Data Sheet
V1.00/DE/00442066
Typenblatt 703041JUMO GmbH & Co. KG ˘ 36035 Fulda, Germany Seite 2/10
Selbstoptimierung
Zur Serienausstattung gehört die bewährte
Selbstoptimierung, die dem Anwender ohne
regelungstechnische Kenntnisse eine Anpas-
sung des Reglers an die Regelstrecke ermög-
licht. Dabei wird die Reaktion der Regel-
strecke auf bestimmte Stellgrößenänderun-
gen ausgewertet. Es kann zwischen einer
Schwingungsmethode oder einer Sprungant-
wort gewählt werden. Die Sprungantwort-Me-
thode kommt z. B. in der Kunststoffindustrie
oder bei Prozessen, bei denen keine Schwin-
gungen ausgeführt werden können, zum Ein-
satz. Die Reglerparameter Proportional-
bereich, Nachstellzeit, Vorhaltzeit, Schaltperi-
odendauer und Filterzeitkonstante werden
berechnet.
Kundenspezifische
Liniearisierung
Neben den Linearisierungen für die üblichen
Messwertgeber kann eine kundenspezifische
Linearisierungen erstellt werden. Die Pro-
grammierung wird über das Setup-Programm
in Form einer Wertetabelle oder einer Formel
durchgeführt.
Anwenderdaten
Parameter, die vom Anwender öfter verändert
werden, können in der Bedienerebene unter
„Anwenderdaten“ zusammengefasst werden
(nur über Setup-Programm).
Mathematik- und
Logikmodul
Typenzusatz 214
Das Mathematikmodul ermöglicht die Einbin-
dung von z. B. Sollwerten, Stellgraden und
den Messwerten der Analogeingänge in eine
mathematische Formel.
Mit Hilfe des Logikmoduls können z. B. Binä-
reingänge und Limitkomparatoren logisch
miteinander verknüpft werden.
Es können bis zu zwei Mathematik- oder Lo-
gik-Formeln über das Setup-Programm ein-
gegeben und die Ergebnisse der Berech-
nungen über die Ausgänge ausgegeben oder
für interne Zwecke genutzt werden.
Spezielle Reglerarten
Typenzusatz 217, 218, 219
Das Gerät kann als Differenz-, Feuchte- oder
Verhältnisregler betrieben.
Binärfunktionen
– Start/Abbruch der Selbstoptimierung
– Umschaltung in den Handbetrieb
– Rampe anhalten/abbrechen
– Regler aus
– Sollwertumschaltung
– Parametersatzumschaltung
– Tastatur-/Ebenenverriegelung
– Textanzeige
– Display-Abschaltung
– Quittierung der Limitkomparatoren
– Programmstart/-halt/-abbruch
– Timer Start/Stopp
Die Binärfunktionen sind miteinander kombi-
nierbar (nur über Setup-Programm).
Funktionen
der Ausgänge
– Analogeingangsgrößen
–Mathematik
–Istwert
–Sollwert
– Rampenendwert
– Regelabweichung
–Stellgrad
– Reglerausgänge
– Limitkomparatoren
– Steuerkontakte
– Binäreingänge
– Logik-Formel
–Programmende
–Timersignale
– Programm/Automatik-Signal
Rampenfunktion
Möglich ist eine steigende oder fallende Ram-
penfunktion (Anstieg oder Abfall des Sollwer-
tes). Der zum Zeitpunkt t
0
veränderte Sollwert
SP ist der Endwert der Rampe. Die Rampe
startet mit dem Sollwert zum Zeitpunkt t
0
. Die
Steigung der Rampe ist programmierbar; das
Vorzeichen der Steigung ergibt sich aus der
Beziehung zwischen dem Sollwert zum Zeit-
punkt t
0
und SP. Beim Einschalten der Netz-
spannung startet die Rampenfunktion mit
dem aktuellen Istwert.
Anzeige- und Bedienelemente
(1) 7-Segment-Anzeige (werkseitig: Istwert)
vierstellig, rot; Kommastelle: konfigurierbar
(automatische Anpassung bei Überschreiten der Anzeigekapazität)
(2) aktiver Sollwert (werkseitig: SP1)
SP1, SP2, SP3, SP4 (SP=setpoint); grün;
(3) 7-Segment-Anzeige (werkseitig: Sollwert)
vierstellig, grün; Kommastelle; konfigurierbar;
dient auch zur Bedienerführung (Anzeige von Parameter- und Ebenensymbolen)
(4) Tasten
(5) Signalisierung
gelb; für
- Schaltstellungen Binärausgänge 1...6 (Anzeige leuchtet = ein)
- Rampen-/Programmfunktion aktiv
- Handbetrieb aktiv
(6) 16-Segment-Anzeige für die Einheit °C/°F und Text
zweistellig, grün; Zeichen für h, min und %
Weitere Anzeigemöglichkeiten über das Setup-Programm.
PGM
EXIT
(1)
(3)
(2)
(6)
(4)
(5)
Timer
Es sind zwei Timer zur zeitabhängigen Steue-
rung vorhanden. Die Zustände der Timer kön-
nen auf Binärausgänge geschaltet oder intern
weiterverarbeitet werden, um zeitabhängige
Prozesse zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Setup-Programm (Zubehör)
Das Setup-Programm zum Konfigurieren des
Gerätes ist in deutscher, englischer, französi-
scher und weiteren Sprachen erhältlich. Mit
einem PC können Datensätze erstellt, editiert,
zum Regler übertragen oder aus dem Gerät
ausgelesen werden. Die Datensätze werden
gespeichert und verwaltet.
Programmeditor zur komfortablen Erstellung
von Programmen.
Startup-Funktion zur Kontrolle des Regel-
verhaltens.










