Universal Measuring Device UMG96S Betriebsanleitung Kurzanleitung siehe Rückseite Mittelwert Programmier-Modus Summenmessung Außenleiter-Außenleiter L1-N / L1-L2 L2-N / L2-L3 L3-N / L3-L1 Passwort Spannungswandler Stromwandler Ausgang 1 Ausgang 2 Dok Nr. 1.028.003.2 Maxwert, Minwert, Lieferung HT/Bezug NT/Lieferung Taste 1 Taste 2 Janitza electronics GmbH Vor dem Polstück 1 D-35633 Lahnau Support Tel. (0 64 41) 9642-22 Fax (0 64 41) 9642-30 e-mail: info@janitza.de Internet: http://www.janitza.
Inhaltsverzeichnis Bedeutung der Symbole 4 Anwendungshinweise Eingangskontrolle 5 5 Lieferumfang Wartungshinweise Instandsetzung und Kalibration Frontfolie Batterie Entsorgung Service Produktbeschreibung Bestimmungsgemäßer Gebrauch Funktionsprinzip Spannungsvarianten Gerätevarianten Installationshinweise Einbauort Mess- und Betriebsspannung Strommessung Summenstrommessung Serielle Schnittstellen Ein- und Ausgänge Anschlussvarianten Inbetriebnahme Gerät einbauen Mess- und Betriebsspannung anlegen Mes
Technische Daten Umgebungsbedingungen Konformitätserklärung Sicherheitsbestimmungen EMV Anforderungen Prüfspannungen (Typprüfung) Ein- und Ausgänge Messung Serielle Schnittstellen Anschließbare Leiter Maßbilder Anschlussbeispiele Kurzanleitung Stromwandler ändern Messwerte abrufen 91 91 91 91 91 92 92 93 93 93 94 95 96 96 96 Seite 3
Bedeutung der Symbole Die in der Betriebsanleitung verwendeten Symbole haben folgende Bedeutung: Ꮨ Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung. Dieses Symbol soll Sie vor möglichen Gefahren warnen, die bei der Montage, der Inbetriebnahme und beim Gebrauch auftreten können. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Handbuches darf ohne schriftliche Genehmigung des Urhebers reproduziert oder vervielfältigt werden. Zuwiderhandlungen sind strafbar und werden mit allen juristischen Mitteln verfolgt.
Anwendungshinweise Eingangskontrolle Dieses Gerät ist ausschließlich durch qualifiziertes Personal gemäß den Sicherheitsbestimmungen und Vorschriften einzusetzen und zu verwenden. Bei Gebrauch des Gerätes sind zusätzlich die für den jeweiligen Anwendungsfall erforderlichen Rechts- und Sicherheitsvorschriften zu beachten.
Wartungshinweise Service Das Gerät wird vor der Auslieferung verschiedenen Sicherheitsprüfungen unterzogen und mit einem Siegel gekennzeichnet. Wird ein Gerät geöffnet, so müssen die Sicherheitsprüfungen wiederholt werden. Für Geräte, die nicht im Herstellerwerk geöffnet wurden, kann keine Gewährleistung übernommen werden. Sollten Fragen auftreten, die nicht in diesem Handbuch beschrieben sind, wenden Sie sich bitte direkt an uns.
Produktbeschreibung Bestimmungsgemäßer Gebrauch Das UMG96S ist für den ortsfesten und wettergeschützen Einsatz in Schalttafeln und für die Messung von Spannung, Strom, Leistung usw. in Niederspannungsschaltanlagen vorgesehen. Die Messung ist für 3-Phasensysteme mit Mittelpunktsleiter (TN und TT-Netze) ausgelegt. Das UMG96S bezieht seine Betriebsspannung aus der Messspannung und ist in den Betriebsspannungsvarianten 150V und 300V lieferbar.
Funktionsprinzip L1 L2 L3 N 4M 4M 4M 4M PE Spannungsmessung Betriebsspannungserzeugung UMG96S Abb. Betriebsspannungsgewinnung aus der Messspannung, 300V Standardversion. L1 L2 L3 N 4M 4M 4M PE 4M Das dreiphasige elektronische Messsystem erfasst und digitalisiert die Effektivwerte von Wechselspannungen und Wechselströme in 50Hz/60Hz Netzen. Die Betriebsspannung für den Betrieb des UMG96S wird aus den Messspannungen L1-N, L2-N und L3-N bezogen.
Spannungsvarianten Das UMG96S bezieht seine Betriebsspannung aus der Messspannung und ist in den Betriebsspannungsvarianten 150V und 300V lieferbar. Die gelieferte Variante ist auf dem Typenschild des UMG96S ablesbar. Vor dem Anschluss des UMG96S muss sichergestellt werden, dass die örtlichen Netzverhältnisse mit den Angaben auf dem Typenschild übereinstimmen.
RS485 3 2 1 4 Mess- und Betriebsspannung I/O 9 10 7 8 Strommessung 5 6 Das UMG96S ist in verschiedenen Ausführungsvarianten lieferbar. Dabei kann den Klemmen 11, 12 und 13 am UMG96S eine vom Kunden festzulegende Funktion zugewiesen werden.
I/O 3 2 1 4 15 14 13 12 11 RS232 RS485 Ausführungsvariante 2 Die Ausführungsvariante 2 enthält folgende Funktionsgruppen: RS232 (MODBUS RTU) (Option) RS485 (MODBUS RTU) Input/Output Impulsausgang 1 (Wp=Wirkarbeit) Impulsausgang 2 (Wq=Blindarbeit) Digitalausgang 1 Digitalausgang 2 Mess- und Betriebsspannung 9 10 7 8 5 6 Strommessung UMG96S Vergleichergruppe 1 Grundplatine Input/Output 1 (002) 11 Impulsausgang Wp (002 = 0) Digitalausgang (002 = 1) Analogausgang (002 = 2) 12 Digitaleingang (0
3 2 1 4 15 14 13 12 11 RS232 Mess- und Betriebsspannung Speicher Zusatzplatine 1 Ausführungsvariante 3 Die Ausführungsvariante 3 enthält folgende Funktionsgruppen: RS232 (MODBUS RTU) (Option) RS485 (MODBUS RTU) Input/Output Impulsausgang 1 (Wp=Wirkarbeit) Impulsausgang 2 (Wq=Blindarbeit) Digitalausgang 1 Digitalausgang 2 Uhr mit Batterie (Option) Datenspeicher (Option) 9 10 7 8 5 6 Strommessung UMG96S Zusatzplatine 1 Vergleichergruppe 1 Grundplatine Input/Output 1 (002) 11 Impulsausgang Wp (0
3 2 1 4 15 14 13 12 11 RS232 Mess- und Betriebsspannung Analogausgänge Zusatzplatine 1 Ausführungsvariante 4 Die Ausführungsvariante 3 enthält folgende Funktionsgruppen: RS232 (MODBUS RTU) (Option) RS485 (MODBUS RTU) Input/Output Impulsausgang 1 (Wp=Wirkarbeit) Impulsausgang 2 (Wq=Blindarbeit) Digitalausgang 1 Digitalausgang 2 Analogausgang 1(Option) Analogausgang 2 (Option) 9 10 7 8 5 6 Strommessung UMG96S Zusatzplatine 1 Analogausgang 1 (Option) Vergleichergruppe 1 Grundplatine Input/Output
3 2 1 4 15 14 13 12 11 RS232 Mess- und Betriebsspannung Analogausgänge Uhr mit Batterie Datenspeicher Zusatzplatine 1 9 10 7 8 Strommessung 5 6 Ausführungsvariante 5 Die Ausführungsvariante 5 enthält folgende Funktionsgruppen: RS232 (MODBUS RTU) (Option) RS485 (MODBUS RTU) Input/Output Impulsausgang 1 (Wp=Wirkarbeit) Impulsausgang 2 (Wq=Blindarbeit) Digitalausgang 1 Digitalausgang 2 Analogausgang 1 (Option) Analogausgang 2 (Option) Uhr mit Batterie (Option) Datenspeicher (Option) UMG96S Zusatzplat
3 2 1 4 15 14 13 12 11 RS232 Mess- und Betriebsspannung Schalteingänge Zusatzplatine 2 Ausführungsvariante 6 Die Ausführungsvariante 6 enthält folgende Funktionsgruppen: RS232 (MODBUS RTU) (Option) RS485 (MODBUS RTU) Input/Output Impulsausgang 1 (Wp=Wirkarbeit) Impulsausgang 2 (Wq=Blindarbeit) Digitalausgang 1 Digitalausgang 2 Digitaleingang 1 (Option) Digitaleingang 2 (Option) 9 10 7 8 5 6 Strommessung UMG96S Zusatzplatine 2 Digitaleingang 1 (Option) Vergleichergruppe 1 Grundplatine Input/Ou
3 2 1 4 15 14 13 12 11 RS232 Mess- und Betriebsspannung Profibus DP Digitaleingang Zusatzplatine 2 9 10 7 8 Strommessung Profibus DP 5 6 Ausführungsvariante 7 Die Ausführungsvariante 7 enthält folgende Funktionsgruppen: RS232 (MODBUS RTU) (Option) RS485 (MODBUS RTU) Profibus DP Input/Output Impulsausgang 1 (Wp=Wirkarbeit) Impulsausgang 2 (Wq=Blindarbeit) Digitalausgang 1 Digitalausgang 2 Digitaleingang 1 (Option) Digitaleingang 2 (Option) UMG96S Zusatzplatine 2 Digitaleingang 1 (Option) Verglei
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Installationshinweise Einbauort Das UMG96S ist für den festen Einbau in Nieder- und Mittelspannungsschaltanlagen vorgesehen. Die Einbaulage ist beliebig. Mess- und Betriebsspannung Das UMG96S bezieht seine Betriebsspannung aus der Messspannung. Die Messung ist für 3Phasensysteme mit Mittelpunktsleiter (TN und TT-Netze) ausgelegt.
Strommessung Summenstrommessung Die Strommessung erfolgt wahlweise über ../5A oder ../1A Stromwandler. Muss zusätzlich zum UMG96S der Strom mit einem Amperemeter gemessen werden, so muss dieses in Reihe zum UMG96S geschaltet werden. In Netzen mit Spannungen bis 150VAC gegen Erde können Ströme bis 5A auch direkt an das UMG96S angeschlossen und gemessen werden. Erfolgt die Strommessung über zwei Stromwandler, so muss das Gesamtübersetzungsverhältnis der Stromwandler im UMG96S programmiert werden.
Serielle Schnittstellen Ein- und Ausgänge Das UMG96S hat in den verschieden Ausführungsvarianten bis zu drei serielle Schnittstellen. Die seriellen Schnittstellen sind untereinander nicht galvanisch getrennt. Die RS232 und die RS485 können nicht gleichzeitig betrieben werden! Sind beide Schnittstellen angeschlossen, so erkennt das UMG96S an den Signalpegeln ob ein Gerät an der RS232 angeschlossen ist. Die Datenübertragung erfolgt dann nur über die RS232 Schnittstelle.
230V AC 230V AC Externe Hilfsspannung 24V DC 0V 5k + 11 12 S1 13 S2 +24V= Digitaleingang 1 5k 24V DC + - Digitaleingang 2 11 Analogausgang 12 UMG96S Digitaleingänge - + max. 360 Ohm Externe Hilfsspannung + Digitalausgang Abb.: Anschlussbeispiel für die Digitaleingänge. 13 1,5k UMG96S Anschlussbeispiel: UMG96S mit einem Analogausgang und einem Digitalausgang.
Anschlussvarianten UMG96S UMG96S Strommessung 0,005 .. 5A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 k l l ../5(1)A k l ../5(1)A k ../5(1)A Abb.: Anschlussbeispiel 1 Vierleitermessung mit drei Stromwandlern. L1 L2 L3 N l Strommessung 0,005 .. 5A 5 6 7 8 9 10 1k 1l 2k 2l 3k 3l u u u x x x X X X l Verbraucher Consumer k l ../5(1)A k l ../5(1)A k ../5(1)A Abb.: Anschlussbeispiel 3 Messung mit drei Spannungswandlern und drei Stromwandlern. Seite 22 k ..
UMG96S UMG96S Spannungsmessung siehe Typenschild Strommessung 0,005 .. 5A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 L1 L2 L3 N Spannungsmessung siehe Typenschild Strommessung 0,005 .. 5A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 L1 L2 L3 N 1k 1l 2k 2l 3k 3l 1k 1l 2k 2l 3k 3l u u u l ../5(1)A UMG96S k l ../5(1)A k l ../5(1)A UMG96S Spannungsmessung siehe Typenschild 1 2 3 4 U U U Abb.: Anschlussbeispiel 6 Mittelspannungsseitige Messung mit drei Spannungswandlern und zwei Stromwandlern. Abb.
Inbetriebnahme Die Inbetriebnahme des UMG96S sollte wie folgt durchgeführt werden: Gerät einbauen Das UMG96S ist für den Einbau in Niederspannungsverteilungen in denen höchstens Überspannungen der Überspannungskategorie III auftreten, vorgesehen. Die Einbaulage ist beliebig. Für den Einbau in Frontplatten oder Schaltschranktüren sind die beiliegenden Befestigungswinkel zu verwenden. Befestigungswinkel RJ11 2,5 1234 1234Schalttafel 1234 max.
Messstrom anlegen Das UMG96S ist für den Anschluss von ../1A und ../5A Stromwandlern ausgelegt. Über die Strommesseingänge können nur Wechselströme und keine Gleichströme gemessen werden. Stromwandlerklemmen müssen sekundärseitig geerdet sein. Stromwandler, die sekundärseitig nicht belastet sind, können berührungsgefährliche Spannungen führen und müssen daher kurzgeschlossen werden. Die Strommesseingänge einzeln anschließen und den vom UMG96S angezeigten Strom mit dem angelegten Strom vergleichen.
Vorgehen im Fehlerfall Fehlermöglichkeit Ursache Abhilfe Anzeige dunkel. Vorsicherung hat ausgelöst. Gerät defekt. Sicherung einsetzen. Gerät zur Reparatur an den Hersteller einschicken. Die Messwertanzeige ist aus Messwertanzeige lässt sich nicht abru- der Messwert-Auswahl gelöscht worden. fen. Die gewünschte Messwertanzeige zur Messwert-Auswahl hinzufügen. Keine Stromanzeige. Dazugehörige Messspannung nicht angeschlossen. Dazugehörige Messspannung anschließen. Strom zu klein.
Fehlermöglichkeit Ursache Abhilfe Phasenverschiebung Strompfad ist dem falschen ind/kap. Spannungspfad zugeordnet. Anschluss überprüfen und ggf. korrigieren. Programmierdaten gehen verloren. Externe Schutzmaßnahmen wie Schirmung, Filterung, Erdung und räumliche Trennung verbessern. Das Gerät wurde elektromagnetischen Störungen ausgesetzt, die größer sind als die in den technischen Daten angegebenen. Wirkleistung zu klein Stromwandler-Übersetzungs/ zu groß. verhältnis ist falsch programmiert.
Fehlermeldungen Das UMG96S zeigt im Display drei verschiedene Fehlermeldungen: - Warnungen, - schwerwiegende Fehler und - Messbereichsüberschreitungen. Bei Warnungen und schwerwiegenden Fehlern wird die Fehlermeldung durch das Symbol "EEE" für eine Fehlermeldung und einer Fehlernummer dargestellt. Beispiel: Fehlernummer 911 Das UMG96S zeigt die Fehlernummer 911 an.
Warnungen Messbereichsüberschreitung Warnungen sind weniger schwerwiegende Fehler und können mit der Taste 1 oder Taste 2 quittiert werden. Die Erfassung und Anzeige von Messwerten läuft weiter. Dieser Fehler wird nach jeder Spannungswiederkehr neu angezeigt. Das Gerät sollte zur Überprüfung an den Hersteller geschickt werden. Messbereichsüberschreitungen werden so lange sie vorliegen angezeigt und können nicht quittiert werden.
Bedienung und Anzeige Die Bedienung des UMG96S erfolgt über die Tasten 1 und 2. Messwerte und Programmierdaten werden auf einer Flüssigkristall-Anzeige dargestellt. Es wird zwischen dem Anzeige-Modus und dem Programmier-Modus unterschieden. Durch die Eingabe eines Passwortes hat man die Möglichkeit, ein versehentliches Ändern der Programmierdaten zu verhindern. Anzeige-Modus Im Anzeige-Modus kann man mit den Tasten 1 und 2 zwischen den programmierten Messwertanzeigen blättern.
Tastenfunktionen Anzeige-Modus Passwort Programmier-Modus Modus wechseln gleichzeitig 1 2 gleichzeitig Programmier Menü Messwerte kurz Blättern 2 lang 2 2 Programmier Menü Messwerte Messwerte lang Messwerte 1 kurz lang 1 Programmier Menü kurz Programmieren Programmier Menü blinkt 1 Auswahl bestätigen 2 kurz lang Ziffer +1 Ziffer -1 2 kurz Wert *10 (Komma nach rechts) 2 lang Wert /10 (Komma nach links) Seite 31
Parameter und Messwerte Alle für den Betrieb des UMG96S notwendigen Parameter, wie z.B. die Stromwandlerdaten, und alle Messwerte sind in einer Liste hinterlegt. Jeder Parameter und jeder Messwert hat eine 3stellige Adresse. Auf den Inhalt der meisten Adressen kann über die seriellen Schnittstellen und über die Tasten am UMG96S zugegriffen werden. Paramteranzeige am UMG96S In diesem Beispiel wird im Display des UMG96S als Inhalt der Adresse "000" der Wert "001" angezeigt.
Parameter programmieren Beide Tasten für etwa 1 Sekunde gleichzeitig betätigen. Wurde ein Benutzer-Passwort programmiert, so erscheint die Passwortabfrage mit "000". Die erste Ziffer des Benutzer-Passwortes blinkt und kann mit der Taste 2 geändert werden. Betätigt man die Taste 2 wird die nächste Ziffer ausgewählt und blinkt. Wurde die richtige Zahlenkombination eingegeben oder war kein Benutzer-Passwort programmiert, gelangt man in den Programmier-Modus.
Mittelwerte Für die Strom- und Leistungsmesswerte werden Mittelwerte über einen einstellbaren Zeitraum gebildet. Die Mittelwerte sind mit einem Querstrich über dem Messwert gekennzeichnet. Mittelungszeit Strom (Adr.057) Die Mittelungszeiten für die Leistungsmittelwerte und die Strommittelwerte werden getrennt programmiert. Aus einer Liste von 7 voreingestellten Mittelungszeiten .. Nummer 0 1 2 3 4 5 6 Mittelungszeit/Sekunden 5 (werkseitige Voreinstellung) 10 30 60 300 480 900 Mittelungszeit Leistung (Adr.
Netzfrequenz (Adr.063) Im UMG96S wird die Netzfrequenz aus der Messspannung der Phase L1 ermittelt. Aus der Netzfrequenz wird dann die Abtastfrequenz für die Strom- und Spannungseingänge berechnet. Bei Messungen mit stark verzerrten Spannungen kann die Frequenz der Spannungsgrundschwingung nicht mehr genau genug ermittelt werden. Spannungsverzerrungen treten z.B. bei Messungen an Verbrauchern auf, die mit einer Phasenanschnittsteuerung betrieben werden.
Stromwandler (Adr.600) An das UMG96S können wahlweise Stromwandler mit einem Sekundärstrom von 1A oder 5A angeschlossen werden. Werkseitig ist ein Stromwandler von 5A/5A programmiert. Im Programmier-Modus wird die Stromwandlereinstellung durch das Symbol „CT“ dargestellt. Beispiel: Summenstromwandler Eine Strommessung erfolgt über je einen Stromwandler mit einem Übersetzungsverhältnis von 1000/5A und einen Stromwandler mit einem Übersetzungsverhältnis von 200/5A.
Spannungswandler (Adr.602) Als Sekundär- und Primärspannung wird in der Anzeige des UMG96S die Spannung Außenleiter gegen Außenleiter (L-L) angegeben. Aus den programmierbaren Primär- und Sekundärspannungen wird das Übersetzungsverhältnis berechnet. Werkseitig ist ein Übersetzungsverhältnis von eins eingestellt. 300V Standardversion: 400V/400V (148..520V) 150V Sonderversion: 100V/100V (85..
Oberschwingungen (Adr.221) Oberschwingungen sind das ganzzahlige Vielfache einer Grundschwingung. Das UMG96S misst die Grundschwingung der Spannung im Bereich 45 bis 65Hz. Auf diese Grundschwingung beziehen sich dann die berechneten Oberschwingungen der Spannungen und der Ströme. Bei stark verzerrten Spannungen kann die Grundschwingung nicht genau genug ermittelt werden. Um trotzdem Oberschwingungen berechnen zu können kann eine feste Grundschwingungsfrequenz von 50Hz oder 60Hz gewählt werden.
Messwert-Weiterschaltung Einmal pro Sekunde werden alle Messwerte berechnet und sind in den Messwertanzeigen abrufbar. Für den Abruf der Messwertanzeigen stehen zwei Methoden zur Verfügung: - Die automatisch wechselnde Darstellung von ausgewählten Messwertanzeigen, hier als Messwert-Weiterschaltung bezeichnet. - Die Auswahl einer Messwertanzeige über die Tasten 1 und 2 aus einem vorgewählten Anzeigen-Profil. Beide Methoden stehen gleichzeitig zur Verfügung.
In der Übersicht für die Messwertanzeigen entspricht "A01" den Messwerten der Spannungen L-N. Anzeigen-Wechsel-Profil Nr.1 (Siehe auch Seite 86 bis 89) A 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 Seite 40 x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x B C D x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x E F Anzeigen-Wechsel-Profil Nr.
Anzeigen-Wechsel-Profil Nr.3 (Adr.605) Das kundenspezifische Anzeigen-Wechsel-Profile Nr.3 kann nur über die PC-Software PSWbasic und nicht am UMG96S direkt konfiguriert werden. Dafür ist eine Verbindung zwischen UMG96S und PC über eine serielle Schnittstelle (RS232 oder RS485) erforderlich. Anzeigen-Wechsel-Profil Nr.
Messwertanzeigen Nach einer Netzwiederkehr zeigt das UMG96S die erste Messwerttafel aus dem aktuellen Anzeigen-Profil an. Um die Auswahl der anzuzeigenden Messwerte übersichtlich zu halten, ist werkseitig nur eine Teil der zur Verfügung stehenden Messwerte für den Abruf in der Messwertanzeige vorprogrammiert. Werden andere Messwerte in der Anzeige des UMG96S gewünscht, so kann ein anderes Anzeigen-Profil gewählt werden. Anzeigen-Profil (Adr.060) Einstellbereich: 0 ..
Messwertanzeigen-Profil (Adr.604) Das kundenspezifische Messwertanzeigen-Profile Nr.3 kann nur über die PC-Software PSWbasic und nicht am UMG96S direkt konfiguriert werden. Dafür ist eine Verbindung zwischen UMG96S und PC über eine serielle Schnittstelle (RS232 oder RS485) erforderlich. Format des Messwertanzeigen-Profiles: STRING Byte 1 = Zeile 1, Bit1 = 1.Messwertetafel, Bit2 = 2.Messwerttafel, .... Bit8 = 8.Messwerttafel. Byte 2 = Zeile 2, Bit1 = 1.Messwertetafel, Bit2 = 2.Messwerttafel, .... Bit8 = 8.
Benutzer-Passwort (Adr.011) Um ein versehentliches Ändern der Programmierdaten zu erschweren, kann ein BenutzerPasswort programmiert werden. Erst nach Eingabe des korrekten Benutzer-Passwortes, ist ein Wechsel in die nachfolgenden Programmier-Menüs möglich. Werkseitig ist kein Benutzer-Passwort vorgegeben. In diesem Fall wird das Passwort-Menü übersprungen und man gelangt sofort in das Stromwandler-Menü. Wurde ein Benutzer-Passwort programmiert, so erscheint das Passwort-Menü mit der Anzeige „000“.
Drehfeldrichtung (Adr.277) Die Drehfeldrichtung der Spannungen und die Frequenz der Phase L1 werden in einer Anzeige dargestellt. Die Drehfeldrichtung gibt die Phasenfolge in Drehstromnetzen an. Üblicherweise liegt ein "rechtes Drehfeld" vor. Im UMG96S wird die Phasenfolge an den Spannungsmesseingängen geprüft und angezeigt. Eine Bewegung der Zeichenkette im Uhrzeigersinn bedeutet ein "rechtes Drehfeld" und eine Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn bedeutet ein "linkes Drehfeld".
Zeiterfassung Das UMG96S erfasst die Betriebsstunden des UMG96S und die Gesamtlaufzeit jedes Vergleichers. Die Zeit wird mit einer Auflösung von 0,1h gemessen und in Stunden angezeigt. Für die Abfrage über die Messwertanzeigen sind die Zeiten mit den Ziffern 0 bis 6 gekennzeichnet: 0 = Betriebsstundenzähler (Adr.394) 1 = Gesamtlaufzeit, Vergleicher 1A (Adr.396) 2 = Gesamtlaufzeit, Vergleicher 2A (Adr.398) 3 = Gesamtlaufzeit, Vergleicher 1A (Adr.400) 4 = Gesamtlaufzeit, Vergleicher 2A (Adr.
Software Release (Adr.913) Die Software für das UMG96S wird kontinuierlich verbessert und erweitert. Der Softwarestand im Gerät wird mit einer 3-stelligen Nummer, der Software Release, gekennzeichnet. Die Software Release kann vom Benutzer nicht geändert werden. Hardware-Ausbau (Adr.914) Die im UMG96S verfügbaren Optionen können über die Adresse 914 abgefragt werden. Für jede vorhandene Option ist ein Bit gesetzt. Daraus ergibt sich ein binärer Wert der dezimal vom UMG96S angezeigt wird.
Serielle Schnittstellen RS232/Modbus RTU RJ11 Buchse RS485/ Modbus RTU 15 14 Das UMG96S hat in den verschieden Ausführungsvarianten bis zu drei serielle Schnittstellen. Profibus DP RS232 RS485 Die seriellen Schnittstellen sind untereinander nicht galvanisch getrennt. Die RS232 und RS485 Schnittstelle können nicht gleichzeitig verwendet werden. Die Profibus-Schnittstelle kann gleichzeitig mit der RS232- oder der RS485-Schnittstelle betrieben werden. Autom.
MODBUS RTU Über das MODBUS RTU Protokoll kann auf die Daten aus der Parameter- und der Messwertliste zugegriffen werden. Übertragungsparameter RTU- Modus mit CRC-Check. Realisierte Funktionen Read Holding Register, Function 03 Preset Multiple Registers, Function 16 Die Reihenfolge der Bytes ist High- vor Lowbyte. Achtung! Es können nur maximal 120Byte in einem Block ausgelesen werden! Beispiel: Auslesen der Spannung L1-N Die Spannung L1-N ist in der Messwertliste unter der Adresse 200 abgelegt.
RS232-Schnittstelle (Option) Die erzielbare Entfernung zwischen zwei RS232-Geräten ist vom verwendeten Kabel und der Baudrate abhängig. Als Richtmaß sollte bei einer Übertragungsrate von 9600 Baud eine Distanz von 15m bis 30m nicht überschritten werden. Die zulässige ohmsche Last muss größer als 3kOhm und die durch die Übertragungsleitung verursachte kapazitive Last muss kleiner als 2500pF sein.
Anschlussbeispiele PSWbasic professional Schnittstellenwandler RS485/RS232 UMG96S UMG96S RS232 RS485 RS232 RS485 Abb. Ein UMG96S über einen Schnittstellenwandler mit einem PC Verbinden. PSWbasic professional UMG96S PC-Kabel (2m) Artikel Nummer 08.01.501 RS232/DSUB-9 RS232/RJ11 Abb. Das UMG96S mit einem PC über ein PC-Kabel verbinden. PSWbasic professional Modem-Kabel (2m) Artikel Nummer 08.01.503 UMG96S Modem Modem RxD TxD RxD TxD RS232/RJ11 Abb. UMG96S über Modem mit einem PC Verbinden.
RS485-Schnittstelle Über den RS485-Feldbus in 2-Draht-Technik (verdrillt) können bis zu 32 Busteilnehmer miteinander verbunden werden. Durch den Einsatz von Repeatern kann die Anzahl der Busteilnehmer vergrößert werden. Abschlusswiderstände Um bei hohen Übertragungsraten und großen Leitungslängen keine Reflexionen und damit gestörte Datenübertragungen zu bekommen, müssen am Anfang und am Ende der Busleitung Abschlusswiderstände angeschlossen werden.
Leitungslänge Die erlaubte Leitungslänge hängt von der Leitungsart, der Übertragungsrate und von der Länge der Leitung ab. Die Länge der Leitung wird bestimmt vom Bustreiber des ersten Gerätes bis zum Bustreiber des letzten Gerätes der Busleitung. Bei Leitungslängen bis etwa 200m reicht ein handelsübliches Telefonkabel. In gestörter Umgebung oder längeren Datenleitungen kann ein spezielles Datenkabel erforderlich sein (z.B. Li2YCY(TP)2x2x0,22).
Profibus DP (Option) Das UMG96S hat eine 9-polige SubD Buchse in der Rückwand. Auf die Buchse ist eine RS485 Schnittstelle verdrahtet die mit dem Profibus DP Protokoll betrieben wird. An die RS485 Schnittstelle können in Busstruktur bis zu 32 Teilnehmer angeschlossen werden. Um mehr Teilnehmer anzuschließen, muss ein Repeater dazwischen geschaltet werden. Die Baudrate wird zwischen den Bus-Teilnehmer automatisch ermittelt und muss nicht am UMG96S eingestellt werden.
Leitungslänge Die maximal zulässige Leitungslänge hängt von der Leitungsart und der höhe der Übertragungsrate ab. Die Länge der Leitung wird zwischen dem Bustreiber des ersten Gerätes und dem Bustreiber des letzten Gerätes gemessen. Wir empfehlen nur abgeschirmte Leitungen, die der Norm EN50170-2 Leitungstyp A entsprechen, einzusetzen. Dieser Leitungstyp wird von allen führenden Leitungsherstellern angeboten. Zulässige Leitungslängen bei Verwendung von Leitungstyp A.
Profibus Profile Im UMG96S stehen sehr viele Messwerte zur Weiterverarbeitung bereit. Um die über den Profibus zu übertragenden Daten gering zu halten wird nur eine Auswahl der möglichen Messwerte aus dem UMG96S übertragen. Ausgewählte Messwerte sind in 14 verschiedenen Profilen zusammengefasst. Die Programmierung von kundenspezifische Profilen ist nicht möglich. Die Profile haben die Bezeichnungen Profil-Nummer 1 bis 14.
Listen "Profibus-Profile", Ganzzahlenformat Profibus-Profil Nr.1 Messwert Bytes Q1 2 Q2 2 Q3 2 S1 2 S2 2 S3 2 Frequenz 2 Uln L1 2 Uln L2 2 Uln L2 2 UL1-L2 2 UL2-L3 2 UL1-L3 2 IL1 2 IL2 2 IL3 2 P1 2 P2 2 P3 2 Cos-phi L1 2 Cos-phi L2 2 Cos-phi L3 2 thd_u_L1 2 thd_u_L2 2 thd_u_L3 2 tdh_i_L1 2 thd_i_L2 2 thd_i_L3 2 Summe 56Bytes Profibus-Profil Nr.
Profibus-Profil 8 Messwert Bytes thd_i_L1 2 thd_i_L2 2 thd_i_L3 2 dft_i_1_L1 2 dft_i_1_L2 2 dft_i_1_L3 2 dft_i_3_L1 2 dft_i_3_L2 2 dft_i_3_L3 2 dft_i_5_L1 2 dft_i_5_L2 2 dft_i_5_L3 2 dft_i_7_L1 2 dft_i_7_L2 2 dft_i_7_L3 2 dft_i_9_L1 2 dft_i_9_L2 2 dft_i_9_L3 2 dft_i_11_L1 2 dft_i_11_L2 2 dft_i_11_L3 2 dft_i_13_L1 2 dft_i_13_L2 2 dft_i_13_L3 2 dft_i_15_L1 2 dft_i_15_L2 2 dft_i_15_L3 2 Summe 54Bytes Seite 58 Profibus-Profil 9 Messwert Bytes thd_u_L1 2 thd_u_L2 2 thd_u_L3 2 dft_u_1_L1 2 dft_u_1_L2 2 dft_u_1_
Profibus-Profil 12 Messwert Bytes P_summe_max 2 P_summe_max_mit 2 I_summe_max 2 I_summe_max_mit 2 phi_summe_max 2 S_summe_max 2 Q_summe_max 2 Uln L1_max 2 Uln L2_max 2 Uln L2_max 2 Uln L1_min 2 Uln L2_min 2 Uln L2_min 2 UL1-L2_max 2 UL2-L3_max 2 UL1-L3_max 2 UL1-L2_min 2 UL2-L3_min 2 UL1-L3_min 2 IL1_max 2 IL2_max 2 IL3_max 2 P1_max 2 P2_max 2 P3_max 2 Q1_max 2 Q2_max 2 Q3_max 2 S1_max 2 S2_max 2 S3_max 2 Summe 62Bytes Profibus-Profil 13 Messwert Bytes thd_i_L1_max 2 thd_i_L2_max 2 thd_i_L3_max 2 dft_i_1_L
RS485 I/O Die gewünschte Funktion (0..6) wird in die Adresse 002 entsprechend Klemme 12 oder die Adresse 003 entsprechend Klemme 13 geschrieben.
Zustandsanzeige Der Zustand der Schalteingänge und der Schaltausgänge wird in der Anzeige des UMG96S durch Kreissymbole dargestellt. L1 L2 L3 K1 K2 Zustand an Klemme 12 Zustand an Klemme 13 Zustände am Digitaleingang: Es liegt eine Spannung von höchstens 2V an. Es liegt eine Spannung von größer 20V an. Für Spannungen im Bereich 2V bis 20V ist der Zustand des Digitaleinganges nicht definiert. Zustände eines Digitalausganges: Es kann ein Strom von <1mA fließen. Es kann ein Strom von bis zu 5mA fließen.
Impulsausgang Jeder Digitalausgang kann als Impulsausgang verwendet werden. Impulsausgang 1 kann nur die Wirkarbeit Wp und Impulsausgang 2 kann nur die Blindarbeit Wq ausgeben. Für beide Impulsausgänge kann die Impulswertigkeit separat über die Parameteradressen 004 und 006 eingestellt werden. Die Mindestimpulslänge ist für beide Impulsausgänge gültig und kann über die Parameteradresse 010 eingestellt werden.
Mindestimpulslänge (Adr.010) Die Mindestimpulslänge lässt sich in 10ms Schritten in einem Bereich von 50ms bis 1000ms einstellen. Die kürzeste Impulspause entspricht der programmierten Mindestimpulslänge. Bei einer Mindestimpulslänge von 50ms beträgt die maximale Impulsfrequenz 10Hz. Müssen weniger Impulse ausgegeben werden, so verlängert sich die Impulspause. Die vorprogrammierte Mindestimpulslänge von zB. 50ms bleibt konstant. Mindestimpulslänge Impuls 50ms Impulspause 50ms 100ms => 10Hz Abb.
Beispiel: Impulsausgang programmieren Das UMG96S soll in einer Unterverteilung die Wirkarbeit messen und über den Impulsausgang an einen Datensammler weitergeben. Die Unterverteilung versorgt Verbraucher die zusammen maximal 400kW Wirkleistung benötigen. Der Datensammler kann Impulsfrequenzen bis 50Hz erfassen. Am UMG96S muss der Impulsausgang, die Mindestimpulslänge und die Impulswertigkeit programmiert werden. 1.) Impulsausgang wählen Der Klemme 12 die Funktion Impulsausgang zuordnen. Input/Output 1 Adr.
3.) Impulswertigkeit bestimmen Die Arbeit, die in einer Stunde maximal bezogen werden kann ist: Arbeit = Wirkleistung * Zeit Arbeit = 400kW *1h Arbeit = 400kWh Stellt man eine Impulswertigkeit von 400kWh pro Impuls ein, so liefert das UMG96S bei Vollast einen Impuls. Das entspricht einer Impulsfrequenz von = 1 Impuls/h = 1 Impuls/3600Sek. = 1/3600 Hz = 0,00028 Hz Mit dieser Impulswertigkeit kommen nur sehr wenig Impulse. Eine Beobachtung der Arbeit im Minutenbereich ist nicht möglich.
Digitalausgang Den Klemmen 12 und 13 des UMG96S können zwei Digitalausgänge zugewiesen werden. Für den Digitalausgang 1 muss auf die Paramteradresse 002 eine 001 und für den Digitalausgang 2 muss auf die Parameteradresse 003 eine 001 geschrieben werden. Das Ergebnis einer Grenzwertüberwachung (388,392) wird dann auf dem dazugehörigen Digitalausgang ausgegeben.
Beispiel: Stromüberwachung im N Wird der Strom im N für 60 Sekunden größer als 100A, so soll der Digitalausgang 1 für mindestens 2 Minuten schalten. Externe Betriebsspannung Folgende Programmierungen müssen vorgenommen werden: +24V= 11 1. Vergleicher Wir wählen für die Grenzwertüberwachung die Vergleichergruppe 1, da nur diese auf den Digitalausgang 1 wirkt.
Grenzwertüberwachung Zur Überwachung von Grenzwerten stehen zwei Vergleichergruppen mit je 3 Vergleichern zur Verfügung. Die Ergebnisse der Vergleicher A, B und C können UND oder ODER verknüpft und das Ergebnis wahlweise invertiert werden. Das Gesamtverknüpfungsergebnis der Vergleichergruppe 1 kann dem Digitalausgang 1 und das Gesamtverknüpfungsergebnis der Vergleichergruppe 2 kann dem Digitalausgang 2 zugewiesen werden.
Messwert (Adr.015) Im Messwert steht die Adresse des zu überwachenden Messwertes. Folgende Werte können dem Messwert zugewiesen werden: 000 = der Vergleicher ist inaktiv. 001 = das Vergleicherergebnis kann von extern (Modbus RTU) beschrieben werden. 200 .. 400 = Messwerte aus der Messwertliste. Operator (Adr.017) Für den Vergleich von Messwert und Grenzwert stehen zwei Operatoren zur Verfügung. Operator = 0 entspricht größer gleich (>=) Operator = 1 entspricht kleiner (<) Grenzwert (Adr.
Analogausgang (Option) Das UMG96S mit der Zusatzplatine 1 besitzt 2 analoge Ausgänge. Jeder analoge Ausgang kann einen Strom von 4-20mA ausgeben. Für den Betrieb ist ein externes 24VDC Netzteil erforderlich. Für einen Analogausgang müssen vier Parameter programmiert werden. Input/Output (Adr.002,003) Den Analogausgang auf die Klemmen des UMG96S schalten. Messwert (Adr.047, 052) Der Messwert der auf dem Analogausgang ausgegeben werden soll. Skalenstartwert (Adr.
230V AC Externe Betriebsspannung + +24V= 11 24V DC - + L+ M 4 - 20mA 12 + Analoge Eingänge Analogausgang 1 M+ M- Analogausgang 2 4 - 20mA M+ 13 M- UMG96S Analogausgänge SPS Abb. Anschluss der analogen Ausgänge an eine SPS. 230V AC + 24V DC - +24V= + 11 Analogausgang 1 4 - 20mA 12 Analogausgang 2 4 - 20mA 13 + max. 360 Ohm Externe Betriebsspannung Analogschreiber UMG96S Analogausgänge Abb. Anschluss eines Analogausganges an einen Analogschreiber.
Digitaleingang (Option) Das UMG96S mit der Zusatzplatine 2 besitzt 2 digitale Eingänge. Für den Betrieb der digitalen Eingänge ist ein externes 24VDC Netzteil erforderlich. Einem Digitaleingang (Adr.002, Adr.003) kann eine von 2 Funktionen zugewiesen werden: 3 = Zustand des Digitaleinganges überwachen. 5 = HT/NT Umschaltung. Zustand der Digitaleingänge Wird einem Digitaleingang die Funktion "3" zugewiesen, so kann der Zustand der Digitaleingänge über die Adressen 420 und 421 abgefragt werden.
HT/NT Umschaltung (Adr.071) Wird einem Digitaleingang die Funktion "5" zugewiesen, so kann über diesen Digitaleingang zwischen dem Wirkarbeitszähler HT und dem Wirkarbeitszähler NT umgeschaltet werden. Liegt am Digitaleingang keine Spannung, so wird in die Adresse 071 eine 0 geschrieben. Liegt am Digitaleingang eine Spannung, so wird in die Adresse 071 eine 1 geschrieben. Adr. 071 = 0 => Wirkarbeitszähler NT aktiv. Adr. 071 = 1 => Wirkarbeitszähler HT aktiv.
Speicher Im UMG96S ist immer ein EEPROM-Speicher für die Konfigurationsdaten und Min- und Maxwerte vorhanden. Zusätzlich steht als Option ein Datenspeicher (FLASH-Speicher) für die Speicherung von Messwerten und Ereignissen zur Verfügung. Beide Speicher benötigen keine Batterie zur Datenpufferung. Datenspeicher (Option) Im Datenspeicher können Messwerte und Ereignisse mit Datum und Uhrzeit gespeichert werden. Ist der Datenspeicher voll, so werden die ältesten Datenblöcke überschrieben.
Speicher-Profil 1 Im Speicher-Profil 1 sind die Leistungsmittelwerte zusammengefasst: Mittelwert P in L1 Mittelwert P in L2 Mittelwert P in L3 Mittelwert Q Summe Mittelwert S Summe Die Daten im Speicher-Profil 1 werden immer nach Ablauf der Mittelungszeit P gespeichert.
Tabellen Parameterliste In der Parameterliste stehen alle Einstellungen die für den korrekten Betrieb des UMG96S notwendig sind, wie z.B. Stromwandler und Geräteadresse. Die Werte in der Parameterliste können beschrieben und gelesen werden. Datum und Uhrzeit auf Adresse 700 sind eine Ausnahme und können nur beschrieben werden. Auf Adresse 410 der Messwertliste können Datum und Uhrzeit in Sekunden seit dem 1.1.1970 gelesen werden.
Parameterliste Adr. Bezeichnung Einstellbereich Typ Einheit Voreinst.
Parameterliste Teil 2 Adr. Bezeichnung Einstellbereich Typ 040 041 042 043 044 045 046 047 048 Vergleicher 2C, Messwert Vergleicher 2C, Mindesteinschaltzeit Vergleicher 2C, Operator Ergebnisse der Vergl. (0,1,2) verknüpfen Verknüpfungserg. Vergl. (0,1,2) invert. Ergebnisse der Vergl. (3,4,5) verknüpfen Verknüpfungserg.Vergl. (3,4,5) invert.
Parameterliste Teil 3 Adr. Bezeichnung Einstellbereich Typ Einheit Voreinst. 600 601 602 603 604 605 700 701 702 703 800 Stromwandler, primär3) Stromwandler, sekundär3) Spannungswandler, primär3) Spannungswandler, sekundär3) Messwertanzeigen-Profil, aktuell Anzeigen-Wechsel-Profil, aktuell Datum und Uhrzeit Option Uhr, ja=1, nein= 0 Ringpuffer, Datensatznum., Leseadr. Option Ringpuffer, ja=1, nein= 0 Schreibe in EEPROM Bit 1 = 1, Kalibrationsdaten schreiben. Bit 2 = 1, Programmierdaten schreiben.
Messwertliste Adr.
Messwertliste Teil 2 Adr. Bezeichnung Typ Einheit Auflösung 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 9.Oberschwingung I L1 11.Oberschwingung I L1 13.Oberschwingung I L1 15.Oberschwingung I L1 1.Oberschwingung I L2 3.Oberschwingung I L2 5.Oberschwingung I L2 7.Oberschwingung I L2 9.Oberschwingung I L2 11.Oberschwingung I L2 13.Oberschwingung I L2 15.
Messwertliste Teil 3 Adr.
Messwertliste Teil 4 Adr.
Messwertliste Teil 5 Adr.
Messwertliste Teil 6 Adr. Bezeichnung Typ Einheit Auflösung 500 501 502 503 504 505 Datenspeicher-Datensatz Datenspeicher-Datensatz Datenspeicher-Datensatz Datenspeicher-Datensatz Datenspeicher-Datensatz Datenspeicher-Datensatz 500-505 Dekrementieren beim Auslesen den Datenspeicher Zeiger 702 Datenspeicher-Datensatz Funktion 0000h = Aktuelle Datenspeicheradresse in die Adresse 702 schreiben A55Ah = Datenspeicher löschen 5AA5h = Gerät mit den werkseitigen Voreinstellungen belegen.
Messwertanzeigen, Übersicht A A01 B C Messwerte L1-N Spannung L2-N Spannung L3-N Spannung C01 Maxwerte L1-N Spannung L2-N Spannung L3-N Spannung A02 C02 Messwerte L1-L2 Spannung L2-L3 Spannung L3-L1 Spannung Maxwerte L1-L2 Spannung L2-L3 Spannung L3-L1 Spannung A03 Messwerte L1 Strom L2 Strom L3 Strom B03 Mittelwerte L1 Strom L2 Strom L3 Strom D D01 Minwerte L1-N Spannung L2-N Spannung L3-N Spannung D02 Minwerte L1-L2 Spannung L2-L3 Spannung L3-L1 Spannung C03 D03 Maxwerte L1 Strom L2 S
A10 B10 C10 Messwert Summe Blindleist. Mittelwert Summe Blindleist. Maxwert (ind) Summe Blindleist.
A19 Messwert (ind) Summe Blindarbeit A20 B20 Betriebsstundenzähler 1 Vergleicher 1 Gesamtlaufzeit Vergleicher 6 Gesamtlaufzeit A21 B21 H21 Messwert 1. Oberschwing. U L1 Messwert 3. Oberschw. U L1 A22 B22 Messwert 1. Oberschwing. U L2 Messwert 3. Oberschw. U L2 A23 B23 Messwert 1. Oberschwing. U L3 Messwert 3. Oberschw. U L3 Messwert 15. Oberschw. U L3 A24 B24 H24 Messwert 1. Oberschwing. I L1 Messwert 3. Oberschw. I L1 Messwert 15. Oberschw. I L1 A25 B25 H25 Messwert 1.
A27 B27 Maxwert 1. Oberschwing. U L1 Maxwert 3. Oberschwing. U L1 Maxwert 15. Oberschwing. U L1 A28 B28 H28 Maxwert 1. Oberschwing. U L2 Maxwert 3. Oberschwing. U L2 Maxwert 15. Oberschwing. U L2 B29 H29 Maxwert 1. Oberschwing. U L3 Maxwert 3. Oberschwing. U L3 Maxwert 15. Oberschwing. U L3 A30 B30 H30 Maxwert 1. Oberschwing. I L1 Maxwert 3. Oberschwing. I L1 Maxwert 15. Oberschwing. I L1 A31 B31 H31 Maxwert 1. Oberschwing. I L2 Maxwert 3. Oberschwing. I L2 Maxwert 15.
Anzeigebereiche und Genauigkeit Messgröße Spannung L-N 300V Standardversion 150V Sonderversion Spannung L-L 300V Standardversion 150V Sonderversion Strom Strom im N Wirkleistung, pro Phase Scheinleistung, pro Phase Blindleistung, (Q0) pro Phase Wirkleistung, Summe Scheinleistung, Summe Blindleistung (Q0), Summe Oberschwingungen U, 1-15 Oberschwingungen I, 1-15 THD U , I cos(phi) Frequenz (der Spannung) Blindarbeit Wq, induktiv Wirkarbeit Wp, Bezug Betriebsstundenzähler Anzeigebereich Messbereich 1) Mess
Technische Daten Gewicht Brennwert : 250g : 2,2MJ (610Wh) Umgebungsbedingungen Überspannungskategorie Verschmutzungsgrad Schutzklasse Betriebstemperaturbereich Lagertemperaturbereich Relative Luftfeuchte Schutzart Front Front mit Dichtung (Option) Rückseite Einbaulage Betriebshöhe : : : : : : CATIII 2 II = ohne Schutzleiter -10°C .. +55°C -20°C .. +70°C 15% bis 95% ohne Betauung : : : : : IP50 nach IEC60529 IP65 nach IEC60529 IP20 nach IEC60529 beliebig 0 ..
Technische Daten Teil 2 Prüfspannungen (Typprüfung) 300V Standardversion Mess- und Hilfsspannung gegen Serielle Schnittstellen, Ein- und Ausgänge Strommesseingänge gegen Serielle Schnittstellen, Ein- und Ausgänge Die seriellen Schnittstellen sind untereinander 150V Sonderversion Mess- und Hilfsspannung gegen Serielle Schnittstellen, Ein- und Ausgänge Strommesseingänge gegen Serielle Schnittstellen, Ein- und Ausgänge Die seriellen Schnittstellen sind untereinander :3700V AC :2300V AC nicht galvanisch getre
Technische Daten Teil 3 Messung Messeingänge Messrate Bemessungsstoßspannung Signalfrequenz Mess- und Betriebsspannung Vorsicherung Frequenz der Grundschwingung Leistungsaufnahme (Grundgerät) Bei Anschluss einer Phase (L-N) Bei Anschluss aller Phasen (L1/L2/L3-N) Leistungsaufnahme (Grundgerät mit Zusatzplatine 2) Bei Anschluss einer Phase (L-N) Bei Anschluss aller Phasen (L1/L2/L3-N) 300V Standardversion Messbereich L-N Messbereich L-L Betriebsspannungsbereich L-N 150V Sonderversion Messbereich L-N Messber
Maßbilder Ausbruchmaße: 92+0,8 x 92+0,8 mm Rückseite Option Option Seitenansicht Befestigungswinkel DSUB-9 90 96 RJ11 2,5 Schalttafel 1234 1234 max.
Anschlussbeispiele Mess- und Betriebsspannung siehe Typenschild Strommessung 0,005 .. 5A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 L1 L2 L3 N RS485 Modbus RTU UMG96S B A 11 12 13 14 15 (Option) RJ11 1k 1l 2k 2l 3k 3l RS485 Busleitung l l ../5(1)A k l ../5(1)A k ../5(1)A RS232 Digitalausgänge k L1 L2 L3 PEN Verbraucher Consumer 2 .. 10A + DC - Abb. UMG96S mit RS232 und Digitalausgängen. UMG96S Zusatzplatine 2 (Option) Mess- und Betriebsspannung siehe Typenschild 1 2 3 4 L1 L2 L3 N Strommessung 0,005 ..
Kurzanleitung Stromwandler ändern In den Programmier-Modus wechseln Befindet man sich im Anzeige-Modus und betätigt die Tasten 1 und 2 für etwa eine Sekunde, so gelangt man in den Programmier-Modus. Die Symbole für den Programmier-Modus PRG und für den Stromwandler CT erscheinen. Mit Taste 1 die Auswahl bestätigen. Die erste Ziffer des Primärstromes blinkt. Programmier-Modus PRG L1 k A L2 CT L3 Stromwandler Symbol Primärstrom ändern Mit Taste 2 die blinkende Ziffer ändern.