Datasheet

627igus
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iglidur
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-
Clipslager
20 40 70 80
0
10
30
20
40
50
30 6050
iglidur
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-Clipslager | Technische Daten
Allgemeine Eigenschaften
Die Clipslager sind seitlich schräg geschlitzt, wodurch die
Montage der Gleitlager von einer Seite erglicht wird.
Nach der Montage spreizt sich das Lager und kleidet die
Bohrung im Blech aus. Durch die Welle wird verhindert,
dass sich das Clipslager aus der Bohrung löst. Selbst bei
axialen Bewegungen kann das Gleitlager nicht aus der Boh-
rung rutschen. iglidur
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-Clipslager werden aus dem abrieb-
festen Material iglidur
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M250 gefertigt.
iglidur
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M250 ist ein Gleitlagerwerkstoff für robuste,
verschleißfeste Lagerungen bis hin zu mittleren Bela-
stungen. Die Gleitlager sind selbstschmierend und
können trocken eingesetzt werden. Auf Wunsch können die
Gleitlager auch geschmiert werden. Das Material iglidur
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M250
ist gegen alle gebräuchlichen Schmierstoffe beständig.
Mechanische Eigenschaften
Die zulässige statische Flächenpressung von iglidur
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M250
beträgt bei Raumtemperatur 20 MPa. Durch die gute
Anpassungshigkeit an unebene Flächen der Lageraufnahme
bleibt auch bei gestanzten Löchern eine hohe Druckbelast-
barkeit der Clipslager bestehen.
Bei den meist sehr kleinen Lagerflächen sind vor allem die
guten schwingungsdämpfenden Eigenschaften und die
Unempfindlichkeit gegen Kantenpressung wichtig.
iglidur
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M250, Seite 127
Zulässige Gleitgeschwindigkeiten
Clipslager sind bei langsam rotierenden, oszillierenden
und axialen Bewegungen besonders verschleißfest. Die
maximalen Gleitgeschwindigkeiten r die unterschiedlichen
Bewegungen sind die r den Werkstoff iglidur
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M250
(Tabelle 01).
Mit einer Montage- oder Dauerschmierung erhöhen sich
die zulässigen Gleitgeschwindigkeiten.
Gleitgeschwindigkeit, Seite 65
m/s rotierend oszillierend linear
dauerhaft 0,8 0,6 2,5
kurzzeitig 2 1,4 5
Tabelle 01: Maximale Gleitgeschwindigkeit
Temperaturen
Bei Betriebstemperaturen bis +80 °C ist die Verschleiß-
festigkeit von iglidur
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-Clipslagern sehr gut. Auch in Kälte
bleiben die Gleitlager elastisch und abriebfest.
Anwendungstemperaturen, Seite 66
iglidur
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M250 Anwendungstemperatur
untere –40 °C
obere, langzeitig +80 °C
obere, kurzzeitig +170 °C
Tabelle 02: Temperaturgrenzen
Montage
Zur Montage werden die Gleitlager an der Seite mit dem
gren Bund zusammengedckt. Der schräge Schlitz
formt das Lager spiralförmig, wodurch es sich leicht in das
Blech einlegen lässt.
Der verbleibende Schlitz beim eingebauten Clipslager kann
Längenausdehnungen des Umfangs ausgleichen. Dadurch
sind enge Lagerspiele mit Clipslagern glich. Das Lagerspiel
ist so bemessen, dass sich bei einer Aufnahmebohrung mit
Nennmeine ebenfalls mit Nennmaß gefertigte Welle leicht
dreht. Die Clipslager können in H-tolerierten Aufnahmen bis
H13 eingesetzt werden. Zulässig ist auch das Mitdrehen der
Clipslager in der Bohrung.
Durchmesser Welle h9 Toleranzen
Gehäuse H7
d1 [mm] [mm] D11 [mm] [mm]
bis 3 0–0,025 +0,020 +0,080 0 +0,010
> 3 bis 6 0–0,030 +0,030 +0,105 0 +0,012
> 6 bis 10 0–0,036 +0,040 +0,130 0 +0,015
> 10 bis 18 0–0,043 +0,050 +0,160 0 +0,018
> 18 bis 30 0–0,052 +0,065 +0,195 0 +0,021
> 30 bis 50 0–0,062 +0,080 +0,240 0 +0,025
> 50 bis 80 0–0,074 +0,100 +0,290 0 +0,030
Tabelle 03: Wichtige Toleranzen nach ISO 3547-1 nach
dem Einpressen
Abb. 01: Maximal empfohlene Flächenpressung in
Abhängigkeit von der Temperatur (20 MPa bei +20 °C)
Belastung [MPa]
Temperatur [°C]