IMON-U300/310 Benutzerhandbuch UMTS/HSPA-Störmelder
Copyright © August 2017 INSYS MICROELECTRONICS GmbH Jede Vervielfältigung dieses Handbuchs ist nicht erlaubt. Alle Rechte an dieser Dokumentation und an den Geräten liegen bei INSYS MICROELECTRONICS GmbH Regensburg. Warenzeichen und Firmenzeichen Die Verwendung eines hier nicht aufgeführten Waren- oder Firmenzeichens ist kein Hinweis auf die freie Verwendbarkeit desselben. MNP ist ein eingetragenes Warenzeichen von Microcom, Inc.
Inhalt 1 2 3 Allgemeines ........................................................................................... 8 1.1 Gewährleistungsbestimmungen .......................................................................... 8 1.2 Feedback ............................................................................................................ 8 1.3 Kennzeichnung von Warnungen und Hinweisen ................................................. 9 1.4 Symbole und Formatierungen dieser Anleitung ...
Contents 11 Inbetriebnahme .................................................................................... 38 12 Bedienprinzip ....................................................................................... 41 12.1 Bedienung mit Web-Interface ............................................................................ 42 12.2 Zugang über das HTTPS-Protokoll ..................................................................... 43 13 Funktionen ..............................................
Inhalt 13.8 Meldungen ........................................................................................................ 96 13.8.1 13.8.2 13.8.3 13.8.4 13.8.5 Versand von Meldungen konfigurieren .................................................. 96 SMS-Empfang aktivieren........................................................................ 98 E-Mail-Versand konfigurieren ............................................................... 100 SMS-Versand konfigurieren ...................................
Contents 22 Tabellen & Abbildungen ..................................................................... 144 22.1 Tabellenverzeichnis ......................................................................................... 144 22.2 Abbildungsverzeichnis..................................................................................... 144 23 Aug-17 Stichwortverzeichnis ..........................................................................
Allgemeines 1 IMON-U300/310 Allgemeines Diese Anleitung ermöglicht den sicheren und effizienten Umgang mit dem Produkt. Die Anleitung ist Bestandteil des Produkts und muss für Installations-, Inbetriebnahme- und Bedienpersonal jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. 1.
Allgemeines IMON-U300/310 1.3 Kennzeichnung von Warnungen und Hinweisen Symbole und Signalwörter Gefahr! Schwere gesundheitliche Schäden / Lebensgefahr Eines dieser Symbole in Verbindung mit dem Signalwort Gefahr kennzeichnet eine unmittelbare drohende Gefahr. Bei Missachtung sind Tod oder schwerste Verletzungen die Folge. Warnung! Schwere gesundheitliche Schäden / Lebensgefahr möglich Dieses Symbol in Verbindung mit dem Signalwort Warnung kennzeichnet eine möglicherweise gefährliche Situation.
Allgemeines IMON-U300/310 1.4 Symbole und Formatierungen dieser Anleitung Im Folgenden werden die Festlegungen, Formatierungen und Symbole erklärt, die in diesem Handbuch verwendet werden. Die unterschiedlichen Symbole sollen Ihnen das Lesen und Auffinden der für Sie wichtigen Information erleichtern. Der folgende Text entspricht in seiner Struktur den Handlungsanweisungen dieses Handbuchs. Fett gedruckt: Das Handlungsziel.
Sicherheit IMON-U300/310 2 Sicherheit Der Abschnitt Sicherheit verschafft einen Überblick über die für den Betrieb des Produkts zu beachtenden Sicherheitshinweise. Das Produkt ist nach den derzeit gültigen Regeln der Technik gebaut und betriebssicher. Es wurde geprüft und hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand über die Betriebszeit zu erhalten, sind die Angaben der geltenden Publikationen und Zertifikate zu beachten und zu befolgen.
Sicherheit 2.2 IMON-U300/310 Technische Grenzwerte Das Produkt ist ausschließlich für die Verwendung innerhalb der in den Datenblättern angegebenen technischen Grenzwerte bestimmt. Folgende Grenzwerte sind einzuhalten: Die Umgebungstemperaturgrenzen dürfen nicht unter- bzw. überschritten werden. 2.3 Der Versorgungsspannungsbereich darf nicht unter- bzw. überschritten werden. Die maximale Luftfeuchtigkeit darf nicht überschritten werden und Kondensatbildung muss vermieden werden.
Sicherheit IMON-U300/310 2.5 Hinweise zu Transport und Lagerung Die folgenden Hinweise sind zu beachten: Das Produkt während des Transports und der Lagerung keiner Feuchtigkeit und keinen anderen möglicherweise schädlichen Umweltbedingungen (Einstrahlung, Gase, usw.) aussetzen. Produkt entsprechend verpacken. Das Produkt so verpacken, dass es vor Erschütterungen beim Transport und bei der Lagerung geschützt ist, z.B. durch luftgepolsterte Verpackung.
Sicherheit 2.7 IMON-U300/310 Umweltschutz Entsorgen Sie das Produkt sowie die Verpackung gemäß den entsprechenden Umweltschutzvorschriften. Im Abschnitt Entsorgung dieses Handbuchs finden Sie Hinweise zur Entsorgung des Produkts. Trennen Sie die Verpackungsbestandteile aus Karton und Papier sowie Kunststoff und führen Sie sie über die entsprechenden Sammelsysteme dem Recycling zu. 2.
Sicherheit IMON-U300/310 Vorsicht! Überstrom in der Geräteversorgung! Brandgefahr und Beschädigung des Produkts durch Überstrom. Sichern Sie das Produkt mit einer geeigneten Sicherung gegen Ströme höher als 1,6 A ab. Vorsicht! Überspannung und Spannungsspitzen aus dem Stromnetz! Brandgefahr und Beschädigung des Gerätes durch Überspannung. Installieren Sie einen geeigneten Überspannungsschutz.
Verwendung von Open-Source-Software 3 Verwendung von Open-Source-Software 3.1 Allgemeines IMON-U300/310 Unser Produkt IMON-U300 beinhaltet unter anderem auch sogenannte OpenSource-Software, die von Dritten hergestellt und für die freie Verwendung durch jedermann veröffentlicht wurde. Die Open-Source-Software steht unter besonderen Open-Source-Softwarelizenzen und dem Urheberrecht Dritter.
IMON-U300/310 3.2 Verwendung von Open-Source-Software Besondere Haftungsbestimmungen Wir übernehmen keine Gewährleistung und Haftung, wenn die Open-SourceSoftwareprogramme, die in unserem Produkt enthalten sind, vom Kunden in einer Art und Weise verwendet werden, die nicht mehr dem Zweck des Vertrages, der dem Erwerb unseres Produktes zu Grunde liegt, entspricht. Dies betrifft insbesondere jede Verwendung der Open-Source-Softwareprogramme außerhalb unseres Produktes.
Gerätevarianten 4 IMON-U300/310 Gerätevarianten Dieses Handbuch beschreibt verschiedene Versionen des IMON-U300, die sich bezüglich der unterstützten Mobilfunkfrequenzen unterscheiden. Ab Version 1.1 verfügt der Router über einen erhöhten RAM-Speicher, was besonders komplexen Sandbox-Anwendungen zugutekommt. Diese Geräte werden im Handbuch zusammenfassend als IMON-U300 bezeichnet. Bei den Geräten handelt es sich um: IMON-U300 1.1 (EU-Version für den europäischen und sonstigen Markt) IMON-U310 1.
IMON-U300/310 5 Lieferumfang Lieferumfang Der Lieferumfang umfasst die im Folgenden aufgeführten Zubehörteile. Bitte kontrollieren Sie, ob alle angegebenen Zubehörteile in Ihrem Karton enthalten sind. Sollte ein Teil fehlen oder beschädigt sein, so wenden Sie sich bitte an Ihren Distributor. 1 IMON-U300 1 Quick Installation Guide 1 Monitoring App 1 Monitoring-Paket Siemens LOGO!™ 1 Monitoring-Paket Modbus TCP/RTU Optionales Zubehör ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Technische Daten 6 Technische Daten 6.1 Physikalische Merkmale IMON-U300/310 Die angegebenen Daten wurden bei nominaler Eingangsspannung, unter Volllast und einer Umgebungstemperatur von 25 °C gemessen. Die Grenzwerttoleranzen unterliegen den üblichen Schwankungen. Physikalische Eigenschaft Wert Betriebsspannung 12 … 24 V DC (±20%) Leistungsaufnahme Ruhe (eingebucht) ca. 1 W Leistungsaufnahme Verbindung max. 3 W Pegel Eingänge HIGH-Pegel = 3-12 V (Kontakt offen bzw.
Technische Daten IMON-U300/310 6.2 Max.-Angabe bei IMON-U300 gilt für gelegentliche Datenübertragung und Verwendung von nicht mehr als 2 LAN-Ports. Dabei können Funktionseinschränkungen (insbesondere bei der Datenübertragung) auftreten. Bei Versorgungsspannung, Eingangsspannung und Schaltspannung handelt es sich um eine Schutzkleinspannung (SELV) und Limited Power Source (LPS).
Anzeige- und Bedienelemente 7 Anzeige- und Bedienelemente Abbildung 1: Anzeige- und Bedienelemente auf der Gerätevorderseite Position 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Bezeichnung Reset-Taster Status-LED für Eingang 1 Status-LED für Eingang 2 Status-LED für Ausgang 1 Status-LED für Ausgang 2 Status LED Power LED Signal LED LAN 10/100 LED 10 11 12 LAN Link LED COM LED SIM-Karten-Slot Tabelle 3: Beschreibung der Anzeige- und Bedienelemente auf der Gerätevorderseite 22 IMON-U300/310
Anzeige- und Bedienelemente IMON-U300/310 7.1 Bedeutung der Anzeigeelemente LED Farbe Funktion aus LAN 10/100 grün 10/100 MBit/s 10 MBit/s LAN Link grün Link Power grün Versorgung grün PPP-Link an 100 Mbit/s fehlt verbunden vorhanden im Aufbau offline orange PPP-Link aufgebaut kein Signal o.
Anzeige- und Bedienelemente 7.2 IMON-U300/310 Funktion der Bedienelemente Bezeichnung Reset-Taster Bedienung Einmal kurz drücken. Bedeutung Setzt die Software zurück und startet sie neu. (Soft-Reset) Mindestens 3 Sekunden lang drücken. Setzt die Hardware zurück und startet sie neu. (Hard-Reset) SIM-Karten-Slot Innerhalb von 2 Sekunden dreimal hintereinander kurz drücken.
Anschlüsse IMON-U300/310 8 Anschlüsse 8.1 Anschlüsse Oberseite Abbildung 2: Anschlüsse auf der Geräteoberseite Position 1 2 3 4 Bezeichnung Ethernet-Port (RJ45, 10/100 BT) Serielle Schnittstelle Serial 2 (RS485 oder optional RS232 halbduplex RX/TX) Serielle Schnittstelle Serial 1 (RS232-Anschluss V.24/V.
Anschlüsse 8.
Anschlüsse IMON-U300/310 8.3 Anschlussbelegung der seriellen Schnittstelle Serial 1 Abbildung 4: 9-poliger D-Sub-Anschluss am Gerät Pin Belegung Beschreibung I/O 1 DCD Data Carrier Detect Out 2 RXD Receive Data Out 3 TXD Transmit Data In 4 DTR Data Terminal Ready In 5 GND Ground 6 DSR Data Set Ready Out 7 RTS Request To Send In 8 CTS Clear To Send Out 9 RI Ring Indication Out Tabelle 9: Beschreibung der Pin-Belegung der seriellen Schnittstelle Serial 1 8.
Anschlüsse 8.5 IMON-U300/310 Anschluss einer Kleinsteuerung Siemens LOGO!™ 8.5.1 Serieller Anschluss Eine Kleinsteuerung Siemens LOGO!™ (bis inkl. Version 0BA6) kann nur an die serielle Schnittstelle Serial 1 angeschlossen werden. Dazu ist das mit der Steuerung gelieferte und bei Siemens sowie im Zubehörhandel erhältliche LOGO! PC-Kabel (Konfigurationskabel) und ein Nullmodemkabel mit zwei 9-poligen D-Sub-Steckern erforderlich. Dieses Nullmodemkabel ist bei INSYS icom erhältlich.
Funktionsübersicht IMON-U300/310 9 Funktionsübersicht Der IMON-U300 bietet Ihnen die folgenden Funktionen: Überwachung von Eingängen Zwei digitale Eingänge, die auf die Änderung ihres Zustands hin überwacht werden können. Überwachung von Modbus-Geräten Überwachung von Objekten angeschlossener Modbus-Geräte, wie Bits, Register und der Kommunikationsstatus.
Funktionsübersicht IMON-U300/310 Zugangskontrolle über Radius-Server Der Zugang zum Web-Interface oder der Befehlszeilen-Schnittstelle (CLI) kann optional über einen Radius-Server gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden. IPv6-Routing Zusätzlich zu den IPv4-Adressen verfügen die Schnittstellen über Adressen nach dem IPv6-Protokoll. Mit SLAAC (StateLess Address Auto Configuration) konfiguriert sich der Router selbständig eine oder mehrere IPv6-Adressen.
Funktionsübersicht IMON-U300/310 Wählfilter für das Auslösen eines Verbindungaufbaus Über Regeln können Sie festgelegen, welcher Netzwerkverkehr oder Netzwerkteilnehmer einen Verbindungsaufbau auslösen darf. PPP-Standleitungsbetrieb Herstellung und Aufrechterhaltung einer dauerhaften Verbindung über eine „Wählleitung“. So ist es möglich, mit einem Netzwerk über eine Wählverbindung wie über eine „Standleitung“ zu kommunizieren.
Funktionsübersicht IMON-U300/310 IPT-Protokoll Unterstützung der Kommunikation über IPT (Internet-Protokoll Telemetrie). Der Router kann sich als IPT-Slave zu einem IPT-Master verbinden und Nutzdaten des Seriell-Ethernet-Gateway an einen anderen IPT-Slave tunneln. Dynamisches DNS-Update Nach dem Aufbau einer PPP-Verbindung zu einem Internet Service Provider kann die zugewiesene IP-Adresse bei einem dynamischen DNS-Service (z.B. DynDNS) hinterlegt werden.
Funktionsübersicht IMON-U300/310 SNMP-Agent für die Bearbeitung von SNMP-Anfragen Beantwortung eingehender SNMP-Anfragen (SNMP-Get-Requests) bei aktiviertem SNMP-Agent. Damit können fast alle Konfigurationsparameter ausgelesen werden. Zeitsynchronisation über NTP Synchronisierung der Systemzeit über das Network Time Protocol mit einem NTP-Server im Internet. So ist die Systemzeit immer aktuell und die interne Uhr muss nicht manuell eingestellt werden.
Funktionsübersicht IMON-U300/310 Debugging-Werkzeuge zur Analyse von Netzwerkverbindungen Es stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, um Probleme mit Netzwerkverbindungen analysieren zu können. Dabei können PingPakete gesendet, Routen von IP-Paketen verfolgt, DNS-Informationen abgefragt und Netzwerkpakete aufgezeichnet werden. Abfragen und Setzen von Objekten über MCIP-Protokoll Ein Teil der LEDs kann über das MCIP-Protokoll abgefragt oder gesetzt werden.
Montage IMON-U300/310 10 Montage Dieser Abschnitt erklärt, wie Sie den IMON-U300 auf einer Hutschiene montieren, die Spannungsversorgung anklemmen und wie Sie ihn wieder demontieren können. Beachten Sie dazu unbedingt die Anweisungen im Abschnitt „Sicherheit“ dieses Handbuchs, insbesondere die „Sicherheitshinweise zur elektrischen Installation“. Vorsicht! Nässe und Flüssigkeiten aus der Umgebung können ins Innere des Geräts gelangen! Brandgefahr und Beschädigung des Produkts.
Montage IMON-U300/310 Gerät auf Hutschiene montieren So montieren Sie den IMON-U300 auf einer DIN-Hutschiene: 1. Setzen Sie das Gerät so an der Hutschiene an, dass die oberen Rasthaken hinter der Oberkante der Hutschiene einrasten. 2. Klappen Sie den IMON-U300 senkrecht zur Hutschiene nach unten, bis der untere, bewegliche Rasthaken unten in der Hutschiene einrastet. Der IMON-U300 ist nun fertig montiert. Spannungsversorgung anklemmen Das Gerät ist bereits auf der Hutschiene montiert.
Montage IMON-U300/310 Gerät von Hutschiene demontieren So demontieren Sie den IMON-U300 von einer DIN-Hutschiene in einem Schaltschrank: Sie benötigen einen kleinen Schlitzschraubendreher. Die Spannungsversorgung des Schaltschranks ist abgestellt und gegen versehentliches Wiedereinschalten gesichert. Alle Stecker am IMON-U300 sind abgezogen. 1. Führen Sie den Schlitzschraubendreher in die schwarze Lasche an der Unterseite ein. 2.
Inbetriebnahme 11 IMON-U300/310 Inbetriebnahme Dieses Kapitel erklärt, wie Sie den IMON-U300 in Betrieb nehmen, d.h. mit einem PC verbinden und zur Konfiguration vorbereiten. SIM-Karte einsetzen. So setzen Sie die SIM-Karte ein. Die Stromversorgung des Geräts ist abgestellt. Sie benötigen eine funktionierende Mini-SIM-Karte Ihres Mobilfunkproviders. Sie benötigen die dazugehörige PIN. 1.
Inbetriebnahme IMON-U300/310 Anschließen einer Mobilfunkantenne und eines PC So verbinden Sie den IMON-U300 mit einer GSM-Antenne und über ein Netzwerkkabel mit einem PC. Die Stromversorgung des Geräts ist abgestellt. Sie benötigen ein Cat 5 Netzwerk-Patchkabel. Sie benötigen eine Netzwerkkarte am PC. Sie benötigen eine passende Mobilfunkantenne (bei INSYS icom erhältlich.
Inbetriebnahme IMON-U300/310 Den IMON-U300 konfigurieren Das Gerät ist an den PC angeschlossen. Die Spannungsversorgung des Geräts ist eingeschaltet. Sie haben die nötigen Zugriffsrechte, die IP-Adresse der Netzwerkkarte zu verändern, an die der IMON-U300 angeschlossen ist. 1. 2. Ändern Sie die IP-Adresse der Netzwerkkarte, an die das Gerät angeschlossen ist, auf eine Adresse die mit 192.168.1. beginnt.
IMON-U300/310 12 Bedienprinzip Bedienprinzip Dieses Kapitel erklärt Ihnen, wie Sie bei Bedienung und Konfiguration eines IMONU300 vorgehen. Konfiguration und Bedienung erfolgen mit Hilfe einer web-basierten Schnittstelle (Web-Interface). Das Web-Interface selbst wird mit Hilfe eines Webbrowsers angezeigt und bedient.
Bedienprinzip 12.1 IMON-U300/310 Bedienung mit Web-Interface Das Web-Interface ermöglicht eine komfortable Konfiguration mit Hilfe eines Webbrowsers. Über das Web-Interface ist es möglich, alle Funktionen zu konfigurieren. Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend. Das WebInterface bietet zusätzlich eine Online-Hilfe, in der die Bedeutung möglicher Einstellungen erklärt ist.
IMON-U300/310 12.2 Bedienprinzip Zugang über das HTTPS-Protokoll Das Web-Interface ermöglicht auch eine sichere Konfiguration unter Verwendung des HTTPS-Protokolls. Das HTTPS-Protokoll ermöglicht eine Authentifizierung des Servers (d.h. des IMON-U300) sowie eine Verschlüsselung der Datenübertragung. Bei einem ersten Zugriff über das HTTPS-Protokoll zeigt der Browser an, dass der IMON-U300 ein ungültiges Sicherheitszertifikat verwendet.
Funktionen IMON-U300/310 13 Funktionen 13.1 Überwachung Die Monitoring App (Überwachungsapplikation) des IMON-U300 wird nach dem Aufruf des Menüpunkts „Monitoring“ in einem separatem Fenster Ihres Browsers angezeigt. Dabei handelt es sich um eine Software-Applikation, die auf dem Gerät läuft und unabhängig vom Gerät konfiguriert wird. Hier ist zu beachten, dass die Funktionalität der Überwachungsapplikation von Einstellungen am Gerät beeinflusst (z.B.
Funktionen IMON-U300/310 13.2 Basic Settings 13.2.1 Zugang zum Web-Interface konfigurieren Das Web-Interface dient zur Konfiguration des IMON-U300. Es wird durch eine Abfrage von Benutzername und Kennwort (alternativ auch über einen RadiusServer) gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Das Web-Interface kann für eine Konfiguration von einem Rechner aus dem internen Netz oder für eine Fernkonfiguration aus dem WAN über das HTTP- und HTTPS-Protokoll konfiguriert werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.2.2 IP-Adressen einstellen Der IMON-U300 muss im LAN unter einer bestimmten IP-Adresse erreichbar sein. Dazu müssen Sie eine statische IP-Adresse eingeben. Sie können dabei eine IPv4und eine IPv6-Adresse eingeben. Mit SLAAC (StateLess Address AutoConfiguration) kann sich der Router selbständig eine oder mehrere IPv6Adressen konfigurieren.
IMON-U300/310 Funktionen Soll die Kommunikation aus Sicherheitsgründen auf nur eine IPVersion (IPv4 oder IPv6) beschränkt werden, darf hier für die zu sperrende Version keine IP-Adresse angegeben werden. Wenn IPv6 gesperrt werden soll, müssen auch SLAAC und der RouterAdvertiser deaktiviert sein. Wenn IPv4 gesperrt werden soll, müssen DHCP-Server und –Client deaktiviert sein.
Funktionen IMON-U300/310 13.2.3 Statische Routen eintragen Sie können im IMON-U300 statische Routen für die Weiterleitung von Datenpaketen definieren, die beim Systemstart geladen werden. Konfiguration mit Web-Interface (Menü „Basic Settings“, Seite „Routing“) Um eine statische Route einzutragen, geben Sie im Abschnitt „Neue Route hinzufügen“ die Netzadresse, die Netzmaske sowie den Gateway in die jeweiligen Felder für IPv4 oder IPv6 ein.
Funktionen IMON-U300/310 13.2.5 MAC-Filter konfigurieren Im IMON-U300 kann ein MAC-Filter aktiviert werden, der dann an der lokalen Ethernet-Schnittstelle nur noch Pakete akzeptiert, die von Netzwerkgeräten kommen, die explizit im Filter zugelassen sind. Dies gilt nur für Verbindungen, welche vom Gerät im lokalen LAN initiiert werden, nicht für Verbindungen, die von Seiten des WAN initiiert wurden.
Funktionen IMON-U300/310 13.2.6 Zugriffschutz über Radius-Server konfigurieren Der Zugang zum Web-Interface oder der Befehlszeilen-Schnittstelle (CLI) kann optional über einen Radius-Server im Netzwerk gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden. Dazu müssen die Zugangsdaten für den Radius-Server im IMON-U300 konfiguriert werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.2.7 Zugang zur Befehlszeilen-Schnittstelle CLI konfigurieren Neben der Konfiguration über das Web-Interface oder die Konfigurationsdatei, kann ein IMON-U300 auch über ein CLI (Command Line Interface), eine Befehlszeilen-Schnittstelle, konfiguriert werden. Es wird durch eine Abfrage von Benutzername und Kennwort (alternativ auch über einen Radius-Server) gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Funktionen 13.3 IMON-U300/310 UMTS 13.3.1 PIN der SIM-Karte eingeben Für eine Einbuchung ins Mobilfunknetz und den Aufbau von CSD- bzw. IPVerbindungen wird die PIN der eingesetzten SIM-Karte benötigt (sofern die SIMKarte mit einer PIN geschützt ist). Hinweis! Mögliche Sperrung der SIM-Karte! Durch Eingeben einer falschen PIN kann die SIM-Karte gesperrt werden wodurch eine Einbuchung ins Mobilfunknetz nicht mehr möglich ist.
Funktionen IMON-U300/310 13.3.2 Netzwahl einstellen Sie können bestimmen, in welches Mobilfunknetz sich der IMON-U300 einbucht. Dazu muss Ihre SIM-Karte Roaming unterstützen. Das Gerät kann sich dann mit dem am Standort am stärksten empfangbaren Netz, mit einem bestimmten bevorzugten Netz (das nicht unbedingt das am besten empfangene Netz sein muss) oder ausschließlich mit dem Netz eines bestimmten Providers verbinden.
Funktionen IMON-U300/310 13.3.3 Tägliches Aus- und Einbuchen einstellen Der IMON-U300 kann sich innerhalb von 24 Stunden zu bestimmten Uhrzeiten in das Mobilfunknetz aus- und auch zeitgesteuert wieder einbuchen. So können Sie die Verbindung auf bestimmte Zeiten begrenzen. Durch das periodische Aus- und Einbuchen erhöhen Sie die Verfügbarkeit, die sonst durch verschiedene Umstände, bei denen ein Neueinbuchen ins Netz erforderlich wäre, beinträchtig sein könnte, z.B.
Funktionen IMON-U300/310 13.4 13.4.1 Dial-In Dial-In einrichten Sie können den IMON-U300 als Einwahl-Server bzw. eingehenden PPP-Server verwenden. Die Dial-In-Funktion ermöglicht, dass sich Benutzer aus der Ferne per Modem über die Rufnummer der SIM-Karte im Gerät mit dem Netzwerk dahinter verbinden (die SIM-Karte muss dafür CSD (Circuit Switched Data) unterstützen). Ähnlich der Einwahl bei einem Internetprovider authentifizieren sich die Benutzer per Benutzernamen und Kennwort.
Funktionen 13.4.2 IMON-U300/310 Automatischer Rückruf (Callback) Sie können einen automatischen Rückruf zu einer vordefinierten Zielrufnummer des IMON-U300 mit einem Datenanruf oder Telefonanruf auslösen. Dafür können Sie berechtigte Anrufer einstellen. Die Anrufer können sich über die PPPAuthentifizierungsmethoden PAP oder CHAP oder über Ihre per CLIP mitgeteilte Rufnummer identifizieren. Die Verbindung, die dann vom Router aufgebaut wird, müssen Sie zuvor im Menü „Dial-Out“ konfigurieren.
Funktionen IMON-U300/310 13.4.3 Routing Sie können im IMON-U300 Routen für die Weiterleitung von Datenpaketen definieren. Weiterhin können Sie NAT (Network Address Translation) getrennt für eingehende und ausgehende Pakete aktivieren. Bei eingehenden IP-Verbindungen ersetzt der Router die Absender-IP-Adresse des ankommenden IP-Pakets durch seine eigene lokale IP-Adresse. Auf Grund der „Stateful Firewall“ kann es zu Verzögerungen kommen bis Änderungen an diesen Funktionen wirksam werden.
Funktionen IMON-U300/310 Hier definieren Sie, welche Verbindungen über den Router zugelassen sind. Wenn Sie die Firewall für die Verbindungsart „Dial-In“ einschalten, sind nur noch Verbindungen möglich, die durch Firewall-Regeln erlaubt werden. Alle anderen Verbindungen werden blockiert. Auf Grund der „Stateful Firewall“ kann es zu Verzögerungen kommen bis Änderungen an diesen Funktionen wirksam werden. Dies kann der Fall sein, wenn bereits Verbindungen bzw. Verbindungsversuche stattgefunden haben.
Funktionen IMON-U300/310 13.5 13.5.1 Dial-Out Dial-Out einrichten Sie können den IMON-U300 für den Dial-Out einsetzen. Es wird automatisch eine PPP-Verbindung zu einer Gegenstelle hergestellt, wenn Netzwerkverkehr in Richtung des Netzes der Gegenstelle auftritt. Der Netzwerkverkehr, der einen Verbindungsaufbau auslösen darf, kann über Regeln beschränkt werden. Dieser optionale „Wählfilter“ sorgt dafür, dass nur Pakete von bzw. zu bestimmten IPAdressen oder von bzw.
Funktionen IMON-U300/310 Über die „Idle Time“ können Sie bestimmen, wie lange die Verbindung aufrecht erhalten wird, wenn kein Datentransfer mehr stattfindet. Geben Sie die gewünschte Leerlaufzeit in das Eingabefeld „Idle Time“ in Sekunden ein. Um die Verbindung unbegrenzt lange zu halten geben Sie als Zeit den Wert „0“ ein. Über die maximale Verbindungszeit können Sie die Dauer einer Verbindung beschränken.
Funktionen IMON-U300/310 13.5.2 Standleitungsbetrieb einrichten Sie können den IMON-U300 so einstellen, dass eine PPP-Verbindung dauerhaft aufrecht erhalten bleibt. Diese Betriebsart ist interessant für private Netze, bei denen keine Minutengebühren anfallen, oder für Abrechnungsmodelle, in denen nur die übertragenen Datenvolumen bezahlt werden (z.B. paketbasierte Netze). In diesem Betriebsmodus wird die Verbindung sofort nach dem Einschalten aufgebaut.
Funktionen 13.5.3 IMON-U300/310 Periodischen Dial-Out-Verbindungsaufbau einrichten Der IMON-U300 kann die zuvor konfigurierte Dial-Out-Verbindung zeitgesteuert auf und abbauen. Die Dial-Out-Verbindung wird täglich zu einer bestimmten Uhrzeit aufgebaut und zu einer anderen Uhrzeit wieder abgebaut. Mit dieser Funktion werden jeweils einzelne Ereignisse ausgelöst, es wird keine Sperrzeit o.ä. definiert.
Funktionen IMON-U300/310 13.5.4 Routing Sie können im IMON-U300 Routen für die Weiterleitung von Datenpaketen definieren. Weiterhin können Sie NAT getrennt für eingehende und ausgehende Pakete aktivieren. Auf Grund der „Stateful Firewall“ kann es zu Verzögerungen kommen bis Änderungen an diesen Funktionen wirksam werden. Dies kann der Fall sein, wenn bereits Verbindungen bzw. Verbindungsversuche stattgefunden haben.
Funktionen 13.5.5 IMON-U300/310 Wählfilter einrichten Um unnötige Kosten durch unerwünschte Dial-Out-Vorgänge zu verhindern kann optional ein Wählfilter aktiviert werden. Mit diesem Wählfilter kann der Netzwerkverkehr beschränkt werden, der einen Dial-Out Vorgang auslösen kann. Sobald eine Dial-Out-Verbindung aufgebaut ist, können allerdings alle Teilnehmer im Netzwerk auf die Dial-Out-Verbindung zugreifen und IP-Daten übertragen.
Funktionen IMON-U300/310 13.5.6 Firewall-Regel erstellen oder löschen Für Dial-Out-Verbindungen steht eine Firewall zur Verfügung. Sie dient dazu, unerwünschten Datenverkehr zu verhindern. Die Logik der Firewall ist, dass jeglicher Datenverkehr verboten ist, der nicht explizit durch eine Regel erlaubt wurde. Hier definieren Sie, welche Verbindungen über den Router zugelassen sind.
Funktionen IMON-U300/310 13.5.7 Port-Forwarding-Regel erstellen oder löschen Bei aktiviertem Port-Forwarding leitet der Router vom WAN eingehende Pakete an die Maschinen im LAN weiter, die in den Port-Forwarding-Regeln festgelegt wurden. Aus dem WAN ist nur die WAN-IP-Adresse des IMON-U300 erreichbar, wenn NAT für ins WAN gehende Pakete aktiviert ist. Anhand dieser IP-Adresse können die lokalen Endgeräte im Netz des Geräts mit Hilfe von Port-Forwarding trotzdem erreicht werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.5.8 Exposed Host festlegen Optional können alle Pakete, die keiner Port-Forwarding-Regel entsprechen, an einen vorbestimmten Rechner im LAN, den „Exposed Host“, weitergeleitet werden (z.B. zu Diagnosezwecken). Der „Exposed Host“ erhält alle Pakete, die nicht aus dem lokalen Netz des IMON-U300 angefordert wurden oder durch eine PortForwarding-Regel nicht bereits an einen Teilnehmer im lokalen Netz weitergeleitet wurden.
Funktionen 13.6 13.6.1 IMON-U300/310 VPN VPN Allgemein Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) wird eingesetzt, um IP-Endgeräte oder ganze Netzwerke gesichert miteinander zu verbinden. Daten werden damit fälschungssicher an ein Ziel übertragen und sind für Dritte nicht lesbar. Sie können den IMON-U300 für eine OpenVPN-, PPTP-, IPsec- oder GREVerbindung konfigurieren.
Funktionen IMON-U300/310 In der Beispielkonfiguration haben die Endpunkte der OpenVPN-Verbindung die IPAdressen 10.1.0.1 und 10.1.0.2. Der VPN-Tunnel wird innerhalb einer schon bestehenden WAN-Verbindung aufgebaut. Den OpenVPN-Clients und -Servern muss auch bekannt sein welches Netzwerk sich hinter den jeweiligen Tunnelenden befindet. In der Beispielkonfiguration ist das auf der einen Seite das Netzwerk 192.168.200.0/24. Auf der anderen Seite ist dies das Netzwerk 192.168.1.0/24.
Funktionen 13.6.3 IMON-U300/310 OpenVPN-Server einrichten Sie können den IMON-U300 als OpenVPN-Server nutzen, wenn Sie z.B. vertrauliche Daten über ein unsicheres Netzwerk übertragen wollen. Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines OpenVPN-Servers. Die Grundeinstellungen sind ab Werk auf sinnvolle Standardwerte gesetzt, die Sie aber unter besonderen Umständen abändern können.
IMON-U300/310 Funktionen Damit den Clients die Route zum Netzwerk hinter dem Server mitgeteilt wird, aktivieren Sie die Checkbox „Server-Netz den Clients mitteilen“. Wird diese Einstellung deaktiviert, kann eine Kommunikation nur aus dem Netzwerk des Servers initiiert werden. Damit entfernte OpenVPN-Gegenstellen während einer Verbindung Ihre IP-Adresse verändern können („Floating“), aktivieren Sie die Checkbox „Gegenstelle darf Ihre IP-Adresse dynamisch ändern (float)“.
Funktionen IMON-U300/310 Um das Intervall bis zur Schlüsselerneuerung anzupassen, verwenden Sie das Eingabefeld „Intervall bis zur Schlüsselerneuerung“. Geben Sie hier das Zeitintervall in Sekunden ein, nach dessen Ablauf neue Schlüssel erzeugt werden. Um das VPN-Ping-Intervall anzupassen, verwenden Sie das Eingabefeld „Ping-Intervall“. Geben Sie hier das Zeitintervall in Sekunden ein, in dem der OpenVPN-Server des IMON-U300 Ping-Pakete an die OpenVPNGegenstelle versendet.
IMON-U300/310 Funktionen Um die Authentifizierung mit Zertifikaten zu konfigurieren, wählen Sie den Radiobutton „Authentifizierung mit Zertifikaten“. Dabei wird unter der Option angezeigt, ob die einzelnen Zertifikate und Schlüssel vorhanden sind (grüner Haken) oder nicht (rotes Kreuz). Vorhandene Zertifikate können auch heruntergeladen (blauer Pfeil) oder wieder gelöscht (rotes Kreuz auf weißem Kästchen) werden. Der private Schlüssel kann nur gelöscht werden.
Funktionen IMON-U300/310 Um die Authentifizierung mit statischem Schlüssel zu konfigurieren, wählen Sie den Radiobutton „Keine Authentifizierung oder Authentifizierung mit statischem Schlüssel“. Dabei wird unter der Option angezeigt, ob der statische Schlüssel vorhanden ist (grüner Haken) oder nicht (rotes Kreuz). Ein vorhandener Schlüssel kann auch heruntergeladen (blauer Pfeil) oder wieder gelöscht (rotes Kreuz auf weißem Kästchen) werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.6.4 OpenVPN-Client einrichten Sie können den IMON-U300 als OpenVPN-Client nutzen, um sich mit einem OpenVPN-Server über ein unsicheres Netz zu verbinden. Dieser Abschnitt beschreibt die Einrichtung eines OpenVPN-Clients. Die Grundeinstellungen sind ab Werk auf sinnvolle Standardwerte gesetzt, die Sie aber an das VPN anpassen müssen, mit dem sich der IMON-U300 verbinden soll.
Funktionen IMON-U300/310 Das Protokoll der OpenVPN-Übertragung wählen Sie mit den Radiobuttons „UDP“ oder „TCP“ aus. Wir empfehlen, UDP zu verwenden, um die Latenz gering zu halten. Wenn die Gegenstelle nur über einen Proxy-Server erreicht werden kann, geben Sie dessen IP-Adresse oder Domainnamen in das Feld „IP-Adresse oder Domainname des Proxy-Servers“ ein, wählen Sie dessen Art mit Hilfe der Radiobuttons „HTTP“ oder „SOCKS5“ und tragen Sie seinen Port in das Feld „Port“ ein.
IMON-U300/310 Funktionen Um die Ausführlichkeit der Meldungen im Verbindungslog einzustellen, geben Sie im Feld „Log-Level“ den Grad der Ausführlichkeit ein, wobei „0“ das Führen des Logs komplett deaktiviert und „9“ die meisten Details aufzeichnet. Um eine bestimmte Fragmentierungsgröße für die OpenVPNTunnelpakte in Bytes vorzugeben, verwenden Sie das Eingabefeld „Fragmentierung der Tunnelpakete“. Geben Sie hier die gewünschte maximale Paketgröße in Bytes an.
Funktionen IMON-U300/310 Um die Authentifizierung mit Zertifikaten zu konfigurieren, wählen Sie den Radiobutton „Authentifizierung mit Zertifikaten“. Dabei wird unter der Option angezeigt, ob die einzelnen Zertifikate und Schlüssel vorhanden sind (grüner Haken) oder nicht (rotes Kreuz). Vorhandene Zertifikate können auch heruntergeladen (blauer Pfeil) oder wieder gelöscht (rotes Kreuz auf weißem Kästchen) werden. Der private Schlüssel kann nur gelöscht werden.
IMON-U300/310 Funktionen Um alle oben getroffenen Einstellungen zu übernehmen, klicken Sie auf die Schaltfläche „OK“. Um ein Zertifikat oder einen Schlüssel hochzuladen, klicken Sie im Abschnitt „Schlüssel oder Zertifikate laden“ auf die Schaltfläche „Durchsuchen…“ (Schaltfläche abhängig vom verwendeten Browser). Wählen Sie dann im Fenster „Datei hochladen“ die gewünschte Datei auf dem entsprechenden Datenträger aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Öffnen“.
Funktionen 13.6.5 IMON-U300/310 PPTP Allgemein PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol) ist ein VPN (virtuelles privates Netzwerk), das für neue Installationen nicht mehr empfohlen wird. Eine moderne Alternative ist OpenVPN. PPTP baut über einen mit dem GRE-Protokoll (Generic Routing Encapsulation) erstellten Tunnel eine WWAN-Verbindung auf.
Funktionen IMON-U300/310 Die Standardeinstellung von MTU und MRU ist für die meisten Anwendungen passend und muss nur in Ausnahmefällen geändert werden. Geben Sie die IP-Adresse des lokalen Tunnelendes in das Feld „IPv4Tunneladresse lokal“ ein. Wenn keine Adresse explizit angegeben wird, benutzt der PPTP-Server die IP-Adresse 192.168.0.1. Falls diese Adresse bereits belegt ist, kann hier eine andere Adresse angegeben werden.
Funktionen IMON-U300/310 Um die Default-Route zu diesem PPTP-Tunnel zu setzen, aktivieren Sie die Checkbox „Default Route setzen“. Dann wird jeglicher Datenverkehr durch den Tunnel geroutet. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn vorher noch keine vorrangige Default-Route gesetzt war. Wird keine Default-Route zum Tunnel gesetzt, muss das lokale Subnetz hinter dem Tunnel definiert werden. Geben Sie dieses Netzwerk mit passender Netzmaske in das Feld „Lokales Subnetz der Gegenstelle“ ein.
Funktionen IMON-U300/310 13.6.8 IPsec einrichten IPsec (Internet Protocol Security) ist ein Sicherheitsprotokoll für die sichere Kommunikation über IP-Netze und kann zum Aufbau virtueller privater Netzwerke (VPN) verwendet werden. Dabei können zwei Subnetze über zwei geeignete Router (z.B. INSYS MoRoS 2.1) über einen sicheren Tunnel miteinander verbunden werden. Es ist möglich, bis zu 10 verschiedene Tunnel zu konfigurieren.
Funktionen IMON-U300/310 Um den geladenen Tunnel als Fallback-Tunnel für einen aktiven Tunnel festzulegen, wählen Sie in der Dropdown-Liste „Tunnel aktivieren“ die Option „Fallback für …“. Um dem geladenen Tunnel einen beschreibenden Namen zuzuweisen, geben Sie diesen in das Feld „Tunnelname“ ein. Dies erleichtert die Zuordnung von Meldungen im Log oder der Status-Ansicht.
IMON-U300/310 Funktionen Um nur ein bestimmtes Protokoll und einen bestimmten Port für das Tunnelende der Gegenstelle zuzulassen, geben Sie die IANAProtokollnummer und den Port (sofern das Protokoll Ports unterstützt) in die Felder „Protokoll und Port der Gegenstelle“ ein. Fehlt hier eine Angabe des Protokolls und/oder Ports sind alle Protokolle bzw. Ports zugelassen. Um den Authentifizierungs-Modus festzulegen, wählen Sie diesen in der Dropdown-Liste „Authentifizierungs-Modus“ aus.
Funktionen IMON-U300/310 Um das Intervall für die Schlüsselerneuerung der IKE SA zu konfigurieren, geben Sie den Wert in Sekunden in das Feld „Intervall bis zur Schlüsselerneuerung der IKE SA“ ein. Der Mindestwert ist 3600 Sekunden (1 Stunde). Durch die regelmäßige Erneuerung der verwendeten Schlüssel kann die Sicherheit der IPsec-Verbindung über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.6.9 GRE-Tunnel einrichten Mit dem Generic Routing Encapsulation Protokoll können Daten durch eine bestehende Verbindung transparent übertragen werden, ohne dass die Originalpakete verändert werden. Konfiguration mit Web-Interface (Menü „Dial-In“/„Dial-Out“, Seite „GRE“) Um einen GRE-Tunnel zu aktivieren, aktivieren Sie die Checkbox „GRETunnel aktivieren“.
Funktionen 13.7 13.7.1 IMON-U300/310 Seriell-Ethernet-Gateway Seriell-Ethernet-Gateway einrichten Das Seriell-Ethernet-Gateway ermöglicht es, aus dem lokalen Netzwerk des IMONU300 oder über die WAN-Schnittstelle serielle Endgeräte anzusprechen, die an der seriellen Schnittstelle angeschlossen sind. An einen konfigurierbaren Netzwerkport des IMON-U300 gesendete Daten werden an der seriellen Schnittstelle ausgegeben.
IMON-U300/310 Funktionen Um im Modus „Verbindung auf Anforderung“ eingehende Verbindungen zuzulassen, wählen Sie im Abschnitt „Eingehende Verbindungen annehmen“ entweder den Radiobutton „TCP“ oder „Modbus TCP“ aus und geben Sie den Port, auf dem das Seriell-Ethernet-Gateway auf eingehende Verbindungen reagiert, in das Eingabefeld „Port“ ein. Wenn "TCP" gewählt ist, überwacht das Seriell-Ethernet-Gateway den Port auf eingehende Verbindungen zur transparenten Datenübertragung.
Funktionen IMON-U300/310 Um einen durch ein Zeichen an der seriellen Schnittstelle ausgelösten Aufbau einer ausgehenden Verbindung einzustellen, wählen Sie im Abschnitt „Ausgehende Verbindung“ den Radiobutton „ausgelöst durch serielles Zeichen“. Dann wird eine Verbindung aufgebaut, sobald die serielle Schnittstelle ein Zeichen empfängt. In dieser Betriebsart muss ein Ziel angegeben werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.7.2 Seriell-Ethernet-Gateway-Schnittstelle konfigurieren Das Seriell-Ethernet-Gateway des IMON-U300 ermöglicht eine umfangreiche Konfiguration der seriellen Schnittstelle und der Verpackung der dort ankommenden Daten in TCP-Pakete. Eine Verwendung des Telnet-Protokolls ist ebenso möglich. Dabei wird auch RFC 2217 unterstützt, wodurch die Parameter der seriellen Schnittstelle während des Betriebs über eine Telnet-Verbindung verändert werden können.
Funktionen IMON-U300/310 Um die Verwendung des Telnet-Protokolls zu aktivieren, markieren Sie die Checkbox „Telnet-Protokoll verwenden“. In diesem Fall filtert das Seriell-Ethernet-Gateway alle Telnet-Befehle aus den eingehenden TCPDaten und beantwortet diese. Zusätzlich werden der serielle und der TCP-Datenstrom angepasst, um Telnet-Steuerzeichen im Datenstrom fehlerfrei zu übertragen. Über die maximale Verbindungszeit können Sie die Dauer einer Verbindung beschränken.
Funktionen IMON-U300/310 13.7.3 Modem-Emulator Das Seriell-Ethernet-Gateway kann ein Modem emulieren. Hierzu verfügt es über eine Reihe von AT-Befehlen. Mit dieser Funktion wird bei jeder Verbindungsart ein Modem emuliert. Wenn eine ausgehende Verbindung durch den Befehl ATD aktiviert wurde, wird der Modem-Emulator immer verwendet, auch wenn dieser deaktiviert ist.
Funktionen IMON-U300/310 AT-Befehl Beschreibung AT+FDIS AT+FDT Versetzt das Seriell-Ethernet-Gateway in den FaxModus. Danach wartet die Modem-Emulation 10 Sekunden lang auf einen Wählbefehl (ATD oder ATDT). Mit dem Wählbefehl wird die Nummer übergeben, aber noch nicht gewählt. Es erfolgt auch kein CONNECT. Die Wahl wird erst ausgelöst, wenn innerhalb von 10 Sekunden der Befehl AT+FDT erhalten wird.
IMON-U300/310 Funktionen Um eine AT-Antwortliste hochzuladen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Durchsuchen…“ und geben Sie dann die entsprechende Datei an. Das Hochladen erfolgt nachdem Sie auf „OK“ klicken. Bei der Datei muss es sich um eine Textdatei handeln, die für jeden gewünschten AT-Befehl eine zugehörige Antwort definiert. Jede Zeile in dieser Textdatei definiert ein „Befehl-Antwort-Paar“ in der Form .
Funktionen 13.8 13.8.1 IMON-U300/310 Meldungen Versand von Meldungen konfigurieren Der IMON-U300 kann bei verschiedenen Ereignissen eine E-Mail, eine SMS oder einen SNMP-Trap an beliebige Empfänger versenden. Dazu stehen eine Reihe vordefinierter Ereignisse zur Verfügung, wie zum Beispiel Aufbau von Verbindungen oder VPN-Tunnel.
IMON-U300/310 Funktionen Um den Versand von SNMP-Traps zu ermöglichen, müssen Sie im Abschnitt „SNMP-Traps“ die SNMP-Version angeben. Um SNMP v2c zu verwenden, wählen Sie den Radiobutton „SNMP v2c“. Weiterhin muss der Community-String in das Feld „Community“ eingegeben werden. Um SNMP v3 zu verwenden, wählen Sie den Radiobutton „SNMP v3“. Weiterhin muss der SNMP-Benutzername in das Feld „Benutzername“ eingegeben werden.
Funktionen IMON-U300/310 13.8.2 SMS-Empfang aktivieren Der IMON-U300 kann Befehle per SMS empfangen. Die Ausführung des Befehls kann durch ein Kennwort geschützt werden. Es wird dringend empfohlen, einen Kennwortschutz zu verwenden. Ist ein Kennwort konfiguriert, muss die SMS das Kennwort enthalten; ist kein Kennwort konfiguriert, darf die SMS kein Kennwort enthalten. Bei Regelverstoß wird die SMS in beiden Fällen nicht verarbeitet. Beim Kennwort wird Groß- und Kleinschreibung beachtet.
Funktionen IMON-U300/310 Befehl Wirkung Serial Das Seriell-Ethernet-Gateway initialisiert eine ausgehende Verbindung. Update Ein automatisches Update wird ausgeführt. Tabelle 13: Liste der SMS-Befehle Beispielsweise löst eine SMS mit dem Text TOPsecret,reset einen Neustart aus, wenn das Kennwort „TOPsecret“ lautet. Eine SMS mit dem Text openvpn startet die OpenVPN-Verbindung neu, falls kein Kennwort konfiguriert ist.
Funktionen 13.8.3 IMON-U300/310 E-Mail-Versand konfigurieren Der IMON-U300 kann bei verschiedenen, vordefinierten Ereignissen eine E-Mail an beliebige Empfänger versenden. An jede E-Mail kann ein Anhang angehängt werden, der aus den verschiedenen Log-Dateien ausgewählt werden kann. Weiterhin ist es möglich, die Status-Seite des Web-Interface an den Meldungstext anzuhängen. Es ist möglich, eine Reihe verschiedener Kombinationen aus Empfänger, Ereignis, Anhang und Text anzulegen und zu verwalten.
Funktionen IMON-U300/310 13.8.4 SMS-Versand konfigurieren Der IMON-U300 kann bei verschiedenen, vordefinierten Ereignissen eine SMS an beliebige Empfänger versenden. Der Text einer SMS-Meldung kann aus bis zu 140 Zeichen bestehen, wobei nicht alle Zeichen zulässig sind und beim Versenden selbständig aus dem eingegebenen Text entfernt werden. Es ist möglich, eine Reihe verschiedener Kombinationen aus Empfänger, Ereignis und Text anzulegen und zu verwalten.
Funktionen 13.8.5 IMON-U300/310 SNMP-Trap-Versand konfigurieren Der IMON-U300 kann bei verschiedenen, vordefinierten Ereignissen einen SNMPTrap an beliebige Empfänger versenden. Es ist möglich, eine Reihe verschiedener Kombinationen aus Empfänger und Ereignis anzulegen und zu verwalten. Die SNMP-Traps sind in der MIB (Management Information Base) beschrieben.
Funktionen IMON-U300/310 13.9 13.9.1 Server-Dienste DNS-Forwarding einrichten Sie können den IMON-U300 als DNS-Relay-Server nutzen. Wenn er bei den lokal angeschlossenen Netzwerkgeräten als DNS-Server konfiguriert wird, leitet er die DNS-Anfragen entweder an die vorher konfigurierten DNS-Server im Internet weiter oder benutzt die beim Verbindungsaufbau übergebenen DNS Server.
Funktionen IMON-U300/310 13.9.2 Dynamisches DNS-Update einrichten Der IMON-U300 kann die IP-Adresse, die Ihm dynamisch bei der Interneteinwahl zugewiesen wurde, einem DynDNS-Provider mitteilen, um so aus dem Internet unter einem Domainnamen erreichbar zu sein. Damit ist das Netzwerk hinter dem Router aus dem Internet auch bei dynamisch zugeteilten IP-Adressen immer unter demselben Domainnamen erreichbar (falls eingehende Verbindungen nicht durch den Provider gesperrt sind).
Funktionen IMON-U300/310 13.9.3 DHCP-Server einrichten Der DHCP-Server des IMON-U300 kann auf Anfrage anderen Geräten im LAN automatisch eine Adresse zuweisen. Diese automatisch vergebenen, dynamischen IP-Adressen sind nur für eine gewisse Zeit gültig. Die Gültigkeitsdauer der vom DHCP-Server vergebenen IP-Adressen steuern Sie über die „Lease Time“.
Funktionen IMON-U300/310 Um bestimmten DHCP-Clients immer die gleiche IP-Adresse zu geben, können Sie im Abschnitt „Neue Zuordnung von MAC-Adresse und IPAdresse“ feste Zuordnungen definieren. Geben Sie dazu in das Eingabefeld „MAC-Adresse“ die MAC-Adresse des jeweiligen DHCPClients und in das Feld „IP-Adresse“ die IP-Adresse, mit dem der DHCPClient verknüpft werden soll, ein. Die MAC-Adresse kann mit oder ohne Doppelpunkten eingetragen werden, andere Formate werden nicht unterstützt.
Funktionen IMON-U300/310 13.9.5 Proxy-Server konfigurieren Der IMON-U300 bietet einen Proxy-Server. Dieser dient nicht als Cache für häufig aufgerufene Internetseiten. Er dient zum Verzögern der Verbindungs-Timeouts bei langsam aufbauenden Verbindungen und zum Ausfiltern von unerwünschten URLs (z.B. www.xyz.xx). Der Proxy unterstützt die Protokolle HTTP und HTTPS.
Funktionen 13.9.6 IMON-U300/310 URL-Filter einrichten Der Proxy-Server kann mit Hilfe des URL-Filters die möglichen URLs beschränken, die aus dem internen Netz des IMON-U300 von Rechnern aufgerufen werden können. Damit werden nur noch Zugriffe auf URLs erlaubt, die in der Filterliste eingetragen sind, alle anderen URLs sind gesperrt. Um den Zugriff auf das Internet nur noch über den Proxy zuzulassen, ist außerdem die Aktivierung der Firewall erforderlich.
IMON-U300/310 Funktionen Um den IPT Device Identifier festzulegen, geben Sie diesen in das Eingabefeld „IPT Device Identifier“ ein. Standardmäßig ist eine Kombination des Kürzels „INS“ und der MAC-Adresse des IMON-U300 eingetragen. Um die Wartezeit zwischen den Verbindungsversuchen zu erhöhen, markieren Sie die Checkbox „Wartezeit zwischen Verbindungsversuchen erhöhen“. In diesem Fall steigt die Wartezeit zwischen den Verbindungsaufbauversuchen an (1, 5, 15, 30, 60 Minuten).
Funktionen 13.9.8 IMON-U300/310 SNMP-Agent konfigurieren Der IMON-U300 verfügt über einen SNMP-Agent, der die eingehenden SNMP-GetRequests beantwortet. Alle Parameter, die in der ASCII-Konfigurationsdatei vorkommen, können mittels SNMP-Get-Requests ausgelesen werden (davon ausgenommen sind Benutzername und Kennwort der Authentifizierung für das Web-Interface). Diese Parameter sind in der MIB (Management Information Base) beschrieben.
Funktionen IMON-U300/310 13.9.9 MCIP konfigurieren MCIP (Management Control and Information Protocol) ist ein minimalistisches Protokoll zum Austausch kurzer Telegramme zwischen einem MCIP-Server und MCIP-Gerätetreibern basierend auf TCP. Gerätetreiber melden sich beim MCIPServer an und teilen ihm mit, welche Objekt-IDs (OIDs) durch ihn angesprochen werden können. Den im Router enthaltenen Objekten kann eine OID zugewiesen werden, so dass sie in MCIP-Telegrammen adressiert werden können.
Funktionen IMON-U300/310 13.10 Systemkonfiguration Der IMON-U300 zeigt Systemdaten wie Firmware-Version, Seriennummer, Hardware-Stand oder die Firmware-Prüfsumme zusammen mit kurzen Systemmeldungen über Ereignisse und Fehler im Menü „System“ auf der Seite „Systemdaten“ an. Diese Informationen sind hilfreich und sollten zusammen mit der eingestellten IP-Adresse bekannt sein, wenn Sie mit dem Support Kontakt aufnehmen.
Funktionen IMON-U300/310 13.10.3 Uhrzeit und Zeitzone einstellen Der IMON-U300 besitzt eine interne Uhr, um zeitabhängige Vorgänge steuern zu können. Diese Uhr müssen Sie einstellen, damit zeitabhängige Vorgänge auch zum gewünschten Zeitpunkt pünktlich ausgeführt werden und Systemmeldungen richtig datiert sind. Die Uhr kann automatisch über einen NTP-Server aus dem Internet aktualisiert werden. Bei jedem Verbindungsaufbau wird versucht, die Uhrzeit vom festgelegten NTP-Server zu synchronisieren.
Funktionen IMON-U300/310 13.10.4 Zurücksetzen (Reset) Sie können den IMON-U300 über das Web-Interface oder mit dem Reset-Taster auf der Gerätevorderseite zurücksetzen. Mit dem Reset-Taster können Sie durch einmaliges, kurzes Drücken einen Software-Reset auslösen. Ein mindestens drei Sekunden dauerndes Drücken löst einen Hardware-Reset aus. Beide Male wird ein Neustart durchgeführt.
Funktionen IMON-U300/310 13.10.5 Update Sie können den IMON-U300 über das Web-Interface mit einer neuen Firmware oder einer neuen Konfiguration versorgen. Eine detaillierte Beschreibung dieser Vorgänge finden Sie in den folgenden Abschnitten „Aktualisieren der Firmware“ und „Hochladen der Konfigurationsdatei“ dieses Handbuchs. Weiterhin ist eine tägliche automatische Aktualisierung von Firmware-Dateien, Konfigurationsdateien (binär und ASCII) oder Sandbox-Image-Dateien möglich.
Funktionen IMON-U300/310 Um eine Firmware- oder Konfigurationsdatei (binär oder ASCII) hochzuladen, klicken Sie im Abschnitt „Manuelles Update“ die Schaltfläche „Durchsuchen…“. Wählen Sie dann im Fenster „Datei hochladen“ die gewünschte Image-Datei auf dem entsprechenden Datenträger aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Öffnen“. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche „OK“ um die Datei hochzuladen. 13.10.6 Aktualisieren der Firmware Sie können die Firmware des IMON-U300 manuell aktualisieren.
Funktionen IMON-U300/310 2. Klicken Sie im Abschnitt „Manuelles Update“ auf Durchsuchen… und wählen Sie die Datei „system_“ aus. 3. Klicken Sie auf OK , um mit dem Update zu beginnen. 4. Eine Seite mit einer Sicherheitsabfrage erscheint. Vergleichen Sie die angezeigte MD5-Prüfsumme mit der MD5-Prüfsumme der Datei (z.B. mit dem Programm md5sum.exe). Wenn sie übereinstimmen, wurde die Datei korrekt übertragen und Sie können mit der Aktualisierung fortfahren.
Funktionen IMON-U300/310 13.10.7 Hochladen der Konfigurationsdatei Sie können eine zuvor herunter geladene bzw. bearbeitete Konfigurationsdatei auf den IMON-U300 hochladen, um die momentane Konfiguration durch die in der Datei enthaltenen Einstellungen zu ersetzen. Hochladen der Konfigurationsdatei Sie besitzen eine Konfigurationsdatei für Ihre Version des IMON-U300. 1. Wechseln Sie im Web-Interface unter „System“ auf die Seite „Update“. 2.
Funktionen IMON-U300/310 13.10.8 Download Sie können die vollständige Konfiguration des IMON-U300 in binärer, verschlüsselter Form über das Web-Interface herunterladen. Mit dieser Datei können Sie weitere, gleiche Geräte konfigurieren oder eine funktionierende Konfiguration sicher aufbewahren. Weiterhin ist es möglich, eine ASCII-Textdatei der Konfiguration oder eine „leere“ Konfigurationsdatei (ASCII-Vorlage) herunterzuladen.
Funktionen IMON-U300/310 13.10.9 Sandbox Der IMON-U300 verfügt über eine frei programmierbare Sandbox. Die Sandbox ist eine Art virtueller Maschine, die auf dem Gerät läuft. In der Sandbox kann man Programme starten, Daten sammeln und Dienste anbieten, die im System des eigentlichen Geräts nicht vorhanden sind. Außerdem kann der IMON-U300 aus der Sandbox heraus über eine ASCII-Konfigurationsdatei konfiguriert werden. Weiterhin kann eine aktuelle Konfiguration in die Sandbox importiert werden.
Funktionen IMON-U300/310 Um eine Konfiguration ohne Authentifizierung aus der Sandbox zuzulassen, muss die Checkbox „ASCII-Konfiguration ohne Authentifizierung aus der Sandbox zulassen“ markiert werden. In dem Fall wird einmal in der Minute in der Sandbox nach der Datei /var/spool/ascii_config.txt gesucht. Existiert diese, wird der IMON-U300 mit dieser ASCII-Datei konfiguriert. Anschließend wird die Datei in der Sandbox gelöscht.
Funktionen IMON-U300/310 Konfiguration mit Web-Interface (Menü „System“, Seite „Debugging“) Um ein Ping-Paket zu versenden, wählen Sie das Werkzeug „PING“ für IPv4-Pings bzw. „PING6“ für IPv6-Pings in der Dropdown-Liste aus, geben Sie die IP-Adresse, an die Sie das Ping-Paket senden wollen, oder den Domain-Namen in das Feld „Parameter“ ein und klicken Sie auf „OK“. Optional können davor noch zusätzliche Parameter angegeben werden, wie z.B.
Wartung, Reparatur und Störungsbeseitigung IMON-U300/310 14 Wartung, Reparatur und Störungsbeseitigung 14.1 Wartung Das Produkt ist wartungsfrei und erfordert keine besondere regelmäßige Wartung. 14.2 Störungsbeseitigung Sollten während des Betriebs des Produkts eine Störung auftreten, finden Sie Hinweise zur Störungsbeseitigung in der „Knowledge Base“ auf unserer Webseite (http://www.insys-icom.de/knowledge/).
Entsorgung IMON-U300/310 15 Entsorgung 15.1 Rücknahme der Altgeräte Gemäß den Vorschriften der WEEE ist die Rücknahme und Verwertung von INSYSAltgeräten für unsere Kunden wie folgt geregelt: Bitte senden Sie Ihre Altgeräte frachtfrei an folgende Adresse: Frankenberg-Metalle Gärtnersleite 8 96450 Coburg Deutschland Diese Vorschrift gilt für Geräte aus Lieferungen ab dem 13.08.2005. 124 Bitte denken Sie vor der der Entsorgung des Geräts auch an evtl.
IMON-U300/310 16 Konformitätserklärung Konformitätserklärung Hiermit erklärt INSYS Microelectronics GmbH, dass hierin beschriebene Funkanlagentypen den Richtlinien 2014/53/EU und 2011/65/EU entsprechen. Der vollständige Text der EU-Konformitätserklärung ist unter der folgenden Internetadresse verfügbar: www.insys-icom.de/doku Zur Einhaltung der CE-Konformität ist u.a. die Einhaltung der DIN EN62311 notwendig. Diese reguliert die Exposition von Personen in elektromagnetischen Feldern.
FCC Statement 17 IMON-U300/310 FCC Statement Note: This device complies with part 15 of the FCC Rules. Operation is subject to the following two conditions: (1) This device may not cause harmful interference, and (2) this device must accept any interference received, including interference that may cause undesired operation. Modifications not expressly approved by the manufacturer could void the user's authority to operate the equipment under FCC rules.
Exportbeschränkung IMON-U300/310 18 Exportbeschränkung Die von der INSYS Microelectronics GmbH verwendeten Chipsätze für analoge Modems und Mobilfunk-Adapter unterliegen Exportrestriktionen nach der USamerikanischen ECCN-Klassifizierung (5A991). Es ist daher zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Dokuments nicht erlaubt, diese Kommunikationsgeräte in folgende Länder zu exportieren: Kuba, Iran, Nordkorea, Sudan, Syrien.
Lizenzen 19 IMON-U300/310 Lizenzen Die im IMON-U300 verwendeten Software -Technologien und Programme der Firmware sind zum Teil an die im Folgenden aufgeführten Lizenzen gebunden. Der Quellcode der an diese Lizenzen gebunden Teile der Firmware des IMON-U300 kann auf Anfrage von INSYS MICROLECTRONICS bezogen werden. 19.1 GNU GENERAL PUBLIC LICENSE Version 2, June 1991 Copyright (C) 1989, 1991 Free Software Foundation, Inc.
IMON-U300/310 Lizenzen ered only if its contents constitute a work based on the Program (independent of having been made by running the Program). Whether that is true depends on what the Program does. 1.
Lizenzen IMON-U300/310 If distribution of executable or object code is made by offering access to copy from a designated place, then offering equivalent access to copy the source code from the same place counts as distribution of the source code, even though third parties are not compelled to copy the source along with the object code. 4. You may not copy, modify, sublicense, or distribute the Program except as expressly provided under this License.
IMON-U300/310 Lizenzen PROGRAM "AS IS" WITHOUT WARRANTY OF ANY KIND, EITHER EXPRESSED OR IMPLIED, INCLUDING, BUT NOT LIMITED TO, THE IMPLIED WARRANTIES OF MERCHANTABILITY AND FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE. THE ENTIRE RISK AS TO THE QUALITY AND PERFORMANCE OF THE PROGRAM IS WITH YOU. SHOULD THE PROGRAM PROVE DEFECTIVE, YOU ASSUME THE COST OF ALL NECESSARY SERVICING, REPAIR OR CORRECTION. 12.
Lizenzen IMON-U300/310 certain designated libraries. This license is quite different from the ordinary one; be sure to read it in full, and don't assume that anything in it is the same as in the ordinary license. The reason we have a separate public license for some libraries is that they blur the distinction we usually make between modifying or adding to a program and simply using it.
IMON-U300/310 Lizenzen c) You must cause the whole of the work to be licensed at no charge to all third parties under the terms of this License.
Lizenzen IMON-U300/310 6. As an exception to the Sections above, you may also compile or link a "work that uses the Library" with the Library to produce a work containing portions of the Library, and distribute that work under terms of your choice, provided that the terms permit modification of the work for the customer's own use and reverse engineering for debugging such modifications.
IMON-U300/310 Lizenzen rights granted herein. You are not responsible for enforcing compliance by third parties to this License. 11. If, as a consequence of a court judgment or allegation of patent infringement or for any other reason (not limited to patent issues), conditions are imposed on you (whether by court order, agreement or otherwise) that contradict the conditions of this License, they do not excuse you from the conditions of this License.
Lizenzen 19.3 IMON-U300/310 Sonstige Lizenzen OpenVPN license: -----------------------Copyright (C) 2002-2005 OpenVPN Solutions LLC OpenVPN is distributed under the GPL license version 2 (see below).
IMON-U300/310 Lizenzen INDIRECT, INCIDENTAL, SPECIAL, EXEMPLARY, OR CONSEQUENTIAL DAMAGES (INCLUDING, BUT NOT LIMITED TO, PROCUREMENT OF SUBSTITUTE GOODS OR SERVICES; LOSS OF USE, DATA, OR PROFITS; OR BUSINESS INTERRUPTION) HOWEVER CAUSED AND ON ANY THEORY OF LIABILITY, WHETHER IN CONTRACT, STRICT LIABILITY, OR TORT (INCLUDING NEGLIGENCE OR OTHERWISE) ARISING IN ANY WAY OUT OF THE USE OF THIS SOFTWARE, EVEN IF ADVISED OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGE.
Internationale Sicherheitshinweise 20 IMON-U300/310 Internationale Sicherheitshinweise Der folgende Sicherheitshinweis von Cinterion in Englisch gilt für die verwendete GPRS-Engine TC63i bzw. EDGE-Engine MC75i. Auf jedes Gerät ist nach den amerikanischen Vorgaben der FCC ein Aufkleber mit dem Hinweis auf die „FCC ID“ angebracht. 20.
IMON-U300/310 Internationale Sicherheitshinweise Speakerphones must be installed by qualified personnel. Faulty installation or operation can constitute a safety hazard. IMPORTANT! Cellular terminals or mobiles operate using radio signals and cellular networks. Because of this, connection cannot be guaranteed at all times under all conditions. Therefore, you should never rely solely upon any wireless device for essential communications, for example emergency calls.
Glossar 21 IMON-U300/310 Glossar Hier werden die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen aus dem Handbuch kurz beschrieben. APN: Access Point Name, Rechnername der Mobilfunkteilnehmern des GPRS-Netzes Zugang zum Internet bietet. AT-Befehl: Kommando an Geräte wie z.B. Modems, mit dem dieses Gerät eingestellt wird. Broadcast: Datenpaket, das an alle Teilnehmer eines Netzwerks gesendet wird. Caller ID: Die Rufnummer, die der Anrufer übermittelt und von dem angerufenen Gerät interpretiert werden kann.
Glossar IMON-U300/310 Gateway: Dies ist eine Maschine, die wie ein Router arbeitet. Im Gegensatz zum Router kann ein Gateway auch Datenpakete von unterschiedlichen Hardware-Netzwerken routen. GPRS: General Packet Radio Service, Weiterentwicklung des ->GSMMobilfunknetzes um höhere Datenübertragungsraten erreichen zu können. GSM: Global System for Mobile communications, Mobilfunknetz für Sprachund Datenübertragung.
Glossar IMON-U300/310 Port-Forwarding: Netzwerkregeln, die Datenpakete von bestimmten Absendern zu besonderen Empfängern eines Netzwerkes umleiten. PPP: Point to Point Protocol, ein Protokoll, das zwei Maschinen über eine serielle Leitung so miteinander verbindet, dass sie TCP/IP-Pakete austauschen können. PPPoE: Point to Point Protocol over Ethernet, ein Protokoll, das zwei Geräte über eine Ethernetleitung so miteinander verbindet, dass sie TCP/IPPakete austauschen können.
Glossar IMON-U300/310 VPN: Virtual Private Network, über bestehende unsichere Netzwerke werden logische Verbindungen (sog. Tunnel) aufgebaut. Die Endpunkte dieser Verbindungen („Tunnelenden“) und die Geräte dahinter können als eigenes, logisches Netzwerk betrachtet werden. Mit Verschlüsselung der Datenübertragung über die Tunnel und die vorherige gegenseitige Authentifizierung der Teilnehmer an diesem logischen Netzwerk kann ein sehr hoher Grad an Abhör- und Manipulationssicherheit erreicht werden.
Tabellen & Abbildungen 22 Tabellen & Abbildungen 22.1 Tabellenverzeichnis IMON-U300/310 Tabelle 1: Physikalische Eigenschaften ................................................................... 20 Tabelle 2: Technologische Merkmale ...................................................................... 21 Tabelle 3: Beschreibung der Anzeige- und Bedienelemente auf der Gerätevorderseite ....................................................................................................
IMON-U300/310 23 Stichwortverzeichnis Stichwortverzeichnis Abgestrahlte Leistung ..................... 20 Absender-IP-Adresse........... 58, 64, 65 Access Point Name ....................... 140 Aggressive-Modus .......................... 85 Allgemeines....................................... 8 Alternative Ergebnisse .................... 10 Altgeräte ........................................ 124 Analysezwecke .............................. 112 Anklemmen ..................................... 35 APN ........
Stichwortverzeichnis Filterliste ........................................ 108 Firewall .......... 32, 57, 65, 69, 108, 140 Firmware ............................... 115, 116 Firmware-Prüfsumme ................... 112 Firmware-Update ............................ 33 Firmware-Version .......................... 112 Floating ........................................... 71 Flüssigkeiten ............................. 14, 35 Formatierungen ............................... 10 Fragmentierungsgröße ..............
IMON-U300/310 Mobilfunkantenne ..................... 25, 39 Mobilfunknetz ........................... 53, 54 Modbus ........................................... 29 Modem-Emulator ............................ 93 Modifikation ............................ 14, 123 Monitoring....................................... 44 Monitoring App ............................... 44 Montage .......................................... 35 MPPE............................................... 80 MRU ...................................
Stichwortverzeichnis Sandbox ...................... 33, 44, 99, 120 Schaltausgang ........................... 20, 29 Schaltschrank .................................. 37 Schlüsselerneuerung ........... 72, 77, 86 Schutzart ......................................... 20 SCN ............................................... 142 Serielle Schnittstelle ...... 25, 30, 88, 91 Seriell-Ethernet-Gateway.... 30, 88, 91, 93 Seriennummer............................... 112 Server ............................................
IMON-U300/310 Verbindungs-Timeout .................... 107 Verbindungsüberprüfung ................ 61 Verfügbarkeit ........................... 54, 107 Verschlüsselung ........................ 80, 81 Verschlüsselungsalgorithmus ... 70, 75 Verschlüsselungsmethode ........ 71, 76 Verwertung ................................... 124 Virtuelle IP-Adresse ......................... 46 Virtuelle Netzadresse ....................... 46 Vorbedingungen .............................. 10 VPN .............................