User manual
H75.0.01.6B-01 Betriebsanleitung GPH 114 Seite 5 von 8
Weitere Probleme können bei Messungen in ionenarmen und lösungsmittelhaltigen Medien auftreten. Die
bei Messungen in diesen Medien auftretenden Probleme können zum Teil durch Verwendung einer
Doppelkammer-Elektrode mit geeignetem Brückenelektrolyt (unterschiedlich, je nach Anwendungsfall)
umgangen werden (Typ GE103).
4.3 pH-Elektrodenauswahl
Verschiedene Anwendungsbereiche erfordern spezielle Elektroden
1. Messungen in ionenarmen Medien (Regenwasser, Aquarium-Wasser, VE-Wässer)
GE 104 (Spezial-Schliffelektrode ab 50μS/cm) oder GE 106 (ab 100μS/sm).
2. Meerwasseraquarien
Normale pH-Einstabmessketten mit 3mol KCl (GE 100, GE 114).
3. Schwimmbad
Normale pH-Elektrode mit 3mol KCl (GE 100, GE 114).
4. Bodenuntersuchungen
Glaselektrode mit mehreren Diaphragmen (GE 101). Vorstechdorn verwenden!
5. Käse, Obst, Fleisch
Einstichelektrode (GE 101). Bei Messungen in Käse, Milch und allen proteinhaltigen Produkten muss die
Elektroden-Reinigung mit einem Spezialreiniger erfolgen (Pepsinlösung - GRL 100).
6. Fotolabors
Doppelkammerelektrode, mit Brückenelektrolyt (1 molare Kalium-Nitrat-Lösung) einsetzen; Kalium-Nitrat-
Lösung muss nach Bedarf ausgetauscht werden, Wässerungskappe zur Aufbewahrung der Elektrode ist
mit Kalium-Nitrat-Lösung zu füllen. (GE 103)
Normalreinigung: 0,1 molare HCl-Lösung für mindestens 5 min. oder Proteinreiniger.
Die Lebensdauer von Elektroden beträgt im Normalfall mindestens 8-10 Monate, wobei sie sich bei guter
Pflege meist auf über 2 Jahre steigern lässt. Genaue Angaben sind jedoch nicht möglich, da diese vom
jeweiligen Einsatzfall abhängen.
Sollte sich der pH X-Wert nicht mehr einstellen lassen, so ist dies ein Indiz dafür, dass entweder
a) Die Elektrode verbraucht ist und erneuert werden muss, oder
b) Die Pufferlösung verbraucht ist (neue Lösung ansetzen). Pufferlösungen sind nur begrenzt haltbar (ca. 1
Monat) und dies auch nur bei sorgfältigem Umgang beim Kalibrieren (keine ständige Verschleppung von
Pufferlösungsrückständen von einer Lösung zur anderen durch ungenügendes Auswaschen und Abtrocknen
der Elektrode).
Pufferkapseln sind unbegrenzt haltbar – ein entsprechender Vorrat ist daher sinnvoll.
pH12 – Pufferkapseln (weiß) müssen bei längerer Lagerung im Exsikkator oder mit Trocknungsmittel
aufbewahrt werden. 3 mol/l KCl sollte ebenfalls immer zum Nachfüllen vorhanden sein.
4.4 Allgemeine Wartungs- und Messhinweise
Diese pH-Elektrode ist eingehend getestet und in allen Fertigungsstufen strengen Qualitätskriterien
unterworfen worden.
Beiliegende Elektrode ist für pH 0 - 14 bzw. 0 - 90°C und Leitfähigkeit >200μS/cm verwendbar !!
1. Um die Leistungsfähigkeit und Genauigkeit möglichst lange aufrechtzuerhalten, sollten folgende
Punkte beachtet werden:
1.1. Die Aufbewahrungsflasche von der pH-Elektrode entfernen und den Schaft und die pH-Glasmembrane
mit normalem Leitungswasser abspülen. Dann Schaft mit einem weichen Tuch aus Papier trockenreiben.
1.2. Wichtig! Die pH-Glasmembrane muss immer feucht gehalten werden. Ist die Elektrode nicht in
Gebrauch, so muss die pH-Glasmembrane in eine 3 mol/l KCl-Lösung getaucht, aufbewahrt werden.
Sollte die pH-Glasmembrane ausgetrocknet sein, sind Leistungsfähigkeit und Ansprechempfindlichkeit
beeinträchtigt. Um sie wieder durchgehend zu befeuchten, ist die Glasmembrane in 3 mol/l KCl 24
Stunden zu wässern.
1.3. Glasmembrane nicht berühren! Oberflächenbeschädigung und Abrieb wirken sich nachteilig auf die
Leistungsfähigkeit der Elektrode aus.
1.4. Vor Gebrauch per Sichtprüfung die pH-Elektrode auf eingeschlossene Luftblasen in der pH-
Glasmembrane und der äußeren Bezugselektrodenzelle untersuchen. Falls dort Luftblasen vorhanden
sind können diese durch nach unten gerichtetes Schütteln entfernt werden. (Wie beim Quecksilber-
Fieberthermometer)
1.5. Bei der Messung ist darauf zu achten, dass auch das seitliche Diaphragma mit dem Messgut in Kontakt
kommt. Mindesteintauchtiefe bei GE 114 z.B. 20 mm, max. 50 mm.
1.6. Kabel und Stecker der Elektroden immer sauber und trocken halten. Ansonsten kann die elektrische
Isolierung verloren gehen, wodurch Messfehler und andere Folgefehler entstehen können.










