Datasheet
V3.00/DE/00688510
Seite 2/20Typenblatt 702110
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70211000T10Z000K000
Gerätetypen
diraTRON 132 / Typ 702110
diraTRON 116 / Typ 702111
diraTRON 108 (H) / Typ 702112
diraTRON 108 (Q) / Typ 702113
diraTRON 104 / Typ 702114
Beschreibung
Eingänge und Ausgänge
Jeder Gerätetyp besitzt einen universellen
Analogeingang (für Widerstandsthermometer,
Thermoelement, Strom, Spannung, Wider-
standsferngeber, Widerstand/Poti), einen Di-
gitaleingang sowie einen umschaltbaren
Digitaleingang/-ausgang. Mit Ausnahme von
Typ 702110, der in der Grundausführung ei-
nen Relaisausgang (Schließer) hat, sind alle
übrigen Typen mit zwei Relaisausgängen
(Schließer) ausgestattet. Die Digitaleingänge
sind zum Anschluss eines potenzialfreien
Kontakts vorgesehen. Der Digitalausgang lie-
fert ein Logiksignal 0/14 V.
Darüber hinaus sind optional zusätzliche Re-
laisausgänge (Schließer), Logikausgänge (0/
14 V), PhotoMOS
®
-Relaisausgänge
1
sowie
ein Analogausgang (0(2) bis 10 V /
0(4) bis 20 mA) verfügbar.
Signalzuordnung über Selektoren
Die Eingangssignale des Analogeingangs und
der Digitaleingänge stehen in sogenannten
Selektoren (Analogselektor, Digitalselektor)
für die weitere Verwendung im Gerät zur Ver-
fügung. Auch die Ansteuersignale für den
Analogausgang und die Digitalausgänge wer-
den über Selektoren zugewiesen, wodurch
eine flexible Signal-/Funktionszuordnung er-
möglicht wird.
Schnittstellen
Das Gerät ist mit einer USB-Device-Schnitt-
stelle ausgestattet (Micro-B-Buchse auf der
Geräterückseite), die für den Anschluss an ei-
nen PC vorgesehen ist und ausschließlich zur
Nutzung des Setup-Programms dient. Dabei
wird das Gerät über die USB-Schnittstelle mit
Spannung versorgt, so dass während der Kon-
figuration keine Netzversorgung erforderlich
ist.
Optional ist eine RS485-Schnittstelle verfüg-
bar, die für die Kommunikation mit einem
Modbus-Master vorgesehen ist (Betriebsart
Modbus RTU). Der Master kann bis zu zwei
Analogwerte und zwei Binärwerte zum Gerät
übertragen, die dort als externe Eingangssig-
nale verwendet werden. Zusätzlich stehen
zwei Analogmerker und zwei Digitalmerker
(binär) zur Verfügung.
Spannungsversorgung
Das Gerät ist in zwei Spannungsversorgungs-
varianten erhältlich: AC 110 bis 240 V oder
AC/DC 20 bis 30 V, jeweils 48 bis 63 Hz.
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PhotoMOS ist ein eingetragenes Waren-
zeichen der Panasonic Corporation.
Elektrischer Anschluss
Der elektrische Anschluss erfolgt zeitsparend
mit Hilfe von praktischen Federzugklemmen
(Push-In-Technologie).
Reglerarten und -strukturen
Das Gerät ist ein Einkanalregler, der als Zwei-
punktregler, Dreipunktregler, Dreipunktschritt-
regler und Stetiger Regler konfiguriert werden
kann. In Abhängigkeit von der Reglerart las-
sen sich durch die einstellbaren Reglerpara-
meter unterschiedliche Reglerstrukturen
vorgeben (P, I, PD, PI, PID). Der Regler unter-
stützt zwei umschaltbare Parametersätze.
Der Reglersollwert ist ebenfalls umschaltbar.
Bis zu 4 Sollwerte können vorgegeben wer-
den. Die Auswahl des aktiven Sollwerts wird
durch zwei Binärsignale gesteuert.
Selbstoptimierung
Die Selbstoptimierung (Schwingungsmethode
oder Sprungantwortmethode) ermöglicht es
auch einem Anwender ohne regelungstechni-
sche Kenntnisse, den Regler an die Regel-
strecke anzupassen. Dabei werden die
Reaktion der Regelstrecke auf Änderungen
der Stellgröße ausgewertet und bestimmte
Reglerparameter berechnet.
Rampenfunktion
Die Rampenfunktion ermöglicht eine stetige
Änderung des Sollwerts bis zum Rampen-
endwert (vorgegebener Sollwert). In Abhän-
gigkeit vom Istwert zum Zeitpunkt des
Rampenstarts ergibt sich eine steigende oder
fallende Flanke. Die Steigung wird über zwei
einstellbare Gradienten (steigend, fallend)
eingestellt. Die Rampenfunktion wird über Bi-
närsignale gesteuert (starten, anhalten, stop-
pen).
Programmregler
Der Regler kann auch als Programmregler be-
trieben werden. Mit Hilfe eines Programmedi-
tors kann der Anwender ein Programm für
einen Sollwert und vier Steuerkontakte mit bis
zu 24 Programmabschnitten erstellen. Dieses
Programm wird vom Programmgeber abgear-
beitet. Details wie Programmstart, Programm-
wiederholung und die Art der
Sollwertänderung (Sprung oder Rampe) wer-
den durch die Konfiguration des Programmge-
bers vorgegeben.
Grenzwertüberwachungen
Das Gerät ist mit vier Grenzwertüberwachun-
gen mit jeweils acht konfigurierbaren Alarm-
funktionen ausgestattet. Als zu
überwachender Wert wird ein beliebiges Ana-
logsignal aus einem Selektor ausgewählt. Als
Grenzwert dient ein absoluter Wert oder ein










