Instructions
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Motorsteuerung
negativ auf die Qualität der Messung auswirken. Die Länge der
Messung in jeder Meßperiode wird als „Austastlücke“ bezeichnet.
Abb. 37 verdeutlicht den Zusammenhang.
Lok bei voll aufgedrehtem Regler gerade noch Höchstgeschwin-
digkeit erreicht.
Wenn umgekehrt die Lok bei voll aufgedrehtem Regler scheinbar
zu langsam fährt, dann sollten Sie den Wert von CV 53 schrittwei-
se erhöhen, bis die maximale Geschwindigkeit erreicht ist.
11.1.2.4. Parameter “K slow”
Die CV 52 bestimmt die Regelverstärkung separat speziell für das
ganze langsame Fahren in Fahrstufe 1. Sind Sie mit dem Fahrver-
halten beim Langsamfahren oder Anfahren noch nicht zufrieden,
während andererseits bei mittleren und hohen Fahrstufen alles
passt, sollten Sie den Wert von CV 52 um ca. 5 - 10 höher einstel-
len als den Wert in CV 54.
11.1.2.5. „K slow Cutoff“
In CV 51 wird bestimmt, bis zu welcher internen Fahrstufe der
in CV 52 definierte Verstärkungswert benutzt wird. Ab der hier
genannten Fahrstufe berechnet der Decoder eine Kennline und
erhöht die Verstärkung bis zu der in CV 54 eingestellten.
11.1.2.6 Regelungseinfluss bei Langsamfahrt
In der CV 56 kann definiert werden, wie stark die Regelung bei
Langsamfahrt arbeiten soll. Neigt Ihre Lok gerade in unteren Fahr-
stufen zu ruckeligem Fahren, so sollte der Wert in CV 56 verringert
werden.
11.1.3. Messverfahren der EMK-Regelung
Mit dem LokSound 5 ist es erstmals möglich, die EMK-Messung
bei Bedarf zu verändern, um bei probematischen Motoren ein
besseres Fahrverhalten zu erreichen. Damit der LokSound 5 den
Motor regeln kann, wird der Motor in regelmäßigen Abständen
abgeschaltet und die EMK-Spannung (Generatorspannung des
Motors) gemessen. Je öfter diese Messung erfolgt, desto genau-
er kann die Regelung erfolgen. Die Häufigkeit des Messens wird
„Meßperiode“ genannt.
Neben der Häufigkeit des Messens ist auch die Länge des einzel-
nen Meßzyklus von Bedeutung. Je länger gemessen wird, desto
eher können sich Störungen z.B. durch Kommutatorbürstenfeuer
Abbildung 37: EMK Messverfahren
Austastlücke
Austastlücke
---------------Meßperiode-------------------
11.1.3.1. Meßperiode
Mit Hilfe der CV 116 kann die Länge der Meßperiode bei Fahr-
stufe 1 in Schritten von 0,1 Millisekunden eingestellt werden. Der
Wertebereich von 50 bis 200 ermöglicht somit Meßperioden von
5 bis 20 Millisekunden.
Mit Hilfe der CV 117 kann die Länge der Meßperiode bei höchster
Fahrstufe in Schritten von 0,1 Millisekunden eingestellt werden.
Der Wertebereich von 50 bis 200 ermöglicht somit Meßperioden
von 5 bis 20 Millisekunden.
Normalerweise wird die Meßperiode mit zunehmender Geschwin-
digkeit größer (es werden also weniger Messungen durchgeführt),
damit bei hoher Geschwindigkeit die maximale Motorkraft er-
reicht werden kann.
Für Glockenankermotoren oder andere flinke Motoren mit wenig
Schwungmasse kann die Meßperiode verkleinert werden, um ei-
nen ruhigeren Lauf zu erreichen.










