz kommt, sucht auch weiterhin nach einer vorhandenen Funk-
zelle. Im Gegensatz zum Ad-hoc-Modus wird die Funkzelle jedoch immer von der Basis-
Station aufgespannt, und jede Station muß sich bei der Basis-Station anmelden, bevor
sie Daten in der Funkzelle austauschen darf. Der Basis-Station kommt dabei üblicher-
weise auch die Funktion einer „Relaisstation“ für Daten zu. Dies reduziert zwar die
erreichbare Datenrate, kann bei geschickter Aufstellung der Basis-Station aber die Größe










