Datasheet
Grund- und Grenzwerte
von Platintemperatursensoren
Platintemperatursensoren arbeiten auf der Grundlage der temperaturabhängigen
Änderung des Platinmetallwiderstandes. Die Beziehung läßt sich durch das fol-
gende charakteristische Polynom beschreiben:
- für einen Temperaturbereich zwischen –200°C bis 0°C:
R
t
= R
0
[1+at+bt
2
+c(t-100°C)t
3
]
- für einen Temperaturbereich von 0°C bis 850°C:
R
t
= R
0
(1+at+bt
2
)
b ist so klein, dass für die meisten Anwendungen von einer linearen Abhängig-
keit zwischen R
t
und der Temperatur ausgegangen werden kann.
Die Konstanten sind in den internationalen Normen für Platintemperatursenso-
ren festgelegt, dabei gilt folgendes:.
a = 3,9083 x 10
-3
°C
-1
b = -5,775 x 10
-7
°C
-2
c = -4183 x 10
-12
°C
-4
Der Temperaturkoeffizient (TK oder a) von Platintemperatursensoren ist positiv
und definiert als:
)100(
)(
0
0100
R
RR
TK
−
−
=
Wobei R
100
der Widerstand bei 100°C und R
0
der Widerstand bei 0°C ist.
Es handelt sich um die Steigung der linearen Näherung des charakteristischen
Polynoms zwischen 0°C und 100°C. Die Norm DIN EN 60751 für Platintempe-
ratursensoren spezifiziert einen TK von 0,00385055°C
-1
. Außer diesem ge-
normten Temperaturkoeffizienten stehen weitere kundenspezifische Sensoren
mit Temperaturkoeffizienten von 0,003750/°C und 0,003500/°C sowie anderen
Zwischenwerten zur Verfügung, z.B. gemäß JIS-Norm.
Je nach den zur Herstellung der Platintemperatursensoren verwendeten Werk-
stoffen und Verfahren können geringfügige spezifische Abweichungen von den
Idealkonstanten und der optimalen Kennlinie auftreten. Diese Abweichungen
legen den Arbeitstemperaturbereich und die Genauigkeitsklassen für jeden
Platintemperatursensor-Typ fest. Innerhalb dieser Grenzen sind Platintempera-
tursensoren völlig austauschbar.






