User manual

H83.0.02.6B-08 Betriebsanleitung GMH 5430 Seite 9 von 16
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6.7 Elektroden / Messzellen
6.7.1 Belegung Bajonet-Anschluss
Geräte-Anschluss
1: Elektrode I+
2: Elektrode U+
3: Elektrode U-
4: Elektrode I-
5: Temperatur-Sensor
6: Temperatur-Sensor
7: nicht belegt
6.7.2 Aufbau und Auswahl
Grundsätzlich können zwei unterschiedliche Arten von Messzellen unterschieden werden: 2Pol und 4-Pol
Messzellen. Die Ansteuerung bzw. Auswertung erfolgt ähnlich, die 4 Pol Messzellen können durch das
aufwändigere Messverfahren gut Polarisationseffekte und Verschmutzung bis zu einem Gewissen Grad
kompensieren.
2Pol Messzelle
4Pol Messzelle
Die Auswahl der passenden Elektrode ist vom Anwendungsfall abhängig.
Das breiteste Anwendungsspektrum bieten hochwertige Graphit-4pol Messzellen (LF 400 oder LF
425, alle obigen Anwendungen und: Meerwasser, Titration, Abwässer).
Für niedrige Leitfähigkeiten (<100µS) bieten Edelstahl Messzellen Vorteile (LF 200 RW, Rein und
Reinstwasser, Kesselwasser, Osmose und Filtertechnik) .
Für Einsatz in Benzin, Diesel u.ä. mit niedrigen Leitfähigkeiten (< 1000µS/cm) bieten 2pol Platin
Elektroden mit Glasschaft eine gute Lösung (LF 210)
6.8 Temperaturkompensation
Die Leitfähigkeit von wässrigen Lösungen ist abhängig von der Temperatur. Die Temperaturabhängigkeit ist
stark von der Art der Lösung abhängig. Durch Temperaturkompensation wird die Lösung auf eine
einheitliche Bezugstemperatur zurückgerechnet, um, sie temperaturunabhängig vergleichen zu können. Die
übliche Bezugstemperatur dafür ist 25 °C.
6.8.1 Temperaturkompensation „nLF“ nach EN 27888
Für die meisten Anwendungen bspw. im Bereich der Fischzucht und der Messung von Oberflächenwasser
und Trinkwasser ist die nichtlineare Temperaturkompensation für natürliche Wässer („nLF“, nach EN 27888)
ausreichend genau. Die übliche Bezugstemperatur ist 25 °C.
Empfohlener Einsatzbereich der nLF- Kompensation: zwischen 60 µS/cm und 1000 µS/cm.
6.8.2 Lineare Temperaturkompensation und Ermittlung des Temperaturkoeffizienten “t.Lin“
Wenn die Funktion der Temperaturkompensation nicht genau bekannt ist, wird in der Praxis im Gerät eine
"lineare Temperaturkompensation" eingestellt (Menu, t.Cor = Lin, t.Lin entspricht ), daß heisst, man
nimmt vereinfachend an, daß die Temperaturabhängigkeit über den betrachteten Konzentrationsbereich der
Lösung in etwa gleich ist.
Temperaturkoeffizienten um 2.0 %/K sind meist üblich.