Instructions

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9.5. Abschalten nicht benötigter Datenprotokolle
Wenn Sie genau wissen, auf welchen Anlagen Sie „unterwegs“
sein werden, können Sie nicht benötigte Protokolle abschalten.
Dies kann sinnvoll sein, wenn Multiprotokollzentralen zu Proble-
men führen. Verantwortlich ist die CV 47.
CV 47 Bit Protokoll Wert
0
DCC Protokoll ein
DCC Protokoll aus
1
0
1
M4-Protokoll ein
M4-Protokoll aus
2
0
2
Motorola®-Protokoll ein
Motorola®-Protokoll aus
4
0
3
Selectrix®-Protokoll ein
Selectrix®-Protokoll aus
8
0
Ab Werk sind alle Protokolle aktiv (CV 47 = 15). Zum Ermitteln des
Werts für CV 47, addieren Sie einfach alle Werte in 3. Spalte und
schreiben diesen in CV 47.
Das Protokoll, mit dessen Hilfe Sie die CV 47 verändern, kann aus
Sicherheitsgründen nicht ausgeschaltet werden. Verwenden Sie
z.B. eine ESU ECoS und schreiben CV 47 unter DCC, wird das
DCC-Protokoll eingeschaltet bleiben. Verwenden Sie beispielswei-
se eine 6021, so kann das Motorola®-Protokoll nicht abgeschaltet
werden.
Der Zugriff über den ESU LokProgrammer kann nicht abgeschaltet
werden.
LokSound 5 DCC, LokSound 5 micro DCC und LokSound 5 L DCC
unterstützen grundsätzlich nur das DCC Format, unabhängig vom
Wert der CV 47.
Adresseinstellungen
10. Fahrverhalten anpassen
10.1. Beschleunigungszeit und Bremsverzögerung
Beschleunigungszeit und Bremsverzögerung können unabhängig
voneinander eingestellt werden. Sie können beispielsweise eine kur-
ze Beschleunigungs- aber eine lange Bremsverzögerung einstellen.
Die Beschleunigungszeit stellen Sie in CV3 ein, die Bremsverzöge-
rung in CV4. Erlaubte Werte sind 0 (keine Verzögerung) bis 255.
Die in diesen CVs eingestellten Zeiten arbeiten geschwindig-
keitsabhängig: Bei hoher Geschwindigkeit ist der innerhalb der
gegebenen Zeitspanne zurückgelegte Weg natürlich größer. Mit
anderen Worten: Je schneller die Lok, desto länger wird auch der
Bremsweg sein.
Zur Beschleunigungszeit wird neben dem Wert der CV 3 stets
auch der Wert der CV 23 entweder addiert bzw. subtrahiert. Dies
dient zur Anpassung innerhalb einer Mehrfachtraktion. Für die
Bremszeit wird entsprechend der Wert der CV 24 berücksichtigt.
Wie Sie einen von der Geschwindigkeit unabhängigen, konstan-
ten Bremsweg einstellen, zeigt Kapitel 10.5.
10.1.1. Beschleunigungszeit / Bremsverzögerung abschalten
LokSound Decoder können die Beschleunigungs- und Bremszeiten
per Tastendruck deaktivieren. Dies ist insbesondere zum Rangieren
praktisch, da dann Ihre Lok direkt am Regler hängt.
10.1.2. Rangiergang
Der Rangiergang kann ab Werk mit F6 eingeschaltet werden. Er
bewirkt eine Halbierung der Geschwindigkeit bei jeder Fahrstufe.
Somit kann im unteren Geschwindigkeitsbereich feinfühliger ge-
fahren werden, was zum Rangieren insbesondere im 14-Fahrstu-
fenbetrieb sehr sinnvoll ist. Die gewünschte Geschwindigkeit im
Rangiergang kann mit CV 101 eingestellt werden.