User manual

H74.0.04.6B-06 Betriebsanleitung GMH 3611 Seite 9 von 14
7 Hinweise zur Sauerstoffmessung
Bei der Messung von gelöstem Sauerstoff ist folgendes zu beachten:
Vor der Messung ist die Aufbewahrungsflasche zu entfernen
Der Sensor sollte nicht vom Gerät abgesteckt werden.
War der Sensor abgesteckt, ist vor einer Messung oder Kalibration 2 - 3 Stunden zu warten, bis sich das
endgültige Elektrodensignal eingestellt hat.
Der Sensor muss kalibriert worden sein.
Sensor und zu messende Flüssigkeit müssen dieselbe Temperatur haben
(Temperatur angleichen lassen)
Der Sensor muss mindestens 3 cm in die zu messende Flüssigkeit eingetaucht werden
Messungen sind nur mit einer Mindest-Anströmgeschwindigkeit von ca. 30 cm/sec genügend genau:
Entweder ständig rühren, oder entspr. Rührvorrichtung verwenden!
Die Messung ist stoßempfindlich!
Achten Sie beim Rühren in der Messflüssigkeit daher unbedingt darauf dass sie mit dem Sensor nicht
an dem Gefäß anschlagen, da dies zu einer deutlichen Beeinflussungen des Messwertes führen kann.
- Die optimale Betriebsposition ist: Sensoröffnung nach unten.
Aus dem Sensorsignal und der Temperatur werden der Sauerstoffpartialdruck, die Sauerstoffkonzentration
[mg/l] und die Sauerstoffsättigung [%] berechnet. Die Messung wird gemäß DIN38408-C22 auf
wasserdampfgesättigte Luft bezogen.
7.1 Umgebungsdruck und Wassertiefe bei der gelöst-O
2
-Messung
Die Luftdruckverhältnisse am Messort spielen eine Rolle für:
die Berechnung der Sauerstoffsättigung (%sat).
An Luft kann reines Wasser 100% Sättigung erreichen. Vorausgesetzt es gibt keine
sauerstoffzehrenden Prozesse (biologische Abbauprozesse, chemische Effekte) oder
sauerstoffanreichernde Prozesse wie z.B. übermäßig starke Belüftung oder Photosynthese)
die Berechnung der Sauerstoffkonzentration (mg/l)
die Bewertung der Kalibrierung
Deswegen ist eine Korrektur des Luftdruckes mittels Messung oder wie bei einfacheren Geräten über
Tabellen oder Druck- oder Meereshöheneingabe notwendig.
Der integrierte Luftdrucksensor misst laufend den Umgebungsdruck zur
Luftdruckkompensierten Berechnung der Konzentration[mg/l] und der Sättigung[%O2]
Luftdruckkompensierten Kalibrierung
7.2 Salinitätskorrektur ('SAL')
Mit steigender Salinität (Salzgehalt) nimmt die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser ab, d.h. bei
gleichem Sauerstoffpartialdruck sind weniger mg Sauerstoff pro Liter Wasser gelöst. Zur Bestimmung
dieser Sauerstoffkonzentration muss daher zunächst die Salinität des Mediums eingegeben werden
(siehe 'Konfigurieren des Gerätes'). Die Salinitätskorrektur ist auf wässrige Medien abgestimmt, die in
Ihrer chem. Zusammensetzung Meerwasser entsprechen. Die Grundlage der Korrektur sind die
"International Oceanograpic Tables" (IOT).
8 Kalibrierung des Sauerstoffsensors
Aufgrund der Alterung des Sensors muss der Sauerstoffsensor regelmäßig kalibriert werden.
Dafür steht im Gerät eine einfach zu bedienende Kalibrierfunktion zur Verfügung. Empfohlen wird eine
Kalibrierung mindestens alle 7 Tage oder, um höchste Messgenauigkeit zu erreichen, unmittelbar vor der
Messung.
Lag der Sensor einen oder mehrere Tage trocken an der Luft, muss vor der Kalibrierung eine Wässerung
des Sensors von mindestens 30 Minuten erfolgen.
8.1 Durchführung der Kalibrierung
Bei der Kalibrierung wird der Sensor auf den Sauerstoffgehalt der Luft (20.95%) abgeglichen. Vor der
Kalibrierung Aufbewahrungsflasche entfernen und Membrane mit einem weichen Tuch abtrocknen.
Grundsätzlich bestehen drei Möglichkeiten der Kalibration, die Elektrode muss entsprechend vorbereitet
werden.