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Toleranzen von Basiswerten für Pt-Temperatursensoren sind in der DIN EN 60751 festgelegt.
Danach gelten für:
Klasse B: Δt=±(0,3°C + 0,005 Itl)
Klasse A: Δt=±(0,15°C + 0,002 Itl)
und nach eigener Definition:
Klasse 1/3 DIN: Δt=±1/3 (0,3°C + 0,005 Itl),
Klasse 2B: Δt=±2(0,3°C + 0,005 Itl)
Langzeitstabilität
Alterungseffekte von Temperatursensoren infolge von Dauereinsatz oder Temperaturschock
können die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit des Sensorsignals negativ beeinflussen. Die
Langzeitstabilität ist daher von größter Bedeutung.
Aufgrund der chemischen Stabilität und der Homogenität des verwendeten Platins zählen
Platin-Dünnschichtsensoren zu den stabilsten Sensoren.
Je nach Betriebsbedingungen betragen die Widerstandsänderungen nach 5 Betriebsjahren bei
200°C typischerweise weniger als 0,04 %. Die Standardtestbedingungen umfassen 250 h, 500
h und 1000 h. Schock- und Langzeittests können jedoch auch nach individuellen
Kundenbedürfnissen durchgeführt werden.
Klima und Feuchte
Eine doppelte Glasschicht und ein glaskeramischer Fixiertropfen schirmen das Sensorelement
sicher vor Umwelteinflüssen ab. Messungen gemäß IEC 71 belegen, dass Klima und
Feuchteschwankungen keinen Effekt auf die Messgenauigkeit des Sensorelements ausüben.
Beschaltung
Platin-Dünnschichtsensoren werden oft mit einem Dauerstrom versorgt, standardmäßig in 2-
Leiterschaltung. Aus Gründen der Energieersparnis (Akku oder Batteriebetrieb) kann auch mit
getaktetem Messstrom gearbeitet werden. Das Spannungsausgangssignal ist eine Funktion des
Widerstandes Rt.
Wegen der einfachen quadratischen Funktion der Platin-Dünnschichtsensoren- Kennlinie sowie
der Möglichkeit einer einfachen linearen Näherung stellt die Linearisierung des Messsignals
kein Problem dar.
Anschluss
Standard-2-Leiterschaltungen können zu einem Verlust an Genauigkeit führen. 3- oder 4-
Leiterschaltungen sind zu empfehlen:
bei längeren Kabeln und niedrigen Sensorgrundwerten wie Pt100, bei denen der
Widerstand und der temperaturabhängige Widerstand des Kabels signifikante Werte
erreichen
bei Platin-Dünnschichtsensoren mit engeren Toleranzen
wenn signifikante elektromagnetische Störungen vorliegen können verdrillte oder
geschirmte Kabel verwendet werden
Lagerung
Platin-Dünnschichtsensoren dürfen ätzenden und korrodierenden Medien und Atmosphären
nicht ausgesetzt werden. Bei einzelnen Typen sind gesonderte Lagerhinweise zu beachten.
Reinigung
Platin-Dünnschichtsensoren werden vor dem Verpacken gereinigt, eine weitere Reinigung ist
normalerweise nicht erforderlich. Sollte nach der Montage eine Reinigung angebracht sein, so
kann dies mit den meisten üblichen industriellen Verfahren erfolgen, einschließlich des
Eintauchens in ein Flüssigkeitsbad. Wir empfehlen, rückstandsfreie Reinigungsmittel zu
verwenden.
Handhabung
Platin-Dünnschichtsensoren sind Präzisionsbauteile und deshalb ist eine schonende
Behandlung während der Montage zu beachten. Metallzangen, Klemmen oder andere grobe
Greifvorrichtungen dürfen nicht verwendet werden. Für den Umgang mit den